Anajo

Ich höre mir ja gerne auch mal (für mich) neue Musik an. Frau Anna ist zum Bei­spiel ganz begeis­tert von Anajo, einer Indie-Band aus Augs­burg. Die haben grade zu ihrem zehn­jäh­ri­gen Band­be­ste­hen ein neues Album namens Anajo und das Popor­ches­ter1 her­aus­ge­bracht und gehen damit auch gerade auf Clubtour.

Ich kannte von den drei Typen bis­her nur ein oder zwei Lie­der die auf den ein­schlä­gi­gen Abs­pack­ver­an­stal­tun­gen, die ich so gerne besu­che, lau­fen. Ges­tern Abend schau­ten wir uns die Band dann im Sub­way an. Der ziem­lich kleine Laden war etwa zu zwei Drit­teln gefüllt und die Stim­mung war wirk­lich gut. Mir hat es gefal­len, die Band erin­nert mich vom Stil her ein wenig an die Sport­freunde Stil­ler in ihren frü­hen Tagen, wenn auch mit irgend­wie schö­ne­ren Texten.

Die aktu­elle Sin­gle ist ein deut­sches Cover des all­seits bekann­ten „Boys don’t cry“ von The Cure. Auch nicht schlecht. Ein Detail ist mir dazu gerade beim Schrei­ben die­ses Arti­kels auf­ge­fal­len: Der Regis­seur und Pro­du­zent des Videos ist übri­gens der Kim Frank, der frü­her mit sei­ner Band Echt einige bekannte Titel hatte. Nett.

Ganz schön indie kommt man sich da schon vor, nicht? Doof nur, dass man anschei­nend als Indie-Band erst zu mög­lichst spä­ter Stunde anfängt zu spie­len. Schon letzte Woche beim Kon­zert von Port O‘Brien musste ich wäh­rend des letz­ten Stücks der Zugabe gehen. Ges­tern war es genau so. Ich glaube eigent­lich nicht, dass es irgend­je­mand weh tun würde mal eine halbe Stunde frü­her anfan­gen zu spie­len. Die letzte Bahn nach Bonn war­tet lei­der nicht.

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