12. August 2011 ·
Bücher
·
2025: Bahnbrechende Technologien haben die Raumfahrt revolutioniert. In einem atemlosen Wettlauf fördern Amerikaner und Chinesen auf dem Mond Helium-3, ein Element, das sämtliche Energieprobleme der Welt zu lösen verspricht. Zur selben Zeit soll Detektiv Owen Jericho in Shanghai die untergetauchte Dissidentin Yoyo ausfindig machen. Was nach Routine klingt, entwickelt sich zu einer albtraumhaften Jagd, denn die ebenso schöne wie anstrengende Chinesin ist im Besitz streng gehüteter Geheimnisse und ihres Lebens nicht mehr sicher. Die Spur führt rund um den Erdball — und zum Mond, wo eine Gruppe Weltraumtouristen eine bedrohliche Entdeckung macht.
Quelle: Verlag
„Limit“ hat runde 1300 Seiten. Ein ganz schöner Wälzer! Dementsprechend hat das Buch auch die ein oder andere Länge, vor allem so lange sich einem nicht so recht erschließt wie die Handlungsstränge zueinander gehören. Alles in allem aber gute Unterhaltung, die noch dazu relativ realitätsnah wirkt — für das Jahr 2025.
11. August 2011 ·
Bücher
·
Ein Sommernachmittag am See: Cora Bender macht mit ihrem Mann und dem kleinen Sohn einen Ausflug. Auf den ersten Blick eine ganz normale Familie, die einen sonnigen Tag genießt. Doch Cora Bender hat sich entschlossen zu sterben. Dann jedoch kommt alles ganz anders: Als es Abend wird, lebt Cora Bender noch und muß sich wegen Mordes verantworten. Sie hat einen Mann getötet, von dem sie behauptet, sie habe ihn nie zuvor gesehen. Die Täterin ist geständig, die Beweislage klar. Einzig Hauptkommissar Rudolf Grovian weigert sich, den Fall als Routineangelegenheit zu behandeln. Er stellt auf eigene Faust Nachforschungen an. Was er nach und nach aufdeckt, ist der Alptraum eines Lebens, das zerstört war, bevor es richtig begann.
Quelle: Amazon
Eine ziemlich verworrene Geschichte, für meinen Geschmack zu verworren erzählt. Zwar wird am Ende der eigentliche Hergang auch noch einmal Klartext geschildert, das ewige hin und her im Verlauf des Buches nervte mich aber teilweise auch. Gut: Sehr detailliert (aber leider auch wieder relativ umständlich) wird das Familienleben der Protagonistin geschildert, man kann sich ziemlich gut in die Situationen hineinversetzen.
19. Mai 2010 ·
Bücher
·
Haarweg zur Hölle: Ein hart gerockter Heimatroman
von Hermann Bräuer habe ich dieser Tage verschlungen. Knappe drei Tage habe ich an den rund 250 Seiten gesessen (Oder viel mehr: gelegen. Meistens lese ich Abends im Bett.), ein gutes Zeichen.
Die Geschichte spielt in den 80ern des letzten Jahrtausends und erzählt die Geschichte von einigen Jungs die Musik leben. So richtig, mit Band und allem drumherum. Das Buch erinnert vom Stil her ein wenig an „Dorfpunks“ oder „Fleisch ist mein Gemüse“: Ein paar Typen auf dem Weg durch die Pupertät. Musik, Frauen, Sex, Alkohol und Drogen bestimmen den Alltag, der Schulabschluss wird eher nebensächlich. Was die jungen Herren dabei alles erleben wird schön beschrieben. Von der Wahl der Künstlernamen und der schwierigen Entscheidung welcher Bandname es denn sein soll, über den steinigen Weg bis das erste Konzert gespielt ist und dann schließlich ein Plattenvertrag in der Tasche ist.
Sich in die Charaktere hineinzuversetzen fällt leicht und es fällt auf, dass der Autor die Erfahrungen am eigenen Leib gemacht hat. Fast wird man selbst zum Fachmann in der Musikszene.
