der tag und ich

Death Cab For Cutie in Köln

Ges­tern besuchte ich auf Anre­gung von und gemein­sam mit Fräu­lein Anna das aus­ver­kaufte Kon­zert der ame­ri­ka­ni­schen Band Death Cab For Cutie in der Live Music Hall in Köln.
Nach­dem meine Guerilla-Taktik mir ges­tern nicht zu einer Ebay-Karte ver­hol­fen hatte, lies sich dann doch noch ein Ticket auf­trei­ben und so stan­den wir dann pünkt­lich zu Beginn der Ver­an­stal­tung in der Halle. Geschätzte 600 wei­tere Men­schen hat­ten sich dort auch eingefunden.

Obwohl es die Band bereits seit über 10 Jah­ren gibt, hatte ich bis vor eini­gen Wochen noch nichts von ihr gehört und bis ges­tern Abend kannte ich auch nur weni­ger Lie­der. Das Kon­zert war auf jeden Fall sehr gelun­gen und mit der Musik der Band konnte ich mich auch ziem­lich gut anfreun­den. Da Indie-Pop/Rock (siehe Wiki­pe­dia) nun auch nicht gerade zur wil­des­ten Pogo und fie­sem rum­geg­röhle ein­lädt, war es auch zu ver­schmer­zen das ich nicht mit­sin­gen konnte.
Vor allem ers­te­res wäre in der Halle ver­mut­lich mein Tod gewe­sen: Am Anfang lach­ten wir noch dar­über, als jemand meinte „Die Wärme hier kommt nur von den Men­schen und den Lam­pen.“. Schließ­lich war nicht zu erwar­ten, dass im Som­mer die Hei­zung läuft. Doch schon kurz nach Kon­zert­be­ginn war es nahezu uner­träg­lich heiß in der Halle — hier gilt es, drin­gend eine ordent­li­che Lüf­tungs­an­lage einzubauen.

Alles in allem auf jeden Fall ein schö­ner Abend, bei dem am Ende (trotz ange­droh­ter Voll­sper­rung des Köl­ner Haupt­bahn­hofs) auch die Heim­reise klappte. Da in Köln des öfte­ren gute Kon­zerte statt­fin­den, wird man mich dort sicher­lich noch öfter antreffen.

Die Eylandt-Recherche

Die­ser Tage wurde ich (ver­mut­lich per twit­ter) auf den Trai­ler zu einem Film auf­merk­sam, der im Novem­ber die­sen Jah­res in die Kinos kom­men soll: Die Eylandt-Recherche.

Eylandt-Recherche

Angeb­lich auf Fak­ten beru­hend erzählt der Film die mys­te­riöse Geschichte rund um Jose­fine Eylandt und zieht dabei eine Spanne aus dem zwei­ten Welt­krieg bis in die aktu­elle Zeit. Was hat der Strom­aus­fall vom Novem­ber 2006 mit den „wirk­lich wah­ren“ Ereig­nis­sen wäh­rend des letz­ten Krie­ges in Duis­burg zu tun?

Man merkt es dem obi­gen Abschnitt schon an: Ich bin ein wenig skep­tisch. Natür­lich hat mich der Trai­ler neu­gie­rig gemacht und so recher­chierte ich anschlie­ßend ein wenig. Irgend­wie drehte sich das alles im Kreis: Nur eine hand­voll Sei­ten und Foren beschäf­ti­gen sich mit dem Thema und mehr als ein­mal kommt in den Dis­kus­sio­nen der Vor­wurf des vira­len Mar­ke­tings auf. Auch mich erin­nert das was man so fin­det ein wenig an die Promotion-Aktionen, die man aus den Pau­sen zwi­schen den Lost-Staffeln kennt.
Da gibt es neben einem Blog (des­sen Betrei­be­rin die Funk­ti­ons­weise des Blogs nicht ver­stan­den hat) und aller­lei „Beweise“ für die Authen­zi­tät des Film­hin­ter­grun­des auf­führt, natür­lich auch die pas­sende Gegen­dar­stel­lung und ein Lokal­po­li­ti­ker und Jour­na­list soll wohl auch invol­viert sein.
Die wei­ter­füh­ren­den Links sind teil­weise ziem­lich däm­lich: Wel­che Aus­sa­ge­kraft das Vor­han­den­sein der Web­seite einer FBI-Dienststelle hat, weiß ich nicht so recht. Der Link zu einer Foto­gra­fie der Briefe auf deren Grund­lage der Film gedreht wird führt ins Leere. Ins­ge­samt macht ein wenig Nach­for­schung also nur noch neu­gie­ri­ger. Wenn das Mar­ke­ting ist, dann: Hut ab! Mystery-Fans und Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker kom­men hier auf jeden Fall auf ihre Kos­ten: Zeit­rei­sende, Ali­ens, Deser­teure… alles steht unbe­ant­wor­tet im Raum!

