Weihnachten

Weihnachtsbaum

Stille Nacht, heilige Nacht! Für mich jetzt so als Atheisten eher nicht so. Aber Weihnachten ist kein christliches Fest, also darf ich auch! Aber warum eigentlich? Dieser Tage machte ich mir diesbezüglich ein paar Gedanken.

Die Geschenke sind es nicht. Ich schenke zwar gerne – und werde noch viel lieber beschenkt – aber gerade in den letzten Jahren hat das Weihnachtsfest einen anderen Aspekt für mich: Zusammenkunft.
Schon bevor ich meinen Heimatort verlassen habe, machten das eine Menge anderer Menschen. Viele davon kann ich, obwohl ich ja nicht gerade als Menschenfreund bekannt bin, ziemlich gut leiden. Im Laufe der Jahre wurden so die wirklich gemeinsamen Aktivitäten immer weniger. Wo man früher irgendwie drei Autos brauchte um auszugehen, saßen auf einmal nur noch zwei Hansel in der Karre. Schade.

An Weihnachten zieht es dann aber doch alle wieder in die alte Heimat. Zum einen genieße ich es sehr, mal mit Ruhe bei meinen Eltern abhängen zu können. Nicht einer der seltenen und kurzen Wochenend-Besuche, an denen man Freitags erst spät und übermüdet aufschlägt und am Sonntag schon nach einem schnellen Mittagessen wieder abhauen muss. Dann das Zusammentreffen all der Leute, die man sonst so schwer unter einen Hut bekommt. Gestern Nacht saßen in dieser Kneipe viele Menschen an einem großen Tisch und ich weiß nicht, wie lange es her ist, dass das so war. In dieser Menge und Mischung. Vermutlich im letzten Jahr.

Ich bleibe noch ein paar Tage hier und freue mich. Ein frohes Fest euch allen!1

  1. Und all das, obwohl ich eigentlich gar keinen Weihnachtsgruß in diesem Blogdings hier veröffentlichen wollte. []

Meine 15 Minuten Ruhm

Das war’s mit dem Leben. Ich kann einpacken, aufhören, Schluß machen. Alles, was man erreichen kann, habe ich nun auch erreicht. Es ist vollbracht: Gestern war ich in der Zeitung: Ein Tweet über Hiphop hat es als einer der „Tweets des Tages“ in die gedruckte „Welt kompakt“ geschafft. Großartig, oder?

Dabei wäre es vor längerem schon mal fast soweit gewesen, damals hatte ich mir das Käseblatt sogar extra gekauft. Um dann festzustellen, dass ich in letzter Minute wohl doch noch rausgeflogen bin. Nun ist all die Enttäuschung, all der Gram, vergessen. Meine verdienten 15 Minuten Ruhm hab ich abbekommen. So long! Und danke für den Fisch!

Schablonensprüher

Streetart in Bonn - der "Alle mal malen-Mann"

Das ganze Wochenende in der Bude rumsitzen geht ja auch nicht. Deshalb war am Sonntagnachmittag schnell warme Kleidung angelegt und die Kamera geschultert. Schon länger wollte ich mal durch die Altstadt ziehen und ein paar Bilder von Schablonengraffitis machen. Die häufen sich dort nämlich in der letzten Zeit, drüben beim bnlog wird das auch fleißig dokumentiert.

Besonders angetan haben es mir die Graffitis die mit Hilfe einer Schablone erstellt werden. Die Motive sind teilweise sehr kreativ und bestechen durch ihre Einfachheit und Aussagekraft. Trotz der Einfachheit. Vor allem finde ich die Motive wesentlich schöner als die vielen Tags von „INF“ und anderen Gruppen. Für das Geschmiere (und nichts anderes ist es in meinen Augen) habe ich nicht viel übrig.
Wie gut ich die Verschönerung der Stadt mit Hilfe von schablonengesprühten Bildern finden soll, weiß ich auch noch nicht. Auch wenn ich die Bilder sehr mag, bin ich doch immer wieder auch ein wenig traurig wenn ich sie auf einem eigentlich auch so schon sehr schönen Altbau-Gebäude vorfinde. Ein wenig konservativ bin ich da ja schon. Ich glaube die Künstler sollten sich besser mal nicht von Polizei oder Ordnungsamt erwischen lassen.

