Karneval in Bonn

Nun hab ich das auch mal erlebt und alles was möglich war mitgenommen: Den Karneval im Rheinland. Bekanntlich bin ich ja nicht so der übermäßige Freund von Karnevalsveranstaltungen aller Art. Es ist ja nicht so, dass ich Feiereien aller Art nicht mögen würde – aber grade in der närrischen Zeit sind mir meine Mitmenschen dann doch ein wenig zu gut drauf. Nebenbei ist auch noch zu viel Alkohol im Spiel, ich wurde da schon öfter (und so auch in den letzten Tagen) Zeuge einiger doofer Situationen. Was ich von Verkleidungen halte, muss ich wohl nicht noch einmal in aller Breite erklären.

Zoch am Friedensplatz

Spaß ist dann aber doch das, was man draus macht. Der „Zoch“ an sich hat mich nicht so wirklich vom Hocker gehauen, das mag daran liegen das ich mit den lokalen Geschehnissen nicht so vertraut bin und auch nicht so recht den Spaß dabei hab, mit kalten Füßen stundenlang rumzustehen. Der „Zoch“ war dann auch wirklich lang. Anschließend durch die Bonner Altstadt zu ziehen hat mir dann schon mehr Freude bereitet: An allen Ecken waren Menschen am Feiern und zu meinem Glück wechselten sich die musikalischen Karnevalskracher auch recht gut mit der gängigen Popmusik ab. Nächstes Mal werde ich allerdings (sofern ich mir in der Zeit nicht doch 5 Tage All-Inclusive Dom Rep. gönne) ein paar wirklich feste Schuhe anziehen. Dem durchschnittlichen Leergutsammler sind wohl die Tränen in die Augen gestiegen, wenn er den Scherbenteppich an einigen Ecken sah.

In der Wache würde ich fortan glaub ich am liebsten einziehen. Dort war ich ja schon ein paar Mal und konnte auch dieser Tage wieder ordentlich abspacken. Mal schauen, ob das in Zukunft auch an normalen Wochenenden klappt.

Das ich am heutigen Dienstag frei genommen habe, war übrigens eine kluge Entscheidung. Ein wenig Ruhe ist heute nicht verkehrt.

Jugendsprache?

Im Mängelexemplar-Buchladen meines Vertrauens habe ich letztens was zu meinem Mängelexemplar dazubekommen: Den PONS Kalender Jugendsprache 2009. „Geiler Scheiß!“, dachte ich mir da, „Da kann man noch was lernen, dann komme ich noch jugendlicher rüber!“

Weit gefehlt. Ich weiß ja nicht genau, wer das Ding zusammengestellt hat, aber wenn das wirklich „Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland“ waren, dann haben sie irgendwie die falschen gefragt.
Weiter als bis zum 17. Januar habe ich die Seiten noch nicht abgerissen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich weiter machen möchte. „Jugendsprache“ ist bei mir irgendwie was anderes. Bis jetzt habe ich gelernt, was ein „Murmelschuppen“ (Kirche) ist, dass ein „Ramadeckel“ für fettige Haare steht und „sich ne Kippe einbauen“ eigentlich bei der Jugend von heute „lungenbräunen“ heißt.

Vielleicht habe ich ja irgendwas nicht mitbekommen, aber in meiner Peergroup geht es doch etwas vulgärer zu. Gibt es die Kinder mit den tollen Manieren und den spitzenmäßigen Umgangsformen, über die Erich Kästner, Enid Blyton und Astrid Lindgren ihre Bücher schrieben, eigentlich noch? Anscheinend schon. Aber sie verstecken sich irgendwo zwischen all den Ghettokids die man so auf der Straße trifft. Lustig wäre das schon: „Ey Alder! Check mal den Asphaltpickel (kleiner Hund), der ist voll vierlagig (voll gut)!“ Die Begriffe sind eigentlich auch recht witzig, allerdings bezweifle ich so ein wenig dass 90% der Worte wirklich benutzt werden.

