Meine Backup-Strategie für zu Hause

NIcht nur ich habe mir in der letz­ten Zeit ein paar Gedan­ken zum Thema „Backup“ gemacht. Die­ser Tage erst las ich einen Arti­kel über Das Pro­blem mit dem Backup. Bevor ich hier aber ein paar Worte zu mei­nem Backup ver­liere, erst mal ein klei­nes Video das zeigt wie die Pro­fis das machen. Ich fand das Video letz­tens bei Mar­tin.

On-Site– und Off-Site-Systeme und Ser­ver­racks kann ich mir lei­der nicht leis­ten, brau­che ich eigent­lich aber auch gar nicht. Ich schließe höhere Gewalt ein­fach mal aus: Meine Bude wird so schnell nicht abbren­nen. Außer­dem bin ich von Natur aus ein fau­ler Mensch und habe keine Lust jeden Tag und stän­dig eine Fest­platte mit mir her­um­zu­tra­gen oder sie irgendwo auszulagern.

Sicherung der internen Festplatte

Ansons­ten kann aber schnell mal was pas­sie­ren: Das Note­book wird gestoh­len, fällt her­un­ter und eine Stra­ßen­bahn fährt drü­ber oder die Platte raucht ein­fach so ab. Des­halb sichere ich den Inhalt mei­ner inter­nen Fest­platte, wann immer ich das Mac­Book Pro auf dem Schreib­tisch ste­hen habe, per Time Maschine auf eine externe 1TB Platte. Da ich auch zu Hause meis­tens auf dem gro­ßen Bild­schirm arbeite, an des­sen USB-Hub die Fest­platte hängt, könn­ten mir höchs­tens mal die Daten eines Wochen­en­des ver­lo­ren gehen. Das ist ok.

Sicherung der Auslagerungsplatte

Bei mir kommt dann noch dazu, dass ich nicht stän­dig alle Daten mit mir her­um­schleppe, son­dern auch noch eine Aus­la­ge­rungs­platte habe. Dort sta­peln sich digi­tale Bil­der aus den ver­gan­ge­nen Jah­ren, alte Webseiten-Entwürfe, Pfad­fin­der­kram und sons­tige digi­ta­li­sierte Medien. Bis vor kur­zem war ich hier rela­tiv unsi­cher unter­wegs: Wenn mir die Fest­platte mit den rund 200 Giga­byte Daten kaputt gegan­gen wäre, hätte ich mich wirk­lich kaputt geär­gert. Des­halb habe ich diese Platte nun durch ein RAID 1-System mit zwei Fest­plat­ten ersetzt.
Kurz für die Nicht-Informatiker: In mei­nem Schrank steht nun ein Gehäuse mit zwei Fest­plat­ten drin. Beide Plat­ten sind 1TB groß, erschei­nen dem Com­pu­ter aber nur als eine Fest­platte mit 1TB Platz. Da mag man „Wo ist das zweite Tera­byte hin?“ den­ken. Ganz ein­fach: Wenn ich etwas auf die Fest­platte kopiere, wer­den diese Daten auf bei­den Fest­plat­ten par­al­lel abge­legt. Wenn also eine der bei­den Fest­plat­ten im Gehäuse kaputt geht sind immer noch alle Daten da! Ich kann die kaputte Fest­platte aus­tau­schen und das Sys­tem sichert dann wie­der alles dop­pelt. So bin ich was meine Aus­la­ge­rungs­da­ten angeht zumin­dest vor einem Hardware-Defekt gut geschützt.
Lang­fris­tig gese­hen wäre es sicher­lich klug, diese Fest­platte noch an einer ande­ren Stelle zu sichern. Dazu müs­sen Spei­cher­plätze in der „Cloud“ aber zuerst ein­mal viel bil­li­ger wer­den — ich habe im Moment runde 200 Giga­byte unter­zu­brin­gen auf die ich nicht ver­zich­ten möchte.

Sicherung wirklich wichtiger Dokumente

Grund­sätz­lich besitze ich nicht son­der­lich viele wirk­lich uner­setz­li­che Dinge. Aber zum Bei­spiel wäh­rend ich meine Diplom­ar­beit schrieb war ich da sehr vor­sich­tig. Hier hatte ich mir eine andere Stra­te­gie über­legt: Die TeX-Dokumente dazu lagen immer in mei­nem DropBox-Ordner. Das hatte zum einen den Vor­teil, dass ich ohne auf­wän­di­ges hin– und her­ko­pie­ren sowohl in der Firma als auch zu Hause daran arbei­ten konnte. Zum ande­ren lag so an gleich drei Orten eine lokale Kopie: Auf mei­nem Note­book, dem Fir­men­rech­ner und dann noch ein­mal auf dem Ser­ver von Drop­box1. So konnte da nichts schief gehen.

  1. Affiliate-Link. Ihr regis­triert euch und ich bekomme ein wenig mehr Spei­cher­platz. Das wäre nett. []

Kommentare

    • Felix
    • 28. Juli 2010 um 15:42 Uhr

    Ja so ähnlich habe ich das auch vor. Habe ne 500GB Platte für Time­Ma­chine. Und ne externe wo Fotos drauf sind. Die Werde ich dann auch bald per Raid auf ne neue sichern…

    Ich denke Nes­sie wird nicht bis zu mir kom­men… :D

    • Andi
    • 29. Juli 2010 um 10:03 Uhr

    Und zu mei­nem Teil: Habe da einen Ser­ver rum­ste­hen. Das ist zwar etwas teue­rer (Strom!) aber lohnt sich. Dar­auf sichere ich, wenn ich zu Hause bin, alle 2 Stun­den den Inhalt mei­nes Rech­ners per Time­Ma­chine. Dafür ist eine 1TB-Platte vor­ge­se­hen, was bei mei­nen 250GB inter­nen MacBook-Speicher aus­rei­chen sollte.
    Der Ser­ver ist aber nicht nur Backup-, son­dern auch File-Server. Alle gro­ßen Files (und das sind im wesent­li­chen Serien) lie­gen dar­auf. Auf einem RAID-5 mit 4 1,5TB-Platten. 4,5TB. Das sollte auch bis mitte nächs­ten Jah­res rei­chen. Und dann habe ich, dank Ubuntu und ver­nünf­ti­gem Ser­ver­sys­tem (lies: kein geschlos­se­nes NAS) die Mög­lich­keit der Ska­lie­rung durch Hin­zu­fü­gen von wei­te­ren Plat­ten. Yehaw.
    Drop­box nutze ich auch für Diplom­ar­beit und alle ande­ren, wich­ti­gen Sachen.
    Sidestory: Auch bei den Pfa­dis benut­zen wir in der Lei­ter­runde Drop­box als Datei­en­ver­wal­tungs­sys­tem. Vor­her hat­ten wir SVN benutzt, was dazu geführt hatte, dass es nur von ein paar Leu­ten bedient wer­den konnte und das Updaten/Commiten aus Faul­heit nur sel­ten statt­ge­fun­den hat. Das ist jetzt bes­ser. Und super :).

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