Das erste Mal Berlin

Reichstag

Zwei Tage Berlin liegen nun schon hinter mir. Ich bin tatsächlich und wirklich das erste Mal hier. Natürlich bin ich wie immer ein wenig unvorbereitet angereist, wenn ich nun also hier über Schmerzen in den Füßen heule, dann bin ich eigentlich selbst dran Schuld. Auf der anderen Seite hätte ich vermutlich sowieso nicht alles sehen können was ich wollte und so bin ich schon mal nicht enttäuscht.

Gut gefallen hat mir die Gegend rund um den Reichstag. Dort habe ich mich am Montagnachmittag herumgetrieben, während ich auf meine Mitstreiter wartete. Ein paar schöne Bilder sind hierbei auch entstanden. So langsam entwickele ich sehr viel Spaß beim Fotografieren und entdecke ein wenig ein Faible für Glasbauten. Gerade am sehr imposanten Berliner Hauptbahnhof und auch am Reichstag war ich da ja genau richtig.

Hauptbahnhof Berlin

Eine weitere, abendliche Tour durch die Stadt brachte meine Füße dann endgültig zum Schmerzen, machte aber auch eine Menge Spaß. Seit langem ist es mir doch wieder einmal gelungen, mehr als ein Tor beim Kickern zu schießen. Eigentlich schade, dass die junge Frau, die mir eine Massage anbot, sicherlich nicht an meine Füße dachte.

Halbwegs ausgeschlafen ging es auch am zweiten Tag in der Bundeshauptstadt wieder zu Fuß los. Berlin hat viele schöne Ecken und eine Menge toller Geschäfte, für die gar nicht genug Zeit blieben. Am Abend stand nämlich auch schon die pl0gbar an, nach dem Bonner Bloggertreffen meine zweite Zusammenkunft dieser Art. Tatsächlich fand ich es dort recht interessant und habe mich auch nett unterhalten. Ein guter Start in die re:publica.

Hamburger Singewettstreit 2009

Ich mag Hamburg. Ich weiß gar nicht so genau warum, aber ich fahre sehr gerne dorthin und verbinde schon einige schöne Erlebnisse mit der Stadt. Wenn sich das mit einer bündischen Veranstaltung verknüpfen lässt: Um so besser. Deshalb setze ich mich auch am Freitag nach Feierabend in einen Eurocity und gurkte gegen Norden. Dank eines Mega-Super-Duper-Porno-Sparpreises der Bahn reiste ich dieses Mal günstiger in der ersten Klasse, als in der zweiten. Das war auch OK, aber wenn man sich zwischen all den Business-Kaspern da nicht so wohl fühlt, dann sitzt man da schon ein wenig doof. Brauche ich nicht wieder, nicht meine Klientel.

Elbtunnel

In Hamburg angekommen startete ich zuerst mal meine persönliche Odyssee durch die halbe Stadt, um meine Rucksäcke zu meinem Schlafplatz zu bringen. Nicht das ich schon genug zu tun gehabt hätte, ich hatte mir auch noch vorgenommen am Samstag bei einem Umzug zu helfen. So stand mir eine leere Wohnung als Übernachtungsplatz zur Verfügung.
Irgendwann war ich dann auch in Altona im Füllhorn angekommen und konnte mich in die wilde Feierei stürzen. Die Kneipe war gut voll, der Gesang auch gut und das Bier recht günstig. Was will man mehr.
Mein persönliches Highlight ist ja immer so ein wenig das nächtliche Singen im Elbtunnel. Ich hatte davon auch schon im vergangenen Jahr berichtet, wenn ich mich recht erinnere. So zog es uns nach 2 Uhr einmal Quer durch St. Pauli hinunter an die Elbe, wo wir dann noch einige lustige Stunden verbrachten.

Gegen 6 Uhr hatte ich es dann aber doch noch in den Schlafsack geschafft. Gut, dass ich nicht schon drei Stunden später wieder aufstehen musste. Eine genauere Ausführung, wie der Umzug einer Wohnung aus dem dritten Stock in einen Kleinbus und dann wieder in einen fünften Stock von statten geht, wenn man das zu viert macht, erspare ich mir an dieser Stelle.