Streetart in Bonn - "Trinker"

Etwa 15 verschiedene hab ich in der guten Stunde, in der ich unterwegs war, fotografieren können. Sehr spannend ist es, wo die Bilder überall zu finden sind. Man muss schon mit ziemlich offnen Augen durch die Gegend laufen. Hin und wieder wundert man sich ein wenig, wie jemand auf die Idee kommen kann, an dieser Stelle kreativ tätig zu werden.
Ich habe mit den Bilder auch noch was vor, allerdings gilt es da zuerst noch ein wenig Arbeit reinzustecken.

Montagmorgen.

Montag, 8.30 Uhr. Vor gut 53 Stunden saß ich das letzte Mal vor diesem Computer. „Eigentlich ganz schön viel Zeit“ denkt man sich so. Das Wochenende war ereignisreich: Ein Vollrausch, zwei Mal ausgeschlafen, mehrmals überfressen, Mitbewohnersuche, mit der Kamera unterwegs gewesen, am Blog geschraubt, geputzt, Kram erledigt. Und doch irgendwie nicht alles geschafft.

Die Wochenenden sind zu kurz. Jedes Mal bleibt eine Menge Kram über, der eigentlich erledigt sein sollte. Mit meinem Weihnachtsgeschenke-Einkauf bin ich nicht wirklich weiter gekommen, die Wäsche blieb ungewaschen und eine Menge Kram der eigentlich ausprobiert und ins Internet gepackt werden sollte, schlummert weiterhin auf meiner Festplatte.
Nun ist es Montag, inzwischen 8.45 Uhr. Ich werde jeden Tag gute neun Stunden in der Firma rumhängen, ein paar nette und auch ein paar nervige Dinge machen müssen – dafür werde ich bezahlt. Abends dann wenig Lust und Elan noch was gescheites zu tun. Mitbewohner-Casting steht an, so richtig zu was kommen werde ich also so oder so nicht. Bis dann das nächste Wochenende ansteht.

Das klingt nun nach einem fiesen Wochenend-Fazit. Ist aber gar nicht so. Ich bin zufrieden, ich hatte Spaß. Die Wochenenden müssten eben ein wenig länger sein.

Und ihr so?

Anajo

Ich höre mir ja gerne auch mal (für mich) neue Musik an. Frau Anna ist zum Beispiel ganz begeistert von Anajo, einer Indie-Band aus Augsburg. Die haben grade zu ihrem zehnjährigen Bandbestehen ein neues Album namens Anajo und das Poporchester herausgebracht und gehen damit auch gerade auf Clubtour.

Ich kannte von den drei Typen bisher nur ein oder zwei Lieder die auf den einschlägigen Abspackveranstaltungen, die ich so gerne besuche, laufen. Gestern Abend schauten wir uns die Band dann im Subway an. Der ziemlich kleine Laden war etwa zu zwei Dritteln gefüllt und die Stimmung war wirklich gut. Mir hat es gefallen, die Band erinnert mich vom Stil her ein wenig an die Sportfreunde Stiller in ihren frühen Tagen, wenn auch mit irgendwie schöneren Texten.

Die aktuelle Single ist ein deutsches Cover des allseits bekannten „Boys don’t cry“ von The Cure. Auch nicht schlecht. Ein Detail ist mir dazu gerade beim Schreiben dieses Artikels aufgefallen: Der Regisseur und Produzent des Videos ist übrigens der Kim Frank, der früher mit seiner Band Echt einige bekannte Titel hatte. Nett.

Ganz schön indie kommt man sich da schon vor, nicht? Doof nur, dass man anscheinend als Indie-Band erst zu möglichst später Stunde anfängt zu spielen. Schon letzte Woche beim Konzert von Port O’Brien musste ich während des letzten Stücks der Zugabe gehen. Gestern war es genau so. Ich glaube eigentlich nicht, dass es irgendjemand weh tun würde mal eine halbe Stunde früher anfangen zu spielen. Die letzte Bahn nach Bonn wartet leider nicht.

Fahrradstraße

Neu bei flickr: Ein paar Bilder aus dem Florentiusgraben in Bonn, auch bekannt als Fahrradstraße, die ich in der vergangenen Woche gemacht habe.

Fahrradstraße

Die schönen Lampen an den Häusern waren mir tagsüber aufgefallen und sind der eigentliche Grund für meinen Ausflug dort hin gewesen. Dass die Häuser auch noch farblich total gut zueinander passen, sah ich erst als ich später mit Kamera und Stativ dort auftauchte. Bevor der Regen einsetzte, gelang es mir noch ein paar schöne Bilder zu machen. So zum Beispiel obiges Panorama aus vier Bildern.

