der tag und ich

Made in Iceland

Made in Iceland - Quelle: flickr

Klara Har­den war für etwas über 3 Wochen in Island unter­wegs. Zu unse­rem Glück hat sie ihre Tour mit der Kamera beglei­tet und des­halb gibt es jetzt die­sen wun­der­ba­ren Film, der mich sowohl sprach­los, als auch mehr als nei­disch auf ihre Erfah­run­gen und Ein­drü­cke macht. Groß­ar­tige Bil­der, die mich (wie Tors­ten ver­sprach) vor den Bild­schirm fesselten.

(wei­ter­le­sen …)

Wohnraummietvertrag

Wohnraummietvertrag

Letz­tens noch gesucht, jetzt schon unter­schrie­ben: Seit heute sind Fräu­lein Anna und ich Mie­ter einer Woh­nung. So rich­tig mit Zim­mern und Küche und Bad und Ter­rasse und allem was dazu­ge­hört. Das ist ein klein biss­chen ver­rückt und vor allem ein wei­te­rer Schritt in Rich­tung die­ses „Erwach­sen sein“. Aber da muss ich wohl durch.

Genau so muss ich jetzt durch diverse Neuanschaffungs-Entscheidungen durch, denn obwohl wir die Woh­nung sicher­lich schnell voll­ge­stellt bekom­men, feh­len einige grund­le­gende Dinge wie etwa ein Kühl­schrank, ein Herd oder eine Wasch­ma­schine. Wobei ich zumin­dest letz­tere heute schon bestellte. Und einen Internet-Anschluss habe ich auch schon beauf­tragt, aber damit kenne ich mich ja aus. Der Ein­kauf von Elek­tro­ge­rä­ten ist dann schon eher eine Qual, denn benut­zen kann ich den Kram zwar — aber mit den tech­ni­schen Daten habe ich mich noch nie aus­ein­an­der gesetzt. Und so lerne ich nun, wel­che Energieeffizienz-Klassen es gibt, wel­che Strom– und Gas­ar­ten und Anbie­ter und und und. Eine Menge Dinge, mit denen ich mich bis­her nicht aus­ein­an­der set­zen musste.

Die nächs­ten drei Wochen wer­den ver­mut­lich anstren­gend, denn es will gestri­chen und gemacht und umge­zo­gen wer­den. Und danach ist dann alles super. Es wird eine Spül­ma­schine geben. Ich freue mich, denn ich werde ein Wohn­zim­mer haben für das Sofa und eine Arbeits­ecke ganz woanders.

Wohnungssuche in Bonn - Suchseiten, Wohnungsbaugesellschaften und Zeitungsinserate

Unser einer sucht, man hat es viel­leicht schon mit­be­kom­men, eine Woh­nung in Bonn. Das ist kein Spaß! Die Stadt ist voll und unsere Ansprü­che natür­lich auch nicht ohne. So lang­sam wird es ein wenig lang­wei­lig, jeden Tag die glei­chen Ange­bote abzu­klap­pern. Ich will hier ein­fach mal ein wenig Kram zusam­men­schrei­ben, in der Hoff­nung dass der ein oder andere viel­leicht noch einen guten Tipp auf Lager hat.

Nun ist das alles irgend­wie nicht so super-eilig, aber wenn man dann mal dran ist… Ange­bote sind jeden­falls gern gese­hen. Im fol­gen­den mal so dass, was wir selbst täg­lich mehr­mals durchschauen.

Wohnungs-Verzeichnisse

Hier inse­rie­ren neben Pri­vat­men­schen auch so ziem­lich alle Immo­bi­li­en­ver­wal­tun­gen, es lohnt sich also auch dar­auf zu ach­ten, ob gege­be­nen­falls eine ent­spre­chende Cour­tage anfällt. Ins­ge­samt sind die Ange­bote auf ande­ren Sei­ten wie etwa kalaydo.de auch wei­test­ge­hend redundant.

Wohnungsbaugesellschaften

Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten haben oft ganze Stra­ßen­züge in ihrem Besitz. Davon gibt es in Bonn einige, die fol­gen­den schaue ich mir regel­mä­ßig an. Der nächste Schritt ist dann wohl, mal alle anzu­ru­fen und sich auf die War­te­lis­ten set­zen zu las­sen. Dar­auf habe ich bis­her ver­zich­tet, da man da oft schon ein recht kom­plet­tes Pro­fil vom poten­ti­el­len Mie­ter haben möchte.

Zeitungsinserate

Ein Blick in den Woh­nungs­teil des Gene­ral­an­zei­gers kann wohl auch hel­fen. Wir gin­gen den umge­kehr­ten Weg und stell­ten selbst eine Anzeige ein.

