Geknipse

Posttower

So ein wenig langweilig ist mir Abends dann schon geworden, als ich letztens dann mein Diplom abgeschlossen hab. Zwar habe ich nach wie vor einiges zu tun, aber Pfadfinder-Arbeit zum Beispiel ist dann auch irgendwie Arbeit und so richtig entspannt bin ich dabei auch nicht.

Deshalb bin ich dieser Tage mal losgezogen und habe mir ein neues Hobby zugelegt. Mit dem Gedanken mir eine Kamera zulegen zu wollen, bin ich ja schon eine ganze Weile schwanger gegangen und nun ist es eine EOS 450D aus dem Hause Canon geworden. Damit kann ich nun nicht nur losziehen und tolle Bilder knipsen, sondern auch noch eine Menge Arbeit in das Sichten und Nachbearbeiten der Bilder stecken. Super!

Sonntag habe ich mich dann mal auf die Socken gemacht und ein wenig die Stadt erkundet. Mein Ziel war die Ausstellung der Entwürfe zum Neubau der Beethovenhalle in der Lounge des Post Towers. Nachdem ich mir diese (oberflächlich, ich hab ja keine Ahnung) angeschaut hatte, hab ich dann noch ein wenig die Umgebung des Post Towers unsicher gemacht. Leider war das Wetter nicht so ganz auf meiner Seite, trotzdem habe ich aber das ein oder andere schöne Motiv auftreiben können. Eines davon gibt es oben zu sehen, ansonsten gibt es natürlich wie immer einiges mehr in meinem flickr-Stream zu sehen.

Auf jeden Fall habe ich jetzt wieder eine Menge auszuprobieren und zu lernen. Ich freue mich schon drauf.

WordPress-Update: Problem bei Host Europe

Mit meinem Webhoster bin ich ja wirklich zufrieden. Host Europe ist jetzt nicht gerade der billigste Laden, aber meine Erfahrungen (gerade mit den Kundenservice) machen das schon bezahlt. Wir erinnern uns: Ich bin manchmal auch nicht so klug, wenn es um Updates geht.

Ein Problem hatte ich dann doch aber die ganze Zeit noch: Aus einem mir nicht erfindlichen Grund wollte diese tolle neue automatische Update-Funktion von WordPress nie funktionieren. Ein paar mal hatte ich schon (anscheinend was falsches) gegooglet. Vorhin bin ich dann auf die Lösung gestoßen, als ich über das Blog wp-optimieren.de stolperte.

Folgendermaßen sieht die Lösung aus: Wir fügen der wp-config.php einfach noch eine weitere Variable hinzu:

putenv('TMPDIR='.ini_get('upload_tmp_dir') );

…und schon läuft alles wie geschmiert. Vielen Dank an dieser Stelle von mir.

Ken Follet – Eisfieber

Da habe ich doch wieder was gelesen: “Eisfieber” heißt der Roman, er stammt aus der Feder von Ken Follet. Auf dem Cover prangt dann sehr groß das allgemein bekannte Zeichen für biologische Gefährdung.

Darum geht es dann auch: In Schottland wird in einem Pharmaunternehmen ein Virus erforscht, das noch wesentlich gefährlicher als das bekannte und allseits beliebte Ebola ist. Natürlich geht einiges schief, ein wenig Virus landet in der freien Wildbahn und der Rest wird auch prompt noch geklaut. Das die Geschichte an Weihnachten spielt, wundert dann wohl keinen mehr.

Die nachfolgenden etwa 460 Seiten erlebt man dann, wie die Sicherheitschefin der Firma diese Situation meistert. Dabei kommt ihre Vergangenheit dann ins Spiel und eine gescheite Zukunft versucht sie sich auch aufzubauen.
Wen das nun verwirrt haben sollte, oder vielleicht neugierig, dem sei die Lektüre des Buches empfohlen. Wer so wie ich auf gut geschriebene, spannende Unterhaltungsliteratur steht, ist mit diesem Buch gut bedient.

Jugendsprache?

Im Mängelexemplar-Buchladen meines Vertrauens habe ich letztens was zu meinem Mängelexemplar dazubekommen: Den PONS Kalender Jugendsprache 2009. “Geiler Scheiß!”, dachte ich mir da, “Da kann man noch was lernen, dann komme ich noch jugendlicher rüber!”

Weit gefehlt. Ich weiß ja nicht genau, wer das Ding zusammengestellt hat, aber wenn das wirklich “Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland” waren, dann haben sie irgendwie die falschen gefragt.
Weiter als bis zum 17. Januar habe ich die Seiten noch nicht abgerissen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich weiter machen möchte. “Jugendsprache” ist bei mir irgendwie was anderes. Bis jetzt habe ich gelernt, was ein “Murmelschuppen” (Kirche) ist, dass ein “Ramadeckel” für fettige Haare steht und “sich ne Kippe einbauen” eigentlich bei der Jugend von heute “lungenbräunen” heißt.