„Munich Rock City, Mitte der 80er. Sie sind jung, sie sind laut, sie spielen Hair Metal. Hair Metal? Genau, jener berüchtigte Musikstil, bei dem hautenge Spandex-Hosen und kunstvoll toupierte Haare wichtiger sind als Fähigkeiten am Instrument. Es dauert nicht lang, bis Llord Nakcor (rückwärts gelesen »Rock and Roll«) zur gefeierten Lokalband aufsteigt und erste Groupies behutsame Annäherungsversuche starten. Doch mit einem größenwahnsinnigen Sänger, der an der AxlRose-Disease leidet, und einem unfähigen Manager an der Seite gestaltet sich der Weg zum Hardrock-Olymp schwieriger als gedacht…“
Dabei kommen die spaßigen Momente auf keinen Fall zu kurz und ich habe mich gut beim Lesen amüsiert. So richtig aufhören mochte ich nie.
Im Nachhinein bin ich auf jeden Fall froh, dass die Zeit des Hair Metal an mir vorbeigegangen ist. Das Styling der damaligen Zeit wurde sehr bildlich beschrieben und ich bin mir sicher, dass ich mich da nicht sonderlich gut hätte integrieren können.
Ich mag Bücher dieser Art sehr gerne. Gibt es Empfehlungen?
10. März 2010 ·
Bücher
·
Dieser Tage las ich eines der sicherlich großartigsten Bücher überhaupt. Die Bibel nach Biff
von Christopher Moore. Vor vielen Jahren hatte ich das Buch schon einmal gelesen und als ich letztens bei Amazon darüber stolperte, war es schnell bestellt.
Das Buch beschreibt die wilden Jugendjahre Jesu aus der Sicht seines besten Kumpels Levi, genannt Biff. Da dieser Abschnitt bisher nicht niedergeschrieben wurde, wird Biff von Engel Raziel wiederbelebt, in ein Hotelzimmer gesperrt und darf sein eigenes Evangelium schreiben.
Biff erzählt wie er zusammen mit Jesus aufwächst und begleitet ihn auf seinen Reisen bevor er zum Messias wird. Der zukünftige Messias ist sich seiner Aufgabe schon bewusst, hat aber keine Ahnung wie er auf die Menschheit einwirken und seine Fähigkeiten einsetzen soll. Die beiden Jugendlichen reisen gemeinsam gegen Osten und gehen bei den drei Weisen in die Lehre, die Jesus schon an seiner Krippe besuchten. Dabei ergeben sich teilweise urkomische Begebenheiten, ich habe noch selten beim Lesen eines Buches so oft laut gelacht. Die beiden geraten von einer absurden und merkwürdigen Szene in die nächste. Biff ist als sexbegeisterter, sarkastischer Jugendlicher ein exzellentes Gegenstück zum jungen Jesus. Nicht umsonst wurde er wohl in den anderen Evangelien ausgelassen. Manchmal ist er allerdings auch gerade deswegen eine große Hilfe auf dem Weg zur Erleuchtung.
Gegen Ende zieht sich der Roman leider ein wenig und man merkt, dass durch die recht engen Vorgaben der Bibel die Phantasie des Autors doch stark in ihre Schranken gewiesen wurde. Moore zieht in seinem Buch dennoch das neue Testament auf sehr amüsante Art und Weise ordentlich durch den Kakao. Eine klare Leseempfehlung von mir!
7. Dezember 2009 ·
Bücher
·
Dieser Tage hat mich ein Buch wieder besonders gefesselt: Nachtflug
von Nelson DeMille.
Als großer Freund von Geheimdienstgeschichten und Verschwörungstheorien war ich hier wirklich gut bedient. Die Geschichte dreht sich um die Explosion und den anschließenden Absturz von TWA Flug 800. Dies ist tatsächlich im Juli 1996 geschehen und der Autor baut darum die fiktive Geschichte eines Polizisten auf. Sie spielt 2001, fünf Jahre nach dem Unglück und erzählt aus seiner Perspektive von den Ermittlungen die er nebenbei anstellt. Natürlich wird das an höherer Stelle nicht gern gesehen und so wird die ganze Geschichte ganz schnell kompliziert. CIA, FBI und die Polizei haben ihre Finger im Spiel, ein Video taucht auf und verschwindet wieder. Zum Schluss nimmt die Geschichte dann auch ein sehr beeindruckendes Ende — aber ich will gar nicht zu viel verraten.
