10 Dinge über die ich heute nicht blogge

Listen sind ja total trendy. Eine recht lange Liste ist dabei entstanden, als ich darüber nachdachte, was ich heute wohl bloggen soll. Dummerweise eignet sich sich davon nichts dazu, einen eigenen Blogeintrag abzugeben.

  1. Auf keinen Fall blogge ich heute eine Empfehlung für einen Burger-Bestellservice in Bonn. Dieser Tage musste ich das erste Mal wirklich Essen wegwerfen, weil es wirklich ungenießbar war.
  2. Leider kann ich auch nicht davon erzählen, dass ich total gute Fitness-Fortschritte gemacht habe. Ich schaffe es nämlich seit Wochen nicht, mal wieder ins Fitti zu gehen und was zu tun. Das möchte ich ändern.
  3. Blogposts zum Thema “Urlaub in Madagaskar”, wie schon länger angekündigt, müssen auch noch ein wenig warten. Inzwischen habe ich zumindest schon einmal alle Bilder sortiert – aber mit der Bearbeitung komme ich nicht so recht voran. Und Text! Irgendwas muss man zu den Bildern ja auch schreiben.
  4. Fräulein Anna sagt, ich soll was darüber schreiben, dass ich ihre Webseite gebaut habe. Aber das ist zum einen schon eine ganze Weile her und zum anderen auch irgendwie nicht so spannend.
  5. Einen Teil meiner Freizeit verbringe ich in der letzten Zeit mit meiner Xbox und GTA Online. Was ich sonst darüber schreiben soll, weiß ich allerdings auch nicht. Aber falls mal jemand mit mir ein wenig rumfahren möchte: Natürlich findet man mich als “schneyra” bei Xbox Live und im Rockstar Social Club.
  6. Dominik schlägt vor, dass ich etwas über Serien schreiben soll. Aber außer, dass ich zur Zeit vor allem “Spooks”, “Elementary” und “Agents of S.H.I.E.L.D.” schaue und jeder das auch tun sollte, fällt mir dazu echt nichts ein. Und über Serien bloggen Andi und Caro viel besser als ich, drüben bei Newshows.
  7. Wenn das hier ein Technik- oder Software-Blog wäre, würde ich vielleicht einen längeren Blogpost über LINE verfassen. Das ist ein Messenger, der mit Clients für iOS, Android, Windows Phone, Blackberry, Mac OS (!) und Windows (!) aufwartet. Und er hat tolle Sticker, ist also ziemlich gute WhatsApp-Alternative.
  8. Auf keinen Fall schreibe ich über etwas über SEO oder SEM. Oben schon erwähnter Dominik ist mir keine wirklich große Hilfe beim Finden von Blog-Themen.
  9. Wäre das hier ein Blog über meine Heimatstadt, wäre dieser Tage vielleicht ein Artikel über den neu eröffneten Mediamarkt entstanden. Aber weil ich gerade nichts brauche, war ich noch nicht einmal da.
  10. Und am Ende könnte ich auch darüber schreiben, dass ich beinahe bei den Bonner Ironbloggern rausgeflogen wäre, weil mir nichts eingefallen ist, was einen gescheiten Blogbeitrag hergegeben hätte.

Und in Zukunft muss ich mir mal wieder ein bisschen mehr Mühe mit dem Laden hier geben. Vielleicht befinde ich mich gerade in einem Motivationsloch. Aber einen Jammer-Blogbeitrag will ja auch keiner lesen. Eieiei.

10 Fragen. 10 Antworten.

Das mit den Stöckchen ist jetzt irgendwie wieder total im Trend. Und weil mir sonst nichts zu schreiben einfällt, beantworte ich mal die zehn Fragen, die Frau Ellebil mir und anderen stellte.

