The Big 4 in Gelsenkirchen

The Big 4

Ich hatte mich bekanntlich darauf gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Am vergangenen Samstag besuchte ich die Arena auf Schalke im schönen Gelsenkirchen, um mir den einzigen Auftritt der Big 4 des Thrash-Metals in Deutschland anzuschauen. Anthrax, Megadeath, Slayer und Metallica spielten vor mehr als 50000 Menschen in der Veltins-Arena. Und meine Mitstreiter und ich mitten drin! Oder mehr so am Rand auch, denn wir hatten beim Vorverkauf Tickets für die Tribüne ergattert. Ab einem gewissen Alter muss man aber auch nicht mehr mitten im Moshpit rumgurken. Da waren wir uns schnell einig.

Von der Nordkurve hatten wir einen tollen Überblick über die Halle auf die gegenüber liegende Bühne und bekamen alles mit, was uns vor allem auch die großen Leinwände ermöglichten. Runde sechs Stunden Musik gab es zu hören, wobei sicherlich das Highlight die letzten zwei Stunden waren: Metallica spielte durch die Bank laute Kracher, liess alle Balladen (leider somit auch „Nothing else matters“) aus und spätestens bei „Enter Sandman“ brüllte die ganze Halle mit. Großartig!

Positiv fand ich wieder einmal wie freundlich der durchschnittliche Metaller doch so ist. Da kommt es dann auch mal vor, dass die Typen vor dir in der Pissoir-Schlange sich nicht einigen können, wer nun wen vorlässt.

Ein Beitrag aus der Kategorie Dran denken: Beim nächsten Mal zahlt der Genge uns den Eintritt und mietet eine VIP-Kabine.

Automatische Bildgrößen mit jQuery

Manchmal möchte ich ja gerne meine Bilder auch in schön groß präsentieren, damit sie richtig wirken. Dummerweise haben nicht alle Menschen Displays mit mindestens 24″-Format. So muss man ein wenig gucken, dass sich der liebe Benutzer nicht tot scrollt oder das Bild gar nicht in seiner Gesamtheit anschauen kann.

Deshalb habe ich mal ein wenig in die jQuery-Trickkiste gegriffen und ein kleines Stück Code geschrieben, dass es mir erlaubt die Bilder in möglichst großer Größe einzubinden. Es wird dann automatisch so skaliert, dass es sich in die Browsergröße des Besuchers schön einpasst und zentriert dargestellt. Nachteil daran: Die Dateigröße schiesst natürlich in die Höhe, was bezüglich der Ladezeiten auch nicht so richtig Spaß macht. Damit das nicht überhand nimmt, habe ich die Maximalhöhe der Bilder auf 900 Pixel beschränkt. Ich denke das reicht völlig aus.

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Klassentreffen

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Zehn Jahre ist es her, dass ich in zahlreichen Prüfungen schwitzte um mein Abitur zu bekommen. Schrecklich fand ich das. Aber ich hatte auch eine schöne Zeit mit vielen netten Menschen in meiner Stufe. Zusammen erlebten wir eine Menge: Klassenfahrten und Exkursionen und natürlich auch die von uns ausgerichteten Oberstufenpartys, die uns schließlich durch ihren großen Erfolg auch die ganze Feierei finanzieren sollten. Selbst wenn es damals im Unterricht nicht so gut für mich lief, ging ich allein schon wegen der Menschen immer noch gerne in die Schule.

„Viele von denen wirst du lange nicht wieder sehen!“ prophezeite ein kluger Mann mir seinerzeit, was ich mir aber gar nicht so recht vorstellen konnte. Waren wir doch eine zu coole Truppe.
Natürlich kam es so: Nach dem Abitur verlor ich nach und nach den Kontakt zu meinen Schulfreunden. Einige sah ich an der FH noch wieder oder in unregelmäßigen Abständen mal zufällig. Bis wir dann aber wirklich wieder in größerer Menge zusammen kamen, vergingen dann doch zehn Jahre.

Letzten Samstag war es dann soweit. Ohne viel Organisationsaufwand betrieben zu haben, fand sich etwa die Hälfte meiner alten Stufe zum Grillen zusammen. Ein wenig schwierig war es gewesen alle zu erreichen. Und wie war’s? Prima! So grob wusste man in Facebooks Zeiten ja schon was die Menschen so treiben und schnell war man auch wieder auf dem aktuellsten Stand. Einige haben ein wenig zugelegt und/oder geheiratet, ein paar Kinder sind auch schon da. Aber ansonsten saßen da die gleichen Pappnasen wie vor vielen Jahren. Wir haben viel gelacht und ich fand es war ein sehr gelungener Abend.

