Die Woche und ich – Kalenderwoche 25

Montag, 18. Juni 2012

Ich starte, wie üblich, unglaublich unausgeschlafen in die Woche. So langsam sollte ich mal herausfinden, warum ich gerade Sonntagsnachts nicht ordentlich schlafen kann. Außerdem bin ich recht aufgeregt, denn das UPS-Tracking sagt mir an, dass meinen neuen Computer geliefert werden soll. Das ich mal mit Freude auf einen Mann in brauner Uniform reagieren würde, hätte ich mir ja auch nicht träumen lassen. Mein Arbeitstag geht recht flott vorbei und am Abend mache ich mich dann an die wenig spektakuläre Einrichtung meines neuen MacBook Air. Ich bin wieder einmal überrascht, wie schnell das geht. Und das, obwohl ich keinen Migrationsassistenten verwende. Ich wollte nicht unbedingt das drei Mal upgedatete System meines alten Computers übernehmen. Am längsten dauert dann tatsächlich die Kopiererei von Bildern und Musik, alles andere erledigt sich fast von selbst. Da ich in der vergangenen Woche ja schon ordentlich ausgemistet hatte, sitze ich am Ende des Tages vor einem flotten, ordentlichen System.

Dienstag, 19. Juni 2012

Ich mache gute Erfahrungen mit git, nachdem ich anfänglich doch schwer am schimpfen war. Nun habe ich vermutlich den Dreh ein bisschen raus und pushe und pulle und stashe und dingse was das Zeug hält. Ansonsten habe ich jegliche Erinnerung an diesen Tag verloren. Wahrscheinlich ist einfach nichts passiert.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Ich arbeite. Das mache ich an fünf Tagen der Woche und ist meistens nicht so spektakulär. Nach Feierabend ist mein Leben dann schon spektakulärer: Fräulein Anna überredet mich dazu, noch einmal zum Baumarkt zu laufen und weitere Blumenerde und allerlei Pflanzmaterial für die Terrasse zu kaufen. Obwohl ich handwerklich bekanntlich nicht sonderlich begabt bin, besuche ich dennoch gerne Baumärkte. Vielleicht, weil es da allerlei absurdes zu bestaunen gibt. Den Rest des Abends verbringe ich auf dem Sofa und probiere ein paar CSS-Sachen aus, die nicht so richtig funktionieren wollen.

Kaffee, Junge!

Donnerstag, 21. Juni 2012

Arbeiten. Zum Mittagessen esse ich allerlei frittierte Dinge beim Chinesen. Anschließend lege ich mir einen Coderwall-Account an, von dem ich – wie bei 90% meiner Benutzeraccounts bei irgendwelchen Diensten – nicht weiß was ich damit soll. Am Abend hänge ich wieder CSSend auf dem Sofa. Vielleicht macht mir das jetzt wieder Spaß, weil das Notebook mir nicht mehr das Blut in den Beinen abdrückt? Dennoch klappt alles nicht so ganz wie es soll und ich bin ein wenig gefrustet.

Freitag, 22. Juni 2012

Ein sehr positives Meeting kurz vor dem frühen Feierabend und dann bin ich auch schon auf dem Weg nach Köln, wie ich mit meiner weltbesten Schwester Katzenjammer im Tanzbrunnen anschaue. Ich hatte viel Spaß, worüber ich ja auch schon schrieb. Eva blieb dann zwecks weiterer Besuchstermine in Köln und ich gehe nach einem kleinen Mitternachtssnack dann direkt schlafen. Diese Woche war recht anstrengend.

Samstag, 23. Juni 2012

Einigermaßen ausgeschlafen mache ich mich direkt nach einem kleinen Frühstück daran, die Wohnung auf Vordermann zu bringen. Nachdem ich diesen dämlichen Staubsauger beinahe aus dem Fenster geworfen hatte, ist dann irgendwann auch alles ordentlich und abgestaubt und Staub gesaugt und so. Ganz nebenbei schaffe ich es auch noch, Spül- und Waschmaschine laufen zu lassen und einkaufen zu gehen. Ich bin fast ein bisschen stolz auf mich. Gegen Abend kommt Eva dann auch nach Bonn. Wir kochen und quatschen und schauen am Ende noch The Dark Knight, so dass es doch eher spät wird.