Chillen steht übrigens auch drin. Wenigstens eins das man kennt. Danke.

Vortrag mit Hindernissen

Letzte Woche hatte ich einen Vortrag zu halten.

Die Vorbereitung auf so eine Sache wird von mir dann ja gerne mal aufgeschoben oder gänzlich verdrängt. So ergab es sich, dass ich in der Nacht auf Donnerstag so gegen 1 Uhr hier saß und meine Notizen zu den Folien drucken wollte – woraufhin mir der Drucker spontan „Ach, mach erst mal neuen Toner rein“ zu verstehen gab. Nun lasse ich mich dadurch ja nicht aus der Ruhe bringen, damit hatte ich schon fast gerechnet und schon vor einiger Zeit hatte ich mir eine Tonerkartusche beim Landesverband bestellt. Die Packung war auch schnell aufgerissen, doch dummerweise entpuppte sich die „Kartusche“ dann als irgendwas walzenartiges. Zwar passt das auch in den Drucker, aber Farbe kommt dadurch noch lange keine auf das Papier. Gut, dass ich mich noch an den „Copyshop from Hell“ erinnerte, also schnell die Kartusche geschüttelt, wieder eingesetzt und schon kamen mit Ach und Krach noch meine zehn Seiten heraus.

Wir springen an den nächsten Morgen: 11 Uhr sollte es losgehen, ich war frühzeitig da und die Technik war auch vor Ort. Mit meinem neuen Adapter fühlte ich mich auch bestens vorbereitet. Dumm nur, dass der zur Verfügung stehende Beamer nur einen VGA-Anschluss hatte. Da fehlte also ein Stück.
Gut, dass ich den passenden VGA- auf DVI-Adapter auch noch am Start hatte. Dumm, dass mein neuer Adapter nicht an den anderen dran passte. Ich habe dann ein wenig Richtung Apple geflucht, dass sie es nicht schaffen ihre eigenen Adapter aneinander anzupassen. Irgendwie ärgere ich mich in der letzten Zeit echt oft über den Laden.

Wer jetzt verwirrt ist, folgende Konstellation hätte das gegeben:

MacBook Pro (Mini-Displayport) – Adapter (Mini-Displayport => DVI) – Adapter (DVI => VGA) – Beamer (VGA)

Ein zweites MacBook war dann zu meinem Glück auch noch da, dafür gab es auch direkt einen VGA-Adapter. Nun galt es noch, meine Präsentation drauf zu bekommen. Natürlich hatte ich mit einer neueren Keynote-Version gearbeitet, als dort installiert war. So langsam wäre ich dann auch gerne mal in Tränen ausgebrochen.

Punkt 11 Uhr war dann aber auch alles konvertiert und kopiert es konnte dann doch noch losgehen. Meine Präsentation war dann auch recht erfolgreich. Ich darf mich nun „Diplom Informatiker (FH)“ nennen. Kolloquium bestanden.

Electric Superdanceband

Gestern Abend besuchte ich ein Konzert der im Moment recht angesagten Kapelle „Deichkind“. Durch ein wenig Glück war ich an eine Karte für das ausverkaufte Konzert gekommen und so fand ich mich gestern Abend statt auf der (da noch nicht gelieferten) Couch, im Palladium zu Köln wieder.

„Punkt 8!“ sollte es losgehen, was natürlich nicht der Fall war. Statt einer Vorband liefen auf einer Leinwand vor der Bühne allerlei Musikvideos, was die Halle schon ganz gut in Stimmung brachte. Von den Ramones bis hin zu Fatboy Slim war alles dabei.
Erst viertel vor 9 Uhr startete dann das Intro-Video der Band und dann ging es gute anderthalb Stunden nur ab: Selbst wenn man wie ich nicht ein 100%iger Fan der Band ist, es bleibt einem nicht viel anderes übrig als mitzugehen.
Es war sehr imposant anzusehen: Die Band hat es wirklich geschafft, dass die Halle nahezu bebte und wirklich alles was zwei Beine hatte mitgesprungen ist. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass ich mein geplantes Sportprogramm aussetzen könnte, wenn ich alle zwei Tage ein solches Konzert hätte.