Vielleicht dauert es diese Mal ja nicht zehn Jahre bis wir wieder am Feuer zusammensitzen. Ich würde mich freuen.

Landespfingstlager im Brexbachtal

Das Landeszentrum

Alle zwei Jahre trifft sich mein liebster Pfadfinder-Landesverband zum Landespfingstlager. Alle Stämme des Landesverbandes kommen zusammen und verbringen das lange Pfingstwochenende unter einem gemeinsamen Motto.
In den letzten Jahren hat es sich eingebürgert, dass ich eine Gruppe von Menschen um mich schare und mit denen unser Landeszentrum und dort insbesondere die abendliche Kneipe betreue. Außerdem gab es als Premiere auch das Projekt „Ewige Jagdgründe“, ein Angebot an ältere Pfadfinderinnen und Pfadfinder die aus der aktiven Arbeit in den Stämmen meistens schon ausgeschieden sind und dennoch gerne das Lager unabhängig von ihren Gruppen besuchen wollen.

Das alles macht mir eigentlich sehr viel Spaß. Eigentlich. Denn dieses Jahr war es fast soweit, dass ich am liebsten alles hingeworfen hätte. Dummerweise kann ich nicht einmal jemand anderes daran die Schuld geben. Die Planung lief im Vorfeld ein wenig chaotisch ab, vor allem auch weil ich selbst den Planungsaufwand unterschätzt habe. Wenn dann noch ein paar Dinge schief laufen, man beim Aufbau mit einem halb fertigen Landeszentrum auf einmal fast alleine da steht und sowieso nicht ganz auf der Höhe ist, dann resultiert daraus eine Menge Stress. Das hat mir nicht nur im Vorfeld den Spaß an der Sache ein wenig verdorben, sondern auch meine Stimmung auf dem Lager selbst nie so richtig gut werden lassen.

Rückblickend (und vor allem auch weitestgehend ausgeschlafen) betrachtet, fand ich nun aber doch ganz ok. Die „ewigen Jagdgründe“ kamen glaub ich gut an, die Leute hatten Spaß. In der Pinte gab es genug zu Essen und zu trinken, es kann sich also vermutlich niemand wirklich beschweren.
In meinem Kopf stecken eine Menge Verbesserungsideen und Pläne, die ich eigentlich gerne umsetzen möchte. Diese gilt es nun in den kommenden Tagen zu Papier zu bringen und dann wieder loszulegen. In zwei Jahren steht wieder ein Landespfingstlager an – und dann direkt im Anschluss ein Bundeslager, dass natürlich auch eine Pinte braucht. Ich glaube fest daran, dass mit ein wenig mehr strukturierter Vorbereitung noch einiges zu reißen ist.

Ein Beitrag aus der Kategorie „Mahnung an den Zukunfts-Schneyra“.

Wie ich meine Geldbörse verlor…

Montag Abend. Eine Menge Dinge stehen auf meiner nach-feierabendlichen Liste die ich erledigen möchte. Wegen fiesen Gewitters kommt meine Bahn in Godorf ewig nicht und ich bin schon relativ schlecht drauf. Schnell noch zur Bank, das Portemonnaie auffüllen und dann nichts wie nach Hause. So jedenfalls der Plan. Der wird aber schnell zunichte gemacht, als ich einen Laden betrete und in meine rückwärtige Hosentasche greife: Der frisch gefüllte Geldbeutel ist weg! In meiner Rennerei habe ich ihn vermutlich nicht in die Hosentasche, sondern einfach mal daneben gesteckt. Mist.

Etwa eine Viertelstunde ist vergangen, seit ich vor dem Geldautomaten stand und schnell laufe ich die Strecke bis dorthin zurück. Zum Glück ist es nicht weit, ich hatte mich während eines Telefonats dazwischen mehr so auf einer Stelle aufgehalten. Natürlich finde ich in der Filiale nichts und auch auf dem Weg, den ich mehrmals ablaufe, ist nichts zu finden. Auch wenn ich nicht von einem Diebstahl ausgehe, lasse ich dennoch als erstes EC- und Visakarte sperren. Das geht erschreckend einfach, die Menschen an der Sperrhotline sind sehr nett und kompetent.

In meinem Kopf summiere ich auf, was nun alles fehlt und somit für teures Geld wieder angeschafft werden muss. Besonders ärgerlich empfinde ich den Verlust meiner Monatskarte für Bus und Bahn: Die ist nämlich teuer und wird garantiert nicht ersetzt. Abgesehen davon ärgere ich mich sehr, dass ich trottelig genug bin überhaupt was zu verlieren. Auch wenn mir schon einige merkwürdige Dinge passiert sind, wirklich etwas aus purer Dummheit verloren habe ich noch nie. Und was das jetzt an Zeit kostet bis alles wieder beisammen ist!