Treffen der Generationen

Sonntag, 24. Juni 2012

Noch ausgeschlafener als gestern starten wir mit einem späten Frühstück in den Tag. Anschließend ärgere ich mich stundenlang mit dem Migrationsassistenten von Mac OS ab, der Schwesters Daten vom uralten Powerbook G4 auf das nun auch alte MacBook Pro übertragen soll. Am Nachmittag kommt Fräulein Anna auch wieder und ich unterbreche meinen Ärger mit Kaffee und Kuchen. Nachdem der Migrationsassistent das dritte Mal bei 6 Minuten Restlaufzeit hängen bleibt, gebe ich vorerst auf.
Als unser Besuch wieder gefahren ist, beschließen wir das die Küche kalt bleiben soll und ich lege mir einen Backstein von bestellter Pizza in den Magen. Dabei schauen wir, mangels Tatort, Idiocracy. Lasst es mich so formulieren: Ich hatte mehr davon erwartet. Woche vorbei.

Die Woche und ich – Kalenderwoche 24

Montag, 11. Juni 2012

Ein Video von der Norvegian Developer Conference macht meinen Tag. Ich bin außerdem ein wenig betrübt, dass es scheinbar Menschen gibt die so etwas gut finden. Oder denken das es andere gut finden könnten.

Am Abend eröffnet Apple die WWDC in San Francisco und nutzt die Gelegenheit, um seine überarbeitete Produktpalette vorzustellen. Das erste Mal seit längerem verfolge ich wieder den Liveticker einer solchen Veranstaltung. Ich stelle fest, dass für mich irgendwie nichts dabei ist und überdenke meine Anforderungen.

Dienstag, 12. Juni 2012

Mein Arbeitstag geht eher unspektakulär vorbei. Dafür ist der Abend um so aufregender: Ich bin Gast bei der Aufnahme zur neuesten Folge der Knutsens und unterhalte mich über allerlei Dinge. Das hat mir großen Spaß gemacht und ich möchte vielleicht professioneller Podgast werden.

Mittwoch, 13. Juni 2012

Ich starte optimistisch in den Tag und werde – natürlich weil es sich um ein paar “Kleinigkeiten im Internet Explorer” handelt – herb enttäuscht. Das zieht sich natürlich alles wieder endlos.
Am Abend schaue ich natürlich kein Fussball, dafür ist aber am Ende mein Profilbild im Fernsehen zu sehen, weil ich das dumme Gebrabbel eines ehemaligen Tennisprofis im Internet verteile. Das ist natürlich auch eine Methode, um seine fünfzehn Minuten Ruhm zu erlangen.

Donnerstag, 14. Juni 2012

Ich entschloss mich schon gestern zum Kauf eines neuen mobilen Computers. Dummerweise habe ich nicht ausreichend Geld auf der Kreditkarte geparkt und muss so sehr umständlich Geld durch die Gegend transferieren. Das dauert ewig und strapaziert meine Geduld. Ich bekämpfe meinen Frust, in dem ich meinen aktuellen Computer ordentlich ausmiste, Kram wegwerfe und Daten auslagere. Manchmal wäre ich auch in meinem analogen Leben gerne so ordentlich. Natürlich geht dabei auch nicht alles glatt und ich bin froh, dass Timemaschine meinem Bilderordner immer fleißig gesichert hat.

Freitag, 15. Juni 2012

Endlich ist mein Geld angekommen und meine erste Handlung besteht darin, einen Computer zu bestellen. Ich bin ein zufriedener Mensch. Fleißig bringe ich meinen Arbeitstag zu Ende. Leider stellt sich gegen Nachmittag heraus, dass mein Körper sich – wie schon in den letzten Tagen angedeutet – gerne schlecht fühlen möchte. Deshalb breche ich am Abend nicht nach Hannover auf, um dort ein Grundkurs-Nachtreffen abzuhalten, sondern bleibe mit meinem Hintern zu Hause. Das macht mich auch ein wenig traurig.

Samstag, 16. Juni 2012

Ich werde mit leckerem Pfannkuchen-Frühstück geweckt und starte so ziemlich gut in den Tag. Wie schon in der vergangenen Woche bastele ich mir anschließend eine Liste mit Dingen, die ich gerne am Wochenende machen möchte. So bringe ich den Tag relativ locker hinter mich, nachdem ich seit Mittag auch noch sturmfrei habe und bin am Abend wirklich zufrieden mit dem was ich getan habe. Zur Belohnung schaue ich Mission Impossible 3, der gar nicht so schlecht ist, wie die Hauptrolle von Tom Cruise vielleicht suggerieren möchte.