Hamburger Singewettstreit 2009

Fast pünktlich zum Singewettstreit schaffte ich es dann auch zum Audimax. Wie auch sonst immer bin ich von dem, was andere so an Tönen aus ihrem Mund bekommen, schon ziemlich begeistert gewesen.
Auffällig ist, dass der Hamburger Singewettstreit immer fester in die Hand des BdP rutscht. Schon letztes Jahr war mir der hohe Anteil an blau-gelben aufgefallen, die sich dort herumtrieben. Dieses Jahr waren dann zum Beispiel alle drei Teilnehmer aus der Kategorie “Stämme” aus meinem Bund. Vielleicht ist der doch noch nicht so heruntergekommen, wie es mir hin und wieder erscheint.

An der Horner Rennbahn, wo wir im vergangenen Jahr nur genächtigt hatten, fand dieses Mal die offizielle Nachfeier statt. Man hatte mit vielen Menschen gerechnet – und die kamen auch. Gut voll war es auf jeden Fall und die zu Übernachtungsmöglichkeiten umfunktionierten Pferdeboxen waren ziemlich ausgebucht. Ich hätte für meinen Teil gerne noch mehr erlebt an diesem Abend doch irgendwie zogen die Stunden fast wie ein Film vor meinem Auge vorbei – Schlafmangel in Kombination mit einem Umzug hatten mich dann doch etwas geschlaucht. Dank schrecklich viel Kaffee hielt ich es mich aber trotzdem noch die halbe Nacht auf den Beinen, wenn auch ein wenig neben der Spur. Ziemlich nervig fand ich es irgendwann, dass man wo immer man sich auch befand, immer im Weg stand. Eine größere Halle, wie etwa in Ottenstein, wäre hier besser gekommen. Hatte man aber wohl grade nicht da. Und schön war es ja trotzdem. So wie das ganze Wochenende überhaupt. Und anstrengend. Aber hauptsächlich schön.

Landesversammlung

Ich bin mir nie so richtig sicher, ob ich Landesversammlungen mögen soll. Eigentlich bin ich nicht so der Sitzungstyp, dazu wird mir zu schnell langweilig. Andererseits mache ich mich ja auch gerne wichtig und drücke möglichst vielen Menschen meine Meinung ins Ohr. Schließlich hab ich ja immer recht. Meistens. Manchmal sieht das auch jemand ein.

Nun bin ich also am vergangenen Samstag aufgestanden und hab mich mitnehmen lassen ins schöne Saarland. Ich mag ja das Saarland – aber es ist echt weit weg von mir zu Hause. Morgens um 6 Uhr abzufahren ist kein Spaß. Durchgekommen sind wir aber gut.

Insgesamt habe ich einen recht guten Eindruck von der Versammlung mitgenommen. Vor allem die recht unkomplizierte Vorstandsfindung vereinfachte die Sache wesentlich. Mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden. Da sich nicht viel geändert hat, ist eine gewisse Kontinuität gewahrt und es kann direkt in die inhaltliche Arbeit eingestiegen werden. Und dann sitze ich ja auch weiterhin in der Landesleitung und werde schon meinen Mund aufmachen, wenn etwas mal wieder so richtig schief läuft.
Ansonsten: Natürlich ist man nicht immer einer Meinung. Manchmal werden (in meinen Augen) komplett dusselige Sachen beschlossen. Samstag Abend konnte man der Versammlung irgendwie alles vorlegen – es wurde beschlossen.
Wesentlich nerviger ist es da doch gewesen, dass das Prozedere nicht so recht jedem klar war. Für das kommende Jahr werde ich auf jeden Fall vorschlagen, dass man mal wieder eine kleine Einführung in solche Dinge wie “Geschäftsordnungsanträge” und ähnliches gibt.

Positiv fand ich den Abend. Zwar habe ich nicht lange in der Singerunde verbracht, aber dafür ein wenig mit einigen “alten” Säcken gequatscht.Einige Gesichter sieht man doch nicht mehr ganz so oft wie früher. Schade eigentlich.
Eine wirklich gute Idee war es auch, mal ein wenig Arbeit zu teilen. Ich habe da ja auch noch ein Pfingst- und ein Bundeslager zu planen. Herrn Mechaniker statt meiner selbst mit der Jurtenkonstruktion zu beauftragen war auf jeden Fall eine gute Sache: Der hatte in 10 Minuten mehr aufs Papier gebracht, als mir in 6 Monaten eingefallen ist.

Daheim war ich am Ende auch recht zügig. Nur müde bin ich immer noch.

