der tag und ich

Running Man (3)

Läufst du eigent­lich noch?“ wurde ich die­ser Tage mehr­mals gefragt. Meine Ant­wort war: „Ja, hin und wieder.“

Tat­säch­lich ist es so, dass ich an eini­gen Tagen echt Lust ver­spüre mich ein wenig sport­lich zu betä­ti­gen und dann meine kleine Rhein­stre­cke abrenne. Am Mon­tag war ich das letzte Mal und für heute Abend ist mal wie­der eine Tour ange­sagt. An sich gibt es nicht viel inter­es­san­tes zu berich­ten: Nach­dem ich einige Male mehr gegan­gen als gelau­fen bin, habe ich am Mon­tag wie­der die ganze Stre­cke lau­fend zurück­ge­legt. Die­ses Mal habe ich mich mehr oder weni­ger gezwun­gen, durch­ge­hend ein mode­ra­tes Tempo anzu­schla­gen, was durch­aus eine gute Ent­schei­dung war. Wirk­lich aus der Puste kam ich näm­lich dabei nicht und so machte mir die Ren­ne­rei auch wesent­lich mehr Spaß als die letz­ten paar Male.
Inter­es­sante Sta­tis­ti­ken habe ich lei­der keine zu bie­ten. Ich bin lei­der nicht Besit­zer einer schi­cken Puls­uhr oder ähnli­chem. Lang­fris­tig denke ich über den Kauf eines Nike+-Kits nach. Aber vor­erst muss das mal nicht sein.

Das ich gar­nicht so unfit bin zeigte mir mein letz­ter Besuch in mei­nem Eltern­haus: Gemein­sam mit Herrn Papa und mei­ner Schwes­ter habe ich Sonn­tags­mor­gens eine Runde gedreht und konnte dabei kom­plett mit­hal­ten, obwohl beide sicher­lich bes­ser im Trai­ning sind als ich.

Nun muss ich mir so lang­sam etwas für den Win­ter über­le­gen. Natür­lich würde ich gerne wei­ter­lau­fen, weiß aber noch nicht was ich da an Equip­ment even­tu­ell brau­che. Ich befürchte ja, dass ich mich jedes­mal zu dick einpacke.

Rocco-del-Schlacko 2008

Das ver­gan­gene Wochen­ende habe ich auf dem Rocco-del-Schlacko im schö­nen Saar­land ver­bracht. Bereits das dritte Mal war ich nach 2003 und 2006 dort, die­ses Mal aller­dings als Hel­fer. Dank eini­ger pfad­fin­de­ri­schen Con­nec­tions habe ich mir den Ein­tritt gespart und im Gegen­zug dazu ein wenig Bier gezapft.

Wie immer wenn es eigent­lich etwas aus­führ­li­cher wer­den würde, die wich­tigs­ten Punkte in Form einer Liste.