Sonntag, 17. Juni 2012

Wie angekündigt ist das Wetter richtig gut, als ich irgendwann aufstehe. Deshalb steht zuerst ein wenig Gartenarbeit an: Die in der vergangenen Woche gekauften Töpfe wollen bepflanzt werden. Ich bin gespannt, was meine Allergien zu der nun bald blühenden Blumen- und Pflanzenpracht auf der Terrasse sagen. Ansonsten verbringe ich den Tag im Wesentlichen mit lesen und schlafen und spaziere am Abend gemeinsam mit Fräulein Anna durch die Gegend. Das haben wir auch in den vergangenen Tagen schon ein paar Mal gemacht und ist eine gute Sache. Schließlich schauen wir uns dann noch einen aufgezeichneten Tatort aus dem vergangenen Jahr an, bevor die Woche schließlich auch zu Ende ist.

The Knutsens — Episode 18: Bla.

Gestern Abend war ich beim grandiosen “The Knutsens”-Podcast mit Dominik und Teymur zu Gast, nachdem man mir in der letzten Folge angedroht hatte, mich andernfalls zu Hause zu besuchen.

Es hat mir tatsächlich eine Menge Spaß gemacht, mich mit den Herren über allerlei Themen zu unterhalten. Dummerweise wird so ein Podcast dann ja auch ins Internet gestellt, deshalb kann sich das jetzt jeder anhören. Werdet Zeuge wie ich nervös und krampfhaft versuche Hochdeutsch zu reden, anständige Sätze zu formulieren, irgendwie lustig zu sein und dabei komisch vor mich hin raschele.

Grundsätzlich könnte ich mir so einen Podcast irgendwie auch regelmäßig vorstellen, alleine habe ich dazu aber eher keine Lust. Mh.

Die Woche und ich – Kalenderwoche 23

Montag, 04. Juni 2012

Eventuell ist das der müdeste Wochenstart, den ich jemals erlebte. Dennoch schlage ich mich den ganzen Tag mit dämlichen Compass-Konfigurationen herum, werde dabei aber nicht so richtig schlau und komme noch weniger weiter. Ziemlich geplättet unterdrücke ich zu Hause den Drang, direkt mal eine Stunde zu schlafen. Deshalb schaue ich gemeinsam mit Fräulein Anna noch den zweiten Sherlock-Holmes-Kinofilm, um dann zeitig ins Bett zu gehen.

Dienstag, 05. Juni 2012

Ich gebe irgendwann auf, mich um Pfade zu scheren und verzichte vorerst auf stylische CSS-Sprites. Tatsächlich komme ich nun ein wenig voran und habe Spaß beim Basteln. Am Nachmittag werde ich mehr oder weniger aus dem Büro vertrieben.

Zu Hause bin ich dann wieder müde und spiele deshalb eine oder zwei Runden Minecraft.

Mittwoch, 06. Juni 2012

Es ist herrlichstes Sommerwetter. Nicht. Dafür ist der Bonner Hauptbahnhof aber auch eher undicht. Ich lerne den Unterschied zwischen “Zeitschrift” und “Zeitung”. Das wurde ja auch mal Zeit! Außerdem habe ich Mitleid mit (und Angst vor) den Knutsens und folge daher deren Aufforderung, dass sich Gäste bewerben sollen. Vielleicht kann ich da mal ein paar Sachen klarstellen. Das wird super! Ansonsten geht dann auch irgendwie der Tag rum, nachdem ich es geschafft habe noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen.

Donnerstag, 07. Juni 2012

Oh, ein Feiertag! Das ist super, denn zu Hause ist in den letzten Wochen einiges liegen geblieben. Deshalb schreibe ich mir eine lange Liste mit Dingen, die ich über das lange Wochenende erledigen will und fange direkt mit deren Umsetzung an. Gegen Nachmittag ist die Wohnung wieder weitestgehend auf Vordermann gebracht und recht sauber.
Nachdem ich am Abend die technischen Vorraussetzungen geschaffen habe, damit zu Hause das “Germanys Next Topmodel”-Finale geschaut werden kann, mache ich mich aus dem Staub und schaue mir statt dessen Wanderlust – Der Trip ihres Lebens gemeinsam mit Olli in der Sneak im Stern-Kino an.

Freitag, 08. Juni 2012

Ich komme den halben Tag nicht darauf klar, dass Freitag ist. Ab Mittag habe ich Sturmfrei und abarbeite weiter fleißig an meiner Liste. Es passiert nichts weiter von belang. Der Film des Abends heißt Act of valor.