Vielleicht habe ich ja irgendwas nicht mitbekommen, aber in meiner Peergroup geht es doch etwas vulgärer zu. Gibt es die Kinder mit den tollen Manieren und den spitzenmäßigen Umgangsformen, über die Erich Kästner, Enid Blyton und Astrid Lindgren ihre Bücher schrieben, eigentlich noch? Anscheinend schon. Aber sie verstecken sich irgendwo zwischen all den Ghettokids die man so auf der Straße trifft. Lustig wäre das schon: “Ey Alder! Check mal den Asphaltpickel (kleiner Hund), der ist voll vierlagig (voll gut)!” Die Begriffe sind eigentlich auch recht witzig, allerdings bezweifle ich so ein wenig dass 90% der Worte wirklich benutzt werden.

Chillen steht übrigens auch drin. Wenigstens eins das man kennt. Danke.

I believe I can fly

Ich bin ja nun nicht so der Extremsportler. Eigentlich hab ich ja bekanntlich ziemliche Höhenangst. Deshalb hat es mir an einigen Stellen in folgendem Video auch ein wenig den Magen zusammengezogen.

Dennoch sind die Aufnahmen mehr als beeindruckend. Mit der Kamera würde ich die Herren gerne mal begleiten, selber machen muss eher nicht sein.

Via Twitter, irgendwann letztens schon.

Vortrag mit Hindernissen

Letzte Woche hatte ich einen Vortrag zu halten.

Die Vorbereitung auf so eine Sache wird von mir dann ja gerne mal aufgeschoben oder gänzlich verdrängt. So ergab es sich, dass ich in der Nacht auf Donnerstag so gegen 1 Uhr hier saß und meine Notizen zu den Folien drucken wollte – woraufhin mir der Drucker spontan “Ach, mach erst mal neuen Toner rein” zu verstehen gab. Nun lasse ich mich dadurch ja nicht aus der Ruhe bringen, damit hatte ich schon fast gerechnet und schon vor einiger Zeit hatte ich mir eine Tonerkartusche beim Landesverband bestellt. Die Packung war auch schnell aufgerissen, doch dummerweise entpuppte sich die “Kartusche” dann als irgendwas walzenartiges. Zwar passt das auch in den Drucker, aber Farbe kommt dadurch noch lange keine auf das Papier. Gut, dass ich mich noch an den “Copyshop from Hell” erinnerte, also schnell die Kartusche geschüttelt, wieder eingesetzt und schon kamen mit Ach und Krach noch meine zehn Seiten heraus.

Wir springen an den nächsten Morgen: 11 Uhr sollte es losgehen, ich war frühzeitig da und die Technik war auch vor Ort. Mit meinem neuen Adapter fühlte ich mich auch bestens vorbereitet. Dumm nur, dass der zur Verfügung stehende Beamer nur einen VGA-Anschluss hatte. Da fehlte also ein Stück.
Gut, dass ich den passenden VGA- auf DVI-Adapter auch noch am Start hatte. Dumm, dass mein neuer Adapter nicht an den anderen dran passte. Ich habe dann ein wenig Richtung Apple geflucht, dass sie es nicht schaffen ihre eigenen Adapter aneinander anzupassen. Irgendwie ärgere ich mich in der letzten Zeit echt oft über den Laden.

Wer jetzt verwirrt ist, folgende Konstellation hätte das gegeben:

MacBook Pro (Mini-Displayport) – Adapter (Mini-Displayport => DVI) – Adapter (DVI => VGA) – Beamer (VGA)

Ein zweites MacBook war dann zu meinem Glück auch noch da, dafür gab es auch direkt einen VGA-Adapter. Nun galt es noch, meine Präsentation drauf zu bekommen. Natürlich hatte ich mit einer neueren Keynote-Version gearbeitet, als dort installiert war. So langsam wäre ich dann auch gerne mal in Tränen ausgebrochen.

Punkt 11 Uhr war dann aber auch alles konvertiert und kopiert es konnte dann doch noch losgehen. Meine Präsentation war dann auch recht erfolgreich. Ich darf mich nun “Diplom Informatiker (FH)” nennen. Kolloquium bestanden.

Thomas A. Ruhk – Totenbaum

Ich lese ja ganz gerne. Das ist eine prima Abwechslung zum Serien gucken und all dem anderen Mist, den man Abends so machen kann, wenn man sich eigentlich auf was wichtiges vorbereiten sollte.

Dieser Tage habe ich nun Totenbaum von Thomas A. Ruhk zu Ende gelesen. Dies ist, nach dem schon besprochenen Strohbär, der zweite Roman des Autors der aus meiner Heimatstadt kommt.

