der tag und ich

Tür defekt - Die Stresssituation an der Bahntür.

Tür defekt

Als ich heute mor­gen durch die Bahn laufe fällt mir auf, dass ein Ende rela­tiv leer ist und ich sogar einen Sitz­platz bekomme. Von mei­ner Hal­te­stelle bis zum Bahn­hof fährt man nicht lange, höchs­tens vier oder fünf Sta­tio­nen. Zeit genug, um eine lus­tige Beob­ach­tung zu machen.

Die Tür in die­sem Teil der Bahn ist defekt. Das erkennt man an den gro­ßen „Tür defekt!“-Schildern in den Schei­ben und daran, dass sie sich beim Halt nicht öffnen. Es ist amü­sant anzu­se­hen, wie Men­schen auf den Knopf drü­cken — das Schild auf Kopf­höhe igno­rie­rend. Ein, zwei, drei­mal wird der Knopf mit zuneh­men­der Kraft gedrückt. Die Men­schen wer­den hek­tisch, von hin­ten wird gescho­ben. Irgend­wann sieht und liest jemand das Schild, es bricht nahezu Panik aus. Man kann gera­dezu sehen, wie das Adre­na­lin durch die Adern der Men­schen strömt, als sie zur nächs­ten Tür sprin­ten — auch wenn dort die Fahr­gäste noch am aus­stei­gen sind.

Über­haupt scheint das ein– und aus­stei­gen aus Bus und Bahn eine unglaub­li­che Stres­si­tua­tion für meine Mit­men­schen zu sein. Bereits viele Minu­ten vor der Ankunft wird auf­ge­stan­den, die Jacke ange­zo­gen, das Gepäck zusam­men­ge­sucht und spä­tes­tens wenn der Schaff­ner den nächs­ten Ziel­ort ankün­digt, Rich­tung Aus­stieg gestürmt. Das „In weni­gen Minu­ten errei­chen wir…“ wird dabei dezent igno­riert. Lie­ber steht man dort ewig in der dicken Win­ter­ja­cke schwit­zend im Weg herum, als dass man das knappe Zeit­fens­ter ver­passt in dem sich die Türen öffnen. Züge hal­ten im Nor­mal­fall ja auch gar nicht rich­tig an, son­dern ver­lang­sa­men im Bahn­hof nur für wenige Sekun­den ihre Fahrt. So jeden­falls scheint es mir. Viel­leicht erklärt das auch, warum viele Men­schen sich an den aus­stei­gen­den Fahr­gäs­ten vor­bei drän­geln müs­sen um in den Zug zu kommen.

Kein Wun­der, dass der ÖPNV so stres­sig ist.

Fräulein Anna fährt nach Argentinien.

Oder so ähnlich. Eigent­lich ist die Gute näm­lich schon da, so seit ges­tern. Ich finde das ein klein wenig doof, vor allem aber gut und wenn ich dann erst mal hin­ter­her­ge­reist bin, ist’s prima. Aber natür­lich ist nicht die Pla­nung mei­nes Urlaubs das Ziel des vier­mo­na­ti­gen Auf­ent­halts. Eigent­lich geht es darum Spa­nisch zu ler­nen und ein Prak­ti­kum zu machen. Und weil das etwas sinn­vol­les ist, kann man sich auf auf Sti­pen­dien bewer­ben. Das hat Fräu­lein Anna gemacht, hier ist der Film:

Um das Sti­pen­dium zu bekom­men, müs­sen nun mög­lichst viele Men­schen für das Video, das in ziem­lich auf­wen­di­ger Arbeit aus rund 800 Ein­zel­bil­dern zusam­men­ge­setzt ist, abstim­men. Dazu geht man auf die Seite von Absol­venta, dem demo­kra­ti­schen Stu­dium, regis­triert sich dort schnell mit einer Email-Adresse (keine Angst, das Post­fach ist danach nicht mit Spam gefüllt) und klickt dann auf den fünf­ten Stern von links.

Wer sich dann noch inter­es­siert was es in Argen­ti­nien so zu erle­ben gibt: Es gibt ein Blog.

