Universität/Markt

Obiges Bild fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Es ist schon vor längerem in der U-Bahnstation „Universität/Markt“ hier in Bonn entstanden. Es mag komisch klingen, aber der 70er Jahre-Charme der Anlage gefällt mir. Dieser Tage war ich dann endlich noch einmal dort, dieses Mal auch mit Stativ.

Bei meinem letzten Besuch hatte ich es leider ein wenig mit dem geplanten Panorama-Bild vermasselt. Dieses Mal sind meine Aufnahmen gut geworden, ein erster Versuch mit Hugin ist vielversprechend.

Das „Stitchen“ der Bilder ist allerdings nicht ohne. Hier werde ich noch ein wenig Zeit einplanen müssen, bis alles wirklich gut sitzt. Für den Anfang bin ich allerdings schon sehr zufrieden.

Neue Schriftarten braucht das Land!

Wer hier aufmerksam mitliest, dem ist es schon aufgefallen: Ich suche in der letzten Zeit verstärkt nach Möglichkeiten um von den üblichen, „websicheren“ Schriften wegzukommen. Ein wenig habe ich mich schon an den Standardschriften sattgesehen. Außerdem ist im eher „verschnörkelt-verspielten“ Bereich da relativ wenig zu machen. Wenn man nicht gerade ComicSans einsetzen möchte.

Grundsätzlich ist es ja erst einmal so, dass die Schriftart die ein Browser darstellen soll auch auf dem Computer des Seitenbesuchers vorhanden sein muss. Es bringt mir also nichts, TotalCooleSchrift.ttf auf meiner Seite zu benutzen, wenn außer mir dieses Schrift niemand besitzt. Das klingt nach einem Problem!

Natürlich bin ich nicht der einzige, der sich mit diesem Thema auseinandersetzt und so haben sich schon einige kluge Menschen ein paar Gedanken um das Thema gemacht. Nachdem ich nun auch ein wenig recherchiert habe, sind mir grundsätzlich zwei Methoden in Erinnerung geblieben.

  • sIFR: Der auszugebende Text wird mit Hilfe von Javascript dynamisch in Flash gerendert. Das nennt sich dann sIFR.
    Hier liegt der zu verwendende Schriftsatz als Flash-Datei auf dem Server und mit ein wenig Javascript-Magie werden dann vorher bestimmte HTML-Elemente durch Flash-Elemente ersetzt. Sehr cool dabei: Der Text ist auch weiterhin markierbar und lässt sich auch kopieren. Wird Flash vom Browser nicht dargestellt, etwa weil das Plugin nicht installiert ist, rendert der Browser den normalen HTML-Tag. Das klingt doch alles schon mal ganz gut.
    Ein Nachteil in meinen Augen ist aber die Benutzung von Flash. Gerade auf dem Mac ist das Plugin nicht gerade ausgereift und verursacht teilweise eine enorme Prozessorlast. Ein wenig frickelig war bei meinen ersten Versuchen das anschließende justieren von Größe und Abständen des Textes mit CSS. Hier gilt es sich gegebenenfalls mal einzuarbeiten.
  • @font-face: Auch per CSS gibt es eine Möglichkeit, eigene Schriften in eine Webseite einzubinden. Kurioserweise wurde diese Methode übrigens ursprünglich von Microsoft entwickelt, war Bestandteil von CSS 2 und flog dann wieder aus den CSS 2.1-Spezifikationen, weil die Browserentwickler sie nicht implementierten. Mit CSS 3 kommt @font-face nun wieder. Dieses Mal ziehen anscheinend auch alle mit.
    Bei dieser Methode muss die entsprechende Schriftart in verschiedenen Varianten auf dem Webserver bereitstehen. Natürlich hat man sich wieder einmal nicht auf einen 100%igen Standard einigen können. Großer Vorteil: Es werden keine weiteren Technologien verwendet, HTML und CSS setzt man so oder so ein, wie auch schon bei der sIFR-Variante lässt sich hier der Text natürlich auch kopieren.
    Bei ersten Tests hat das Einbinden der Schriftarten leider nicht immer 100%ig funktioniert. Schade.

Das Ersetzen von Schrift durch Bilder (auch dynamisch, z.B. per GDlib) kommt für mich nicht in Frage. Die Lösungen über die ich hier bisher stolperte waren alle wesentlich komplizierter und aufwändiger als die oben genannten, das Ergebnis dafür aber eher nicht so schön.

Soweit zu den beiden Möglichkeiten, die ich mir noch näher anschauen muss. Beide Varianten sehen sehr vielversprechend aus, ich glaube dass ich für meine Zwecke schon was finden werde. Spaß am Basteln hatte ich ja schon immer, in der nächsten Zeit werde ich mich mit dem Thema noch ein wenig ausführlicher auseinandersetzen und die für mich beste Methode herausfinden.

Departed – Unter Feinden

Wenn Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Jack Nicholson, Mark Wahlberg und Martin Sheen in einem Film spielen, dann kann da schon mal nicht viel schlechtes bei rumkommen. Gestern schaute ich zum wiederholten Male Departed – Unter Feinden.

