Astronauten gesucht!
Einmal im Leben als Astronaut ins Weltall! Warum nicht? Warum nicht du? Mit dem Dastronauten-Wettbewerb sind deine abgefahrensten Wünsche plötzlich zum Greifen nah. Du musst es nur wirklich wollen und die Community davon überzeugen, dass du es bist, der diesen Trip verdient hast. Und du bist es doch, oder?!
Wer wollte nicht schon einmal hoch hinaus? dastronauten.de will das ermöglichen und hat deshalb ein Gewinnspiel gestartet, bei dem es einen Weltraumflug zu gewinnen gibt, genauer gesagt einen so genannten Suborbitalflug. Wer den Flug gewinnt, soll die Community rund um das Gewinnspiel festlegen: Es ist also eine möglichst kreative und aussagekräftige Bewerbung notwendig. Wie das Ganze abläuft, schauen wir uns nun mal etwas näher an.
Die Seite kommt in professionellem Layout und „spacigem“ Design daher und kann sich somit auf den ersten Blick schon sehen lassen. Direkt auf der Startseite werden die letzten Bewerbungen angezeigt. Als ich ein wenig herumklicke fällt mir eine Sache negativ auf: Seiten auf denen nur „Kommt bald!“ steht, haben definitiv nichts auf einer Internetseite zu suchen. Da würde ich doch lieber den entsprechenden Menüpunkt ausgrauen.
Mein nächster Klick geht dann auf den Anmeldebutton, woraufhin ich gebeten werde, meine Email-Adresse und einen Benutzernamen anzugeben. Anschließend bekomme ich ein Passwort zugewiesen und bin dann auch direkt eingeloggt. Anschließend soll ich in fünf einfachen Schritten mein Profil erstellen. Anhand diesem sollen mich dann ab dem 30. Juni andere Menschen bewerten und mir somit den Raumflug ermöglichen. Es wird ein weiteres Mal explizit darauf hingewiesen, dass meine persönlichen Daten „geheim“ bleiben und nur im Falle eines Gewinnes zur Kontaktaufnahme genutzt werden. Das nur die Felder für Name, Geschlecht und Geburtsdatum notwendig sind finde ich gut.
In Schritt zwei soll ich dann fünf Fragen beantworten, die wohl einen ersten Eindruck von mir vermitteln sollen.
Warum möchte ich Astronaut werden?
Warum sollte ich gewählt werden?
Ich habe keine Angst vor dem Raumflug weil…
Wenn ich gewählt werde, dann werde ich…
Welche war bisher in meinem Leben die tapferste Tat?
Leider war ich beim Ausfüllen solcher Felder noch nie so arg kreativ, macht aber nichts.
In Schritt Nummer drei muss ich nun mindestens ein Bild hochladen. Ewig lange steht unter dem grauen Feld „In Bearbeitung“, was mich ein wenig stört und ich mal weiter zu Schritt Nummer vier gehe. Hier soll ich nun bis zu 5 Hobbies, meine Internetadresse und eine „Message“ hinterlassen. Das geht in meinem Fall echt schnell und schon befinde ich mich auf der letzten Seite des Anmeldevorgangs. Hier kann ich Videobeiträge oder weitere Bilder hochladen. Spontan habe ich dazu keine Lust, was leider dazu führt das meine Bewerbung als „nicht komplett“ eingestuft wird und ich so mein Profil natürlich auch nicht anderen präsentieren kann.
Also nichts wie hin zum Uploadformular! Interessanterweise kann ich Videos von bis zu 150MB Größe hochladen. Ich habe zum Glück was kleines da und so geht der Upload schön flott und direkt danach ist mein Profil auch auf der Startseite zu sehen. Nun klicke ich mich eine Runde durch die Seiten meiner Mitbewerber und stelle fest, dass sich einige da richtig Mühe geben. Viele Bilder finden sich vor allem, aber auch das ein oder andere Video. Wie ich feststellen muss, ist meine Bewerbung leider nicht sonderlich kreativ, aber es gibt auch noch ein paar schlimmere. Am unteren Ende eines jeden Profils gibt es einen Button mit der Aufschrift „Ja, ich stimme für diesen Bewerber!“, welcher mir allerdings erst beim fünften oder sechsten Profil wirklich aufgefallen ist. Hier könnten die Seitenbetreiber noch ein wenig nachhelfen.
Nach und nach stolpere ich auch über weitere Funktionen: So gibt es z.B. auch eine Statistikseite und meine Freunde soll ich natürlich auch einladen. Auch ansonsten fehlt in meinen Augen nichts, was eine Community-Seite haben sollte: Eine Nachrichtenfunktion gibt es genau so wie eine Freundesliste und vieles mehr.
Nachdem ich mich die ganze Zeit über gefragt hatte, warum man eigentlich dieses Gewinnspiel ins Leben gerufen hat und wer denn dahintersteckt. Nachdem ich die Pressemitteilung der Firma gelesen hatte, war ich ein wenig schlauer:
Finanziert wird der 200.000 US-Dollar teure Flug über das Abstimmungsverfahren. Die Stimmabgabe per SMS kostet 50 Cent. Die Mittel für den Raumflug werden einem Treuhandkonto gutgeschrieben.
Wollen wir mal hoffen (vor allem für die Teilnehmer), dass dieses Konzept aufgeht. Sehr interessant ist dazu das Blog zur Seite zu lesen.
Mein Fazit: Ich bin gespannt, wie das Projekt sich entwickeln wird. In meinen Augen muss noch dringend ein Anreiz geschaffen werden, warum ich für jemand anderes meine Stimme abgeben sollte. Ansonsten ist die Geschichte eine wirklich gute Idee, die im aktuellen Stand auch schon ansprechend umgesetzt wurde.
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