Mitbewohnerin gesucht

Meine WG sucht eine neue Mit­be­woh­ne­rin. $mit­be­woh­ner wird zum 1. Sep­tem­ber aus­zie­hen und sein Stu­dium in der fran­zö­si­schen Haupt­stadt been­den. „Schade eigent­lich“ denke ich mir da, denn so lang­sam habe ich mich an den jun­gen Mann gewöhnt, der sich da den Bal­kon mit mir teilt. Ges­tern Abend haben wir dann mal oben ver­linkte Anzeige geschal­tet. Auf Wunsch von $mit­be­woh­ne­rin suchen wir uns nun eine junge Frau, die es gern mit uns auf­neh­men möchte.

Die Bude von $mit­be­woh­ner ist runde 20qm groß, hat einen direk­ten Zugang zum Bal­kon und ist auch schon recht nett aus­ge­stat­tet. Eigent­lich könnte sofort jemand ein­zie­hen. Auch der Rest der Woh­nung ist ziem­lich prima, auch wenn an der ein oder ande­ren Stelle schon noch etwas zu tun wäre.

Ich bin sehr gespannt, was da in den der kom­men­den Woche so auf uns zukommt. Schon kurz nach­dem die Anzeige online war hat­ten wir den ers­ten Anruf einer jun­gen Frau die zumin­dest schon mal eine sehr ange­nehme Tele­fon­stimme hatte. Ab Diens­tag wer­den wir uns dann mal ein paar Leute anschauen. Ich bin schon sehr gespannt, wer da alles vor­stel­lig wird. So rich­tig froh bin ich aber, dass ich die­ses Mal nicht selbst suchen muss. Der lang­jäh­rige Leser erin­nert sich an den Krampf den ich dies­be­züg­lich im Früh­jahr hatte.

Sehr schön fände ich es, wenn wir jeman­den fin­den wür­den, der ein wenig mit mir auf glei­cher Wel­len­länge liegt und das Prin­zip „WG“ ver­stan­den hat. Auch wenn ich an $mit­be­woh­ne­rin außer die­sem Punkt an sich nichts aus­zu­set­zen habe, wirk­lich viel zu tun haben wir nicht mit­ein­an­der. Das mag viel­leicht auch dran lie­gen, dass die Gute mor­gens im Nor­mal­fall vor mir aus dem Haus geht und Abends auch wesent­lich spä­ter wie­der auf­schlägt. So ein Jura-Studium scheint nicht ganz ohne zu sein.

Um auf das Thema „Ver­ständ­nis des WG-Prinzips“ noch ein­mal zurück zu kom­men, ein klei­nes Bei­spiel: Als ich letz­tens (mal wie­der) eine Menge Geschirr ange­sam­melt hatte und nun flu­chend über der zu nied­ri­gen Spüle stand, habe ich das Thema „Spül­ma­schine“ mal ange­spro­chen. $mit­be­woh­ne­rin meinte:

„Ja, das ist eigent­lich eine gute Idee. Aber wenn jeder so lange sein Geschirr sam­melt, bis er eine Maschine lau­fen las­sen kann, haben die ande­ren ja keins mehr zum benutzen.“

Ein klei­nes WTF?!? spä­ter habe ich das Thema dann mal ver­san­den lassen.

Kommentare

  1. Recht hat sie aber schon. Ich musste mei­nen Geschirr­vor­rat auch gehö­rig auf­sto­cken, nach­dem ich mir eine Spül­ma­schine zuge­legt habe :)

    • Martin
    • 1. August 2008 um 10:59 Uhr

    Naja, Geschirr ist bei uns schon in recht net­ten Men­gen vor­han­den. Da sehe ich weni­ger das Pro­blem. Außer­dem könnte ich im Nor­mal­fall bestimmt noch ein wenig was zu Hause abstauben…

    • hudeldudel
    • 4. August 2008 um 08:58 Uhr

    Ich wohne im Moment ja alleine, aber selbst da wollte ich nicht auf die gute Spül­ma­schine verzichten :-)

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