Wie schon auf dem Rocco-del-Schlacko im vergangenen Jahr wurde wieder allerhand Kram auf die Bühne gestellt und die Show kann durchaus als „Bizarr“ angesehen werden. Besonders gefreut habe ich mich ja darüber, dass auch „Bon Voyage“ gespielt wurde. Das kenne ich noch aus meiner Jugend. Mit „Luftbahn“ habe ich dann auch direkt ein (wenn auch nicht ganz typisches, eher ruhiges) neues Lieblingslied für den Moment gefunden.

Spitzen Sache war das. Gerne wieder!

Chillen ist kein Hobby

Ich bin ja mehr so der entspannte Typ. Prokrastination ist genau mein Ding und deshalb verbringe ich eine Menge Zeit damit, einfach mal rumzuhängen, zu entspannen, unnütze Dinge zu tun. Das ist wichtig und mache ich gerne. Leider auch ein wenig zu oft.

Ich bin also per Definition ein echt „gechillter“ Typ, zumindest wenn man Wikipedia glauben mag:

„Chillen (engl.: kühlen, abkühlen; im amerikanischen Slang auch: sich beruhigen, sich entspannen, rumhängen, abhängen) ist ein aus dem englischen Sprachgebrauch (to chill = abkühlen) übernommener Begriff.“

Quelle: Wikipedia

Als großer Freund von sozialen Netzwerken stolpere ich (quasi während ich „chille“) in der letzten Zeit aber dann immer häufiger in den dortigen Profilen auch über das Wort „chillen“. Als Hobby. Danke. Herzlich willkommen in der Bedeutungslosigkeit. So gern ich selbst rumhänge und nichts tue, was ist denn das bitte für ein Hobby? Darunter verstehe ich dann doch ein wenig was anderes.

Wikipedia stimmt mir glaube ich zu:

„Ein Hobby oder Steckenpferd ist eine Lieblingsbeschäftigung. Ein Hobby ist somit im Gegensatz zu Arbeit eine Tätigkeit, der man sich nicht aus Notwendigkeit, sondern freiwillig und aus Interesse, Faszination oder sogar Leidenschaft unterzieht. Die Tätigkeit bringt Vergnügen, Spaß oder Lustgewinn mit sich. Dabei ist mit Arbeit nicht ausschließlich Erwerbsarbeit (Beruf) gemeint.“

Quelle: Wikipedia

„Chillen“ als Lieblingsbeschäftigung? Das sehe ich noch ein. Entspannung muss sein!
Ich verstehe dann aber ein wenig mehr unter einem Hobby. Die freiwillige Beschäftigung mit etwas sinnvollem. Weiterbildung und weiter kommen auf freiwilliger Basis. Etwas zu tun, wonach man sagen kann: „Coole Sache!“. Ich glaube dann bin ich wirklich gechillt.

„Chillen“ als Hobby, das ist für mich irgendwie einfallslos und langweilig. Dann kann man auch als Berufswunsch „Frührentner“ angeben. Die Sinnlosigkeit des eigenen Daseins dermaßen zu unterstreichen finde ich schlimm.

Können heutzutage viele einfach nichts mehr mit sich anfangen? Oder bin ich einfach nur zu ungechillt?

Da bin ich wieder

Nach einem anstrengenden Dezember und eine wohlverdienten Urlaub zwischen den Jahren geht es nun auch hier weiter. Meine Diplomarbeit habe ich mehr als pünktlich abgeben können und anschließend eine wirkliche Pause gebraucht.

An dieser Stelle möchte ich dann auch noch ein frohes neues Jahr wünschen.