  1. Hast du dich irgendwann erwachsen gefühlt? Wann war das?
    Ich fühle mich immer sehr erwachsen, wenn ich erwachsene Dinge tue: Mietverträge abschließen und so etwas. Manchmal reicht es aber auch, dass ich Morgens aus dem Haus gehe um so total erwachsen in die Firma zu fahren. Da fällt mir manchmal auf, dass mein Abitur schon zwölf und mein Diplom schon fünf Jahre alt sind.
  2. Wenn du dir ein Großbauprojekt aussuchen könntest, in dem du massig Geld verpulvern könntest, was würdest du bauen?
    Eine Raketenbasis! Oder ein Luxushotel. Oder vielleicht würde ich auch den Platz vor dem Bonner Hauptbahnhof platt machen und da was hübsches draus machen. Wahrscheinlich letzteres am ehesten.
  3. Würdest du lieber in die Vergangenheit oder in die Zukunft reisen und warum?
    In die Vergangenheit, ganz klar! Ich würde mir viele Dinge gerne mal anschauen, wie sie “wirklich” aussahen. Die Bonner Südstadt ohne Autos zum Beispiel. Oder ein paar Burgen, als sie noch in Betrieb waren. Ich frage mich oft, wie es an Orten wohl “damals” ausgesehen hat. Das würde ich gerne erleben. In der Zukunft interessieren mich höchstens die Lottozahlen.
  4. Liest du eigentlich noch Tageszeitung?
    Ich habe den General-Anzeiger sowohl bei Facebook, als auch bei Twitter abonniert. Das reicht mir völlig.
  5. Abgesehen von Alltags- bzw. Gebrauchsgegenständen, gibt es etwas, das du immer Zuhause haben musst?
    Ich kann ein sehr unglücklicher Mensch sein, wenn ich kein Sprudelwasser habe.
  6. Glaubst du, dass du zuverlässig bist?
    Sagen wir mal so: Ich wäre es gerne noch öfter.
  7. Welchen Kurs würdest du im Altersheim belegen?
    Da ich bis ins hohe Alter fit sein werde, komme ich in kein Altersheim. Ha! Tatsächlich fällt mir dazu nicht viel ein. Mal gucken, was ich dann noch nicht kann.
  8. Was muss man können?
    Der Computerfritze in mir sagt: HTML! Und zwar eigentlich nur ein bisschen – aber genug, als das wir diese superdämlichen Rich-Text-Editoren nicht mehr brauchen, nur um ein bisschen Text mal fett zu machen.
    Ansonsten können? Keine Ahnung. Aber gebrauchen könnte jeder zwei Sachen: Gesunden Menschenverstand und ein bisschen Toleranz.
  9. Was hältst du von Reenactment?
    Hui, das musste ich erst mal nachschlagen. An sich halte ich das für keine schlechte Idee: Zum einen haben Menschen Spaß bei einem gemeinsamen Hobby. Zum anderen weckt es vielleicht bei den ein oder anderen Zuschauer die Lust, sich über geschichtliche Ereignisse ausführlicher zu informieren.
  10. Welche Frage wolltest du schon immer mal beantworten? (Bitte auch beantworten)
    Och nö. Ich finde mich selbst eigentlich eher so mittel-interessant. Und ich muss auch nicht zu jedem Quatsch meinen Senf abgeben. Aber gerade letztens habe ich noch zwanzig Fakten über mich ins Internet geschrieben. Dazu darf man sich gerne die Fragen ausdenken.

Zwanzig Fakten über mich

Ohje. Frau Ellebil schrieb 20 Dingse über sich und war dann anschließend der Meinung, dass ich das auch tun sollte. Nachdem ich nun wirklich lange überlegt habe, bin ich sehr unsicher, ob ich zwanzig Belanglosigkeiten zusammen bekomme. Los geht’s!

