Potpourri in Mainz

Das ver­gan­gene Wochen­ende habe ich auf dem 3. Tref­fen des Lan­des­ver­ban­des in Mainz ver­bracht. Nach­dem ich im letz­ten Jahr schon eine Menge Spaß hatte und die Aus­schrei­bung auch recht span­nend klang, freute ich mich auf eine Menge Unter­hal­tung. Natür­lich wurde ich hier nicht enttäuscht.

Vor allem der Besuch bei einem inzwi­schen 96jährigen Pfad­fin­der war sehr inter­es­sant. Viel sagen konnte ich dort zwar nicht, aber Leo ist es anschei­nend auch gewohnt das man ihm zuhört. So beka­men wir eine ziem­lich gute Ana­lyse der heu­ti­gen Pfad­fin­de­rei und ein paar Tipps, unter­bro­chen durch die ein oder andere Anek­dote. „1923 kam ich zu den Pfad­fin­dern…“ Beein­dru­ckend, wie viel Ein­blick in unsere aktu­elle Arbeit der alte Herr hat.

Ansons­ten stand eine Streife über den Rhein­floh­markt auf dem Plan und eine Stadt­füh­rung haben wir auch mit­ge­macht. Hier fand ich es sehr schade, dass ich wegen mei­nes obi­gen Ter­mins lei­der nicht ganz mit­ge­hen konnte. Der junge Mann war sehr fit und hat wirk­lich prima erklärt.

Außer­dem habe ich das Wochen­ende genutzt, ein paar wenige Bil­der zu machen. Diese fin­den sich nun auch in mei­nem flickr-Stream.

Powerbook adé…

Fast vier lange Wochen lang habe ich mehr als unge­dul­dig gewar­tet, seit ges­tern steht es nun auf mei­nem Schreib­tisch: Das Mac­Book Pro, Modell „Late 2008″, löst nach guten drei Jah­ren mein Power­book G4 ab.

Ich habe mich für das „klei­nere“ Modell in der 15″-Reihe ent­schie­den, mir aller­dings direkt 4GB Spei­cher ein­bauen las­sen. Bis­her (also nach rund 24 Stun­den) bin ich mehr als zufrie­den. Das war vor­aus­zu­se­hen, hat die neue Kiste doch von allem wesent­lich mehr als das Power­book. Auch ansons­ten scheine ich nicht von einem der Feh­ler der neuen Geräte heim­ge­sucht zu wer­den, die im Moment die Runde machen.

Das Ein­rich­ten stellte sich mehr als ein­fach her­aus, auch wenn ich auf die Ver­wen­dung des Migra­ti­ons­as­sis­ten­ten ver­zich­tete. Da ich meine Email-Konten per IMAP ver­walte, musste ich nur die Ser­ver­da­ten in Mail ein­tra­gen und alles war wie­der auf gewohn­tem Stand. Net­News­Wire bekam auch nur meine Kon­takt­da­ten bei News­ga­tor mit­ge­teilt und schon lief auch dort wie­der alles. Ein­zig die Kalen­der und das Adress­buch musste ich manu­ell zuerst auf dem Power­book expor­tie­ren und dann wie­der impor­tie­ren. Runde 30GB Daten waren dann auch noch schnell über das Netz­werk her­über­ge­zo­gen und schon war alles wie­der so wie es gehört.

Da mein alter Pro­gram­m­ord­ner ein wenig über­füllt und die Soft­ware sicher­lich nicht kom­plett auf neu­es­tem Stand war, habe ich alles was ich (zusätz­lich zur mit­ge­lie­fer­ten Soft­ware) brau­che neu instal­liert. Hier­bei sind mir schon zwei Klei­nig­kei­ten auf­ge­fal­len, über die ich sicher­lich noch berich­ten werde. Bis dahin habe ich nun ein wenig mehr Spaß dabei, meine Diplom­ar­beit fer­tig zu tip­pen. Dass das zweite Pro­gramm das ges­tern auf dem nagel­neuen Rech­ner lan­dete auf den Namen „TeX­Shop“ hört, ist schon bezeichnend.