  • Die Anzahl der kom­pe­ten­ten Men­schen auf dem Fes­ti­val­ge­lände lag Frei­tag gegen Mit­tag etwa bei 0. Erst der Geschäfts­füh­rer der Ver­an­stal­tungs­firma konnte uns dann den Weg zum Hel­fer­zelt erklären.
  • Bier­stände müs­sen nicht zwang­haft über­dacht sein, auch nicht wenn es reg­net. Gut, dass man bei Zapf­an­la­gen dann doch eine Aus­nahme macht.
  • Dem Stand­lei­ter sei­nen Job zu erklä­ren ist ein Spaß. Bringt einen selbst aber nicht weiter.
  • Hel­fer­aus­weise öffnen einem Tür und Tor und las­sen einen echt wich­tig erscheinen.
  • Am schlimms­ten reg­net es immer dann, wenn man gerade kein Dach zur Hand hat.
  • Der Sän­ger von Tur­bone­gro ist noch häss­li­cher als der von Child­ren of Bodom, wenn auch auf eine andere Art und Weise.
  • Ich war Zeuge einer klei­nen Gas­ex­plo­sion. Das die Sanis anschlie­ßend eine halbe Stunde gebraucht haben um über­haupt mal auf­zu­schla­gen fand ich krass.
  • Zehn Meter Luft­li­nie von der Musik­an­lage zu zel­ten die die ganze Nacht läuft und betrun­kene Men­schen amü­sie­ren soll ist nicht so die gute Idee. Es ent­steht dadurch der Zwang bis zum Mor­gen­grauen aufzubleiben.
  • Ein Schlamm­loch das sich immer wie­der selbst tarnt kann einen gan­zen Mit­tag für Erhei­te­rung sor­gen. Für die beste Per­for­mance gab es ein Freibier.
  • Eine Kapelle namens K.I.Z. lässt einen Typen mit­rei­sen, der das Bier für den Rest kau­fen muss. Viel mehr kann der auch nicht.
  • Als The­ken­mann ist man sowohl Geträn­ke­lie­fe­rant, als auch Psychologe.
  • Die Cola von Red Bull ist eher so geht so.
  • Man kann so schlim­men Mus­kel­ka­ter in den Ober­schen­keln haben, dass das Trep­pen­ge­hen nahezu unmög­lich ist und alles andere auch.
  • Kaum sitzt man wo, schon hat man stun­den­lang Gespräch.
  • Kett­car war gut, konnte aber das Deichkind-erwartende Publi­kum lei­der nicht so arg mitreißen.
  • Die Deich­kin­der fah­ren min­des­tens einen 40-Tonner vol­ler Mist rum, den sie bei Auf­trit­ten auf die Bühne schlep­pen. Den Mist, nicht den LKW.
  • Das ich das ganze Wochen­ende über kei­nen Schluck Alko­hol getrun­ken habe, ist mir erst am Sonn­tag beim Früh­stück auf­ge­fal­len. Da war es dann auch zu spät.

Aktua­li­sie­rung: Am Ende schreibe ich ja doch nor­ma­ler­weise noch ein klei­nes Fazit, wel­ches an die­ser Stelle mal recht posi­tiv aus­fal­len soll. Eine Menge Spaß hatte ich auf jeden Fall, auch wenn der Auf­tritt von Kett­car nicht so gerockt hat wie ich mir das erhofft hatte. Da dies haupt­säch­lich am Publi­kum lag, freue ich mich nun schon auf Anfang Dezem­ber wenn die Kapelle etwa 10 Minu­ten Fuß­weg von mei­ner Bon­ner Woh­nung spielt.

Blogoscoop

Bekannt­lich muss ich ja bei jeder Sau die so durch die Blo­go­sphäre getrie­ben wird irgend­wie mit­mi­schen. Die Anzahl mei­ner Accounts bei irgend­wel­chen zwei­punkt­nul­li­gen Diens­ten ist schon gar nicht mehr zähl­bar glaube ich.

Des­halb sind sowohl mein Blog als auch ich nun bei blo­goscoop angemeldet.

Die Damen und Her­ren dort machen sich im dazu­ge­hö­ri­gen Blog gar nicht groß die Mühe sich selbst zu erklä­ren son­dern über­las­sen das direkt Herrn Basic:

Was Blo­goscoop ist? Sowas wie der Nach­fol­ger von Blogscout. Was Blogscout war, das nicht mehr ist? Ers­tens ein Blog-Traffic-Messer und ein Blog-Entdecker. Blo­goscoop auch. Nur eben anders aufgemacht.

Tref­fend aus­ge­drückt hat er es ja auf jeden Fall und gerade das „Blog-Entdecker“-Feature gefällt mir per­sön­lich am bes­ten, kos­tet aber auch die meiste Zeit. So bin ich aber schon über das ein oder andere nette Blog gestol­pert. Alles wei­tere erklärt dann das blogoscoop-Team doch noch in sei­nem Blog.

Mir als altem Statistik-Heini gefällt auch das Chart-Feature „Meist­ge­le­sen“ ziem­lich gut. Vor allem weil die eigene Seite direkt oben ange­zeigt wird, ich musste mich also nicht ein­mal durch meh­rere Sei­ten wüh­len bis ich mich selbst auf Platz 513 der Charts wie­der­ge­fun­den hätte. Optisch und navi­ga­ti­ons­mä­ßig könnte man in mei­nen Augen gerne noch ein wenig nach­le­gen, da habe ich schon hüb­sche­res gese­hen. Ich schaue trotz­dem täg­lich vor­bei, versprochen!