Jun­ges Paar, Dipl.Informatiker i. Fest­an­stel­lung & Desi­gne­rin, s. zen­trums­nahe 3ZKDB, 60-80qm, bis 800,- € warm. T.555–12341234

Rund 27 Euro bezahlt und das Ergeb­nis war nach einem Tag eher ernüch­ternd: Genau drei Anrufe gin­gen ein, genau genom­men ent­sprach keine davon den in der Anzeige ange­ge­be­nen Kri­te­rien. Ich hatte mir hier schon ein wenig mehr erwartet.

Urlaub in Bonn

Som­mer­zeit, Urlaubs­zeit. Ich bin ja beken­nen­der Aktiv-Urlauber. Jeder Tag will genutzt sein, um mög­lichst viel zu erle­ben. Sei es, dass ich Segeln oder Wan­dern gehe, mal nach Argen­ti­nien düse oder mit den Pfad­fin­dern unter­wegs bin. Das ist gut so, denn ich habe Spaß und erlebe eine Menge.

Aber warum in die Ferne schwei­fen, wenn das Gute liegt so nah? Warum nicht mal in Bonn Urlaub machen? Ich habe mich zwar schon viel in der Stadt rum­ge­trie­ben, aber viele Sehens­wür­dig­kei­ten und Museen blie­ben dabei Links lie­gen. Irgend­wie fin­det sich doch nie die Zeit und Moti­va­tion mal was abzu­klap­pern. Ich wohne nun gute drei­ein­halb Jahre hier und könnte mir noch echt vie­les anschauen.

Warum also nicht mal Urlaub in Bonn: Über­nach­tungs­tech­nisch könnte man das eigene zu Hause ein Wochen­ende lang als „Bed and Bre­ak­fast“ anse­hen oder viel­leicht ganz krass drauf sein und im Kameha Grand eine Nacht buchen. Mor­gens geht es dann los, ein Bum­mel durch die Innen­stadt, ein­mal die Muse­ums­meile run­ter, den ehe­ma­li­gen Bun­des­tag besich­ti­gen und und und. Lang­wei­lig würde einem sicher­lich nicht werden.

Abends noch nett im Restau­rant essen und dann mal gucken was der Abend noch so bringt. In mei­nem Kopf macht das Sinn.
Bleibt die Frage: Wer macht mit? Wer von den Ein­hei­mi­schen hat gute Tipps für Besucher?

Anderthalb Stunden Arbeitsweg

Ich fahre Bahn. Jeden Werk­tag. Am Mor­gen stürme ich kurz nach acht aus dem Haus, um meine Bahn noch zu errei­chen. Am Bahn­hof dann schnell in die 16 gestie­gen und los geht es. Am Abend dann umge­kehrt. Nicht ganz 50 Minu­ten bin ich unter­wegs auf einer Stre­cke, von Tür zu Tür.

QuadCamera-Test am Bahnhof Godorf

50 Minu­ten? Das klingt erst ein­mal lang, aber man gewöhnt sich daran. Zwar könnte ich mir tau­send Dinge vor­stel­len, die man in der Zeit bes­ser tun könnte: Aus­schla­fen zum Bei­spiel. Auf der ande­ren Seite ist das auch gut so, wie es ist. Ich habe genug Zeit, mich von einem müden, grum­meln­den, schlecht gelaun­ten Mor­gen­muf­fel in die grum­melnde, manch­mal schlecht gelaunte Per­son zu ver­wan­deln, die man kennt. Dass ich nie­man­den in der Bahn kenne, ist eine wirk­lich gute Sache.

Ein Feh­ler den man dabei nicht machen darf: Die Kopf­hö­rer ver­ges­sen, denn das Gespräch mei­ner Mit­men­schen ist vor allem in den Ver­kehrs­mit­teln die SWB und KVB bereit­stel­len nicht zu ertra­gen. Ob die Stöp­sel nur zur Absen­kung der Umge­bungs­laut­stärke genutzt wer­den, oder schon am Mor­gen Schall­wel­len von der Inten­si­tät eines Big Four-Konzertes auf das Trom­mel­fell tref­fen, ist ganz stim­mungs­ab­hän­gig. Dann noch ein Buch vor die Nase und ich kann wach werden.

Am Abend eine ganz ähnli­che Geschichte. Fri­sche Luft auf dem Weg zum Bahn­hof, Stöp­sel ins Ohr, Buch aus dem Ruck­sack und dann geht es wie­der nach Hause. 30 Minu­ten bis zum Bon­ner Haupt­bahn­hof, in denen ich abschal­ten kann, mich nicht mehr ärgern muss oder auch mal pla­nen kann was der Abend noch so brin­gen soll.

Was ich eigent­lich sagen will: Andert­halb Stun­den Arbeits­weg machen mir nichts aus. Das sind andert­halb Stun­den, die ich für mich habe. Andert­halb Stun­den, in denen ich manch­mal auch ein­fach nicht ans Tele­fon gehe, nicht ins Inter­net schaue, son­dern ein­fach aus dem Fens­ter der Stra­ßen­bahn gucke. Ich bin froh, dass ich nicht mit dem Auto fah­ren muss.

