MobileMe oder doch nicht?

Dem­nächst läuft mein Account bei App­les Online-Dienst Mobi­leMe aus. Die­ser Tage tönte ich noch, dass ich den eigent­lich nicht brau­che und des­halb nicht mehr wei­ter zah­len möchte. Kurz für alle die es nicht wis­sen: Mobi­leMe syn­chro­ni­siert Daten wie etwa Kalen­der, Adress­buch, Lese­zei­chen und so wei­ter auf einen Ser­ver. So kann man zum Bei­spiel ein­fach meh­rere Rech­ner oder auch Tele­fone syn­chron hal­ten. Außer­dem gibt es eine Email-Adresse @me.com, eine Fern­su­che für das iPhone und einen Online­spei­cher namens iDisk auf den man Daten syn­chro­ni­sie­ren, sowie Foto­al­ben und Web­sei­ten publi­zie­ren kann.

MobileMe

Ins­ge­samt ist Mobi­leMe schon eine feine Sache, aber der Mehr­wert den ich dadurch habe ist mir eigent­lich nicht wie­der runde 40 Euro wert gewe­sen. Bis ich die Tage beim Aus­stei­gen aus dem Auto aus irgend einem Grund das Tele­fon auf den Bord­stein legte und ein­fach wei­ter­ging. Viel Glück hatte ich dabei, denn als ich nach mei­nem Ein­kauf beim Bäcker das Feh­len des Taschen­fern­spre­chers bemerkte, lag er noch brav da. Eine Freu­den­se­kunde spä­ter über­legte ich dann, was ich im schlech­tes­ten Fall gemacht hätte1. Auf dem Tele­fon befin­den sich eine Menge Daten und wer es fin­det hat zuerst ein­mal direkt Zugang zu diver­sen Accounts im Inter­net und auch Zugriff auf meine Mail­kon­ten. Da kann man erst ein­mal auch nichts gegen machen, wenn man nicht per Mobi­leMe die Mög­lich­keit ein­ge­rich­tet hat das Tele­fon aus der Ferne zu löschen.

Nun bin ich so ein wenig zwie­späl­tig unter­wegs: Auf der einen Seite brau­che ich viele Bestand­teile des Diens­tes nicht: Die iDisk ist lang­sa­mer als Drop­box2, Foto­al­ben stelle ich eher nie online und Webs­pace unter­halte ich sowieso extra.

Die Kalen­der– und Adressbuch-Synchronisation per Push ist „nice to have“, wie man so schön sagt, aber nicht zwin­gend notwendig.

Die Email-Adresse wie­derum gefällt mir eigent­lich schon, vor allem weil sie mei­nen vol­len Vor– und Nach­na­men ohne irgend­wel­che Zusätze ent­hält und nicht auf eine Domain endet die man ewig erklä­ren oder buch­sta­bie­ren muss. Außer­dem kann sie Push, was manch­mal schon nicht schlecht ist. Am Ende dann schließ­lich die Fern­or­tung mit der Mög­lich­keit ein abhan­den gekom­me­nes Tele­fon zu loka­li­sie­ren, eine Nach­richt hin­zu­schi­cken oder es direkt zu löschen.

Eigent­lich sollte mir die Sicher­heit mei­ner Daten schon ein wenig Geld wert sein. Luxusprobleme!

  1. Da merkt man den Infor­ma­ti­ker, immer den Worst Case pla­nen. []
  2. Wer da noch kei­nen Account hat, sollte ich übri­gens direkt einen über die­sen Referral-Link anmel­den und mir und sich selbst zusätz­li­che 250MB Spei­cher schen­ken! []

2 Kommentare bisher

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  1. Ich nutze Mobi­leMe haupt­säch­lich für die Syn­chro­ni­sa­tion mei­ner Macs und das iPhone. Egal wo und ich bin und egal an wel­chem Mac ich arbeite, ich möchte mich nicht um den Sync küm­mern müs­sen, son­dern will gleich losstar­ten. Häu­fi­ger hatte ich auf dem Sprung am Mac ein Adress­buch­ein­trag gemacht und hatte diese direkt per Push auf dem iPhone unter­wegs. Der Sync über iTu­nes wäre mir ein­fach zu „manu­ell“.
    Und mal ganz ehr­lich: 40 Euro im Jahr ist nun nicht viel Geld.

  2. macx: Rich­tig, es ist ein Luxus­pro­blem – 40 Euro sind nicht die Welt. Nach­dem ich gerade noch ein­mal die Ortungs­funk­tion aus­pro­biert habe bin ich auch schon fast wie­der über­zeugt. Mich stört bei der Geschichte eben, dass ich auch für Dinge bezahle die ich nicht nutze bezie­hungs­weise nicht nutz­bar sind. Damit meine ich die iDisk, deren ein­zi­ger Ser­ver ver­mut­lich noch unter OS9 auf einem G3 läuft.

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