Die Akteure des Romans sind soweit alle schon bekannt: Es dreht sich wieder um den Kommissar Finn Steinmann, der nach Idar-Oberstein gerufen wird, als dort gleich drei Leichen um eine alte Fichte gefunden werden. Wie soll es anders sein: Es handelt sich um einen Fall, der sich rund um Druiden und deren Geschichte aufspannt. Ruhk hat wieder ein spannendes Buch geschrieben, dass mich sehr gefesselt hat, so wirklich vorhersehbar ist das Ende nicht.

Wie schon beim letzten Mal finde ich es sehr spannend einige der Orte zu kennen, an denen die Handlung spielt. Der “Kopf-Film” ist so um einiges spannender als sonst, vor allem “High Noon auf der Kirschweiler’ Festung” ist fast nicht zu toppen.

Prädikat: Lesenswert.

Disclaimer: Wie Matthias schon beim Strohbär kommentierte: Ich habe zusammen mit dem Schwager des Autors Abitur gemacht. Dieses Mal ist der gute Claus auch in der Danksagung erwähnt. Eventuell bin ich durch diese Beziehung zum Autor ein wenig voreingenommen.

Electric Superdanceband

Gestern Abend besuchte ich ein Konzert der im Moment recht angesagten Kapelle “Deichkind”. Durch ein wenig Glück war ich an eine Karte für das ausverkaufte Konzert gekommen und so fand ich mich gestern Abend statt auf der (da noch nicht gelieferten) Couch, im Palladium zu Köln wieder.

“Punkt 8!” sollte es losgehen, was natürlich nicht der Fall war. Statt einer Vorband liefen auf einer Leinwand vor der Bühne allerlei Musikvideos, was die Halle schon ganz gut in Stimmung brachte. Von den Ramones bis hin zu Fatboy Slim war alles dabei.
Erst viertel vor 9 Uhr startete dann das Intro-Video der Band und dann ging es gute anderthalb Stunden nur ab: Selbst wenn man wie ich nicht ein 100%iger Fan der Band ist, es bleibt einem nicht viel anderes übrig als mitzugehen.
Es war sehr imposant anzusehen: Die Band hat es wirklich geschafft, dass die Halle nahezu bebte und wirklich alles was zwei Beine hatte mitgesprungen ist. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass ich mein geplantes Sportprogramm aussetzen könnte, wenn ich alle zwei Tage ein solches Konzert hätte.

Wie schon auf dem Rocco-del-Schlacko im vergangenen Jahr wurde wieder allerhand Kram auf die Bühne gestellt und die Show kann durchaus als “Bizarr” angesehen werden. Besonders gefreut habe ich mich ja darüber, dass auch “Bon Voyage” gespielt wurde. Das kenne ich noch aus meiner Jugend. Mit “Luftbahn” habe ich dann auch direkt ein (wenn auch nicht ganz typisches, eher ruhiges) neues Lieblingslied für den Moment gefunden.

Spitzen Sache war das. Gerne wieder!

Kapitalistenschweine!

Ich bin ja schon so ein kleiner Apple-Fanboy, zugegeben. Dennoch bleibt es nicht aus, dass ich mich über den Laden mal aufrege. Bedingt durch das anstehende Kolloquium meiner Diplomarbeit klicke ich gerade eine Präsentation in Keynote zusammen. Die aktuelle ’09er-Version ist auch echt schön geworden und ich denke dass ich da auch nach Ablauf der Trial zugreifen werde.

Aber eigentlich regt mich was anderes auf: So eine Präsentation will ja auch gebeamt werden. Dazu muss man den Computer bekanntlich irgendwie an ein projektorähnliches Gerät anschließen. Dumm nur, dass Apple seit neuestem Mini Displayport-Ausgänge in ihre Computer einbaut. Am Powerbook gab es noch einen vollwertigen DVI-Anschluss. Displayport mag nun der Oberchecker-Anschluss schlechthin sein, aber warum legt Apple einem Notebook, für das man fast 2000 Euro auf den Tisch legt, nicht mal ein paar Adapter bei? Ich denke nicht, dass die sonderlich teuer in der Produktion sind.

Mini Displayport -> DIV-Adapter

So bin ich gestern mal zu Gravis geschlappt und hab mir dort für 28-nochwas einen Adapter gekauft: “Mini Displayport auf DVI”. Dass Gravis anscheinend sein gesamtes Kassenpersonal entlassen hat und ich da fast eine Viertelstunde vor einem unbesetzten Tresen stand bis sich jemand erbarmt hat mein Geld anzunehmen, hat mich dann schon gar nicht mehr genervt. Wenigstens hab ich dann noch einen Gutschein für ein Audible-Hörbuch abgestaubt.