Ganz untätig war ich natürlich in dieser Zeit nicht: Abends vor dem elterlichen TV lässt sich prima an einem neuen WordPress-Theme schrauben. So habe ich einige Ideen umsetzen können, das Ergebnis geht mit diesem Beitrag online.

„der tag und ich v3″ ist wesentlich aufgeräumter, größer und nüchterner als die vorherigen Versionen. Vielleicht muss ich doch noch ein wenig optische Spielerei hineinbringen. Natürlich ist die Geschichte (wie eigentlich immer) schwer Beta. Aber bevor das Theme doch wieder unbesehen im Datensilo verschwindet, soll es doch mal ein wenig Internetz-Luft schnuppern. Die ein- oder andere Änderung und Optimierung wird sich sicherlich noch ergeben.
Neu ist, dass nun die ursprüngliche Sidebar in einem ausfahrbaren Teil am Kopf der Seite eingebunden ist. Um mehr zu sehen, möge man bitte auf „Informationen im Überfluss“ klicken. Der animierte Teil wurde, wie inzwischen bei mir üblich, mit jQuery realisiert. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie leicht das doch ist. Die verwendeten Icons stammen aus dem Classy Icon Set. Als Basis für dieses Theme diente die (leider ein wenig fehlerbehaftete) HTML-Vorlage von texto.de. Man muss ja nicht immer alles selbst basteln.

Ab morgen geht es hier nun in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen weiter. Stay tuned!

Kettcar in Bonn

Wenn eine meiner Lieblingsbands nur 20 Gehminuten von meiner Wohnung entfernt spielt, dann darf ich dabei natürlich nicht fehlen. So hatte ich mir schon vor zwei Monaten eine Karte gesichert und machte ich mich heute Abend auf den Weg ins Brückenforum. Dort sollte Kettcar spielen.

Pünktlich zur Vorband, die auf den Namen Computer hört, schlug ich dort auf. Die Kapelle war dann auch recht OK, wenn auch für meinen Geschmack ein wenig zu ruhig – trotz dem MacBook Pro auf der Bühne. Die Zeit bis zum Konzert hatte ich dann auch direkt nettes Gespräch: Mit so einigem hätte ich ja gerechnet, aber als dann ein Tiefensteiner in Form von Frank vor mir stand, war ich schon ein wenig baff. Bewundernswert wie schnell ich doch wieder ins übelste obersteiner Platt umschalten kann, nachdem ich mir sonst doch Mühe gebe einigermaßen Hochdeutsch zu reden. Wie gut mir das gelingt ist dann wieder eine andere Frage.

Kurz nach neun Uhr hieß es dann „Hallo Bonn, alte Lady. Wir sind Kettcar aus Hamburg.“ – gefolgt von „Ein Volk steht wieder auf – na toll…“.
Wie erwartet startete die Band mit „Deiche“. Es folgten dann gute anderthalb Stunden spitzen Livemusik, bei der ich bis auf ein Lied alles mitsingen konnte. Nachdem ich ja vom Auftritt auf dem Rocco-del-Schlacko nicht so begeistert war, hat dieses Konzert wieder alles rausgehauen. Gleich zwei mal musste die Band wieder vor die nicht ganz ausverkaufte Halle, bis es dann nach „Balu“ endgültig zu Ende war. Meinetwegen hätten sie noch eine ganze Weile weiterspielen können…

T-Shirt abstauben

Beim Shirt- und Nerd-Shop 3Dsupply kann man ein kostenloses T-Shirt abstauben, in dem man einen Artikel mit Link schreibt. Das habe ich damit getan und bin nun mal gespannt. Hin und wieder mag die Qualität bei Versendern nicht so recht überzeugen, da ist ein „Probeexemplar“ auf jeden Fall mal nicht schlecht. Mal schauen ob ich dann ein paar schöne Motive finde, ich glaube aber aus dem Nerd-Alter bin ich inzwischen ein wenig raus.

Via aptgetupdate.