Ich dachte darüber nach, wie es hier so weitergehen kann.
Nach fast zweieinhalb Jahren ist es an der Zeit die Strategie für „der tag und ich“ mal wieder zu überarbeiten. Nach wie vor habe ich schon Spaß am Erstellen von Inhalten, möchte aber doch ein wenig an der Qualität des Blogs arbeiten. Im folgenden habe ich mir dazu ein paar Gedanken gemacht.
Ziele und Inhalte
„der tag und ich“ ist eine virtuelle Abbildung meines realen Lebens. Zum einen soll es eine Sammlung von Erlebnissen sein, die ich im wesentlichen für mich selbst niederschreibe, natürlich ist jeder dazu eingeladen an meinen Erlebnissen teil zu haben. Dafür wird es weiterhin die Kategorie der tag und ich geben. Diese sollte sich aber in ausführlicher Form größeren Unternehmungen widmen. Dies entspricht den eigentlichen Tagebuch-Gedanken der Seite. Für alles was „zwischendurch“ passiert, sollte Twitter weiter und eventuell auch mehr genutzt werden.
Zum anderen möchte ich Dinge die ich kann und lerne mit anderen Teilen. „der tag und ich“ ist auch meine Bastelstube, in der ich allerlei Dinge ausprobiere. Dazu bieten sich folgende Inhalte an:
- Webentwicklung: Alles was mit HTML, CSS, jQuery und WordPress zu tun hat. Eine Dokumentation von Dingen die ich ausprobiere. Außerdem: Typografie im Netz und allgemeine gestalterische Themen. Wichtig ist, das vor allem optische Dinge entweder mit einer Demoseite oder Screenshots belegt werden, damit sie auch ihre Nützlichkeit behalten wenn sich das Layout der Seite ändern sollte.
- Fotografie: Bilder und deren Bearbeitung sind ein noch relatives neues Steckenpferd. Mit gezielten Projekten und deren Dokumentation sollte ich hier den ein oder anderen interessanten Beitrag zusammen bekommen.
- Musik: Bekannte Bands und welche die mir neu über den Weg laufen. Gerne ein wenig ausführlicher beschrieben, mit Bandgeschichte und Videos
- Filme/Serien: Rezensionen von Filmen und Serien die ich schaue. Hier gilt es eine Checkliste mit zu erwähnenden Dingen anzulegen und eventuell ein Bewertungssystem zu integrieren.
- Bücher: Gleiches wie bei Filmen und Serien gilt auch für Bücher. Ein kurzer Inhaltsabriss sollte drin sein, sowie eine kurze Bewertung meinerseits.
- Internet: Diese Kategorie könnte eine Sammlung mit Gedanken rund um das Internet und die zahlreichen zu nutzenden Dienste sein. Welche Seiten braucht man wirklich, wo liegen ihre Vorteile oder Nachteile. Wie entwickelt sich das Netz? Eventuell könnte hier auch eine regelmäßige Vorstellung von anderen Webseiten hineinkommen. Außerdem: Gedanken zur Bekanntmachung eines Blogs und die damit eingeschlossene Nutzung von Diensten wie Twitter und Facebook.
- Software: Das Vorstellen von Software für den Mac und das iPhone ist sicherlich auch keine schlechte Idee. Auch hier gilt es wieder zu beachten, dass diese vielleicht eher ein wenig ausführlicher sein können.
Auf jeden Fall sollte ich mich von der „Ein Eintrag pro Tag“-Philosophie abwenden. Stress muss man sich ja keinen mit dem Erstellen eines Beitrages machen. Im Gegenzug dazu sollte ich mir mehr Gedanken um die inhaltliche und optische Aufbereitung eines Beitrages machen. Dazu gehört auch eine geschickte Strukturierung der Einträge mit Hilfe von Zwischenüberschriften. Genaue, leicht verständliche Erklärungen wären sicherlich nicht schlecht. Außerdem sollte ich mehr darauf achten, dass die Beiträge möglichst zeitlos geschrieben werden, damit sie auch möglichst lange einen hohen Informationsgehalt bieten.