  1. Ich heiße gar nicht – und das schreibe ich nur, weil es Menschen gibt die das wirklich denken – “schneyra” mit Nachnamen, sondern “Schneider”. Wie langweilig!
  2. Dieser “schneyra” ist im Laufe der Jahre zu einer Art Alter Ego geworden, zuerst sicherlich in meiner pfadfinderischen Laufbahn, später auch in diesem Internet. Bis dato bin ich der einzige Mensch, der unter diesem Namen im Internet unterwegs ist und ich hoffe, dass das auch so bleibt.
  3. Bleiben wir bei den Namen: Mein zweiter Vorname ist Philipp. Es hat mich runde 20 Jahre gebraucht, um mir die richtige Schreibweise zu merken.
  4. Mit meinem Auszug aus dem Elternhaus bin ich zu einem Ordnungsfanatiker geworden. Nach Feierabend verbringe ich gerne auch mal eine viertel- oder halbe Stunde damit die Wohnung aufzuräumen.
  5. Auch wenn ich es noch dazu gerne sauber mag: Putzen ist überhaupt nicht mein Ding.
  6. Um noch einen Hausarbeits-Fakt aufzuzählen: Ich falte gerne Wäsche. Meistens schaue ich dabei eine Folge einer Serie und bin anschließend erschreckender Weise entspannt. Wäsche waschen und aufhängen sind mir dagegen ein Gräuel.
  7. Ich trinke nur sehr selten Alkohol, dieses Kalenderjahr waren es genau zwei Caipirinha. Über das “Wieso” und warum ich mit einer Flasche Limo oder Cola total zufrieden bin, muss ich bei Gelegenheit mal einen eigenen Artikel schreiben.
  8. Man sagt mir schon mein Leben lang, dass ich sowohl optisch als auch charakterlich sehr meinem Vater ähnele. Mit zunehmendem Alter erkenne ich das auch immer wieder und finde das gar nicht mal schlecht.
  9. Ich habe seit irgendwann in meiner späten Jugend unfassbare Höhenangst. Irgendwann möchte ich diese auch überwinden.
  10. Fräulein Anna habe ich auf einer WG-Party in ihrer Wohnung kennengelernt. Ich war zu dieser Party nicht eingeladen.
  11. Obwohl ich gerne ausschlafe, habe ich irgend eine Funktion in meinem Hirn, die das nicht gut findet und mir permanent ein schlechtes Gewissen macht. “Martin, du verschwendest Zeit!” spricht diese innere Stimme zu mir.
  12. Als Ausgleich mache ich, sofern ich die Möglichkeit habe, gerne mal einen Mittagsschlaf.
  13. Ich bin gerne alleine und bin hin und wieder über ein sturmfreies Wochenende, an dem ich nicht vor die Tür gehen muss, wirklich froh.
  14. Bei der Arbeit trage ich am Schreibtisch meistens Kopfhörer. Diese spielen oft dabei gar keine Musik, sondern dienen der reinen Abschottung von meiner Umgebung. Ich bin furchtbar leicht abzulenken.
  15. Mein Lieblingstier ist das Eichhörnchen. Schon immer.
  16. Ich gebe nicht gerne Dinge von mir preis. Beim Schreiben dieses Textes ist es mehr Arbeit, abzuwägen ob ich das wirklich schreiben möchte, als zwanzig Punkte zusammen zu bekommen.
  17. Ich bin ein großer Fan von Rechtschreibung und korrekter Interpunktion. Es ärgert mich ungemein, dass ich in der Schule nicht besser aufgepasst habe.
  18. Wenn es mir möglich ist, vermeide ich gerne Anglizismen. Dabei ist es aber wirklich schwer, nicht wie die ComputerBILD zu klingen.
  19. Das Internet und die Menschen darin kann ich zu großen Teilen nicht ernst nehmen. Ich hoffe das merkt man.
  20. Meistens bin ich besser gelaunt als es scheint. Es gilt die Faustregel: “So lange er meckert, ist alles okay.”

Und weil das hier so schön war, gebe ich das Stöckchen auch mal weiter. Und zwar an Dominik, weil “das ja alles nicht so schwer ist”, an Pro-Blogger Marc, an Michel, damit er sich nicht so irrelevant fühlt und an Andi damit er mal von seinen Zahlen wegkommt.