Samstag, 09. Juni 2012

Nachdem ich mich den halben Tag lang nicht weiter als fünf Meter von der Wohnungstür getraut habe, bringt der Postmann mir die Xbox, die ich Donnerstag Abend kurzfristig bestellt hatte. Installation und Test des Gerätes bringen meinen Tagesplan ein wenig in Verzug. Ich schaffe es aber trotzdem noch, ein paar Dinge einzukaufen und zwei weitere Gartenstühle heranzuschleppen. Am Abend teste ich weiter die neue Unterhaltungselektronik und schaue Battleship, was ziemlich großer Müll ist.

Sonntag, 10. Juni 2012

Erst mal ausschlafen! Als ich dann noch recht unwach gerade vom Bäcker zurückkomme, stolpere ich zuerst über meinen Vermieter. Der zeigt mir einen Wasserhahn im Keller und ist dann zum Glück auch schnell wieder weg. Vor dem ersten Kaffee bin ich nicht sonderlich gesprächig. Ich begebe mich in den Listen-Abarbeitungs-Endspurt. Das klappt auch wirklich gut und am Ende ist sogar das Unkraut zwischen den Platten auf der Terrasse gejätet. Spitze!
Der Tatort fällt aus, weil die anderen Tatort-Menschen lieber Fussball schauen und es sowieso eine Wiederholung ist. Als Fräulein Anna von ihrem Wochenend-Trip zurückkommt, drehen wir noch eine Runde über die Nordschleife. Und dann ist die Woche vorbei.

Die Woche und ich – Kalenderwoche 22

Montag, 28. Mai 2012

Wenn ein Montag ein Feiertag ist, dann kann man ausschlafen. Zumindest theoretisch, denn dummerweise vergas ich meinen Wochentags-Wecker auszuschalten. Nachdem ich auch noch ordentlich zu Mittag gegessen habe, verabschiede ich mich irgendwann auch von meinen Eltern und mache mich auf den Heimweg.

Am alten Zoll in Bonn

Kaum angekommen, geht es auch schon wieder weiter. Fräulein Anna ist schon zum Grillen am alten Zoll und ich schließe mich an. Trotz einiger Allergie-Probleme haben wir einen schönen Abend und verpassen sogar den Tatort, was schon lange nicht mehr passiert ist.

Dienstag, 29. Mai 2012

Ich komme unglaublich schlecht morgens raus. Scheinbar einfach zu lösende Probleme ziehen einiges hinter sich her. Ein super Tag! Ich bin weiterhin ein wenig allergisch unterwegs. Am Abend mache ich mir dann eine ordentliche Liste mit allerlei Dingen die ich gerne zu Hause erledigen möchte und arbeite diese auch fleißig ab. Unter anderem verschicke ich dabei Faxe. Am Ende schaffe ich es doch noch einigermaßen gut gelaunt ins Bett.

Mittwoch, 30. Mai 2012

Schon wieder schlecht aus dem Bett gekommen, geht der Tag zum Glück irgendwie auch vorbei. Am Abend bin ich wieder zu Hause genau so fleißig, ärgere mich dieses mal aber über menschliche Inkompetenz und vor allem auch MailChimp, das Tool mit dem ich den Landesverbands-Newsletter verschicke. Wenigstens war meine kleine Einkaufstour nach Feierabend relativ erfolgreich: Ich besitze nun eine neue “gute” Hose.

Leckere Tabletten gegen Heuschnupfen

Donnerstag, 31. Mai 2012

Der Donnerstag bringt spannende neue Arbeit mit sich. Der Tag geht schnell vorbei und ich beschließe, den Abend eher gammelig zu verbringen. Das Wochenende soll noch aufregend genug werden. Einzig meinen Rucksack packe ich brav.

Freitag, 01. Juni 2012

Der Arbeitstag geht wieder flott vorbei und schon sitze ich im Zug nach Hamburg. Dort heiratet am Wochenende Fräulein Annas Schwester und da darf ich natürlich nicht fehlen. Mit viel Glück bekomme ich direkt noch eine Art Notsitz im völlig überfüllten IC Richtung Norden und stehe sicherheitshalber bis Hamburg nicht mehr auf. Zum Glück für das lärmende Kind werde ich immer recht schnell müde in Zügen und habe so keine Energie, um es (verdientermaßen) an einem Bahnhof auszusetzen. In Hamburg angekommen verschwinde ich dann sehr zügig im Bett, am nächsten Morgen soll es früh raus gehen.

Samstag, 02. Juni 2012

Aufstehen, duschen und los geht es! Ich bin an diesem Tag auch Fotograf und so halte ich ungefähr jeden Moment ab der Trauung fest. Rund 450 Bilder sollen es am Ende des Abends gewesen sein. Da werde ich noch eine Menge Spaß beim sortieren und bearbeiten haben. Im Übrigen habe ich den Tag über eine Menge Spaß und feiere ordentlich. Das erste Mal seit langem ist die Sonne schon wieder am aufgehen, als ich ins Bett gehe.