Ein wenig Frage ich mich noch, wie ich neben den Einträgen all das was drumherum passiert einbinden kann. Eine Integration meiner Accounts Twitter, Last.fm, delicious und flickr wäre sicherlich nicht schlecht, sollte aber eher irgendwo am Rand stattfinden.
Um dies sinnvoll zu realisieren, startet das Blog einfach mal neu. Zwar gibt es inzwischen eine recht ansehnliche Anzahl von Leuten die per Google auf die Seite kommen, doch finden diese sowieso meistens nicht das, was sie wirklich interessiert. Deshalb ist hier ein Neustart sinnvoll. Die Beiträge sollten eindeutig mit Schlagworten versehen werden, wobei darauf zu achten ist dass nicht zu viele verwendet werden. Bisher wird hier der Krieg durchaus ein wenig übertrieben.
Wenn man das Backup meines alten Blogs mit einbezieht, kann ich auf eine sehr umfangreiche Datenbank an Erlebnissen zurückgreifen. Alle Einträge aus den alten Blogs sollten sicherlich nicht die die neue Datenbank wandern, aber die alten Berichte von Aktionen sollten schon wieder unterkommen und entsprechend zurückdatiert online gestellt werden. Auch die aktuelle Datenbank sollte ich vielleicht mal ein klein wenig ausmisten.
Eine Vermarktung über Amazon Affiliate-Links oder Adsense-Werbung findet in Zukunft nicht statt. Sollten die Besucherzahlen eines Tages das zehnfache des aktuellen Standes erreichen, könnte man hier ruhig noch einmal drüber nachdenken. Trigami-Einträge könnte es auch in Zukunft weiter geben, allerdings sollte hier beachtet werden, dass nur Reviews zu Themen erscheinen, die auch wirklich (zumindest für mich) interessant sind. Zur Interaktion mit dem Besucher wird es weiterhin die bekannten flattr– und facebook-Buttons geben.
Das Layout und der Code
Es sollte für die Seite ein einheitliches, stimmiges, einfaches Layout geben. Nicht zu abgefahren. Die oben definierten Bereiche der Seite sollten einfach zu erreichen sein, es bietet sich an die Kategorien sozusagen als Hauptmenü abzubilden. Für die einzelnen Kategorien sollte es eine eindeutige Kennzeichnung geben oder eventuell eine leicht abgewandelte Darstellung der Beiträge in der Einzelansicht, die auf die Bedürfnisse der jeweiligen Kategorie eingehen. So bietet es sich zum Beispiel an, Einträge aus der Kategorie „Bilder“ anders darzustellen und vor allem auch wieder eine Lightbox-Funktion einzubauen. Grundsätzlich sollte aber gelten: „weniger ist mehr“. Das heißt auf überflüssige Informationen rund um die Einträge darf getrost verzichtet werden.
Für Einträge sollte folgendes auf der Einzelansichts-Seite dargestellt werden: Überschrift mit Permalink, Datum, Schlagworte, Kategorie, ähnliche Beiträge. Außerdem muss es gut zugängliche Links zum vorherigen und nächsten Beitrag geben, damit man leicht durch die Einträge navigieren kann.
Die Kommentare können ruhig ohne Zeitangabe ausgegeben werden. Hier sollte aber auf der Seite sein: Permalink zum Kommentar, Gravatar, Webseite des Kommentierenden.
Der Footer der aktuellen Seite ist vom Inhalt her schon nicht schlecht. Optisch könnte der allerdings noch ein wenig mehr hermachen und mehr promotet werden. Bisher wird er von anderen Benutzern sicherlich zu selten benutzt.
Als Grundlage für das neue „der tag und ich“ wird ein neues WordPress-Theme auf HTML5-Basis in WordPress 3 erstellt. Neue HTML– und vor allem CSS-Techniken dürfen gerne eingesetzt werden. Es sollte aber immer darauf geachtet werden, dass Browser ab dem Internet Explorer 7 unterstützt werden, auch wenn die Seite dann nicht in vollem Glanz erstrahlt. Fertige und nützliche Funktionen sollte ich gegebenenfalls auch in Plugin-Form anderen Nutzern zur Verfügung stellen.