Auf dem Weg nach Hause laufe ich bei Freund Olli vorbei, der sich nicht nur mein Gejammer anhören muss, sondern auch direkt um Bargeld angebettelt wird. Nachdem wir dann noch einmal gemeinsam bei der Bank waren, laufe ich schließlich zu meiner Wohnung. Machen kann ich nun sowieso nichts mehr und ich habe immer noch eine Menge Dinge für das kommende Wochenende vorzubereiten.

… und am Ende wieder komplett wiederbekam

Wofür habe ich eigentlich ein mobiles Internetgerät? Und warum habe ich unterwegs nicht mal in meine Mails geschaut? Machen wir es kurz: Als ich den Computer hochfahre und meine Mails abrufe, springt mir direkt eine Nachricht mit dem Betreff „Brieftasche“ ins Auge, abgeschickt ungefähr zu dem Zeitpunkt als ich noch in Sparkassenfilialenmülleimer spähte:

Hallo Herr Schneider,
habe Ihre Brieftasche gefunden. Bitte melden Sie sich bei mir.

schreibt mir dort eine Frau und mir fallen ungefähr zwei Kilo Gestein vom Herzen. Kurze Zeit darauf halte ich das gute Stück mit all seinem Inhalt wieder in Händen und schaffe es dann nicht einmal, der ehrlichen Finderin einen Finderlohn aufzuzwingen.

Ein paar Dinge habe ich aus der Geschichte gelernt: Zu allererst natürlich, dass ich noch ein wenig besser auf meinen Kram aufpassen muss. Dann, dass es auch noch ehrliche Menschen auf der Welt gibt, tatsächlich verliere ich da nämlich hin und wieder ein wenig die Hoffnung. Und schließlich, dass die Impressumspflicht im Internet doch ihr Gutes hat: An meine Email-Adresse kam die nette Dame nämlich, in dem sie meinen Namen und meine Adresse googelte. Großartig!

Bundesversammlung

Eine Gitarre auf der Bundesversammlung

[…] einer Versammlung möchte ich glaube ich nicht mehr beiwohnen.

schrieb ich vor drei Jahren, als ich als Gast auf der Bundesversammlung des BdPs war. Seit dem war ich noch zwei Mal als sogar als Delegierter dort, unter anderem auch am vergangenen Wochenende. Bitte fragt mich nicht, warum ich immer wieder „Hurra! Ich! Ich! Ich!“ schreie, wenn es um die Verteilung doofer Posten geht. Es ist ja nicht so, dass ich nicht auch sonst schon genug zu tun hätte und unterwegs wäre.

Das ganze Drumherum fand ich nett. Ich hatte Spaß, habe viel gelacht und mich gut unterhalten und einiges diskutiert. Auch bin ich mit einem wesentlich besseren Eindruck von unseren Bund und insbesondere seiner Leitung nach Hause gefahren, als das in der Vergangenheit der Fall war.

Aber: Ich habe mich auch gelangweilt. Zu viele Punkte auf der Tagesordnung interessierten mich einfach gar nicht und nicht einmal weil die Themen unspannend wären. Immer mehr wird mir bewusst, dass ich mich augenscheinlich nur noch für das wirklich engagieren kann, was mich wirklich selbst betrifft. Das ist nicht schlimm. Aber die Konsequenz daraus muss sein, auf die Frage „Schneyra, willst du zur Bundesversammlung fahren?“ mit einem klaren „Nein.“ zu antworten.

Aus der Reihe: „Blogeinträge verfassen um später nachlesen zu können wie doof man doch ist, wenn man nach einem Jahr vergessen hat wie es eigentlich war.“

Übrigens kann man mit einem iPhone und Camera+ total schöne Bilder machen, wenn man grade mal wieder nicht sonderlich aufmerksam ist. Siehe oben.

Re: Antitouchsurfaces.

Marcel schreibt über Toiletten. Damit kenne ich mich aus, stille Örtchen und vor allem ihre Benutzung gehören wohl durchaus zu meinen Kernkompetenzen. Ich besuchte schon Bedürfnisanstalten verschiedenster Art in allerlei Ländern: Vom Autobahnraststätte in Frankreich, wo man wegen des Loches im Boden zuerst mal „WTF? Eine Dusche!“ denkt, über lettische Doppel-Plumpsklos ohne Trennwand vom Typ „Villeroy und Loch“, bis hin zu slowenischen Bahnhofskneipenklos war da schon alles dabei. Wobei letztere glaube ich auch eine der unangenehmsten Erfahrungen dieser Art war.