Madagaskar

Hallo, da sind wir wieder! Drei Wochen Urlaub standen auf dem Plan. Madagaskar, die Insel vor der afrikanischen Ostküste, war unser Ziel. Frau Schwester lebte dort nun ein halbes Jahr und freute sich schon auf den Besuch von unseren Eltern, Fräulein Anna und mir.

Viele Eindrücke habe ich in den kurzen Wochen gesammelt. Im Moment warten rund 800 Bilder darauf, von mir sortiert und zum Teil auch bearbeitet zu werden. Dabei werden vor allem eine Menge Landschaftsaufnahmen sein, die war nämlich nicht nur am Strand sehr beeindruckend. Den ein oder anderen Lemur habe ich aber auch fotografiert. Durch die Abschottung der Insel gibt es dort einige Pflanzen und Tiere, die man sonst nirgendwo findet. Die sehr ungewöhnlich aussehenden Baobab-Bäume sind ein gutes Beispiel dafür.

Bei all der tollen Natur darf man natürlich nicht vergessen, dass Madagaskar ein Land in Afrika ist. Schon direkt nach unserer Ankunft erwartete uns ein kleiner Kulturschock. Der Vergleich mit unseren europäischen Ansichten fällt schwer. Das Leben der Menschen findet hauptsächlich auf den Straßen statt, über das Thema “Müll auf den Straßen” müsste man mal ernsthaft reden. Auf dem Land leben die Menschen zum großen Teil auch in einfachen Häusern aus Lehm und Ziegelsteinen.
Das macht einen schon auch ein wenig nachdenklich, wenn man in seinem sehr ordentlichen Hotel sitzt. Da gibt es nämlich, wie so oft auf der Welt, zwei Gesichter des Landes: Das ordentliche, ruhige Land – und dann das hektische, laute, vermüllte und mit Abgasen verpestete. Oft liegen dazwischen nur zwei Straßen und ein großes Tor.

Nanu, das ist jetzt aber kein richtiger Reisebericht? – Richtig, das wäre nämlich viel zu lange geworden. Aber in den kommenden Wochen werde ich sicherlich noch die ein oder andere Etappe der Tour ein wenig ausführlicher beleuchten.

Sommer in Bonn

Südstadt

Der Bonner Sommer lässt gerade ein wenig die Schultern hängen. Draußen ist es eher grau und nass. Ein guter Zeitpunkt um mal durch ein paar Bilder, die in den vergangenen Wochen entstanden sind, zu schauen. Der tolle Bulli oben ist stand letztens in der Südstadt und machte mich direkt ein bisschen verliebt.

Unten dann ein paar Bilder von einem Spaziergang am Freitag Abend.

Sommer in Bonn Sommer in Bonn Posttower

Eigentlich wollten wir im Anschluss nur ein wenig picknicken und uns das Katzenjammer-Konzert beim Kunst!rasen von außen anhören. Es konnte ja keiner ahnen, dass man uns plötzlich ansprechen und uns zwei Karten schenken würde. Ein guter Abend!

Weitwinkel

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Bundeslager! Alle vier Jahre kommt der BdP zusammen. Seit zwanzig Jahren bin ich dabei – “Weitwinkel” war mein sechstes Bundeslager. Wie schon das letzte Mal habe ich mich mit einigen Leuten im Unterlagerzentrum des Landesverbands eingenistet. Eine recht eindrucksvolle Konstruktion haben wir an drei heißen Tagen hochgezogen, dekoriert und mit einer großen Theke ausgestattet. Zehn Tage sollte das Zentrum stehen bleiben.

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“Zur vollen Kanne” hieß unser Laden. Während eine lustige Runde aus Bonner Menschen sich um das Nachmittagsprogramm kümmerte und die Kundschaft mit großartigen selbst gebackenen Kuchen und allerlei Kaffeespezialitäten verwöhnten, lag der Abendbetrieb in den Händen meiner Mitstreiter und mir.