Sonntag, 03. Juni 2012

Ziemlich gerädert komme ich irgendwie auch aus dem Bett und unter die Dusche. So richtig wach will ich dann aber den ganzen Tag nicht werden. Nach einem kurzen Frühstück im Hotel geht es auch schon zur Bahn und dann wieder viereinhalb Stunden lang zurück nach Bonn. Dort vergammeln wir den Rest des Nachmittags auf dem Sofa und schaffen es dann Abends doch noch, eine Tatort-Wiederholung mit der Gang in der Maisonette zu schauen.

Hiking in Argentinien

Ein Tag in den Bergen

Vor einiger Zeit war ich ja bekanntlich in Argentinien. Dieser Tage stolperte ich über ein Bild aus dieser Zeit, das ich noch nicht bearbeitet hatte und zu dem ich tatsächlich eine kleine Geschichte erzählen könnte. Nachdem ich nun ein wenig an den Lightroom-Knöpfen gedreht habe, hier die Geschichte.

Es begab sich, dass Fräulein Anna und ich uns in einem Hostel in Mendoza, am Rande der Anden, befanden. So richtig wussten wir nicht, was wir die kommenden Tage anstellen wollten und so fragten wir an der Rezeption nach ein paar Vorschlägen. Schnell hatte die junge Frau dort auch ein Flugblatt rausgesucht und konnte uns verschiedene Angebote präsentieren. Unter diesen Angeboten befand sich auch “Ein Hike in den Bergen”, was uns direkt sympathisch vorkam. Schließlich wollten wir, wo wir schon mal da waren, auch ein bisschen Gebirge sehen. Eine volle Flasche Wasser und feste Schuhe sollte man mitbringen, auf keinen Fall Flip-Flops tragen. Alles klar! Auf dem Bildchen daneben waren einige fröhliche Backpacker abgebildet, die bei großartigem Wetter locker flockig mit einem kleinen Rucksack durch wunderbare, aussichtsreiche Landschaft spazierten. Gebucht!

Zwei Tage später war es dann soweit. Nachdem die Tour am Tag vorher wegen schlechten Wetters abgesagt worden war, sollte es nun soweit sein. Pünktlichst standen wir im Hostel bereit, hatten uns fleißig Brote geschmiert und freuten uns auf einen schönen Tag. Unser Guide war dann auch rechtzeitig da und kam als kleinerer, recht durchtrainiert wirkender Mensch auf uns zu. Schnell waren wir in einen Kleinbus verfrachtet, holten an anderen Hostels auch noch Menschen ab und fuhren dann in Richtung Berge los. Ich schlief nach relativ kurzer Zeit ein.

Als ich wieder wach wurde, befanden wir uns auf einer Schotterpiste. Mein Blick aus dem Fenster offenbarte nichts Gutes, da war nämlich nur ein Abhang zu sehen. Und dichter Nebel und leichter Regen. Super! Endlos lange schob sich der Kleinbus mit uns die Serpentinen hoch, bis wir irgendwann auf einer Art Parkplatz ankamen. Im dichten Nebel konnte ich notdürftig einige Gebäude ausmachen, für mich sah das sehr nach einem verlassenen Bergwerk aus. Es handelte sich aber eher um eine Art Ski-Herberge, wenn auch der einfacheren Art. Und natürlich gerade geschlossen, denn es war ja “Sommer”. Jedenfalls sollte es von hier aus zu Fuß weitergehen.

Man kann vielleicht voraussehen, wie es weiterging: Die erste knappe Stunde kraxelten wir eine Ski-Piste hinauf, links und rechts von uns standen die einsamen Masten der Seilbahn. Ich habe noch selten etwas anstrengenderes unternommen. Irgendwann kam es mir so vor, als würden die Masten uns hönisch angrinsen. Unser Führer sprang fröhlich wie eine Bergziege vor uns den Berg hinauf, während ein Großteil der Gruppe doch ordentlich hinterher schnaufte. Einer unserer nicht so schnaufenden Mitwanderer erzählte dabei, dass er diese Tour als Vorbereitung auf seinen Aufstieg zum Gipfel des Aconcagua macht. Das ist der höchste Berg des verdammten gesamten amerikanischen Doppelkontinents! Unser Führer, ein echt netter Typ übrigens, ich habe leider seinen Namen vergessen, merkte auch schnell, dass hier wohl einige falschen Leute in seiner Gruppe gelandet waren und lies es dann auch ein wenig gemächlicher angehen und unterhielt uns mit netten Geschichten aus seiner Bergsteigerzeit. Ich habe seit dem großen Respekt vor Menschen, die unter diesen Konditionen noch mehr als einen halben Satz herausbringen. Denn natürlich ging es weiterhin ohne einen erkennbaren Weg bergauf. Weiterhin regnete es mal mehr oder weniger und weiterhin war durch den Nebel die Sichtweite bei vielleicht 100 Metern. Auch wenn wir inzwischen die Skipiste hinter uns gelassen hatten, war es doch immer noch steil und steinig. Die Ausweglosigkeit der Situation trieb mich voran, denn an ein Umkehren mitten im Nirgendwo war nicht zu denken. Irgendwann machte es auch nichts mehr aus, dass ich völlig durchnässt war.