Das eine Toilette sauber ist und man sich keine Krankheiten abholt, halte ich ebenfalls für sehr wichtig. Grade in Zeiten, in denen man sich schon durch den Verzehr von Obst und Gemüse in Lebensgefahr begibt, kann man gar nicht genug auf Hygiene und Sauberkeit achten. Gerne spende ich dann nach dem Besuch eines sauberen Örtchens auch meine 50 Cent. Oder vielleicht auch mehr.

Marcel geht noch einen Schritt weiter:

Ich will Toiletten, auf denen ich nichts anfassen muss. Keinen Türgriff, keine Spülung, keinen Wasserhahn, kein Trocknungsgerät und erneut keinen Türgriff.

Ich lernte tatsächlich bereits eine Anstalt kennen, die dieser Idealvorstellung Marcels relativ nahe kommt. In meinem Freundeskreis erinnert man sich immer wieder gerne an die legendäre Toilette im Kasseler Bahnhofs, welche seinerzeit sehr modern war: Es gab eine Art Empfangstresen, hinter dem eine Reinigungskraft die Toilette beaufsichtigte und auch dazwischen ging, wenn man die Anlage fotografieren wollte. Daran vorbei ging es dann in die eigentlich Toilette, die wegen ihres futuristischen Designs sicherlich auch als Kulisse für eine Star Trek-Folge hätte herhalten können. Die Türen zu den Kabinen schlossen sich automatisch nach dem man eine Lichtschranke passiert hatte, lediglich das Absperren musste (soweit ich mich erinnere) noch selbst erledigt werden.
Auch das Abspülen sollte dort automatisch funktionieren, wenn man die Lichtschranke der Kabine beim herausgehen wieder unterbrach. Diese Unterbrechung konnte man aber auch schon mal durch eine ungeschickte Handbewegung bewirken. Das führte dann zu einer, sagen wir mal, intensiven Grundreinigung. Technik hat auch so ihre Tücken.

Da ich schon mehrere Jahre nicht mehr in die Verlegenheit kam in Kassel umsteigen zu müssen, weiß ich leider nicht ob die Toilette dort noch in Betrieb ist. Bei meinem letzten Besuch war leider geschlossen, aber vielleicht kommt ja mal wer dort vorbei und kann nachschauen.

Katzenjammer live

Letztens war ich im Gloria in Köln zum Konzert einer meiner Lieblingskapellen: Katzenjammer. Das Konzert in der Kulturkirche im letzten Jahr hatte ich noch in guter Erinnerung und die vier Damen überzeugten mich auch dieses mal wieder. Nach wie vor finde ich den schnellen Wechsel der Instrumente vor allem wahnsinnig beeindruckend.

Ein wenig merkwürdig fand ich, dass sogar ich mit meinen fast 30 Jahren es irgendwie schaffte, den Altersschnitt im Publikum zu senken. Ich hatte doch mit einem wesentlich jüngeren Publikum gerechnet. Neben den bekannten Titeln aus dem noch aktuellen Album „Le Pop“ wurden auch einige Stücke aus dem kommenden Album gespielt. „Das Rock“ soll im Laufe des Jahres erscheinen. Ich denke man darf gespannt sein, was man bisher an neuen Liedern geboten bekam, fand ich schon mal ziemlich gut.

Eingelegtes Wochenende

Eingelegtes Fleisch

Am Wochenende war ich das erste Mal seit langem bei einem richtigen Metzger. So richtig mit Fleischereifachverkäuferin, lautstarker WDR-Beschallung, lustigen Kunden und allem drum und dran.

Das gekaufte Fleisch legte ich selbst ein, nach traditioneller Art nur mit Salz und Pfeffer gewürzt und schön viel Zwiebelkram drum herum. Lange hatte ich das schon vor, denn selbst ist der Mann! Vor allem wenn die Auswahl an bereits grillfertigem Fleisch nicht so sonderlich groß ist. Grundsätzlich ist mir das auch gut gelungen – nur ein wenig länger hätte das Stück Schwein ziehen können bevor die große Grillung startete. Vermutlich wird sich diesen Sommer aber schon noch die ein oder andere Möglichkeit dazu bieten, die Technik zu verfeinern.

Und sonst? Ein bisschen was geschafft, viel gelacht, viel gegessen, weniger Feuerwerk als letztes Jahr gesehen. Danke Wochenende, es war schön mit dir!