Sensationsgeil in Winnenden

Heute kam es zu einem Ereignis, von dem man nicht möchte das es passiert. Im Süden Deutschlands ist ein Schüler Amok gelaufen und hat dabei 14 Menschen und sich selbst umgebracht.
So etwas finde ich schlimm. Mir tut es leid um die Menschen die umgekommen sind und noch viel mehr um die Menschen, die heute jemanden verloren haben.

Doch wie sieht für den nicht näher betroffenen Bürger die wahrscheinlichste Reaktion auf so etwas aus? Ich für meinen Teil habe das Browserfenster geschlossen und weiter gearbeitet.
Für andere begann ein zusätzlicher Feiertag: Endlich ist etwas schreckliches direkt bei uns passiert! Endlich sind wir wer! Armes Deutschland.

Bei meinen späteren Streifzügen durch das Internet ist mir dann einiges übel aufgestoßen. Die einschlägigen News-Seiten haben sich dermaßen mit Nachrichten überschlagen, dass mir dabei fast schlecht wurde. Vor allem wenn man betrachtet, dass viele der “Aktuellsten Nachrichten” sich innerhalb kürzester Zeit überholt hatten und viele schlicht weg falsch waren. Gerade von den “großen” Nachrichtenseiten, wie etwa dem Spiegel, erwarte ich dann doch den “Qualitätsjournalismus” den man dort immer predigt. Wer sich richtig aufregen möchte, sollte sich den twitter-Stream von Bild.de anschauen. Dabei kommt mir die pure Wut hoch.

Damit wären wir auch beim nächsten Thema: Noch mehr habe ich mich nämlich über die gesammelte Twitteria geärgert. Dort scheint man nämlich mit aller Gewalt schnell sein zu wollen um den Ruf des flotten Mediums waren zu können. Unzählige schrieben in den kümmerlichen 140 Zeichen, was sie aus Radio und Fernsehen und dem Internet so aufschnappten und überschlugen sich dabei fast vor Sensations- und Neuigkeitengeilheit, gepaart mit herzergreifender öffentlicher Erschütterung. Dass dabei die wirkliche Information auf der Strecke bleiben musste, ist klar. Zum einen lässt sich in 140 Zeichen nicht viel kommunizieren, zum anderen wurden so viele Dinge einfach mal weitergetratscht, dass eine Unterscheidung zwischen wahrem Sachverhalt und purem Gerücht nicht mehr möglich war. Eigentlich hatte ich den meisten Menschen in meiner Liste mehr zugetraut. Und eigentlich wäre das1 der ideale Zeitpunkt gewesen, mal ein wenig auszusortieren.

Am Ende bleibt mir ein Gedanke: Ist es nicht genau das, was der Junge mit seiner Tat bezwecken wollte? Dachte er sich vielleicht: “Ich bring mal ein paar Leute um, dann sehen alle das es mich gibt und was ich drauf habe. Dann finden mich zwar alle scheiße, aber wenigstens achten sie mal auf mich.”
Geschehnisse wie die in Winnenden sind in meinen Augen ein letzter Hilferuf nach Aufmerksamkeit. Die sensationsgeilen Gerüchtejunkies unter uns hatten heute einen guten Tag. Die hauptberuflich erschütterten auch. Den Opfern und ihren Familien bringt das alles nichts.

Übrigens: Anderswo auf der Welt gibt es so Sachen wie Krieg oder schlimme Krankheiten. Da sterben jeden Tag hunderte und tausende von Menschen, die meisten unschuldig. Da ist nichts dran anders, als im aktuellen Fall. Die ganzen Profi-Erschütterten scheint das aber nicht zu interessieren. Daran kann man sich anscheinend nicht so gut aufgeilen.2

  1. Wenn ich nicht was besseres zu tun gehabt hätte, nämlich arbeiten. []
  2. Und ab morgen rege ich mich dann über alle auf, die keine Ahnung haben und deswegen den “Killerspielen” die Schuld geben. []

Balkonszenen

Wenn Frau Schwester Theater spielt, dann darf ich natürlich nicht fehlen. So habe ich mich am vergangenen Freitag auf den Weg nach Trier gemacht. Mit dem IC durchzufahren ist durchaus komfortabel, dennoch liegt Trier (von Bonn aus gesehen) irgendwie am Arsch der Welt.