Juwel Kino Idar-Oberstein

Da wun­derte ich mich ja schon ein wenig ges­tern Abend: Als ich vom Bahn­hof abge­holt wurde, fuh­ren wir am Juwel-Kino vor­bei – einem von zwei Kinos die es frü­her in mei­ner alten Hei­mat gab. Schon vor eini­ger Zeit hatte ich mich dar­über geär­gert, dass man beide geschlos­sen hatte. Ein paar Kilo­me­ter außer­halb gibt es mit dem Movietown zwar mehr Kino als man gucken kann, aber in der Stadt war wie­der mal weni­ger los.

Ein pri­va­ter Betrei­ber hat das Kino nun wie­der­er­öff­net, wie ich auf der Web­seite der Stadt total pro­fes­sio­nell recher­chiert hab. Ich finde das wirk­lich super, gehört doch ein Kino irgend­wie in jede Stadt und nicht auf die grüne Wiese 25 Auto­mi­nu­ten entfernt.

Mit WALL·E und dem neuen James Bond hat man jetzt zwei aktu­elle Filme im Pro­gramm, in der Pres­se­mel­dung ver­spricht der neue Betrei­ber aber auch Pro­gramm­kino und will auch ins­be­son­dere auf die Wün­sche der Bür­ger ein­ge­hen. Das klingt alles schon mal recht gut in mei­nen Ohren.
Nun bin ich mal gespannt wie lange das Kino läuft und ob es auch von den Idar-Obersteiner Bür­gern ange­nom­men wird. Ich habe da lei­der ein paar Befürch­tun­gen, aber ich will nicht all zu schwarz malen. Das aktu­elle Kino­pro­gramm gibt es auch schon im Inter­net, aller­dings im Moment noch auf der Web­seite des Movietown integriert.

Die Eylandt-Recherche – Kinotermine

Da habe ich mich die­ser Tage doch ein wenig gewun­dert, warum schät­zungs­weise noch 40 Mil­li­ar­den Men­schen mehr über eine Google-Suche zu mei­nem Bei­trag „Die Eylandt-Recherche“ anka­men.

Ein Blick auf die Web­seite zum Film ver­riet mir dann: Inzwi­schen ist der Film ange­lau­fen. Es scheint wohl noch ein paar mehr Neu­gie­rige zu geben, die sich für den sehr mys­te­riös ange­kün­dig­ten Film rund um Gescheh­nisse in Duis­burg nach dem zwei­ten Welt­krieg bis hin dem euro­pa­wei­ten Strom­aus­fall 2006 interessieren.

Die genauen Auf­füh­rungs­ter­mine gibt es auf der Web­seite des Film­ver­leihs. Bonn ist lei­der nicht dabei, aber dafür Köln und ich über­lege ob und wann ich mir den Film anschauen soll. Mal schauen ob ich wen finde der mit­kommt. Seit ges­tern und noch bis zum 19. Novem­ber wird der Film im „Film­pa­last“ aufgeführt.

Ich bin ja immer noch gespannt was und wie viel nun an der Geschichte wirk­lich dran ist.

Vote for… irgendwas halt.

Politik-Content! Beim durch­stö­bern mei­ner News­feeds bin ich grade wie­der über ein paar Arti­kel zur Wahl in den USA gestol­pert. Gedan­ken mache ich mir da schon ein paar Tage drum, aber so recht was zu ver­blog­gen gab es da für mich nicht. Mit den US of A ver­bin­det mich nicht so arg viel. Ich habe keine Freunde oder Ver­wand­ten dort und selbst war ich auch noch nicht „drü­ben“, was ich aber sicher­lich noch ändern werde.
Ich mag einige US-Serien sehr gerne (Wohooo: Die nächste 24-Staffel kommt im Januar und vor­her noch ein Fern­seh­film!) und mein Com­pu­ter ist von einer Firma in Kali­for­nien.