Endlos zog sich der Aufstieg hin. Nach mehreren Stunden, nicht übertrieben, standen wir dann schließlich vor einem einfachen Kreuz: Der Gipfel war erreicht. Und wie das so ist, wenn man etwas anstrengendes getan hat: Ich fühlte mich unheimlich zufrieden. Dummerweise regnete es immer noch und nach wie vor sahen wir auch nicht so sonderlich viel. Und trotzdem war ich irgendwie zufrieden und schlagartig besser gelaunt. Ein paar schnelle Bilder und Brote später ging es dann auch schon wieder an den Abstieg. Nun weiß der erfahrene Wandersmann, dass ein Abstieg auch recht anstrengend ist. Aber wenigsten war ich nicht mehr so außer Puste und so konnte ich mich dann doch noch ein wenig mit unseren Mitwanderern unterhalten. Dabei erfuhren wir dann zum Beispiel, dass der Kollege mit dem blauen Auge sich sein Feilchen bei einem Überfall am Busbahnhof Retiro eingefangen hatte. Auch etwas unangenehm, denn besagter Busbahnhof war auch unser häufiger Start in unsere argentinischen Abenteuer. Ein anderer Herr erzählte davon, wie er seinen hoch bezahlten Job an den Nagel hängte und nun nur noch zeitweise und für teures Geld als Berater arbeitet, um mindestens das halbe Jahr auf Reisen sein zu können.

Gegen Ende der Tour, als wir schon fast nur noch im geraden Gelände unterwegs waren, liefen wir schließlich an einem Bächlein entlang. Dort schaffte ich es dann auch das erste Mal, meine große Kamera aus dem Rucksack zu holen und das ganz oben zu sehende Bild zu machen. Ein Bild, das vielleicht besser als jedes andere die Stimmung an diesem Tag einfängt.

Kurz darauf waren wir auch wieder am Bus. Schnell hatten wir die nassen Klamotten gegen trockene getauscht und dann fuhren wir zurück nach Mendoza, wo wir von strahlendem Sonnenschein begrüßt wurden.

Die Woche und ich – Kalenderwoche 21

Montag, 21. Mai 2012

Nicht ganz fit starte ich, frisch vom Segeln auf dem IJsselmeer zurückgekommen, in die Woche. Vor allem bin ich ziemlich müde. Auf der Arbeit gibt es eine Hochzeitstorte zu probieren und ich habe kurzzeitig einen mittelschweren Zuckerschock. Aber lecker war’s! Am Abend laufe ich zu Olli und Jule und schaue mir dort, nachdem wir noch ein wenig Dinge auf einem Grill zubereiteten, den verpassten Tatort an.

Dienstag, 22. Mai 2012

Eventuell bin ich immer noch müde oder es droht eine Krankheit bei mir einzuziehen. Ich bin jedenfalls relativ unfit und bin froh, dass ich den Tag hinter mich bringe. Am Abend diskutiere ich mit meinem Versicherungsmenschen über Hausratsversicherungen und bin positiv überrascht, wie günstig sowas doch ist. Außerdem esse ich sehr scharfen Meerrettich zu meinem Abendessen.

Mittwoch, 23. Mai 2012

Das Internet ist zum Glück ein Quell der Freude. Eigentlich beschäftige ich mich nämlich mit dem nervösen Flackern einer Menüleiste und sitze ein wenig maximal ratlos vor dem Computer. Ansonsten passiert nicht so sonderlich viel.

Donnerstag, 24. Mai 2012

Mit Coda 2 erscheint die neueste Version meines liebsten Editors, den ich mir direkt mal genauer anschaue und spontan ziemlich begeistert bin. Da macht sogar die Analyse von flackerndem Quellcode ein bisschen mehr Spaß. Am Abend setze ich mich an meinen Schreibtisch und erkunde fleißig eine neue Minecraft-Welt.