Der Scorsese-Film, der 2006 in den Kinos lief, begeisterte mich schon damals und hat es gestern auch wieder. Gleich zwei „Maulwürfe“ befinden sich „unter Feinden“ und spielen hier gegeneinander: Ein eingeschleuster Mafiosi in einer Polizeieinheit (Matt Damon) und ein Undercover-Polizist in der örtlichen Mafia. Spannend wird die Geschichte der beiden erzählt, bis es schließlich zum Showdown kommt. Eine Menge Blut fließt und bis zum Ende ist nicht so wirklich klar wer nun gerade wen mehr betrügt. Dabei wird auch auf die Geschichten der Charaktere eingegangen und besonders auf den Undercover-Polizisten Billy Costigan, gespielt von Leonardo DiCaprio, eingegangen.

Ein spannender Film, der auch über zweieinhalb Stunden nicht langweilig wird und sehr zu empfehlen ist. 5 von 5 möglichen Sternen.

Tutorial: Vignettierung mit Pixelmator

Der natürliche Randlichtabfall – fälschlicherweise oft auch natürliche Vignettierung genannt – führt zu einer stetigen Verdunkelung des Bildes zu den Bildecken hin.

Bild mit Vignette

Eigentlich versucht man also beim Kauf eines Objektives darauf zu achten, dass dieser Effekt nicht eintritt. Hin und wieder ist die Vignettierung aber ein schöner Effekt, den man dann irgendwie auf das Bild bekommen muss. Wie das mit dem großartigen Bildbearbeitungsprogramm Pixelmator geht, erkläre ich nach dem Klick.

Weiterlesen „Tutorial: Vignettierung mit Pixelmator“

13 Semester

Ich war mal wieder im Kino. 13 Semester war der Film unserer Wahl. Er hätte gut eine Dokumentation meines Studentenlebens sein können, war er aber nicht. Zum Glück! Das wäre vermutlich eher langweilig geworden.
So ging es hier um das Studium von Momo (Max Riemelt), der passenderweise im gleichen Jahr wie ich Abi gemacht hat1 und dann nach Darmstadt zieht um dort Wirtschaftsmathe zu studieren. Gut, dass er nicht nur das macht – sonst wäre der Film sicherlich auch nicht witzig geworden.

13 Semester

Ohne zu viel vorweg nehmen zu wollen: Momo verpeilt ein bischen was, ist nicht der allerfleißigste, es kommt ihm eine Frau (Claudia Eisinger, die als kleine Schwester von Heike Makatsch durchgehen könnte) dazwischen und sein Mitbewohner Bernd (Alexander Fehling) ist auch nicht gerade die größte Hilfe. 13 Semester verbringt Momo (nicht nur) an der Uni und erlebt dabei allerlei, sehr kurzweilig wird seine Geschichte erzählt. Mein Kompliment geht an Frieder Wittich und Oliver Ziegenbalg, die sich das Drehbuch ausgedacht haben: All zu fern von der Wirklichkeit wird hier nämlich gar nicht mal erzählt.

Zwar ist „13 Semester“ nicht unbedingt ein Film, den man im Kino gesehen haben muss, aber dennoch mal wieder ein Zeichen dafür das auch in Deutschland gute Filme produziert werden. Hinter den typischen US-amerikanischen Studentenkomödien muss der Film auf keinen Fall zurückstehen.

  1. Das ist jetzt aber auch die letzte Analogie zu meinem Leben []

Riesenpfütze

Die „Kuroshio Sea“ im Okinawa-Churaumi-Aquarium ist mit 7500 Kubikmetern der größte Aquatank im zweitgrößten Aquarium der Welt. Sagt die Wikipedia.

Ich mache mir echt nicht viel aus Fischen und so. Aber das Video – das sollte sich jeder mal Vollbild angeschaut haben. Wahnsinn. Abgefahren, was es dort alles zu sehen gibt.

(via)

Weg mit dem WordPress.com Stats-Smiley!

Wer ein WordPress-Blog betreibt und das Plugin „WordPress.com Stats“ (früher) oder heute „JetPack“ benutzt, wird ihn kennen: Den kleinen, nervigen Smiley irgendwo auf der Seite der vom Plugin eingebaut wird. Je nach Theme hängt der dann irgendwo im Layout rum und kann da schon mal recht störend sein. Schade eigentlich, denn das Plugin an sich ist schon ziemlich praktisch.

Der kluge Blogbetreiber wird den Smiley aber schnell los, dazu braucht es nur ein klein wenig CSS.
Man kopiere einfach folgenden Code in die CSS-Datei seines Themes:

/* Den WordPress.com-Stats-Smiley ausblenden */
#wpstats {
display: none;
visibility: hidden;
}

Schon ist das lästige Grinsegesicht verschwunden!

Pizzaservice in Idar-Oberstein

Über Weihnachten war ich in der alten Heimat. Idar-Oberstein heißt die kleine Stadt an der Nahe, aus der ich ursprünglich komme. Erschreckendes musste ich dort feststellen: Meine Eltern haben tatsächlich noch nie in ihrem Leben Pizza bestellt! Diese traurige Wahrheit kam heraus, als der sonntägliche Tatort anstand.