Projekte

Die­ser Tage mache ich mir Gedan­ken über den Sinn und Unsinn von pri­va­ten und neben­be­ruf­li­chen Pro­jek­ten. Warum mache ich mir die Mühe, in mei­ner begrenz­ten Frei­zeit Dinge anzu­ge­hen und mir zusätz­li­che Arbeit auf­zu­hal­sen? Wäre es nicht sinn­vol­ler die freie Zeit mit einem Buch zu verbringen?

In jedem eini­ger­ma­ßen krea­ti­ven Kopf ent­wi­ckeln sich stän­dig irgend­wel­che Ideen — meis­tens Dinge, die im wei­tes­ten Sinn mit der eige­nen Pro­fes­sion und den damit ver­bun­de­nen Inter­es­sen zusam­men­hän­gen. Selbst­ver­wirk­li­chung spielt hier eine große Rolle und das Ler­nen von neuen Din­gen. Das ist gut so. Doch seien wir mal ehr­lich: Braucht es das 35. soziale Netz­werk mit regio­na­lem Bezug und den 57. Internet-Marktplatz oder das (ohne zu über­trei­ben) 400. iPhone/iPad/Mac-Blog? Um es kurz zu machen: Nein. Man macht sich höchs­tens lächer­lich — je nach­dem wie weit man das Maul vor­her auf­ge­ris­sen hat sogar rich­tig übel.

Ich denke lange nach, bevor ich mich ernst­haft mit etwas aus­ein­an­der­setze. Frus­tra­tion macht sich schnell breit, wenn das neue Pro­jekt sich dann irgend­wie als lang­wei­lig, nicht umsetz­bar oder schon vor­han­den her­aus­stellt. Meis­tens kann man näm­lich die Frage „Gibt es das schon?“ direkt mit „Ja!“ beant­wor­ten. Dann muss ich mir über­le­gen, ob sich mei­nen Mit­men­schen oder zumin­dest mir ein ent­schei­den­der Mehr­wert aus einer Neu­ent­wick­lung bie­tet. Auch sollte man beden­ken, dass die Moti­va­tion zu Beginn meis­tens uner­mess­lich groß ist, aber schnell abflacht. Will ich mich gege­be­nen­falls meh­rere Wochen und Monate mit einem Pro­jekt beschäf­ti­gen? Erst wenn ich hier nach ein paar durch­grü­bel­ten Näch­ten mit gan­zem Her­zen „Ja!“ sagen kann, gehe ich es an. Im Fol­gen­den ein paar wei­tere Gedan­ken dazu.

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24 Stunden im Siebengebirge - Einmal Wolkenburg und zurück

Der Wald aus der Sicht meines Wanderschuhs

Am Wochen­ende dann die Umset­zung eines Vor­ha­bens, dass schon lange auf dem Plan stand: Ein­fach mal eine Nacht raus — ab in die Land­schaft. Am Sams­tag also kur­zer­hand die Ruck­sä­cke mit Essen, dem Tran­gia und ein paar ande­ren Klei­nig­kei­ten bela­den, jeweils eine Koh­ten­bahn dazu, die Wan­der­schuhe an die Füße und ab ging es. Mit Bahn und Bus ein Stück das Sie­ben­ge­birge hoch und dann zu Fuß weiter.

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Merkwürdige Stellenausschreibung bei XING

Heute erreichte mich eine etwas merk­wür­dige Nach­richt im „Busi­ness Net­work“ XING. Eine mir völ­lig unbe­kannte Frau möchte mich zu ihren Kon­tak­ten hin­zu­fü­gen. Dazu schrieb sie folgendes:

Hallo Herr Schnei­der,
wir suchen einen Webdeveloper…haben Sie Inter­esse !!!
Lg Lies­chen Mül­ler1

Nun kann Frau Mül­ler natür­lich nicht wis­sen, dass ich mich bei Face­book und XING nur mit Per­so­nen ver­netze, mit denen ich auch per­sön­lich bekannt bin. Hätte sie aber ihre Nach­richt vor dem Abschi­cken noch ein­mal durch­ge­le­sen, wäre ihr viel­leicht etwas aufgefallen.

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  1. Name von der Redak­tion geän­dert. []

Olli Schulz und Timid Tiger auf dem Gamescom-Festival

Am Sonn­tag bewegte ich mei­nen Hin­tern mal nach Köln: Auf dem Ring fand über das Wochen­ende das Games­com Fes­ti­val statt. Damit die gan­zen blas­sen Nerds nicht nur in einer Halle zockend ver­sau­ern, bot man dort aller­lei Musik an.