Netznostalgie

Heute Mittag wurde ich in die Anfänge meiner Internetzeit katapultiert. Dass Lycos, die Firma mit dem schwarzen Hund, am Ende ist, ging im vergangenen Jahr ja durch die Presse. Eigentlich könnte mir so etwas egal sein, wäre da nicht die Sache das zu diesem Konzern auch Tripod, ein Gratis-Webhoster, gehört.
Dort habe ich Mitte 2000 meinen ersten Webspace registriert. Dieser soll nun, so sagte mir die Mail, abgeschaltet werden. Ich möchte doch bitte gegebenenfalls ein Backup der Seite machen.

Da war ich sehr gespannt: Was mag wohl auf dem Webspace noch liegen? Eigentlich war ich davon ausgegangen, nicht mehr viel zu finden, wurde dann aber positiv überrascht. Einige nie fertig ausgearbeitete Layouts und tatsächlich (laut Ordnernamen) die Versionen 9 und 10 meiner damaligen “Homepage” aus dem Jahr 2001. Schon damals habe ich fleißig prokrastiniert: Dem Datum nach hätte ich in der Zeit wohl besser mal für mein anstehendes Abitur gelernt. Über den Fund habe ich mich allerdings sehr gefreut. Gerade aus meiner Anfangszeit ist mir leider nichts mehr an Daten erhalten geblieben.

“Funpics” und “Funtexte” gab es damals auf meiner Seite. Jedes Urheberrecht missachtend wurde damals zusammenkopiert was das Zeug hält. “Schneyra’s Mailorder” hatte ich mir damals aber schon selbst ausgedacht. Ich glaube dieser Sektion der Seite muss ich mal einen eigenen Eintrag widmen. Besonders interessant fand ich dann aber die Seite “Vorgängerseiten”. Dort hatte ich neben einigen Screenhots auch immer ein paar Worte zu den vergangenen Layouts der Seite verloren.

Da mit natürlich (fast) nichts zu peinlich ist, gibt es nun hier einen Screenshot der ersten Version meiner “Homepage” aus dem Jahr 2000 zu sehen:

Meine erste Homepage

Erstaunlicherweise erinnere ich mich an diese Zeit noch sehr gut. Ein Freund hatte sich mit dem Baukasten von Tripod eine Seite angelegt. Das musste ich natürlich auch direkt haben, war aber schnell mit den Funktionen unzufrieden. Als ich herausfand, dass man auch eigene Dokumente auf den Server laden kann, hielt mich nichts mehr. Ich fing an, HTML zu lernen. Ein kleines Frameset habe ich mir im Notepad mit Hilfe von SelfHTML zusammengeschraubt, die eigentlichen Inhalte dann aber mit dem Netscape Composer gemacht. Dieser WYSIWYG-Editor war damals Teil des Netscape Navigators. Das, liebe Kinder, war damals™ ein Browser. Wir hatten ja nichts. Und Tabellenlayouts hat man auch erst viel später gebaut. Ein FTP-Programm, heute mein tägliches Werkzeug, kannte ich damals auch noch nicht. Seiten und Bilder mussten im Backend bei Tripod per Formular hochgeladen werden.

Erstaunlich ist, wie steil damals meine Lernkurve war. Die Layouts wechselten zum Teil zwei mal im Monat und wurden von Mal zu mal besser. Ich erinnere mich noch, dass ich recht schnell anfing meinen HTML-Code wirklich von Hand in einem Editor zu schreiben. Seinerzeit war es noch eine hohe Kunst, den Ladeaufwand einer Seite zu minimieren, da lohnte ich auch noch ein schlanker HTML-Code. In den Zeiten von 56k-Modems dankten einem die Nutzer das. Dennoch finde ich die Seiten heute noch ziemlich schön, auf jeden Fall sind sie immer noch Welten besser als vieles was so im weltweiten Datennetz, insbesondere bei Anbietern wie MySpace oder Piczo, online gestellt wird.
Das grässliche Türkis und Comic Sans aus dem obigen Bild waren recht schnell Geschichte. Das ich damals auch gerne animierte Banner und Wordart-ähnliche Effekte gerne benutzt habe, mag man mir verzeihen.

Natürlich konnte damals keiner ahnen, dass ich nicht ganz zehn Jahre später mit eben diesem Kram mal meine Brötchen verdienen würde. Heute spreche ich HTML und CSS fließend, beherrsche einiges in PHP und auch ein wenig JavaScript. Ich nenne ich mich Webentwickler statt “Webmaster” und schreibe den HTML-Code für Webanwendungen, anstatt “Homepages” zu basteln. Schön zu sehen, dass daraus was geworden ist.

CC-BY-SA