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Wenn die Sonne langsam versank, wurde es Zeit die schwarzen Schürzen umzubinden, den Wein kalt zu stellen und die Dosenwurst für die Schlachtplatten zurecht zu stellen. Die Lampen des Kronleuchters wollte gefüllt werden, Kerzen mussten verteilt werden. Ich glaube, ich bin gerne Wirt. Ich glaube aber auch, dass ich nur so viel Spaß daran hatte weil ich mit tollen Leuten zusammengearbeitet habe.

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Schöne Abende liegen hinter mir. Die Stimmung in unserem Laden war durch die Bank gut. Bei Wein und Schlachtplatte feierte sich ausgesprochen gut. Anstrengend war das aber auch. Feierabend des Nachts um vier – und den ganzen Tag über zu heiß um auch nur eine Stunde extra Schlaf zu bekommen. Und trotzdem hat das Bundeslager Spaß gemacht, ziemlich viel sogar. Ich bin immer wieder von den Menschenmassen überrascht, von der Vielfältigkeit des Bundes. Und natürlich ist das Bundeslager die Chance, auf viele Menschen zu treffen, die man sonst nicht so oft zu sehen bekommt.

zurvollenkanne

Stille Innenstadt

Stille

Eine Sache, die ich an unserer Wohnung besonders gerne mag: Wenn man nach hinten auf die Terrasse heraus geht, ist es unfassbar still. Nicht still im Sinne von “kein Laut”, denn man hört schon noch Vögel zwitschern und auch spielende Kinder und all das. Wovon man aber nichts mitbekommt, ist zum Beispiel der nur fünfzig Meter entfernte Bahnhof, die ganzen Straßen rundherum und überhaupt der Trubel auf den Straßen. Gerade Abends und am Wochenende kann ich da ziemlich gut mal ein paar Minuten abschalten. Wirklich großartig. Und der Blick in den “Wald” ist manchmal auch recht entspannend.

Das Redesign der mobilen Seite von Chefkoch.de

“Corporate Blogging” nennt man das wohl, was ich da dieser Tage im Chefkoch-Blog getrieben habe. Ich war so frei, ein paar Worte zu meiner Arbeit zu verlieren und habe das Redesign unserer mobilen Webseite vorgestellt. Das hat Spaß gemacht, vielleicht schreibe ich da öfter mal was rein. Eventuell lesen dann ja auch mal ein paar Leute mein Geschreibsel.

Am kompliziertesten war vermutlich das finden einer gescheiten Selbstbeschreibung meiner selbst.

Re: Protestwahl

ich habe es mir noch nie so schwer getan wie dieses jahr mit meiner entscheidung wen ich zur bundestagswahl wählen soll.

Felix Schwenzel schreibt mir in seinem Artikel Protestwahl nicht nur ein wenig aus dem Herzen. Ich mache mir schon ein paar Wochen lang, eigentlich immer wenn ich im Radio etwas zu politischen Themen höre oder im Internet dazu lese, Gedanken darüber wem ich diesen Herbst meine Stimme gebe. Dabei kristallisierte sich relativ schnell ein klares Problem heraus:

Mit gutem Gewissen kann ich vermutlich keiner Partei ein Kreuz machen, denn die dazu notwendige Vertrauensbasis ist irgendwie nicht da. Über den Begriff “Volksvertreter” lächele ich eher traurig, wenn ich mir anschaue was in Berlin so passiert. Ich habe nicht viel Ahnung von Sozialwesen, Außenpolitik und all den anderen wichtigen Themen einer Regierung. Deshalb muss ich darauf hoffen, dass die Menschen dort in meinem Namen ordentlich arbeiten. Aber wenn dann mal ein Thema ansteht bei dem ich mitreden kann, das sind meistens eher netzpolitische Geschichten, dann versagt das System jedes Mal kläglich. Da werden Entscheidungen auf der Basis von völlig irrwitzigen Annahmen oder auf Betreiben von Firmenlobbyisten getroffen, so dass mir sogar das Kopfschütteln schon schwer fällt. “Vertreten” fühle ich mich eher selten. Das geht mir schon länger so.