Mit US-amerikanischer Poli­tik kann ich aber noch weit­aus weni­ger anfan­gen, als ich das mit euro­päi­scher oder bun­des­deut­scher tue. Ich weiß nur: Hier wie dort läuft eini­ges ver­kehrt und wenn man mich mal machen las­sen würde… Egal.

Ein paar Sachen habe ich dann aber gerade auf­ge­schnappt, die mir ein wenig aus der Seele spre­chen. Finja schreibt:

„All jene, die heute auf Wahl­par­ties gehen und unun­ter­bro­chen CNN lau­fen las­sen, die mit Herz­blut dis­ku­tie­ren und die “Pro­gramme” der Kan­di­da­ten bis ins Detail ken­nen – wie viele von denen wür­den einen ähnli­chen Auf­stand zur nächs­ten Bun­des­tags­wahl ver­an­stal­ten?“Quelle: Fin­ja­blog

Mich erin­nert das alles ein wenig an EM und WM. Rich­tig: Fuss­ball. Men­schen die nor­ma­ler­weise genau so poli­tik­ver­dros­sen sind wie meine Wenig­keit ken­nen sich auf ein­mal super aus und haben am bes­ten noch alle Poli­tik­wis­sen­schaf­ten stu­diert. Min­des­tens. Man will ja dazu­ge­hö­ren.
Dass das Wahl­er­geb­nis auch bei uns Aus­wir­kun­gen haben wird, steht außer Frage. Die USA sind nach wie vor eine Welt­macht und haben eine Menge Ein­fluss. Auch dadurch, dass man sicher­lich wei­ter­hin „World Police“ spie­len wird, sollte uns das Ergeb­nis inter­es­sie­ren. Aber muss man des­halb als Euro­päer Wahl­par­tys ver­an­stal­ten und sich die Nacht um die Ohren schla­gen? Irgend­wie sind sich alle einig: Obama ist cool, McCain nicht – da muss man natür­lich mitfiebern.

Nico Lumma sieht schon die nächs­ten Wah­len bei uns kom­men und hat (lei­der!) völ­lig recht, wenn er befürch­tet dass die nie­man­den so sehr inter­es­sie­ren wür­den – obwohl sie uns viel eher betref­fen. Schade eigentlich.

Ein ande­rer Aspekt auf den er ein­geht ist der Wahl­kampf. Den finde ich aus einem Grund wirk­lich impo­sant: Hier wer­den Ideen umge­setzt! Spä­tes­tens als ich von Oba­mas Wer­bung in einem Com­pu­ter­spiel las, war ich wirk­lich beein­druckt. Es tut mir leid, aber da kann der SPD-Ortsverein Ober­stein mit sei­nem Bre­zel­stand in der Fuß­gän­ger­zone lei­der nicht mit­hal­ten, auch wenn mein Herr Papa dahin­ter steht. Für unser Land würde ich mir mal etwas span­nen­de­res wün­schen. So könnte man viel­leicht auch die Jugend ein wenig eher moti­vie­ren. Nico Lumma hat dazu ein paar gute Ideen, viel­leicht nimmt das ja mal jemand auf. Man könnte sich aber auch eini­ges in den USA ein­fach abgucken.

Mein Punkt gegen den US-Wahlkampf sieht so aus:

Bild bei Nico Brün­jes ausgeliehen

Ent­schul­di­gung? Als ich heute in der Mit­tags­pause das Wort „Mil­li­ar­den“ in den Mund genom­men habe, dachte ich über­trie­ben zu haben. Aber da hat ja wohl nicht nur einen einen gewal­ti­gen Sprung in der Schüs­sel. Gute 2,5 Mil­li­ar­den Dol­lar sind viel­leicht aktu­ell nicht ganz so viele Euro, aber den­noch viel zu viel. Ich will gar nicht daran den­ken, was man mit dem Geld hätte wirk­lich sinn­vol­les anstel­len kön­nen. Ich glaube nicht nur in den USA gäbe es genug Orte, wo man mit einem Bruch­teil des Gel­des viel bewir­ken könnte. Hat eigent­lich New Orleans jemand wie­der auf­ge­baut? Das finde ich trau­rig. Wirklich.