„Dagegen kann man was machen!“ dachte ich mir so und tippte mal ein wenig in Google herum. Dabei tat sich mir noch viel größeres Grauen auf: Exakt eine (!) der doch recht zahlreichen Pizzerien in Idar-Oberstein und Umgebung hat es geschafft, ihre Karte auch ins Internet zu bringen. Ein wenig mitleidig bemerkte ich, dass die Pizzeria „Alte Göttenbach“ immerhin zwei Seiten mit Pizzen in ein Frameset (!!) gepackt hat. Komischerweise sollten die fünf Pizzen bei Selbstabholung dann 20 Minuten brauchen, während für die Lieferung über Schätzungsweise fünf Kilometer eine Stunde veranschlagt wurde. Aber besser als nichts, da wurde dann bestellt und abgeholt. Bringdienst kann man das ja auch nicht nennen.

Mein Fazit dieses Abends: Ein guter Tatort1, Eltern die um eine Erfahrung reicher sind und die traurige Erkenntnis, dass die Provinz noch ein wenig provinzieller ist als ich dachte.

  1. Der mit den alten Herrschaften, die gemeinsam Selbstmord begehen wollten. []

Silvesterurlaub

„Martin, was hast du eigentlich in den letzten Tagen so getrieben?“ – das könnte man mich fragen, wenn man mich denn treffen würde. „Ich war weg, so ein wenig Urlaub machen.“ würde ich wohl antworten. Mal ein wenig rauskommen, aus diesem Alltag.

Stimmt sogar. Die letzten paar Tage wohnte ich im Wohnhaus einer alten Mühle. Diese soll in den nächsten Jahren von ein paar fleißigen Menschen wieder hergerichtet und renoviert werden. Das etwas rustikale Häuschen dazu ist bewohnbar. Und beheizbar. Ein großer Kachelofen sorgt für mehr als wohlige Wärme und man kann prima rumgammeln, essen, Spiele spielen, rumliegen, lesen, schwatzen. Ein paar nette Menschen waren dabei. Sehr entspannt. Internet gab’s da keins und das iPhone blieb die meiste Zeit aus.

Die alte Mühle ist im wesentlichen mal alt. Und ein toller Ort um Bilder zu machen. Ein paar sehr dankbare Motive fand ich dort vor.

Waage Werkzeug

Ein paar Bilder mehr gibt es in einem Mühlen-Album bei flickr. Ich habe wieder einmal festgestellt, wie viel Spaß es mir macht mit der Kamera loszuziehen und zu experimentieren. Davon wird es sicherlich im kommenden Jahr auch noch mehr geben. Frau Anna war übrigens mit dabei und hat auch ein paar Bilder gemacht.

Das Jahr startete dementsprechend sehr entspannt, es kann nun richtig losgehen. Ich habe einiges vor und könnte mir vorstellen, dass 2010 ein gutes Jahr wird. Ab geht’s!

Weihnachten

Weihnachtsbaum

Stille Nacht, heilige Nacht! Für mich jetzt so als Atheisten eher nicht so. Aber Weihnachten ist kein christliches Fest, also darf ich auch! Aber warum eigentlich? Dieser Tage machte ich mir diesbezüglich ein paar Gedanken.

Die Geschenke sind es nicht. Ich schenke zwar gerne – und werde noch viel lieber beschenkt – aber gerade in den letzten Jahren hat das Weihnachtsfest einen anderen Aspekt für mich: Zusammenkunft.
Schon bevor ich meinen Heimatort verlassen habe, machten das eine Menge anderer Menschen. Viele davon kann ich, obwohl ich ja nicht gerade als Menschenfreund bekannt bin, ziemlich gut leiden. Im Laufe der Jahre wurden so die wirklich gemeinsamen Aktivitäten immer weniger. Wo man früher irgendwie drei Autos brauchte um auszugehen, saßen auf einmal nur noch zwei Hansel in der Karre. Schade.

An Weihnachten zieht es dann aber doch alle wieder in die alte Heimat. Zum einen genieße ich es sehr, mal mit Ruhe bei meinen Eltern abhängen zu können. Nicht einer der seltenen und kurzen Wochenend-Besuche, an denen man Freitags erst spät und übermüdet aufschlägt und am Sonntag schon nach einem schnellen Mittagessen wieder abhauen muss. Dann das Zusammentreffen all der Leute, die man sonst so schwer unter einen Hut bekommt. Gestern Nacht saßen in dieser Kneipe viele Menschen an einem großen Tisch und ich weiß nicht, wie lange es her ist, dass das so war. In dieser Menge und Mischung. Vermutlich im letzten Jahr.

Ich bleibe noch ein paar Tage hier und freue mich. Ein frohes Fest euch allen!1

  1. Und all das, obwohl ich eigentlich gar keinen Weihnachtsgruß in diesem Blogdings hier veröffentlichen wollte. []