Spaß mit der Sparkasse

Spaßkasse, ey! Lange bin ich da nun schon Kunde, bei der Kreissparkasse zu Birkenfeld. Beschweren konnte ich mich noch nie, aber in der letzten Zeit zweifle ich ein wenig an dem Laden. Und dem Sparkassenverband gleich mit, die kriegen nämlich irgendwie nichts auf die Reihe.

Mir ist es völlig unverständlich, wie man im digitalen Zeitalter so wenig – und wenn, dann merkwürdig – vernetzt sein kann. Bei der Stadtsparkasse Köln/Bonn kann ich zum Beispiel keine Kontoauszüge drucken. Das ging allerdings dann irgendwann mal in Krefeld. Dort wollte ich aber eigentlich nur eine Überweisung am Automaten machen. Was natürlich nicht funktionierte. Statt dessen war ich dann an einem Freitagabend stolzer Besitzer eines riesigen Stapels Papier. Sowas will ich aber eigentlich gar nicht mit mir rumschleppen, weshalb ich die Gebühren in Kauf nehme und mir die Kontoauszüge normalerweise zuschicken lasse.

Darüber habe ich mich aber noch nicht einmal richtig geärgert, eher gewundert. Schnell war das Erlebnis aus dem letzten Jahr dann auch vergessen. In den letzten Wochen wurde es mir dann aber ein wenig zu bunt. Gleich zwei Geschichten passierten mir da.

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Mein Setup

Der Herr Ad veranstaltet da so eine Geschichte: Das Setup nennt er das. Nach dem Vorbild einer englischen Seite kann hier jeder der ein paar Fragen zu sich selbst und seinem Nerd-Equipment beantworten und zusammen mit einem Bild einschicken. Natürlich war es nur eine Frage der Zeit, bis ich mich da auch gemeldet habe. MARTIN SCHNEIDER – der Pfadfinder, der mit dem Web spielt. hat man das dann überschrieben.
Eine schöne Geschichte wie ich finde. Ich finde es toll, mal ein paar persönliche Zeilen von mir unbekannten Menschen zu lesen. Dabei würde mich allerdings manchmal mehr der Mensch hinter dem Nerd interessieren, als der eingesetzte Maschinenpark.

Bei meiner Bildauswahl hätte ich vielleicht doch ein wenig aufmerksamer sein sollen. Auch wenn ich das Bild eigentlich mag: Nach zu wenig Schlaf und schrecklich unrasiert sollte ich mich eigentlich besser nicht auch noch durch eine verregnete Scheibe fotografieren lassen.

Mit dem Auto in Bonn

Dieser Tage hüte ich ein Auto. Mein eigenes habe ich nie mit nach Bonn gebracht, das fristet sein Dasein als Zweitwagen bei meinen Eltern. Normalerweise brauche ich hier auch kein Fahrzeug. Als überzeugter Fußgänger komme ich an sich überall hin. Und im Notfall gibt es ja den öffentlichen Personennahverkehr.

Nun ist da dieser Wagen. Sonntag Abend fanden wir als wir aus Frankreich zurückkamen auch direkt einen Parkplatz. Soweit kein Stress. Gestern war ich dann bei Ikea und hab mir dann, als ich wieder in Bonn angekommen war, ein wenig den Frust geholt: Nichts zu machen, so Parkplatzmäßig. Anwohnerparken wo man schaut und alles andere belegt. Am Ende landete ich dann am Straßenrand, zwischen 19 und 8 Uhr ist das Parken frei, ansonsten zwei Stunden mit Parkscheibe. Heute morgen war also aufstehen angesagt: Nochmals drehte ich geschlagene zwanzig Minuten meine Runden, bis ich (hoffentlich) einen Langzeitparkplatz gefunden hatte. Morgen schaue ich mal nach, was die Strafzettelfront macht.

Autobesitzer werde ich jedenfalls so schnell nicht.

Fronkraisch, Fronkraisch

Freitagmorgen, ein Auto, zwei Menschen, etwa 1800 Kilometer Autobahn. So sah das nämlich aus. Gemeinsam mit Frau Anna war ich da unterwegs, wo andere nur auf Ketten hinfahren wollen. Blöd von denen, eigentlich. Denn in Frankreich ist es auch auch dem Auto heraus und somit auf Rädern sehr schön.

So sonderlich viel von Land gesehen haben wir dabei nicht einmal. Ein Besuch bei den Großeltern stand an. Und da muss man erst einmal hinkommen. Ein Roadtrip ist was feines wenn man gut verpflegt ist, die Sonne ein wenig scheint und die Autobahn frei ist. Dazu eine knapp 2500 Lieder umfassende Musikbibliothek im Shuffle-Modus und fleißiges Liederraten. Langweilig wurde das nicht.