Nun bin ich auch ein wenig gespannt wie das aus­ge­hen wird, wer noch wel­chen Beschiss an den Start bringt und wie lange es die­ses Mal dau­ern wird bis das amt­li­che Ergeb­nis fest­steht. Aber dazu reicht es, mor­gen in die Presse zu schauen.

Ein großes Bild

Letz­tens hatte ich ja ein wenig mit Pho­to­shop rum­ge­wer­kelt und dabei kam ein in mei­nen Augen ganz schö­nes Ergeb­nis her­aus. Wie pas­send, dass ich da noch eine Tri­gami–Aktion am Lau­fen hatte. In der Review sollte ich ein den Poster-Service Pos­ter­XXL testen.

Gesagt, getan – das Bild habe ich dann mal fröh­lich hin­ge­mailt und eine gute Woche spä­ter fand ich dann auch einen Zet­tel vom Paket­dienst in mei­nem Brief­kas­ten. Die Rolle mit dem (für mich) kos­ten­lo­sen 80*60cm gro­ßen Pos­ter passte wohl nicht durch den Brief­schlitz.
Vom Ergeb­nis mei­ner Bestel­lung bin ich ange­nehm über­rascht. Mein Bild fin­det sich auf schwe­rem HP-Fotopapier wie­der und ist von der Qua­li­tät her echt prima. Dies­be­züg­lich hatte ich ein wenig Beden­ken, weil meine Vor­lage sicher­lich nicht die beste war. Vor allem durch den Beschnitt waren in Pho­to­shop ja schon eine Menge Pixel ver­lo­ren gegangen.

Nor­ma­ler­weise kos­tet die Foto-Entwicklung in der Größe bei dem Dienst um die 20 Euro, aktu­ell gibt es ein Son­der­an­ge­bot für 14,99 Euro. Wie es preis­lich bei ande­ren Inter­net­an­bie­tern aus­schaut habe ich nicht wei­ter recher­chiert, aber in der Stadt habe ich die­ser Tage im Foto­la­den als ich einen Rah­men für das Bild kaufte auch Preise in die­ser Klasse gese­hen. Nun muss ich die Tage mal die im Kel­ler gefun­dene Bohr­ma­schine an den Start brin­gen. Falls man hier nichts mehr von mir liest, bin ich ver­mut­lich von der Lei­ter gefallen.

Wer auch gerne abstau­ben möchte kann das bei der aktu­el­len Son­der­ak­tion von Pos­ter­XXL machen. Das 40*20cm-Poster gibt es hier gerade kos­ten­los, die Ken­nen­lern­an­ge­bote sind mit 6.99 Euro (60*45cm) und 9,99 Euro (80*60cm) auch ziem­lich günstig.

MTV ist tot!

Einem Link bei twit­ter folgte ich zu einem Bei­trag in der ARD Media­thek: „Ent­las­sungs­welle bei MTV und Viva“ hieß es da in der Über­schrift, was mich natür­lich neu­gie­rig machte.