Theater

Pünktlichst um 20 Uhr saß ich dann auch in der Tuchfabrik, um der Vorstellung der Gruppe “Neues Theater Trier” beizuwohnen. Ebenfalls am Start: Unsere Eltern. Ist klar.
Ein erstes Erfolgserlebnis hatte ich dann schon direkt in der Wartezeit vor der Vorstellung: Ein kurzes “Pssst” meinerseits brachte tatsächlich für einen kleinen Moment das Publikum zum Schweigen. Auch anschließend traute sich keiner mehr so recht, laut zu sprechen.1

Ohne mich jetzt groß in der Szene auszukennen: Mir hat die Vorstellung gut gefallen. Wie der Name “Balkonszenen” schon beschreibt, war der Darstellungsort ein Balkon.
Der Untertitel “Eigentlich ein schöner Abend – nur die falschen Leute” beschreibt dann auch recht gut die Handlung: Im Hintergrund spielte sich eine öffentliche Veranstaltung ab und das Publikum wurde Zeuge der zahlreichen Gespräche und teils tragischen Verwicklungen auf dem Balkon. Einige schöne, teilweise verbundene Geschichten wurden erzählt. Dennoch kam der Spaß nicht zu kurz.

Ebenso wie ihre Mitspieler überzeugte Frau Schwester durch ihr Spiel: Den bitterbösen Blick, den sie ihrem betrügenden Ehemann zuwarf, kenne ich nur zu gut. Wie man seine kleine Schwester auf die Palme kriegt, weiß ich ja schon.2 Zu meinem Glück war Stück weniger surrealistisch als ich vorher vermutet hatte. Ich konnte der Handlung gut folgen. Warum zwischen drin alle auf einmal eine Maske aufhatten3, habe ich aber leider nicht so ganz verstanden.

Im Anschluß an die Veranstaltung stand dann für mich, da ich ja in Trier blieb, noch ein Zug durch einige Trierer Kneipen auf dem Plan. So ein klein wenig kam ich mir dabei auch künstlerisch vor.

Was mir immer ein wenig rätselhaft bleiben wird: Ich finde ja, ein dreiviertel Jahr Vorbereitung auf drei Vorstellungen ist schon ganz schön heftig. Ich würde ja öfter auftreten. Oder auf Tournee gehen. Das sollte ich mal vorschlagen.

  1. Der Trick ist gemerkt, das werde ich sicherlich noch öfter probieren. []
  2. Auch wenn das schon lange nicht mehr vorgekommen ist. Glaube ich. []
  3. Siehe Bild. []

Rocco Schamoni – Dorfpunks

“Sag mal Martin – machst du eigentlich noch was anderes, außer lesen?”
Mache ich. Bestimmt erlebe ich auch bald wieder was spannendes.

Dorfpunks

Bis dahin sei jedem die Lektüre von “Dorfpunks“, geschrieben von Rocco Schamoni, empfohlen.
Vor ein paar Jahren hatte ich das Buch schon einmal gelesen, erinnerte mich aber nur noch das es mir gefallen hatte. Als ich es dieser Tage dann im Mängelexemplar-Buchladen meines Vertrauens entdeckte, musste ich natürlich direkt zugreifen.

“Dorfpunks” erzählt Geschichten aus der Jugend Rocco Schamonis: Punk, Alkohol in rauhen Mengen, Gewalt, keine Lust auf nichts, Drogen, Pop, Musik, eine langweilige Ausbildung, Mädchen – und das alles mitten in der Einöde Schleswig-Holsteins. Einige Ausflüge nach Berlin, Kiel, Hamburg und auch einmal nach London bringen ein wenig Abwechslung.

Mehr als einmal brachten mich die Geschichten zum Lachen, zu gut kann man sich all die teils sehr merkwürdigen Situationen vorstellen in die Rocco mit seinen Freunden gerät.
Zumindest ich konnte mich gut in die Person hineinversetzen, fast ist es so, als hätte man selbst seine Jugend in den 80ern irgendwo auf dem Land verbracht.

Nun gilt es, auch noch die anderen Bücher des Autors aufzutreiben – zwei gibt es noch.

Bonner Bloggertreffen #7

Und dann war da letzte Woche noch was, das mal nicht untergehen soll: Ich habe es dann auch auf mein erstes Bloggertreffen geschafft. Zwei Stück habe ich glaub ich schon verpasst seit ihr hier wohne.

