Dieser Tage mache ich mir Gedanken über den Sinn und Unsinn von privaten und nebenberuflichen Projekten. Warum mache ich mir die Mühe, in meiner begrenzten Freizeit Dinge anzugehen und mir zusätzliche Arbeit aufzuhalsen? Wäre es nicht sinnvoller die freie Zeit mit einem Buch zu verbringen?
In jedem einigermaßen kreativen Kopf entwickeln sich ständig irgendwelche Ideen – meistens Dinge, die im weitesten Sinn mit der eigenen Profession und den damit verbundenen Interessen zusammenhängen. Selbstverwirklichung spielt hier eine große Rolle und das Lernen von neuen Dingen. Das ist gut so. Doch seien wir mal ehrlich: Braucht es das 35. soziale Netzwerk mit regionalem Bezug und den 57. Internet-Marktplatz oder das (ohne zu übertreiben) 400. iPhone/iPad/Mac-Blog? Um es kurz zu machen: Nein. Man macht sich höchstens lächerlich – je nachdem wie weit man das Maul vorher aufgerissen hat sogar richtig übel.
Ich denke lange nach, bevor ich mich ernsthaft mit etwas auseinandersetze. Frustration macht sich schnell breit, wenn das neue Projekt sich dann irgendwie als langweilig, nicht umsetzbar oder schon vorhanden herausstellt. Meistens kann man nämlich die Frage „Gibt es das schon?“ direkt mit „Ja!“ beantworten. Dann muss ich mir überlegen, ob sich meinen Mitmenschen oder zumindest mir ein entscheidender Mehrwert aus einer Neuentwicklung bietet. Auch sollte man bedenken, dass die Motivation zu Beginn meistens unermesslich groß ist, aber schnell abflacht. Will ich mich gegebenenfalls mehrere Wochen und Monate mit einem Projekt beschäftigen? Erst wenn ich hier nach ein paar durchgrübelten Nächten mit ganzem Herzen „Ja!“ sagen kann, gehe ich es an. Im Folgenden ein paar weitere Gedanken dazu.
Warum nicht mal ein wenig Musik? Kennengelernt habe ich FM Belfast auf dem Immergut-Festival in diesem Jahr, wo die Herren und die Dame einen grandiosen Auftritt ablieferten und das dicht gefüllte Zelt zum Beben brachten. Seit dem bin ich Fan der Isländer, die ganz großartigen Elektro-Kram abliefern. Das aktuelle Album „How To Make Friends“ läuft hier sehr sehr oft. Und weil’s so cool ist, gibt es nach dem Klick auch noch zwei Videos.
Letzte Woche habe ich Abends noch ein paar Fotos gemacht. Zusammen mit ein paar Menschen, die ich beim Bloggerdings-Treffen kennengelernt hatte, war ich nämlich auf einer kleinen Fototour in Bonn.
Ich habe gerade mal auf „Theme aktivieren“ geklickt. Es ist bestimmt noch nicht ganz fertig, aber es darf benutzt werden: Das siebte Theme für dieses feine Blogding hier. Ungewöhnlich lange habe ich dieses Mal daran herumgeschraubt, umgeworfen und verbessert.
Ich habe viel probiert und verschiedene Techniken angewandt, zum Beispiel werden fast alle Grafiken nun als CSS-Sprite geladen. Ich las viel über die Optimierung von Blogs: Wie man Ladezeiten und HTTP-Zugriffe verringert und so weiter und so fort. In der Linkeria gab es da einige Empfehlungen.
Und jetzt schauen wir uns mal an, wie das Theme so in der Öffentlichkeit ankommt. Ich habe viele Funktionen bewusst weggelassen und bin gespannt, ob überhaupt etwas vermisst wird. Entsprechende Vermisstenanzeigen dürfen in den Kommentaren aufgegeben werden. Zwischendrin werde ich sicherlich noch ein wenig schrauben und mich vielleicht auch den Besucherwünschen ein wenig anpassen – das macht man ja heutzutage so.
Vernünftige Menschen benutzen übrigens einen Browser mit Webkit-Engine. Chrome oder Safari zum Beispiel. Firefox geht auch. Für den Internet Explorer werde ich wohl noch ein angepasstes Stylesheet einbinden müssen.
Am Wochenende dann die Umsetzung eines Vorhabens, dass schon lange auf dem Plan stand: Einfach mal eine Nacht raus – ab in die Landschaft. Am Samstag also kurzerhand die Rucksäcke mit Essen, dem Trangia und ein paar anderen Kleinigkeiten beladen, jeweils eine Kohtenbahn dazu, die Wanderschuhe an die Füße und ab ging es. Mit Bahn und Bus ein Stück das Siebengebirge hoch und dann zu Fuß weiter.
Heute erreichte mich eine etwas merkwürdige Nachricht im „Business Network“ XING. Eine mir völlig unbekannte Frau möchte mich zu ihren Kontakten hinzufügen. Dazu schrieb sie folgendes:
Hallo Herr Schneider,
wir suchen einen Webdeveloper…haben Sie Interesse !!!
Lg Lieschen Müller1
Nun kann Frau Müller natürlich nicht wissen, dass ich mich bei Facebook und XING nur mit Personen vernetze, mit denen ich auch persönlich bekannt bin. Hätte sie aber ihre Nachricht vor dem Abschicken noch einmal durchgelesen, wäre ihr vielleicht etwas aufgefallen.
Da ich ja nun über einen Taschenfernsprecher der neuesten Generation aus dem Hause Apple verfüge, beschäftige ich mich auch wieder mehr mit dessen Kamera und der Software dazu. Ein Freund des Fotoprogrammes QuadCamera auf dem iPhone bin ich ja schon etwas länger. Die App macht schöne Serienaufnahmen und dementsprechend auch viel Spaß, da kann man wirklich prima experimentieren. Was bisher an mir vorbeigegangen war: Man kann seine Serienbilder auch als animiertes Gif-Bild exportieren.
Immer wieder muss ich feststellen, dass Menschen genervt sind. Sie sind genervt von „Farm Wars“ oder „Mafiaville“ oder was auch immer. Menschen sind auch manchmal genervt von anderen Menschen, die ihren Twitter-Stream 1:1 nach Facebook posten. Mein sanfter Hinweis: „Dann blende das doch aus!“ wird all zu oft leider mit einem „Häh?“ beantwortet. Manche Menschen sind nicht so aufmerksam und haben diese tolle Funktion noch nicht entdeckt, obwohl sie direkt unter ihrer Nase ständig vorhanden ist.
Deshalb hier mal ein wenig praktische Lebenshilfe als Anleitung, das sollte sogar für Menschen verständlich sein denen bisher das Kreuzchen neben jeder Meldung auf der Neuigkeiten-Wand noch nicht aufgefallen ist.