You can touch this

Nein, es ist defi­ni­tiv nicht Ham­mer­time, keine Angst.

Flei­ßi­gen Beob­ach­tern mei­nes Twitter-Streams mag es in den ver­gan­ge­nen bei­den Wochen auf­ge­fal­len sein: Ich erwar­tete ein Päck­chen. Auch meine nähe­ren Mit­men­schen muss­ten sicher­lich eini­ges ertra­gen, wofür ich mich fast ein wenig ent­schul­di­gen möchte.

Um die Sache auf­zu­lö­sen: Ich habe gewon­nen! Das erste Mal in mei­ner Blogger-Karriere habe ich es geschafft abzu­stau­ben. Mit der Bei­trag „Bei Ebay rum­bal­lern“ hatte ich an dem Gewinn­spiel von Herrn Lem­ming teil­ge­nom­men und wirk­lich groß waren die Über­ra­schung und vor allem auch die Freude, als ich dann lesen konnte:

„Am Sams­tag war das MacES-Grillen und Glücks­fee Clau­dia hat Mar­tin von „der tag und ich“ als Gewin­ner des neuen iPod Touchs aus Cuper­tino gezo­gen.
Herz­li­chen Glück­wunsch an Mar­tin und danke an alle Teilnehmer.“

Eine gute Woche spä­ter hatte ich dann end­lich das Päck­chen™ in den Hän­den. Wie ein iPod touch aus­sieht weiß sicher­lich inzwi­schen jeder, in mei­nem iTu­nes sieht das dann fol­gen­der­ma­ßen aus:

iTunes und mein neuer iPod

8GB Spei­cher hat das gute Stück, die ich natür­lich direkt mit einer Menge Musik und eini­gen net­ten Appli­ka­tio­nen aus dem AppS­tore bestückt habe. Nach­dem ich nun in den letz­ten Tagen sehr aus­führ­lich mit dem Gerät gespielt und gesurft habe, bin ich ziem­lich begeis­tert. Mit der Multitouch-Steuerung komme ich ziem­lich gut zurecht und nach ein wenig Gewöh­nungs­zeit ist auch das Tip­pen auf der vir­tu­el­len Tas­ta­tur ein leich­tes. Den letz­ten Ein­trag hier habe ich kom­plett auf dem touch getippt. Ein­zig die Akku­lauf­zeit ist ein wenig ver­bes­se­rungs­wür­dig, wobei das sicher­lich auch län­ger geht wenn man nur Musik hört.

Vie­len Dank noch­mals an die­ser Stelle an Herrn Lem­ming, dass ich den alten iPod nano nun in Rente schi­cken kann. In der nächs­ten Zeit gibt es sicher­lich noch den ein oder ande­ren Bei­trag zu die­sem Thema hier.

Aktua­li­sie­rung: Ein Bild hat es dann doch noch in mei­nen flickr-Account geschafft.

Thank you for travelling with Deutsche Bahn

Aus der Reihe „Ärger­niss Zug­fahrt“: Meine heu­tige Tour von Bonn war wie­der ein ech­tes Erleb­nis. Der Rhein-Express nach Koblenz hatte sich direkt um 25 Minu­ten ver­spä­tet. Der etwas spä­ter fah­rende IC nach Koblenz, mit dem ich mei­nen dor­ti­gen Anschluß noch bekom­men hätte, wurde lei­der nicht für „Nor­mal­rei­sende“ frei­ge­ge­ben. So ver­schob sich meine Ankunft in der alten Hei­mat schon vor Fahrt­an­tritt um eine Stunde.

In Koblenz hatte ich so dann wenigs­tens Zeit, mir einen der lecke­rem Bahnhofs-Cappuccinos zu genehmigen.