Johoo, fern Falado

Die Falado vor der untergehenden Sonne

Urlaubs­zeit! Es steht etwas für mich rela­tiv Neues auf dem Plan: Die­ses Mal solle es mit einem Segel­schiff auf große Fahrt gehen. Das Schiff, die Falado von Rho­dos, liegt im schwe­di­schen Norr­tälje für uns bereit. Dort tref­fen Fräu­lein Anna und ich auf die rest­li­chen Land­rat­ten die mit uns die Schä­ren vor Stock­holm unsi­cher machen wol­len. Schnell beru­hige ich mich ein wenig, als ich fest­stelle das ich nicht der Ein­zige mit wenig bis gar kei­ner Segel­er­fah­rung bin.

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Odyssee im Einzelhandel - Wie ich versuchte in Bonn einen Polfilter zu kaufen.

Nach­dem wir ges­tern in den Kom­men­ta­ren zu den Bil­dern aus Bonn über Fil­ter­auf­sätze für Objek­tive spra­chen, machte ich mich nach Fei­er­abend noch eine Runde in die Stadt. Der Kauf eines Pol­fil­ters stand auf dem Plan und nach einem ver­stell­ba­ren Graufil­ter wollte ich mal fra­gen. Bei­des hab ich schon lange auf mei­ner Anschaf­fungs­liste, ein guter Zeit­punkt mal zuzuschlagen.

Natür­lich hatte ich mich vor­her bereits bei Ama­zon wegen der Preise ein wenig umge­se­hen und auch den von Ben emp­foh­le­nen Ver­gleichs­be­richt über Pol­fi­ter gele­sen. Gut gelaunt und eini­ger­ma­ßen infor­miert zog ich also los. In Bonn kenne ich in der Innen­stadt derer drei Foto­lä­den. Ich bin auch gerne (dar­über schrieb ich irgend­wann schon ein­mal) bereit ein paar Euro mehr hin­zu­le­gen, wenn ich dafür bera­ten werde und dann auch den gewünsch­ten Arti­kel direkt nach Hause tra­gen kann.

Machen wir es kurz: Ich habe eben bei Ama­zon bestellt. Einen Pol­fil­ter und einen ver­stell­ba­ren Graufil­ter, am Ende stan­den rund 150 Euro auf der Rech­nung.
Sicher­lich ein Betrag, den der ein oder andere Händ­ler auch gerne in sei­ner Kasse gehabt hätte. Dum­mer­weise konnte man mich aller­dings nicht zufrie­den stel­len. Eher ent­täuscht bin ich ges­tern Abend nach Hause gekom­men. Bei allen drei Händ­lern (und im Ver­zweif­lungs­fall auch bei Kauf­hof) hätte ich zwar Pol­fil­ter erste­hen kön­nen, aber alle hat­ten nur die güns­ti­gen Modelle im Laden. Das spe­zi­elle Graufilter-Modell gab es nir­gends. Damit hatte ich aber auch nicht wirk­lich gerech­net, der ist ja auch ein wenig speziell.

Lei­der ich hatte durch die Bank auch nicht so den Ein­druck, als würde man sich wirk­lich für mich als Kun­den inter­es­sie­ren. Bei Händ­ler Num­mer 1 war der Panasonic-Ausstellungsmann noch am Kom­mu­ni­ka­tivs­ten und wusste sogar am bes­ten bescheid. Aller­dings war er nur für sein klei­nes Tisch­chen zustän­dig und gar nicht ange­stellt. In Laden Num­mer 2 bekam ich auf meine Frage hin nur das Regal gezeigt, den Preis für den ein­zi­gen Fil­ter in mei­ner Größe durfte ich mir dann bei wem ande­rem erfra­gen. Im drit­ten Laden gab man sich noch die größte Mühe: Der Ange­stellte suchte auch die ange­bo­te­nen gebrauch­ten Modelle noch nach einem „bes­se­ren“ Fil­ter durch.

Am Ende war ich dann fast eine Stunde durch die Innen­stadt gerannt und ziem­lich unzu­frie­den. Für meine Kauf­ab­sich­ten hat man sich nicht son­der­lich inter­es­siert und Umsatz scheint man auch nicht machen zu wol­len. Spä­tes­tens als ich die Händ­ler auf die von mir gewünsch­ten Mar­ken ansprach, hätte ich doch irgend­was in Rich­tung „Den haben wir nicht da, aber ich schaue mal ob ich ihn bestel­len kann!“ erwar­tet. Oder bin ich da zu anspruchs­voll? Ob ich mir das nächste Mal die Mühe mache, wie­der eine Tour durch die Stadt zu dre­hen, weiß ich noch nicht. Hätte ich ges­tern bei Ama­zon bestellt, würde der Kram jetzt in mei­ner Pack­sta­tion liegen.