Nelson DeMille – Nachtflug mit Flug 800

Dieser Tage hat mich ein Buch wieder besonders gefesselt: Nachtflug1 von Nelson DeMille.

Als großer Freund von Geheimdienstgeschichten und Verschwörungstheorien war ich hier wirklich gut bedient. Die Geschichte dreht sich um die Explosion und den anschließenden Absturz von TWA Flug 800. Dies ist tatsächlich im Juli 1996 geschehen und der Autor baut darum die fiktive Geschichte eines Polizisten auf. Sie spielt 2001, fünf Jahre nach dem Unglück und erzählt aus seiner Perspektive von den Ermittlungen die er nebenbei anstellt. Natürlich wird das an höherer Stelle nicht gern gesehen und so wird die ganze Geschichte ganz schnell kompliziert. CIA, FBI und die Polizei haben ihre Finger im Spiel, ein Video taucht auf und verschwindet wieder. Zum Schluss nimmt die Geschichte dann auch ein sehr beeindruckendes Ende – aber ich will gar nicht zu viel verraten.

Besonders gut gefallen hat mir die Art und Weise in der das Buch geschrieben ist. Der Polizist John Corey hat seinen ganz eigenen Humor und eine Menge Gedanken, die er zum Glück nicht ausspricht. Aufgeschrieben werden sie trotzdem, was den Mann zu einem sehr sympathischen Hauptdarsteller werden lässt.

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Port O’Brien

In meiner iTunes-Bibliothek stolperte ich irgendwann über den Titel „I woke up today“, der kalifornischen Band Port O’Brien. Ein etwas hippiesker, gute Laune verbreitender Song. Woher der kam? Keine Ahnung, vermutlich lud ich den Titel irgendwann mal in einem freien Sampler herunter.
Ein wenig angefixt hörte ich ein paar Titel zur Probe und packte per iTunes dann direkt zwei Alben auf meinen Computer. Als ich dann kurz darauf auch noch las, dass es ein Konzert in Köln geben wird, hielt mich nahezu nichts mehr.

So stand ich dann gestern Abend im Gebäude 9 und freute mich auf ein Konzert. Um es kurz zu machen: Ich wurde nicht enttäuscht, denn auch die beiden Vorbands waren schon grandios.

Nachdem die beiden schwedischen Mädels von First Aid Kid einen ruhigen Einstand gegeben und die Kapelle Royal Bangs dann mit schwer rhythmischen (aber sehr gut gemachtem) Krach die Menge angeheizt hatten, ging es mit Port O’Brien los.

Im Wesentlichen spielte man Titel aus dem aktuellen Album Threadbare, aber auch ein paar ältere Stücke.
Die Stimmung im Publikum war super, es wurde fleißig abgespackt und so ging die Zeit viel zu schnell um, so dass ich am Ende noch einen kleinen Spurt zum Bahnhof einlegen musste, um den letzten Zug zu bekommen. Mein Fazit: Volle Punktzahl für dieses Konzert, in die Musik sollte man mal reinhören.

Alpenpanorama

Auf meiner flickr-Seite veröffentliche ich ja dann und wann auch gerne mal ein paar Bilder, meistens (leider) völlig unkommentiert. Zu einigen könnte man ja auch mal ein paar Worte verlieren. Zu diesem hier zum Beispiel:

Alpenpanorama

Entstanden ist das Bild im September, als ich mich mit einer Gruppe von wanderbegeisterten Herren im Zillertal aufhielt. Nach einer mittelanstrengenden Tour zur Berliner Hütte stand ich dann da und hatte diese tolle Aussicht. Überhaupt hatte ich in den vier Tagen in den Bergen mehr Aussicht, als das ich alles hätte fotografieren können.
Die Aussicht dann aber in den Fotoapparat zu bekommen, stellte sich manchmal als schwer heraus da man gar nicht genug Weitwinkel dabei haben kann. So sind in diesem Tagen einige Panoramas entstanden, unter anderem das oben abgebildete.

Was dahinter steckt, sieht man dem Foto auf den ersten Blick gar nicht an. Aus sechzehn Bildern hat mir Photoshop mit seiner großartigen „Photomerge“-Funktion ein Bild mit der Größe von etwa 7500*6700 Pixeln berechnet. Ganz schön riesig: Auf einem 24″-Display lässt sich das Gesamtbild nur anschauen wenn man es auf 16% verkleinert, die PSD-Datei ist fast 700MB groß.