Mir soll es egal sein: Die Geschichte klingt auf jeden Fall span­nend und ich werde das drum­herum mal ein wenig im Auge behal­ten. Ich bin gespannt.

Rheinkultur 2008

Ver­gan­ge­nes Wochen­ende fand zum 26. Mal das Rhein­kul­tur Fes­ti­val in den Bon­ner Rhein­auen statt und ich war das erste Mal dabei. Gleich­zei­tig hatte ich auch das erste Mal ein paar Über­nach­tungs­gäste und konnte so auch die Schlaftaug­lich­keit mei­nes Die­len­bo­dens über­prü­fen las­sen.
Mein Fazit: Umsonst und drau­ßen ist echt super! Natür­lich war eine Menge los, die Ver­an­stal­ter spre­chen von etwa 140.000 Men­schen. Gut, dass es in Bonn eine Menge Platz gibt, denn wirk­lich über­füllt kam mir das Gelände nicht vor.

Obwohl das Fes­ti­val schon am sehr frü­hen Nach­mit­tag star­tete, schlu­gen wir erst gegen fünf Uhr dort auf, sozu­sa­gen pünkt­lichst zu Schand­maul. In mei­nem Freun­des­kreis gibt es ein paar große Fans die­ser Band, ich hatte bis­her noch nicht viel von der Musik mit­be­kom­men. Der Auf­tritt hat mir aber rich­tig gut gefal­len. Beson­ders beein­dru­ckend fand ich die Aus­dauer der Musi­ker: Ich kann zwar keine Geige spie­len, könnte das unter andau­ern­dem Rum­ge­springe ver­mut­lich noch weni­ger.
Bevor dann die Sport­freunde Stil­ler als Head­li­ner auf­tra­ten, sahen wir uns noch Tomte und Ben Folds an. Hier war ich ein wenig gespal­te­ner Mei­nung: Musi­ka­lisch haben mir beide Bands gefal­len, auch wenn ich vor­her nur Tomte kannte. Über die Festival-Tauglichkeit kann man aller­dings strei­ten: Ich habe es in sol­chen Situa­tio­nen gerne ein wenig mehr „Rock’n’Roll“.

Alles in allem (trotz eines klei­nen Regen­schau­ers zwi­schen­drin) eine sehr gelun­gene Ver­an­stal­tung, die ich mir für das nächste Jahr auf jeden Fall wie­der auf den Plan schreibe. Nur die An– und Abreise zum Fes­ti­val­ge­lände muss ich dann anders orga­ni­sie­ren: Auf eine wei­tere Tour in über­füll­ten Stra­ßen­bah­nen habe ich nicht son­der­lich viel Lust. Aus­klin­gen las­sen haben wir (ein wenig über­mü­det) den Abend dann in mei­ner neuen Lieb­lings­kneipe, von der es glück­li­cher­weise nicht mehr weit in die Bet­ten und Schlaf­sä­cke war.

Im Kühlschrank wohnen

Ange­sichts des heu­ti­gen Wet­ters und der Aus­sicht auf noch mehr Hitze am mor­gi­gen Tag, möchte ich mich hier­mit als Freund von küh­le­ren Jah­res­zei­ten outen. Es muss ja nicht gerade Win­ter sein, aber ein geschei­ter Früh­ling hätte schon was… das ganze Jahr über.
Im Moment fühle ich mich ein­fach nur Matsch und habe dar­aus resul­tie­rend auch etwa keine Lust auf nichts. Her­aus­ra­gen­des Indiz: Ich habe heute noch kei­nen Kaf­fee getrun­ken, dafür aber schon 1,5 Liter Volvic intus. Dazu gilt es zu erwäh­nen, dass die Köl­ner Bucht wohl auch lei­der für ihre Schwüle bekannt ist — und ich meine jetzt wirk­lich das Wetter!

Maxi­mal 25° und ein leich­tes Lüft­chen — das wäre doch mal was! Im Moment wün­sche ich mir aller­dings grade eher das apo­ka­lyp­tischste aller Hit­ze­ge­wit­ter her. Alter­na­tiv könnte ich mir auch vor­stel­len, mein Zelt vor einem offe­nen Kühl­schrank auf­zu­schla­gen. Aber das ist ja schon bei den Sim­psons schief gegangen.

Rauchverbot in Nordrhein-Westfalen und anderswo

Seit heute ist auch in mei­nem aktu­el­len Aufenthalts-Bundesland das Rau­chen in Gast­stät­ten ver­bo­ten, sofern diese nicht geson­derte Rau­cher­be­rei­che ein­ge­rich­tet haben. So rich­tig etwas mit­be­kom­men habe ich davon in den ver­gan­ge­nen Wochen hier nicht — es war irgend­wie kein Thema.

Erin­nert hat mich dann heute mor­gen die Schlag­zeile des Köl­ner Express: „Rauch­ver­bot!“. In Rheinland-Pfalz ist das Rau­chen ja schon eine ganze Weile ver­bo­ten. Ein wenig Erfah­rung habe ich also schon gesam­melt, aber so recht konnte ich mir bis­her noch keine Mei­nung dazu bilden.