Martin ist jetzt ein Fan von französischen Autobahnen. – Könnte man so sagen. Zwar kosten die was und sind nicht so ganz billig und die Mautstationen in ihrer Bedienung beim ersten Mal sicherlich eine Herausforderung. Aber dafür sind die Straßen nicht sonderlich voll und vor allem gut in Schuss. Da kann man sich nicht beschweren.
Auch nicht über die Geschwindigkeitsbegrenzung. 130 km/h sind erlaubt. Und das finde ich ziemlich prima. Es wurde kaum gedrängelt, alle waren locker unterwegs, keiner raste unglaublich flott an einem vorbei. Wirklich sehr entspanntes Fahren war das. Und eigentlich fahre ich nicht mal mehr gerne Auto.

Am Samstag dann eine Verlobungsfeier: Ganz großes Kino! Ich lernte eine Menge netter Menschen kennen, von denen die meisten französischer Herkunft waren. Man hatte in der Einladung um Verkleidung gebeten und so spackten wir, als Franzosen Bekleidungsmäßig getarnt1 zusammen mit Batman und Robin, Micky Maus und Minnie und allerlei anderer merkwürdiger Gestalten ab. Und gerade als das Lied mit den bösen Römern kam, musste ich dann auch gehen. Sehr züchtig! Aber das ist eine andere Geschichte2.

Sonntag zurück. Einmal schlafen musste zwischendrin sein. Sonst wäre das nicht gut ausgegangen. Dafür dann aber keinen Stress rund um Paris. Alles „fluide“, wie uns die Stau-Anzeige mitteilte. Dafür dann ein fieser Unfall in Belgien, inklusive auf dem Kopf liegendem Wohnwagen.

Irgendwie habe ich es dann geschafft, auf der gesamten Tour irgendwie nur drei Bilder zu machen. Komische Sache, aber während man ein Lenkrad in der Hand hat, knipst es sich so schlecht.

  1. Ohne Baguette und Rotwein, aber mit Bier. []
  2. Ich habe gerade keine Lust auf Katholiken-Bashing. []

Datenschutz und Kram

Vater Staat macht es einem nicht einfach: Eigentlich möchte ich hier nur ein paar Sachen ins Internetz stellen. Ich möchte mich darüber freuen wenn andere Dinge die ich mache oder gut finde auch gut finden. Das kostet mich ein paar Euros im Monat, macht aber hauptsächlich eine Menge Spaß, gerade wenn ich solche Diskussionen lese. Weniger Spaß habe ich dann, wenn ich mir andere Gedankengänge durchlese.

Denn natürlich bin ich dabei nicht nur ein wenig neugierig und möchte wissen, woher die Besucher denn so kommen, was sie hierher verschlägt und ob es ihnen hier gefällt. Damit sind wir dann auch beim Thema, denn dazu gibt es allerlei Tools. Eines der beliebtesten ist sicherlich Google Analytics, dass ich bis vor gerade hier einsetzte. Bei Google hat man ganze Arbeit geleistet, ein tolles Tool auf die Beine gestellt und es war mir immer möglich eine schöne Übersicht über meine Besucher zu erhalten.
Den großen Rahmen des Ganzen zu verstehen fällt mir schwer, aber es ist wohl so, dass es aus irgend einem Grund böse ist die IP-Adresse seiner Benutzer zu speichern. Als könnte ich mit der was anfangen. Ich habe das Gefühl, das hier wieder einmal Menschen Entscheidungen getroffen haben, die das Netz nicht verstanden haben. Darüber möchte ich mich eigentlich schon gar nicht mehr aufregen. Es nervt einfach nur.

Jedenfalls habe ich für diese Seite nun Google Analytics mal deaktiviert. Die Geschichte hier soll Spaß machen und nicht damit enden, dass ich die Rechnung irgend eines Anwaltes bezahlen darf. Das mag vielleicht ein wenig voreilig sein, denn wie es denn nun genau ist weiß auch keiner. Allen voran der Gesetzgeber.
Ich bin da lieber vorsichtig. Im Hintergrund zählt jetzt noch Semmelstatz mit. Das speichert IP-Adressen anonymisiert und sollte damit keine „Gefahr“ für Recht und Ordnung bedeuten. Außerdem noch die WordPress-Stats. Mal schauen ob ich die auch abschalten muss/kann/sollte. Piwik soll wohl eine gute Alternative zu Google Analytics sein, da muss ich mich mal schlau machen.

Was bleibt: Ein wenig fader Beigeschmack. Datenschutz schön und gut, aber wird hier der Krieg nicht übertrieben?

Academy Award Winning Movie Trailer

Schon ein wenig passend zum Thema von gestern: Academy Award Winning Movie Trailer. Gefunden bei Frau Feylamia und direkt gemocht.