„Beim Musik­sen­der MTV ist seit letz­tem Mitt­woch die Hölle los. Als der Euro­pa­chef mit den Mit­ar­bei­tern spre­chen wollte, war allen klar, dass ein­schnei­dende Maß­nah­men dro­hen. Mit­ar­bei­ter wur­den gekün­digt, Sen­dun­gen ein­ge­stellt, lau­fende Pro­duk­tio­nen gestoppt. Übrig bleibt ein Rumpf­pro­gramm. […] Aber was da im Ver­bor­ge­nen geschieht, ist nicht weni­ger als das stille Ende einer Ära.“Quelle: ARD Mediathek

MTV sen­det also nur noch ein Rumpf­pro­gramm… Wayne? Inzwi­schen habe ich mir den kur­zen Bei­trag aus der Sen­dung zwei Mal ange­se­hen, denn seine Aus­sage trifft die Mei­nung die ich zu dem Thema habe ziem­lich genau. Musik­fern­se­hen ist tot, vor allem das Musik­fern­se­hen wie es uns von MTV oder VIVA in den ver­gan­ge­nen Jah­ren gezeigt wurde.

„Ken­nen sie jeman­den der MTV schaut?“

Diese Frage stellt der Jour­na­list in oben ver­link­tem Bei­trag. Ganz ehr­lich? Nein. Gerade die­ser Tage berich­tet ich in der Rau­cher­pause, dass ich letz­tens mal MTV geschaut habe. Am Sonn­tag­mor­gen kamen da wirk­lich eine halbe Stunde lang Musik­vi­deos mit Gitar­ren­mu­sik, was mich schon schwer wun­derte. Wäre der Sen­der vom vori­gen Abend als ich ein „Mas­ters“ über Metal­lica geschaut hatte nicht noch ein­ge­stellt gewe­sen, es wäre mir nicht auf­ge­fal­len. Das hatte ich bewusst ange­schal­tet, ansons­ten sind MTV und VIVA in den letz­ten Jah­ren immer mehr von mei­nem Schirm ver­schwun­den und im Pro­gramm­plan immer wei­ter hin­ten gelan­det. All die impor­tier­ten Sen­dun­gen mit College-Studenten, die sich auf mög­lichst dümm­li­che Art und Weise zum Affen machen, haben mich nicht inter­es­siert und an „Pimp My Ride“ hatte ich mich irgend wann auch satt gese­hen. Ob ich mit Mitte 20 nicht mehr zur Ziel­gruppe des Sen­ders gehöre, weiß ich nicht… Aber Gangster-Rap finde ich nun mal bescheu­ert und da ich annä­hernd täg­lich einen der kom­plex­ge­trie­be­nen Wannabe-Ghettoheinis auf dem Schirm wie­der­fand, starb so auch mein letz­tes Interesse.

MTV ist tot. Und genau wie der Mensch vom Intro-Magazin im Polylux-Beitrag frage ich mich „… und ist das nicht viel­leicht bes­ser so?“ Eigent­lich bin ich mir sogar sicher. Es ist es.
Ich kann mir vor­stel­len, wie das Herz von Ray Cokes (von dem ich eigent­lich nie ein Fan war) blu­tete, wenn er sich die Ent­wick­lung von MTV in den letz­ten Jah­ren anschaute. Die „Revo­lu­tion MTV“ ist vor­bei, heut­zu­tage schaut man sich Musik­vi­deos bei YouTube an. Nicht umsonst haben große wie kleine Musik­la­bels dort inzwi­schen eigene Accounts, in denen sie ihre Künst­ler (nicht nur mit deren Musik­vi­deos) präsentieren.

Genug geschimpft. Die­ser Tage gab es auch etwas posi­ti­ves aus eben jener Ecke: Mit MTV MUSIC ging ein neues Inter­net­an­ge­bot online, auf dem man (Ein Wun­der!) Musik­vi­deos aus dem Reper­toire von MTV und VH1 per Stream schauen kann. Zwar wird die Aus­wahl wohl im Moment noch aus­ge­baut, aber für den Such­be­griff „metal­lica“ hatte ich zum Bei­spiel schon mehr als 40 Tref­fer. Eine gute Sache die ich sicher­lich noch oft in Anspruch neh­men werde wenn meine iTunes-Bibliothek wie­der mal lang­wei­lig wird.

Und einen Fern­se­her habe ich ja sowieso nicht mehr…

Mediensucht?