Und nun bin ich mal gespannt, was daraus wird. Wenn jemand kluge Ideen hat, nehme ich die natürlich gerne auf.
Kommentare
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Über die Plugins und Webentwicklungs-Tipps und –Tricks würde ich mich sehr freuen!
Deine privaten Erlebnisse interessieren auch, zumindest mich. Was mich weniger interessiert und wovon viele Blogs schon wieder abgekommen sind, sind die wöchentlichen Linksammlungen von diversen Portalen in einem eigenen Beitrag. Das nervt ein wenig.
Sonst: Mach so weiter.
PS.: Während des Schreibens sind mir die netten kleinen Funktionen im Kommentarfeld aufgefallen. Gerne würde ich hier eine Anleitung lesen. Dein Theme als Download wäre auch supercool, wird wohl aber nichts. ;)
Die Linklisten kommen bei anderen Menschen glaub ich ganz gut an — mal abgesehen davon, dass sie sowieso eigentlich eher als Erinnerung an mich selbst gedacht sind. Ich hab sie ja inzwischen schon aus dem normalen Loop rausgenommen, mal gucken wie ich die Kategorie komplett daraus verbannt bekomme.
Die Geschichte hier am Kommentarfeld sind nicht sonderlich kompliziert und ich hab sie mir auch nicht mal selbst ausgedacht. Aber vielleicht verblogdingse ich das dieser Tage mal.
Achso, das mit den Themes könnte ich mir echt mal überlegen. Da müsste ich allerdings ein wenig Arbeit reinstecken. Die sind nämlich in keiner Weise dafür gedacht worden mal veröffentlicht zu werden — Widget-Unterstützung oder so haben die nicht. Alles harter Code. Darauf stehe ich! ;-)
Ich liebe diese kleinen Details. Wie die hier im Kommentarfeld oder den Effekt, der die Bilder auf der Startseite immer so nach und nach „erscheinen“ lässt. Bei letzterem hätte ich auch gern gewusst, wie das geht.
Alles klar, steht auf der Liste der zu verbloggenden Dinge. Ist auch gar nicht schwer.
Yeah, diese Spielereien ums Kommentarfeld sind mir ja noch nie aufgefallen, also mal danke für den Hinweis ;)
Ansonsten finde ich den ganzen feulletonistischen Kram (Bücher, Filme, wasauchimmer) sehr interessant immer, dein Leben ja sowieso :) nur die Linksammlungen brauch ich nicht unbedingt…
Und sonst bin ich einfach mal gespannt, was sich hier so tun wird!
Ui, schon wieder neu! Und wir basteln immer noch an unserem ersten Relaunch. Tzes.
Sag mal, das ist doch schon wieder neu das Theme? Oder ist es mir einfach nicht aufgefallen?
Ist das jetzt auch so ein art-directed-Kram? :)
Ich würde übrigens sogar Geld für das Theme hier bezahlen. :P
Domme: Tatsächlich habe ich das Theme seit deinem letzten Kommentar ein wenig überarbeitet. Es ist wie immer noch nicht so richtig fertig, aber ein neuer Ansatz.
Das aktuelle Theme wird es sicherlich nicht zum Download geben, da habe ich immer gern was eigenes was sonst keiner hat. Deshalb mache ich mir die Mühe ja. Wenn ich in der nächsten Zeit ein wenig mehr Luft habe, stelle ich aber vielleicht mal die älteren Themes zum Download.
Geld werde ich dafür allerdings bestimmt keines verlangen: Das würde bedeuten das ich auch Support leisten muss. Wenn es kostenlos ist, kann man mir einfach Fragen stellen und gut ist. Aber ich habe keinen Zwang.
Achso: Das hier ist übrigens kein „Art Directed-Kram“. Aber ich habe mir die Möglichkeit offen gehalten, der Code würde eine individuelle Gestaltung von Beiträgen durchaus unterstützen. Mal schauen was da so kommt. ;-)
Würde mich auf „Art Directed-Kram“ freuen. ;)