Zwei Auf­tritte schaute ich mir an: Timid Tiger kannte ich vor­her nur wenig, machen aber ganz okaye Musik, da werde ich mich noch ein wenig rein­hö­ren. Das aktu­elle Album habe ich mir mal gekauft und begeis­tere mich auch schon ein wenig dafür. Die Show der Her­ren aus Köln war auch ok, der Front­mann zap­pelte sich gut einen ab.

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Ein ungewöhnliches Wochenende

Das ver­gan­gene Wochen­ende war ich nicht unter­wegs. Ich wun­dere mich immer noch ein wenig über mich selbst. Frei­tags komme ich näm­lich nur sel­ten nach der Arbeit wie­der nach Hause. Meis­tens steige ich in irgend einen Zug und gurke durch die Welt­ge­schichte. Das ist auch schön, da ich viel erlebe und so viele nette Men­schen treffe. Zur Erho­lung die­nen mei­nen Wochen­en­den aber irgend­wie selten.

Dabei kann das so ent­spannt sein: Am Sams­tag wenig län­ger schla­fen, im eige­nen Bett anstatt in einem Schlaf­sack irgendwo in einem Zelt oder einer frem­den Couch. In Ruhe früh­stü­cken und dabei den Film zu Ende schauen, bei dem man am Abend vor­her ein­ge­schla­fen ist. Eine Runde durch die Stadt bum­meln, ein paar Ein­käufe erle­di­gen. Sich erin­nern, warum man so ungerne am Wochen­ende in der Innen­stadt rum­läuft. Mit­tags eine Runde lesen und einen klei­nen Mit­tags­schlaf hal­ten. Tau­send Klei­nig­kei­ten erle­di­gen und zwei Maschi­nen Wäsche an einem Tag waschen. Ohne viel im Hin­ter­kopf zu haben ein­fach mal ein wenig im Inter­net surfen.

Am Sonn­tag­mor­gen das erste Mal seit über einem Jahr wie­der Jog­gen gehen und dar­auf ein dickes Früh­stück ein­bauen. Den Küchen­bo­den put­zen, ein­fach nur weil man Zeit hat und Frau Mit­be­woh­ne­rin drin­gend ler­nen muss. Wie­der eine Runde schla­fen und ein neues Buch anfan­gen. Mit Ruhe und ent­spannt mal bei den Eltern anru­fen, ein paar Unter­la­gen sor­tie­ren und dann schließ­lich pünkt­lich zur Tatort-Runde erscheinen.

Ich habe am Wochen­ende nicht „nichts“ gemacht, dafür aber alles mit Ruhe und viel Zeit. Für viele ist das viel­leicht nor­mal, für mich nicht. Drei von vier Wochen­en­den im Monat bin ich im Schnitt nicht zu Hause. Daran sollte ich was ändern. Und irgend­wann lerne ich dann auch mal noch die­ses „Ent­span­nen“ und mache mal viel­leicht ein paar Tage lang wirk­lich nichts.

"Tilt-Shift"-Effekt mit Pixelmator

Idar-Obersteins Stadtteil Enzweiler in der Miniaturansicht

Als ich letz­tens die Bil­der von Idar-Obersteins Stadt­teil Enzwei­ler hier zeigte, kom­men­tierte man mir direkt, dass das Bild doch auch bestimmt gut mit einem nach­ge­mach­ten Tilt-Shift-Effekt aus­se­hen würde. Für alle die es nicht wis­sen: Unter dem Begriff ver­steht man die Ver­frem­dung eines Bil­des auf eine Art und Weise, so dass Land­schaf­ten und ihre Details aus­se­hen wie von einer Modell­land­schaft abfotografiert.

Gut das Felix, der Kom­men­ta­tor, in sei­nem Blog auch schon eine ent­spre­chende Tilt-Shift-Anleitung ver­öf­fent­licht hat. Er erklärt dabei auch noch ein wenig mehr rund um den Effekt. Das ist lesens­wert. Zwar ist die für Pho­to­shop aus­ge­legt, was ich pri­vat nicht besitze, aber auch mit Pixel­ma­tor konnte ich den Effekt ganz schnell erzeu­gen. Hier meine ange­passte Anlei­tung, basie­rend auf der von Felix.

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