Das Sat1-Magazin hat einer ber­li­ner Fami­lie über ein Wochen­ende alle Medi­en­ge­räte weg­ge­nom­men. Fünf (!) Fern­se­her, diverse Radios, Com­pu­ter und die Play­sta­tion. „Da geht’s denen bestimmt nicht so gut mit.“ dachte ich mir und sollte recht behal­ten. Erschre­ckend, wie die Fami­lie grade auf die Fern­se­her fixiert ist. Anschei­nend schien dies die ein­zige Frei­zeit­be­schäf­ti­gung der Men­schen zu sein. „Trau­rig, wenn man sonst nichts mit sich anfan­gen kann.“ dachte ich mir dann, schließ­lich lebe ich schon ein gutes hal­bes Jahr ohne Fern­se­her, und wirk­lich schlecht geht es mir damit nicht.

Der Ver­such der Fami­lie, es mal mit einem Gesell­schafts­spiel zu ver­su­chen, ist auch in die Hose gegan­gen. Erschre­ckend, wie schlecht die Leute mit­ein­an­der umge­hen kön­nen. Auf die Idee ein Buch in die Hand zu neh­men kam kei­ner, die ein­zige Lek­türe im Haus­halt scheint wirk­lich die Fern­seh­zei­tung zu sein. Lie­ber wurde dann mal einen hal­ben Tag geschla­fen und vor allem der Vater schien mir mit der Situa­tion völ­lig über­for­dert. Schlimm, wenn man so wenig mit sich und sei­ner Fami­lie anfan­gen kann.

Am Ende des Bei­trags sah man dann das Ehe­paar wie­der vor dem Fern­se­her lie­gen und Herr Papa freute sich über die Ruhe die nun herrscht. Kein Wun­der, schließ­lich hockte nach auf­rei­ben­den 48 Stun­den wie­der jeder vor sei­ner Kiste.

Wäh­rend ich mir ja zuerst dachte das ich nicht drauf bin, kamen mir nach kur­zer Zeit doch einige Beden­ken. Ohne Fern­se­her klappt in mei­nem Fall wirk­lich gut, den ver­misse ich wirk­lich nicht. Ganz ohne mediale Berie­se­lung in Form von Musik und auch dem Inter­net kann ich es mir aller­dings in mei­nem All­tag auch nicht vor­stel­len. Ich würde sicher­lich nicht inner­halb von 48 Stun­den völ­lig ver­zwei­felt sein, schließ­lich schaffe ich es im Som­mer auch regel­mä­ßig meh­rere Wochen ohne Fern­se­her, Com­pu­ter und Radio. Auf Fahrt habe (zumin­dest ich) sowas nicht dabei – und das ganz bewusst eigent­lich.
Mein All­tag ist durch Medien bestimmt: Ich sitze rein beruf­lich etwa 8 Stun­den am Tag kei­nen hal­ben Meter vor einem 24″-Display in das ein Com­pu­ter ein­ge­baut ist, der wie­derum per Stand­lei­tung am welt­wei­ten Daten­netz hängt. Ich trage meis­tens mei­nen iPod mit mir herum und bin dank Mobil­te­le­fon immer zu errei­chen. Auch wenn ich keine Ent­zugs­er­schei­nun­gen habe, auch über Wochen, ver­zich­ten möchte ich auf Dauer dar­auf nicht. Und so ganz ohne „Fern­se­hen“ lebe ich dann ja auch nicht, an „meine Serien“ komme ich ja auch anders. Den­noch werde ich mir glaube ich zu dem Thema noch ein paar Gedan­ken machen und mir über­le­gen wie ich meine Frei­zeit noch ein wenig „unme­dia­ler“ gestal­ten kann.

Den gan­zen Bei­trag kann man sich bei Sat1 online anschauen.

Kein Fernseher
Papa hat kein TV – und des­we­gen Puls

Via Ste­fan Nig­ge­meier.