Ein letztes Zeugnis

Mein Vor­trag mit Hin­der­nis­sen ist ja schon eine Weile her. Eine Sache stand dann noch offen: Es musste noch die Diplo­mur­kunde und das dazu­ge­hö­rige Zeug­nis her. Aus­ge­stellt hatte man mir das auch rela­tiv flott, nur mit dem per­sön­li­chen Abho­len war das so eine Sache.

Nach­dem ich, da ich mich nicht mehr zurück­ge­mel­det hatte, eigent­lich schon Zwangs­ex­ma­tri­ku­liert war, hatte ich dann auch brav um Zusen­dung des gan­zen Krams gebe­ten. Aber Essig war’s: Eine aus­ge­füllte Exma­tri­ku­la­ti­ons­be­schei­ni­gung sollte ich da mal an den Start brin­gen. Also hab ich mir dann doch mal noch einen Tag Urlaub genom­men und bin ein letz­tes Mal zu mei­ner FH gegurkt, Unter­schrif­ten sammeln.

Diplomurkunde

Dort lief eigent­lich auch dann soweit alles glatt. Nach einem Kaf­fee mit einem ehe­ma­li­gen Arbeits­kol­le­gen konnte der mir auch gleich die erste Unter­schrift ver­pas­sen. Beim Rechen­zen­trum war nun schon mal nichts mehr offen. Auch Biblio­thek, Haus­meis­ter und Bafög-Amt waren über­haupt kein Stress. Dass es dann beim Fach­be­reichs­se­kre­ta­riat zu Kom­pli­ka­tio­nen kom­men würde, hatte ich schon fast befürch­tet. Da hing sowas wie „Komme spä­ter… Kom­men sie dann doch auch noch­mal.“. Danke. Bald hatte ich dann aber auch Gesell­schaft von einem alten Bekann­ten, der eben­dort bis zwölf Uhr seine Diplom­ar­beit abge­ge­ben haben sollte. Als nach einer guten Stunde immer noch nie­mand da war, haben wir dann unser Geschäft schließ­lich beim Prü­fungs­amt erle­di­gen dür­fen. Gut, dass auch die Büro­kra­ten manch­mal fle­xi­bel sind.

Nun ist also nach drei­zehn Semes­tern und sechs­ein­halb Jah­ren meine Zeit am Cam­pus vor­bei. Trau­rig bin ich des­we­gen irgend­wie nicht. Ken­nen würde ich sowieso nicht mehr so wirk­lich viele Men­schen und wenn man hört was so geht — geht irgend­wie immer noch das Glei­che wie frü­her. Kein wei­te­rer Kommentar.

Nun kann’s wei­ter gehen. Ab mor­gen muss wie­der gear­bei­tet wer­den. Und klü­ger bin ich ja irgend­wie auch nicht durch die Urkunde gewor­den. Hängt man so ein Ding eigent­lich auf?

Kommentare

    • Andi
    • 16. April 2009 um 10:20 Uhr

    Das muss in einen Gold­rah­men und iko­nen­haft irgendwo auf­ge­hängt wer­den :).
    Aber egal wo du es hin­tust: Glück­wunsch, nochmal :)!

    • Martin
    • 16. April 2009 um 18:39 Uhr

    Danke, Danke! Ich glaub das mit dem Auf­hän­gen lasse ich mal lie­ber sein. Auch wenn das Ergeb­nis doch bes­ser ist als wäh­rend dem Stu­dium mal gehofft.

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