Eine Legende?

Hef­tig bewor­ben wurde der neue Film mit Will Smith: I Am Legend. Am Wochen­ende kam ich nun auch dazu, ihn mir anzu­schauen. Der Film basiert auf dem gleich­na­mi­gen Buch des Autors Richard Mathe­son, dass die­ser bereits 1954 geschrie­ben hat. Des­halb ist es nicht ver­wun­der­lich, dass es auch schon vor I Am Legend ver­filmt wurde – ins­ge­samt dreimal.

I Am Legend-Szene
Bild: © War­ner Bros.

Um nicht zu viel zu ver­ra­ten: Grund­sätz­lich han­deln das Buch und auch die Filme vom anschei­nend letz­ten Men­schen auf dem Pla­ne­ten Erde, wäh­rend der Rest der Mensch­heit ent­we­der von einem gemei­nen Virus dahin­ge­rafft wurde oder nun ein kläg­li­ches Dasein als Vam­pir fris­tet. Robert Neville (der letzte Mensch) muss sich nun auf sein Über­le­ben kon­zen­trie­ren und ver­sucht ein Gegen­mit­tel gegen des Virus zu finden.

Der Film mit Will Smith gefällt alleine schon durch die vie­len tol­len Bil­der aus dem nahezu aus­ge­stor­be­nen New York, in dem der Haupt­dar­stel­ler mit sei­nem Hund auf Anti­lo­pen­jagt geht und vom Deck eines Flug­zeug­trä­gers aus Golf spielt. In eini­gen Rück­blen­den bekommt man die Vor­ge­schichte erzählt.
Eigent­lich hät­ten mei­ner Ansicht nach die Vam­pire kön­nen zu Hause blei­ben. Nicht nur, weil ich keine häss­li­chen Zombie-Vampire mag und nicht so sehr auf Hor­ror stehe: Alleine die Geschichte eines ein­zel­nen Man­nes in einer aus­ge­stor­be­nen Stadt hat für mich schon einen gro­ßen Reiz und regt zum Nach­den­ken an. Wie wür­den wir uns ver­hal­ten, wenn einer von uns der ver­meind­lich „letzte Mensch“ wäre?

Ins­ge­samt ein gut gemach­ter Film, der lei­der ein wenig bere­chen­bar ist und das Ende ent­spricht auch nicht so ganz mei­nem Happy-End begeis­ter­ten Herz. Den­noch, vor allem wegen der apo­ka­lyp­ti­schen Sze­nen aus New York, sehens­wert und zum berie­seln durch­aus geeig­net. Eine „Legende“ wird der Film aber nicht.

Übri­gens: Wer sich gerne auch die 1964er-Verfilmung des Buches anschauen möchte, kann den Film her­un­ter­la­den. Er ist als Public Domain frei und legal zugäng­lich. Via Spree­blick.

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