Metallica in Köln

Gerne schaue ich mir mal ein Live-Konzert von Bands an, die ich mag. Wenn ich mal ein wenig lau­tere Rock‘n’Roll-Musik hören möchte, dann greife ich da unter ande­rem auch gerne zu Metal­lica. Ideale Vor­aus­set­zun­gen für einen gelun­ge­nen Abend sind das, wenn man dann zu einem Metallica-Konzert geht.

Ges­tern Abend war es soweit: Die Karte hatte ich schon vor Ewig­kei­ten gekauft, zusam­men mit dem Genge und dem Schnuub ging es nach Köln in die Lanxess-Arena, wo die Kapelle auf­tre­ten sollte.
Die­sen Plan hat­ten auch ein paar andere Leute, es erwar­te­ten uns schon einige viele Men­schen als wir anka­men. Mit eini­gen Ziga­ret­ten, einem Pfund Pom­mes und ein wenig getrinke ver­brach­ten wir dann die rest­li­che War­te­zeit, irgend­wie haben wir die erste Vor­band ver­passt. Pünkt­lich zum Beginn von „Maschine Head“ waren wir dann aber im Innen­raum und konn­ten die Akkus­tik schon mal über­prü­fen. Aber der recht kurze Auf­tritt der Band, wäh­rend dem auch Herr Het­field auch mal eine Runde mit­ge­spielt hat, sollte noch nicht das ganze Poten­tial der Anlage zeigen.

Ein wenig ewig dau­erte es schon noch, kurz nach neun Uhr stand dann auch Metal­lica, gefan­gen in einem Laser-Käfig, auf der Bühne. Natür­lich ging es gleich rich­tig ab und die Menge machte auch direkt gut mit. Glück­li­cher­weise stand ich nicht direkt im Mosh­pit1, so dass ich ohne Ver­let­zun­gen wie­der aus dem Kon­zert raus­kam. Haupt­säch­lich spielte die Band Songs aus dem aktu­el­len Album „Death Magne­tic“, es waren aber auch einige Klas­si­ker dabei. Für meine Stimme war es nicht so prima, dass die Her­ren auf die Idee kamen „Enter Sand­man“ direkt nach „Not­hing else mat­ters“ zu spie­len. Da hätte ich schon eine kleine Pause gebrau­chen kön­nen.
Apro­pos Mosh­pit: Mein kla­rer Gewin­ner des Abends war der Typ, der nach­dem seine bei­den Bier­be­cher nach einem Remp­ler von voll auf fast leer gewech­selt hat­ten, diese ein­fach nach hin­ten in die Menge warf und sich mit einem dicken Grin­sen mit­ten rein­stürzte. Wo Gewin­ner rum­sprin­gen, gibt es aber auch immer Ver­lie­rer: Den Men­schen, der so klug war und sich mit­ten im Gesche­hen die Schuhe bin­den wollte, hab ich nur kurz sehen können.

Ein wenig unge­wöhn­lich ist das Büh­nen­kon­zept die­ser Tour. Die Bühne stand näm­lich in der Mitte der Halle, das Publi­kum hat die Band also umschlos­sen. Das hat den Vor­teil, dass man die ganze Halle für das Publi­kum frei­ge­ben konnte. Für die Band ist das sicher­lich eine große Her­aus­for­de­rung, denn nun muss man ja schauen das jeder auch mal was zu sehen bekommt. Es läuft also wohl auf ein ziem­li­ches Gerenne hin­aus. Das hat aller­dings ziem­lich gut geklappt, sogar das in der Mitte ste­hende Schlag­zeug von Herrn Ulrich wurde mehr­mals gedreht, so dass jeder ihn auch mal von vorne sehen konnte.
Ein wei­te­rer Vor­teil der Kon­struk­tion: Man hat eine unglaub­lich große Flä­che, vor der sich das Publi­kum ver­tei­len kann. Es blieb mir keine andere Mög­lich­keit, als in der vier­ten Reihe zu ste­hen, viel wei­ter nach hin­ten ging es gar nicht. Das sonst übli­che Gedränge zur Bühne hin blieb mir also erspart.

Mein Fazit: Spit­zen Sache. Auch wenn das Kon­zert unge­fähr scheiße teuer war, es hat sich gelohnt. Gut war, dass ich im Innen­raum stand. Eine kurze Kon­ver­sa­tion mit @tabledrummer und ein pas­sen­des Twit­pic zeig­ten mir, dass die Ränge trotz des höhe­ren Prei­ses nicht unbe­dingt die bes­sere Wahl sind. Ich zitiere:

„Geil. Letzte Reihe in Köln Arena. Nächst schlech­tere Platz­wahl wäre drau­ßen oder aufm Dach #fail #eye­fuck #metal­lica http://yfrog.com/0kcz9j

@tabledrummer, via Twitter

Da fand ich es schon bes­ser, dass Herr Het­field etwa fünf Meter vor mir „Not­hing else mat­ters“ gesun­gen hat. Ich glaube, das nächste mal geh ich wie­der hin, wenn die Metal-Kombo noch­mal in mei­ner Nähe spielt.

  1. Ich hab das unwahr­schein­li­che Talent, dass die Din­ger sich nor­ma­ler­weise um mich herum bil­den. []

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