Freitag, 25. Mai 2012

Ich finde per Zufall heraus, woran das Flacker-Problem hängt und bin froh, dass ich es nicht verbrochen habe. Ich kann mich also frohen Mutes neuen Problemen zuwenden. Am Abend kümmere ich mich ein wenig um den Haushalt und lasse die Woche eher entspannt ausklingen.

Samstag, 26. Mai 2012

Natürlich stehe ich auch am Samstag früh auf! Tatsächlich mache ich das wirklich und setze mich in den Zug nach Idar-Oberstein, wo ich meine Eltern besuche. Das erste Mal für dieses Jahr, wie wir herausfinden. Das ist auch ziemlich traurig. Unterwegs unterhalte ich mich ein wenig mit dem Kundenservice der Bahn.

Den Rest des Samstages hänge ich mit meinen Eltern rum und bin ziemlich entspannt. Ich sollte auf jeden Fall öfter vorbeikommen. Da macht es mir auch fast nichts aus, dass die Telekom der Meinung ist, dass ich meine “Flatrate” am Mobiltelefon nun ausgereizt habe.

Sonntag, 27. Mai 2012

Kaffee und Kuchen

Vermutlich möchte man mich mästen. Ich bekomme ein ausführliches Frühstück, Kuchen und am Ende auch noch Spießbraten vorgesetzt und muss dann auch noch Nachtisch essen. “Muss”, denn natürlich bin ich völlig wehrlos. Zwischendrin mache ich ein paar Computerdinge, lese eine ganze Menge und bin weiterhin entspannt. Das ist fast ein bisschen wie Urlaub. Nur das Internet könnte ein wenig schneller sein.

Ein bisschen Seegang

Segeln auf dem IJsselmeer

Das vergangene lange Wochenende habe ich auf dem Wasser verbracht. Hauptsächlich auf dem IJsselmeer, aber auch das Wattenmeer haben wir unsicher gemacht. Wie schon vor drei Jahren war ich gemeinsam mit mit einer lustigen Runde auf dem Plattbodenschiff De Vlieter unterwegs.

Mast von unten

Segeln ist ja, das geht bestimmt auch schon aus meinem Bericht vom letztjährigen Törn auf der Falado hervor, so eine Sache die ich ganz großartig finde. Die Großartigkeit von “An Deck zu sitzen und auf’s Meer schauen” übertrifft vielleicht sogar “In der Jurte ins Feuer gucken”. Die weite Sicht, das Mitgehen des Schiffs zu den Wellen, das Plätschern derselben am Schiff. Wunderbar.

Ein Schiff auf dem Meer Nije Krúspôle

Ausgehend vom Hafen in Makkum schipperten wir über einige Kanäle, übernachteten auf einer kleinen Insel namens Nije Krúspôle und fuhren vorher und nachher auf dem Kanal durch Orte. Total abgefahren, mir kam das ein wenig surreal vor. Mit einem Zwischenstopp und Übernachtung in Harlingen gelangten wir dann über das Wattenmeer auf die Insel Vlieland, wo ich mir dann bei einem nachmittäglichen Strandspaziergang auch den ersten Sonnenbrand für dieses Jahr eingefangen habe.

Stadtbesichtigung vom Schiff aus Stadtbesichtigung vom Schiff aus Harlingen bei Nacht

Ansonsten bestanden die Tage, wie schon beim letzten Mal, aus (viel, vor allem Spaghetti Bolognese) essen, lesen, quatschen und schlafen. Dazwischen musste hin und wieder ein wenig beim Segel setzen, umsetzen oder einholen angepackt werden, was aber auf einem Plattbodenschiff wesentlich entspannter passiert, als auf einem Rahsegler.

Vlieland-Strand-Panorama

Viel zu schnell waren die vier Tage vorbei, das Schiff geputzt und wir alle wieder auf dem Heimweg. Die Tour schreit nach einer Wiederholung.

Die Woche und ich – Kalenderwoche 20

Montag, 14. Mai 2012

“Commit am Morgen bringt Kummer und Sorgen…”, dachte ich mir fast. Aber es ging alles glatt. Der Tag ging dann auch recht schnell vorbei. Ich bestellte eine Domain, mit der ich gerne etwas anfangen würde und verbrachte den Abend entspannt lesend.

