Immer wieder muss ich feststellen, dass Menschen genervt sind. Sie sind genervt von „Farm Wars“ oder „Mafiaville“ oder was auch immer. Menschen sind auch manchmal genervt von anderen Menschen, die ihren Twitter-Stream 1:1 nach Facebook posten. Mein sanfter Hinweis: „Dann blende das doch aus!“ wird all zu oft leider mit einem „Häh?“ beantwortet. Manche Menschen sind nicht so aufmerksam und haben diese tolle Funktion noch nicht entdeckt, obwohl sie direkt unter ihrer Nase ständig vorhanden ist.
Deshalb hier mal ein wenig praktische Lebenshilfe als Anleitung, das sollte sogar für Menschen verständlich sein denen bisher das Kreuzchen neben jeder Meldung auf der Neuigkeiten-Wand noch nicht aufgefallen ist.
Am Sonntag bewegte ich meinen Hintern mal nach Köln: Auf dem Ring fand über das Wochenende das Gamescom Festival statt. Damit die ganzen blassen Nerds nicht nur in einer Halle zockend versauern, bot man dort allerlei Musik an.
Zwei Auftritte schaute ich mir an: Timid Tiger kannte ich vorher nur wenig, machen aber ganz okaye Musik, da werde ich mich noch ein wenig reinhören. Das aktuelle Album habe ich mir mal gekauft und begeistere mich auch schon ein wenig dafür. Die Show der Herren aus Köln war auch ok, der Frontmann zappelte sich gut einen ab.
Schon vor längerem hatte ich mal in einer Linkeria das Programm HDRtist verlinkt, ein kostenloses Tool zum Erstellen von „High Dynamik Range“-Bildern (kurz „HDR“), verlinkt. Am Wochenende kam ich nun auch endlich mal dazu, mir erklären zu lassen wie man mit der EOS 450D automatisch eine Belichtungsreihe anlegt und das Programm zu testen.
Mein Motiv war ein altes Panzerwrack, dass hier in der alten Heimat am Rande eines Truppenübungsplatzes steht. Auch „aus der Hand“ gelang es mir hier eine ordentliche Belichtungsreihe zu machen. Anschließend zog ich die drei RAW-Dateien in HDRtist, lies sie automatisch anordnen und konnte dann mit einem Regler die Intensität einstellen. Vom Ergebnis bin ich eher mittelbegeistert: Nur wenn ich den Regler bei meinen RAWs voll aufzog, war das Bild einigermaßen ordentlich. Sonst gab es irgendwie große graue Flächen vor allem im Himmel die nicht sehr ansehnlich waren. So wie ich die Bilder nun am Ende speicherte, gefallen sie mir aber auch nicht so recht.
Als Nutzer des Browsers Google Chrome bin ich natürlich immer auf Neuerungen gespannt. Um wirklich auf dem allerneuesten Stand zu sein, muss man sich allerdings mit Chromium beschäftigen. Unter diesem Namen wird der Quellcode unter BSD-Lizenz veröffentlich. Man kann sich dort immer den aktuellsten Stand abgreifen und Neuerungen testen. Nachdem mich die Download-Seite des Chromium-Projektes ein wenig verwirrt hatte, hier mal für alle – so als Tipp:
Man kann sich einfach die URL zum Release-Verzeichnis des Buildbots merken und immer die aktuellste Fassung raussuchen und herunterladen. Oder man nutzt unter Mac OS X das folgende kleine Script, dass mir von Jacek freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde. Es lädt automatisch den aktuellsten Build vom Server und packt ihn in das Programmverzeichnis.
Da ist mir dieser Tage doch eine echte Musikperle untergekommen: Radical Face ist Ben Cooper: ein Mann mit Bart und Gitarre, der schöne Musik macht. Wunderbar ist auch das dazugehörige Album „Ghost“, dass hier gerade in der Dauerrotation läuft. Das Video zu „Welcome Home“ gibt es nach dem Klick.
Mit ein wenig Zeit im Rücken lässt sich auch gut in alten Bildern stöbern. Gestern Abend nahm ich mir deshalb den Ordner mit den Bildern meiner Wandertour in den Alpen vor. Damals war ich mit einer Gruppe vorwiegend älterer Herren für ein paar Tage im Zillertal, um dort ein paar Berge zu erklimmen. Ich erinnere mich gerne an die Tour – vor allem auch, weil ich mal wieder auch ein paar Tage mit meinem Herrn Papa unterwegs war. Die Wanderungen habe ich als nicht so richtig anstrengend in Erinnerung und ich bin immer noch ein wenig stolz auf mich, dass ich immerhin zwei Fahrten mit dem Sessellift hinter mich gebracht hab.
Das vergangene Wochenende war ich nicht unterwegs. Ich wundere mich immer noch ein wenig über mich selbst. Freitags komme ich nämlich nur selten nach der Arbeit wieder nach Hause. Meistens steige ich in irgend einen Zug und gurke durch die Weltgeschichte. Das ist auch schön, da ich viel erlebe und so viele nette Menschen treffe. Zur Erholung dienen meinen Wochenenden aber irgendwie selten.
Dabei kann das so entspannt sein: Am Samstag wenig länger schlafen, im eigenen Bett anstatt in einem Schlafsack irgendwo in einem Zelt oder einer fremden Couch. In Ruhe frühstücken und dabei den Film zu Ende schauen, bei dem man am Abend vorher eingeschlafen ist. Eine Runde durch die Stadt bummeln, ein paar Einkäufe erledigen. Sich erinnern, warum man so ungerne am Wochenende in der Innenstadt rumläuft. Mittags eine Runde lesen und einen kleinen Mittagsschlaf halten. Tausend Kleinigkeiten erledigen und zwei Maschinen Wäsche an einem Tag waschen. Ohne viel im Hinterkopf zu haben einfach mal ein wenig im Internet surfen.
Am Sonntagmorgen das erste Mal seit über einem Jahr wieder Joggen gehen und darauf ein dickes Frühstück einbauen. Den Küchenboden putzen, einfach nur weil man Zeit hat und Frau Mitbewohnerin dringend lernen muss. Wieder eine Runde schlafen und ein neues Buch anfangen. Mit Ruhe und entspannt mal bei den Eltern anrufen, ein paar Unterlagen sortieren und dann schließlich pünktlich zur Tatort-Runde erscheinen.
Ich habe am Wochenende nicht „nichts“ gemacht, dafür aber alles mit Ruhe und viel Zeit. Für viele ist das vielleicht normal, für mich nicht. Drei von vier Wochenenden im Monat bin ich im Schnitt nicht zu Hause. Daran sollte ich was ändern. Und irgendwann lerne ich dann auch mal noch dieses „Entspannen“ und mache mal vielleicht ein paar Tage lang wirklich nichts.
Nachdem ich vor einiger Zeit schon die Led Lenser M1 getestet hatte, ist mir nun das Modell Led Lenser M7 untergekommen. Nachdem ich bisher nur kleinere Lampenmodelle von Zweibrüder Optoelectronics gesehen hatte, ist dieses Modell nun schon relativ groß – liegt aber dennoch gut in der geschlossenen Faust und ist noch wesentlich lichtstärker als das in dieser Richtung schon sehr überzeugende Modell M1.