Ganz unrecht haben die Leute von BriTANicK nicht. Zu viele Geschichten sind einfach nur noch Anpassungen der immer wieder gleichen Dramaturgie. Das ist traurig. Das Video aber lustig.

Am Ende stellt sich mir die Frage: Was macht einen guten Film aus?

Twilight: Biss zum Morgengrauen

Hier mein Outing: Am Wochenende sah ich Twilight: Biss zum Morgengrauen, den ersten Teil aus der „Twilight“-Saga. Was soll’s, „Know your enemy!“ war ja schon immer eines meiner Mottos.
Mit einiger Skepsis startete ich in den Film. Ich halte nicht viel davon, wenn Dinge1 maßlos bejubelt werden und Teenies in Horden kreischen. Am Ende verstand ich dann aber schon, warum das so ist.

Die Story ist schnell erzählt: Ein junges Mädel kommt neu in die Stadt und verliebt sich natürlich spontan in den den heißesten Typen überhaupt, der normalerweise natürlich keine ranlässt. Sie dann aber natürlich schon. Irgendwie. Noch natürlicher hat der Typ natürlich ein schreckliches Geheimnis und eigentlich sollte man sich von ihm fern halten. Sagt er. Macht die Alte aber natürlich nicht, schließlich ist sie ja (Warum eigentlich überhaupt? Eigentlich schauen sich die beiden nur durchgehend irgendwie in die Augen oder der Typ erzählt warum was bei ihm anders ist als bei anderen Leuten.) unsterblich verliebt. Irgendwo zwischen drin taucht natürlich auch noch ein anderer Typ auf, der die Alte vor dem vegetarischen und eigentlich ganz netten Vampirtypen warnt. Der andere Typ ist2 natürlich auch in sie verknallt. Hilft aber alles natürlich nichts.
So kommt es wie es kommen muss: Der Typ ist ein natürlich „vegetarischer“ Vampir, hat ein paar Superkräfte und schimmert, wenn er in der Sonne steht.3 Natürlich gibt es dann auch noch ein paar fiese Vampire und einer will dann die Alte beißen und natürlich bekämpfen die netten „vegetarischen“ Vampire die fiesen Vampir-Typen dann.

Natürlich. Natürlich? Natürlich! Genau: Twilight könnte eine ganz normale, an den Haaren herbeigezogene Teenie-Liebesgeschichte mit ein paar Spannungselementen und Actionszenen sowie vorhersehbarer Story sein. Leider merkt man ihm viel zu oft an, wie der Personenkult (gerade rund um den Vampirtypen) aufgebaut wird, damit später auch die Merchandise-Kasse klingelt und die Zielgruppe4 auch heiß auf die weiteren Teile der „Saga“ macht.
„Edward“5 verkörpert exakt den Typen, den die durchschnittliche „Bravo Girl“-Leserin 6 gerne zum angeben als „Boyfriend“ hätte, aber niemals bekommen wird und ihn so als ihren „Schwarm“ bezeichnen muss. Der Film lädt zum prämenstrualen Schmachten und Träumen geradezu ein. Da haben die Macher absolut nichts falsch gemacht, der Plan geht auf.

Ernst nehmen kann ich das natürlich nicht.

  1. Also Filme, Bands und all der Kram. []
  2. Davon ist fest auszugehen! []
  3. OMG!!11!!elf!! und all der Kram. []
  4. Die ich gerne als „Unbefriedigte Teenies“ bezeichnen würde. []
  5. Ich nannte ihn bisher „Vampirtyp“. []
  6. Erstaunlich, dass es mir gelungen ist diesen Text zu schreiben ohne dauernd „kleine dicke Mädchen“ zu schreiben. []

Friendship!

Kurz nach der Wende: Veit (Friedrich Mücke) und Tom (Matthias Schweighöfer) machen sich auf den Weg nach Amerika. Zur Golden Gate-Bridge soll es gehen. Leider reicht das Geld nur bis nach New York und so kommt es zum unvermeidlichen Roadtrip durch die USA.
Ausgestattet mit wenig Geld, nicht ausreichenden Englisch-Kenntnissen haben die Jungs aber ein klares Ziel: Zu Veits Geburtstag muss man in San Francisco sein. Auf dem Weg dorthin geschieht dann allerlei amüsantes, von dem ich nicht zu viel vorweg nehmen will. Lachen war aber mehr als einmal angesagt, wenn die beiden Ex-Kommunisten versuchen sich in der großen kapitalistischen Welt zurecht zu finden, viele unterschiedliche Menschen kennenlernen und einiges erleben.

Friendship ist, wie letztens schon 13 Semester, wieder einmal gut gemachtes deutsches Kino mit hohem Unterhaltungswert. Eine schöne (fast wahre) Geschichte, sehr kurzweilig verfilmt.