So habe ich dann einen netten Abend im Bierhaus Machold, direkt bei mir um die Ecke verbracht. Natürlich drehten sich die Gespräche (oder zumindest meine) hauptsächlich um das weltweite Datennetz und alles was so drumherum passiert. Auch wenn ich ja normalerweise Abends echt froh bin wenn ich nach Feierabend mal nicht mehr vor mich hin computern muss, fand ich das sehr interessant.

Neben mir waren dann noch folgende, mir größtenteils bisher völlig unbekannte Menschen am Start:

Insgesamt ein schöner Abend, das darf wiederholt werden… Gerne auch sehr bald!

Stockdings

Frau Feylamia hat mich mit einem Stock beworfen und natürlich prompt getroffen. Beinahe wäre das sogar untergegangen, da ich niemals damit gerechnet hätte, als Technoscout verlinkt zu werden. Echt jetzt!

Deshalb krame ich mal meine Englisch-Kenntnisse raus und versuche das zu beantworten. Das wird glaub ich schwer, denn man darf immer nur ein Wort benutzen. So hab ich das jedenfalls mal verstanden.

Und weil es so schön ist, geht es weiter nach dem Klick!
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Karneval in Bonn

Nun hab ich das auch mal erlebt und alles was möglich war mitgenommen: Den Karneval im Rheinland. Bekanntlich bin ich ja nicht so der übermäßige Freund von Karnevalsveranstaltungen aller Art. Es ist ja nicht so, dass ich Feiereien aller Art nicht mögen würde – aber grade in der närrischen Zeit sind mir meine Mitmenschen dann doch ein wenig zu gut drauf. Nebenbei ist auch noch zu viel Alkohol im Spiel, ich wurde da schon öfter (und so auch in den letzten Tagen) Zeuge einiger doofer Situationen. Was ich von Verkleidungen halte, muss ich wohl nicht noch einmal in aller Breite erklären.

Zoch am Friedensplatz

Spaß ist dann aber doch das, was man draus macht. Der “Zoch” an sich hat mich nicht so wirklich vom Hocker gehauen, das mag daran liegen das ich mit den lokalen Geschehnissen nicht so vertraut bin und auch nicht so recht den Spaß dabei hab, mit kalten Füßen stundenlang rumzustehen. Der “Zoch” war dann auch wirklich lang. Anschließend durch die Bonner Altstadt zu ziehen hat mir dann schon mehr Freude bereitet: An allen Ecken waren Menschen am Feiern und zu meinem Glück wechselten sich die musikalischen Karnevalskracher auch recht gut mit der gängigen Popmusik ab. Nächstes Mal werde ich allerdings (sofern ich mir in der Zeit nicht doch 5 Tage All-Inclusive Dom Rep. gönne) ein paar wirklich feste Schuhe anziehen. Dem durchschnittlichen Leergutsammler sind wohl die Tränen in die Augen gestiegen, wenn er den Scherbenteppich an einigen Ecken sah.

In der Wache würde ich fortan glaub ich am liebsten einziehen. Dort war ich ja schon ein paar Mal und konnte auch dieser Tage wieder ordentlich abspacken. Mal schauen, ob das in Zukunft auch an normalen Wochenenden klappt.

Das ich am heutigen Dienstag frei genommen habe, war übrigens eine kluge Entscheidung. Ein wenig Ruhe ist heute nicht verkehrt.

Ken Follet – Mitternachtsfalken

Den Roman “Mitternachtsfalken” hatte ich eigentlich schon vor einiger Zeit gelesen. Er stammt, wie auch schon der letzte von Ken Follet.

Die Geschichte spielt im zweiten Weltkrieg und dreht sich um die im Titel benannten “Mitternachtsfalken”, eine Untergrundorganisation im besetzten Dänemark. Diese arbeitet dort, geführt von einer englischen Agentin, gegen die deutsche Besatzungsmacht und hat dann auch einiges zu tun, als es gilt einen großen Bomberangriff auf Deutschland vorzubereiten. Das dabei nicht alles glatt geht ist wohl klar.

Ich habe das unbestimmte Gefühl, als würden hier in der nächsten Zeit noch mehr Romane von Herrn Follet auftauchen. Dieser hier ist nämlich wieder genau so spannend geschrieben gewesen wie “Eisfieber”, war aber auch genau so unberechenbar. Ohne viel vorweg nehmen zu wollen: Man sollte sich nicht drauf verlassen, dass alle Helden überleben.
Auch wenn ich das, als erklärter Freund von Happy Ends, nicht gut finden kann: Es macht die Geschichte nur noch spannender.

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