Dann kamen die Piraten. Zugegeben: Ich hatte ein kleines bisschen Hoffnung, dass sich vielleicht ein wenig was tut. Ich hoffte darauf, dass da engagierte Menschen den Laden vielleicht mal ein wenig aufmischen. Dass vielleicht ein paar Politiker der alten Garde aufmerksam zuhören würden.
Ich hörte einem Christopher Lauer und einer Marina Weisband recht gerne zu. Die sagten Dinge die ich auch sagen würde – wäre ich rhetorisch ein wenig besser aufgestellt. Doch schon kurz darauf konnte man dann vor allem noch mitlesen, wie die Piraten anfingen sich gegenseitig aufzureiben. Da brauchte es gar keine großen äußeren Einflüsse, das hat man ziemlich gut alleine hinbekommen. Schade.

Felix Schwenzel will am 22. September dennoch Piraten wählen:

nicht weil ich ihnen zutraue wirklich etwas zu ändern oder zu entern, nicht weil ich glaube, dass sie bald zu sinnen kommen und sich nicht mehr selbst oder gegenseitig zerreiben, sondern weil sie ein symbol dafür sind, dass sich etwas ändern muss und wir uns auf unsere demokratischen wurzel zurückbesinnen sollten.

Ich bin mir noch nicht sicher. Seinen Argumenten kann ich folgen, nicht-wählen kommt auch nicht in Frage. Aber vielleicht mache ich einfach nur ein großes Kreuz. Quer über den Wahlzettel.

Was soll denn das hier jetzt sein??

Was soll denn das hier jetzt sein?? (klick!)
Tja, was ist das hier? Eigentlich nur eine weitere Art und Weise meinerseits, geistigen Müll ins Internet zu bringen.
Jedenfalls wollte ich so ein Reinpost-Ding immer schon mal auf meiner Seite haben. Jetzt hatte ich grad ein bißchen Zeit und da hab ich mir das News-Script, das ich mal für www.bdp-io.de geschrieben hatte, genommen und etwas umgebaut.
Was und wie oft ich hier was schreibe weiß nicht nicht…egal *g*

Gerade stöberte ich ein wenig in der Wayback-Machine herum und landete dabei auch bei obigem Text. Hier die Kopie des Originals, datiert auf den 7. Februar 2003. Verrückte Welt. Die Inhalte von damals möchte ich aber vermutlich eher nicht übernehmen, obwohl ich das tatsächlich mal so angedacht hatte. Folgender Text lässt das jedenfalls vermuten.

Der Smyrf sagt, daß das was ich hier schreibe Bände über mich spricht – LHÄÄÄÄÄÄ? Bisher hab ich mich ja noch nicht so arg ausgelassen. Aber mir kam ein Gedanke: Wenn ich mal (so in etwa wie der Bohlen) meine Autobiographie schreib, dann hab ichs, sofern ich den Kram den ich hier schreib aufheb, einfacher. Aber auf CD vorlesen lass ich das von nem andern – den Mist will ich net vorlesen!

Ganz spannend finde ich auch die Reste von “Webdesign”, die man um den Text herum noch erkennen kann. So nannten wir das nämlich damals, wenn man eine “Homepage” baute. Es ist wirklich schade, dass ich von den Daten von damals keine Backups habe. Für die damalige Zeit war das alles nämlich gar nicht schlecht und ich erinnere mich noch gut, wie ich damals in mühevoller Kleinarbeit in Fireworks alle möglichen Grafiken zuerst im Ganzen entworfen und dann in kleinen Dateien exportiert habe. Das war schon ein großer Fortschritt im Vergleich zu meiner ersten Homepage.

Hach ja. Zumindest die alten Blog-Einträge, soweit sie noch abrufbar sind, sichere ich mir jetzt auf jeden Fall. Eigentlich müsste man den ganzen Kram irgendwie runterladen.

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CC-BY-SA