Besonders gut gefallen hat mir die Art und Weise in der das Buch geschrieben ist. Der Polizist John Corey hat seinen ganz eigenen Humor und eine Menge Gedanken, die er zum Glück nicht ausspricht. Aufgeschrieben werden sie trotzdem, was den Mann zu einem sehr sympathischen Hauptdarsteller werden lässt.
5. März 2009 ·
Bücher
·
„Sag mal Martin — machst du eigentlich noch was anderes, außer lesen?„
Mache ich. Bestimmt erlebe ich auch bald wieder was spannendes.

Bis dahin sei jedem die Lektüre von „Dorfpunks“, geschrieben von Rocco Schamoni, empfohlen.
Vor ein paar Jahren hatte ich das Buch schon einmal gelesen, erinnerte mich aber nur noch das es mir gefallen hatte. Als ich es dieser Tage dann im Mängelexemplar-Buchladen meines Vertrauens entdeckte, musste ich natürlich direkt zugreifen.
„Dorfpunks“ erzählt Geschichten aus der Jugend Rocco Schamonis: Punk, Alkohol in rauhen Mengen, Gewalt, keine Lust auf nichts, Drogen, Pop, Musik, eine langweilige Ausbildung, Mädchen — und das alles mitten in der Einöde Schleswig-Holsteins. Einige Ausflüge nach Berlin, Kiel, Hamburg und auch einmal nach London bringen ein wenig Abwechslung.
Mehr als einmal brachten mich die Geschichten zum Lachen, zu gut kann man sich all die teils sehr merkwürdigen Situationen vorstellen in die Rocco mit seinen Freunden gerät.
Zumindest ich konnte mich gut in die Person hineinversetzen, fast ist es so, als hätte man selbst seine Jugend in den 80ern irgendwo auf dem Land verbracht.
Nun gilt es, auch noch die anderen Bücher des Autors aufzutreiben — zwei gibt es noch.
22. Februar 2009 ·
Bücher
·
Den Roman „Mitternachtsfalken“ hatte ich eigentlich schon vor einiger Zeit gelesen. Er stammt, wie auch schon der letzte von Ken Follet.
Die Geschichte spielt im zweiten Weltkrieg und dreht sich um die im Titel benannten „Mitternachtsfalken“, eine Untergrundorganisation im besetzten Dänemark. Diese arbeitet dort, geführt von einer englischen Agentin, gegen die deutsche Besatzungsmacht und hat dann auch einiges zu tun, als es gilt einen großen Bomberangriff auf Deutschland vorzubereiten. Das dabei nicht alles glatt geht ist wohl klar.
Ich habe das unbestimmte Gefühl, als würden hier in der nächsten Zeit noch mehr Romane von Herrn Follet auftauchen. Dieser hier ist nämlich wieder genau so spannend geschrieben gewesen wie „Eisfieber“, war aber auch genau so unberechenbar. Ohne viel vorweg nehmen zu wollen: Man sollte sich nicht drauf verlassen, dass alle Helden überleben.
Auch wenn ich das, als erklärter Freund von Happy Ends, nicht gut finden kann: Es macht die Geschichte nur noch spannender.
12. Februar 2009 ·
Bücher
·
Da habe ich doch wieder was gelesen: „Eisfieber“ heißt der Roman, er stammt aus der Feder von Ken Follet. Auf dem Cover prangt dann sehr groß das allgemein bekannte Zeichen für biologische Gefährdung.
Darum geht es dann auch: In Schottland wird in einem Pharmaunternehmen ein Virus erforscht, das noch wesentlich gefährlicher als das bekannte und allseits beliebte Ebola ist. Natürlich geht einiges schief, ein wenig Virus landet in der freien Wildbahn und der Rest wird auch prompt noch geklaut. Das die Geschichte an Weihnachten spielt, wundert dann wohl keinen mehr.
Die nachfolgenden etwa 460 Seiten erlebt man dann, wie die Sicherheitschefin der Firma diese Situation meistert. Dabei kommt ihre Vergangenheit dann ins Spiel und eine gescheite Zukunft versucht sie sich auch aufzubauen.
Wen das nun verwirrt haben sollte, oder vielleicht neugierig, dem sei die Lektüre des Buches empfohlen. Wer so wie ich auf gut geschriebene, spannende Unterhaltungsliteratur steht, ist mit diesem Buch gut bedient.