Dienstag, 15. Mai 2012

Ich wundere mich über Menschen. Schon am frühen Morgen. Das Internet ist ein Quell des Frohsinns, so lange man es nicht persönlich nimmt. Außerdem bastele ich wieder ein wenig in und mit SASS und Compass herum und werde ein wenig sicherer damit. Am Abend packe ich dann meinen Rucksack. Diese Woche wird kurz und schon am Mittwoch soll es direkt nach der Arbeit zum Segeln auf das IJsselmeer gehen.

Mittwoch, 16. Mai 2012

Nachdem ich dem Kollegen erst mal das Mayorship für die Firma abgenommen habe, kann der Tag ja nur gut werden. Deshalb klappt auch alles recht prima was ich mir so über Nacht ausdachte. Und so ist schnell Feierabend-Zeit, der Rest meines Krams in den Rucksack gepackt und schon befinden wir uns auf dem Weg nach Makkum in den Niederlanden.

Und was dann passierte, lesen wir ein anderes Mal.

Die Woche und ich – Kalenderwoche 19

Montag, 07.05.2012

Ich schaffe es endlich, mich mal ausführlich mit SCSS zu beschäftigen und bin innerhalb kurzer Zeit in den CSS-Precompiler verliebt. Der Rest des Tages geht dementsprechend schnell rum. Ich habe leider keine Erinnerung daran, was ich nach Feierabend tat.

Dienstag, 08.05.2012

Am Morgen bin ich schnell mit nerviger Arbeit durch und kann weiter vor mich hin probieren. Vermutlich werde ich die kommenden Monate auf der Arbeit eine Menge Spaß haben. Des Abends beschäftige ich mich ein wenig mit Minecraft und lese anschließend vermutlich wieder zu lange in meinem Buch.

Mittwoch, 09.05.2012

Das Internet zeigt mir, wie 10000 Menschen Beethovens “Ode an die Freude” singen. Das finde ich recht großartig.

Am Abend unterhalte ich mich mit Fräulein Anna über einen Sommerurlaub. So recht können wir uns noch nicht entscheiden. Wir denken darüber nach, alles einfach mal spontan auf uns zukommen zu lassen und dann kurzfristig einen günstigen Lastminute-Urlaub zu buchen. Außerdem recherchieren wir aber auch mal ein wenig in Richtung französischer Küste.

Donnerstag, 10.05.2012

CSS-Spielerei, Level 2: Compass. Ich freunde mich mit vorgefertigten Mixins an und bin begeistert, wie viel schneller ich allerlei CSS3-Kram eingebaut bekomme. Automatisch generierte CSS-Sprites sind schon ziemlich geiler Scheiß. Am Abend geht es dann ins Kino, Dark Shadows überzeugt mich leider wenig.

Freitag, 11.05.2012

Die Bahn lässt mich am Morgen schon das zweite Mal für diese Woche ewig warten. Ich schließe ein schon länger laufendes Projekt ab und bin ziemlich froh das hinter mir zu haben. Ich lerne einiges über Kindererziehung.

Abends gibt es Schnitzel Hollandaise und dazu Wir kaufen einen Zoo, der mir recht gut gefällt. Ansonsten passiert nichts spannendes. Frühes Zubettgehen ist eine gute Vorbereitung auf den Samstagabend, der länger werden soll.

Samstag, 12.05.2012

Ausgeschlafen starte ich in den Tag. Gemeinsam mit Fräulein Anna stecke ich ein Pappgeweih zusammen, dass zwar leider nicht ganz so groß ist, wie wir das erwartet hatten, aber dennoch recht hübsch an der Wand aussieht. Außerdem tätigen wir einen Gartenmöbel-Spontankauf, nun muss man nicht mehr auf dem Terrassenboden sitzen. Großartig! Dann ist der Nachmittag auch schnell vorbei und es geht los zur Hochzeitsparty von Shirley und Thomas. Ich habe großen Spaß, spacke ein wenig rum und esse gut. Recht schnell ist es auch spät und ich fahre angetrunkene Menschen nach Hause.

Sonntag, 13.05.2012

Noch ausgeschlafener starten wir in einen recht gammeligen Sonntag. Ich lese etwa 300 Seiten im sechsten “Lied von Eis und Feuer”-Buch, das mich gerade sehr fesselt. Nachdem ich meiner Bürgerpflicht nachgekommen bin, telefoniere ich aus Muttertagsgründen mit Frau Muttern, lese noch mehr und lasse mich schließlich von einem eher so mittelguten Tatort eher so mittelgut unterhalten. Anschließend verbringen Fräulein Anna und ich noch eine gute Stunde damit, den interaktiven Teil des Tatorts im Internet zu ergründen. Leider schaffen wir es nicht auf Anhieb, den Mörder herauszubekommen und geben schließlich sehr müde auf.