Das mein nächs­ter Zug dann auch schon wie­der mit mehr als 10 Minu­ten Ver­spä­tung star­tete, darf man als schlech­tes Zei­chen wer­ten. Die Bahn­be­diens­tete in der Regio­nal­bahn nach Mainz war zwar sehr bemüht, konnte aber dank unter­wegs zusätz­lich auf­ge­bau­ter Ver­spä­tung und trotz meh­re­rer Tele­fo­nate nicht errei­chen, dass der Regio­nal­ex­press mei­ner Wahl in Ingel­heim auf mich war­tet. Wenigs­tens ist das Rhein­tal bei Son­nen­un­ter­gang recht idyl­lisch anzu­schauen. Und ich hatte die Gele­gen­heit mich aus­führ­li­cher mit mei­nem neuen Spiel­zeug aus­ein­an­der zu setzen.

In Ingel­heim ver­ließ mich dann das Pech ein wenig. Mag die DB AG auch nicht auf mich war­ten, auf eine Horde Fuss­ball­fans tut sie es. Der Regio­nal­ex­press nach Saar­brü­cken hatte aus­rei­chend Ver­spä­tung, so daß ich die­sen tat­säch­lich noch bekam. Mit andert­halb Stun­den Ver­spä­tung traf ich dann schließ­lich in Idar-Oberstein an. Vier­ein­halb Stun­den war ich unterwegs.

Mein Fazit die­ser Tour: Mal schauen was die ein­schlä­gi­gen Mit­fahr­zen­tra­len im Inter­net so für mich zu bie­ten haben. Even­tu­ell komme ich so sogar noch ein wenig bil­li­ger weg. Außer­dem werde ich auch mal nach­hö­ren, was die Bahn von einem klei­nem Ent­ge­gen­kom­men hält. Hoff­nun­gen muß ich mir da aber wohl keine machen…

... komm reiß' auch Du ein paar Steine aus dem Sand.

Unter dem Pflaster liegt der Strand
Eine Spraye­rei an der Bon­ner Stadt­bü­che­rei die mich für einen klei­nen Moment zum Schmun­zeln brachte. Ich habe das Pflas­ter dann aber unbe­schä­digt zurückgelassen.

Das Lied ist von Angi Dom­dey von der Gruppe „Schnee­witt­chen“. Es ist aus einem geflü­gel­ten Wort der Pari­ser Mai­re­volte 1968 ent­stan­den, das die ver­krus­te­ten Struk­tu­ren anpran­gert.
Quelle: wtower.de

Klatschnass

Ver­gan­ge­nen Frei­tag habe ich wie­der mal alles gege­ben – bezie­hungs­weise eigent­lich das Wet­ter. Pünkt­lich zu mei­nem Fei­er­abend meinte Petrus es nicht so gut mit mir und ließ es mal ordent­lich reg­nen. Da ich keine Lust hatte noch eine Bahn abzu­war­ten, bin ich so also zum Bahn­hof gesprin­tet und kam dort natür­lich auch der Über­schrift ent­spre­chend an. So rich­tig kom­plett und rich­tig nass gewor­den bin ich ja schon lange nicht mehr. Irgend­wie schaffe ich es sonst immer, mit einem BW-Poncho oder wenigs­tens einer regen­fes­ten Jacke aus­ge­stat­tet zu sein. In letz­te­rer lässt sich auch gut eine Palme trans­por­tie­ren, aber das hat­ten wir ja gerade erst.

Eigent­lich muss ich ja gar­nicht dazu­schrei­ben, dass es natür­lich auch prompt auf­hörte zu reg­nen, als ich dann unter dem schüt­zen­den Dach des Godor­fer Bahn­hofs stand. Bis Bonn war ich dann aller­dings auch schon wie­der wei­test­ge­hend tro­cken und der Wind auf dem Heim­weg hat dann auch schon den Rest erle­digt. Nur Jeans trock­nen irgend­wie schreck­lich lang­sam. Dass ich mir nicht ein­mal eine aller­kleinste Erkäl­tung zuge­zo­gen hab, wun­dert mich schon ein wenig.

Wirk­lich über­rascht war ich am Ende übri­gens als mir bewusst wurde, dass mich der kleine Sprint an den Bahn­hof in kei­ner Form aus der Puste gebracht hat. Ob das schon Fol­ge­wir­kun­gen mei­ner sport­li­chen Akti­vi­tä­ten sind? Auch wenn ich nicht regel­mä­ßig dar­über schreibe: Ich laufe weiter!