In einer Idar-Obersteiner Kneipe gibt es nun einen abge­trenn­ten Rau­cher­be­reich, der durch eine Glas­scheibe vom Rest des Ladens abge­trennt ist. Bei mei­nem letz­ten Besuch dort habe ich ein­fach dar­auf ver­zich­tet zu rau­chen: Mir war es ein­fach zu sti­ckig im Glas­con­tai­ner und dann wäre ich mir auch ein wenig doof vor­ge­kom­men aus dem Nicht­rau­cher­be­reich stän­dig rüber zu lau­fen. Vor die Tür zu gehen ist auch keine echte Alter­na­tive, irgend­wie macht das Ganze den Knei­pen­auf­ent­halt unge­müt­lich und es wider­strebt mir dann auch ein wenig andere Leute dann ein­fach mal fünf Minu­ten sit­zen zu las­sen.
Noch wesent­lich inter­es­san­ter war aber mein Besuch in unse­rem Juz: Als ich dort vor­fuhr wun­derte ich mich schon ein wenig, warum denn auf dem Gang so viel los war. Meine Hoff­nung, den Laden mal wie­der gut gefüllt zu erle­ben, wurde aller­dings recht schnell ent­täuscht: Innen war es fast kom­plett leer, unge­fähr alle Besu­cher stan­den im Gang vor der Tür und qualm­ten dort. Nun darf gerne gera­ten wer­den wo ich mich den hal­ben Abend auf­ge­hal­ten habe…

Bevor hier jetzt wie­der die Nichtraucher-Lobby tobt: In der Gesell­schaft von Nicht­rau­chern ver­zichte ich auch gern mal auf die ein oder andere Ziga­rette und wenn es dann noch jeman­den stört, habe ich auch kein Pro­blem ein wenig Abstand zu hal­ten. In mei­ner Woh­nung rau­che ich über­haupt nicht, schlicht­weg weil ich den Geruch kal­ten Rauchs nicht mag. Den­noch gehört es irgend­wie auch dazu, beim gemüt­li­chen zusam­men­sit­zen zu rauchen.

Gehe ich nun wegen des Rauch­ver­bo­tes weni­ger aus? Ich glaube nicht. Auf der ande­ren Seite habe ich natür­lich nun ein gutes Argu­ment dafür, mein Bier in Zukunft auf dem Bal­kon zu trin­ken. Da hält mich näm­lich auch nie­mand vom qual­men ab. Wenn ich dann unter­wegs bin, werde ich sicher­lich ein paar Ziga­ret­ten weni­ger rau­chen, was sicher­lich nicht all zu schlecht wäre. Am Ende wer­den wir uns sicher­lich alle irgend­wann an die neue Situa­tion gewöhnt haben.

Leergut abgeben

Aus der Kate­go­rie „Unglaub­lich all­täg­lich belang­lo­ses“: Fla­schen­samm­ler werde ich in mei­nem nächs­ten Leben auf jeden Fall nicht. Als Auf­takt der Aktion „Sau­be­rer Bal­kon“ habe ich gerade mit $Mit­be­woh­ner eine große Metro-Kiste und zwei volle Plas­tik­tü­ten Leer­gut zum Rewe trans­por­tiert und dabei wurde ich ja direkt schwer ent­täuscht. Nach kur­zem Über­schla­gen hatte ich mit einem Pfand­be­trag im nied­ri­gen zwei­stel­li­gen Bereich gerech­net — her­aus kamen dann gerade mal 5,01 Euro.

Inter­es­sant waren aber die Reak­tio­nen ande­rer Super­markt­kun­den: Meh­rere dreh­ten beim Anblick unse­res Leer­gu­tes direkt ab, ein paar Leute mit ein­zel­nen Kis­ten haben wir dann auch noch vor­ge­las­sen. Wäh­rend wir dann geschätzte 10 Minu­ten mit dem ein­le­gen der Fla­schen beschäf­tigt waren, wuchs die Schlange hin­ter uns auch unauf­hör­lich an. Ich muss mich doch ein wenig wun­dern, wie unent­spannt man­che Leute in einer War­te­schlange so sein können.

Direkt als nächs­tes hat­ten sich zwei „pro­fes­sio­nelle“ Fla­schen­samm­ler ein­ge­reiht, die unsere Kiste direkt rich­tig gut fan­den und sich nun selbst auch eine zule­gen wol­len. Anschei­nend sahen sie uns als ihres­glei­chen an und woll­ten auch direkt ein wenig Fach­sim­peln. Sehr ver­wun­dert waren die bei­den dann, als wir als Quelle all des Leer­gu­tes „unser Bal­kon“ ange­ge­ben haben. Hof­fent­lich kom­men die bei­den nicht bald mal vorbei.