You can touch this

Nein, es ist defi­ni­tiv nicht Ham­mer­time, keine Angst.

Flei­ßi­gen Beob­ach­tern mei­nes Twitter-Streams mag es in den ver­gan­ge­nen bei­den Wochen auf­ge­fal­len sein: Ich erwar­tete ein Päck­chen. Auch meine nähe­ren Mit­men­schen muss­ten sicher­lich eini­ges ertra­gen, wofür ich mich fast ein wenig ent­schul­di­gen möchte.

Um die Sache auf­zu­lö­sen: Ich habe gewon­nen! Das erste Mal in mei­ner Blogger-Karriere habe ich es geschafft abzu­stau­ben. Mit der Bei­trag „Bei Ebay rum­bal­lern“ hatte ich an dem Gewinn­spiel von Herrn Lem­ming teil­ge­nom­men und wirk­lich groß waren die Über­ra­schung und vor allem auch die Freude, als ich dann lesen konnte:

„Am Sams­tag war das MacES-Grillen und Glücks­fee Clau­dia hat Mar­tin von „der tag und ich“ als Gewin­ner des neuen iPod Touchs aus Cuper­tino gezo­gen.
Herz­li­chen Glück­wunsch an Mar­tin und danke an alle Teilnehmer.“

Eine gute Woche spä­ter hatte ich dann end­lich das Päck­chen™ in den Hän­den. Wie ein iPod touch aus­sieht weiß sicher­lich inzwi­schen jeder, in mei­nem iTu­nes sieht das dann fol­gen­der­ma­ßen aus:

iTunes und mein neuer iPod

8GB Spei­cher hat das gute Stück, die ich natür­lich direkt mit einer Menge Musik und eini­gen net­ten Appli­ka­tio­nen aus dem AppS­tore bestückt habe. Nach­dem ich nun in den letz­ten Tagen sehr aus­führ­lich mit dem Gerät gespielt und gesurft habe, bin ich ziem­lich begeis­tert. Mit der Multitouch-Steuerung komme ich ziem­lich gut zurecht und nach ein wenig Gewöh­nungs­zeit ist auch das Tip­pen auf der vir­tu­el­len Tas­ta­tur ein leich­tes. Den letz­ten Ein­trag hier habe ich kom­plett auf dem touch getippt. Ein­zig die Akku­lauf­zeit ist ein wenig ver­bes­se­rungs­wür­dig, wobei das sicher­lich auch län­ger geht wenn man nur Musik hört.

Vie­len Dank noch­mals an die­ser Stelle an Herrn Lem­ming, dass ich den alten iPod nano nun in Rente schi­cken kann. In der nächs­ten Zeit gibt es sicher­lich noch den ein oder ande­ren Bei­trag zu die­sem Thema hier.

Aktua­li­sie­rung: Ein Bild hat es dann doch noch in mei­nen flickr-Account geschafft.

Thank you for travelling with Deutsche Bahn

Aus der Reihe „Ärger­niss Zug­fahrt“: Meine heu­tige Tour von Bonn war wie­der ein ech­tes Erleb­nis. Der Rhein-Express nach Koblenz hatte sich direkt um 25 Minu­ten ver­spä­tet. Der etwas spä­ter fah­rende IC nach Koblenz, mit dem ich mei­nen dor­ti­gen Anschluß noch bekom­men hätte, wurde lei­der nicht für „Nor­mal­rei­sende“ frei­ge­ge­ben. So ver­schob sich meine Ankunft in der alten Hei­mat schon vor Fahrt­an­tritt um eine Stunde.

In Koblenz hatte ich so dann wenigs­tens Zeit, mir einen der lecke­rem Bahnhofs-Cappuccinos zu genehmigen.

Das mein nächs­ter Zug dann auch schon wie­der mit mehr als 10 Minu­ten Ver­spä­tung star­tete, darf man als schlech­tes Zei­chen wer­ten. Die Bahn­be­diens­tete in der Regio­nal­bahn nach Mainz war zwar sehr bemüht, konnte aber dank unter­wegs zusätz­lich auf­ge­bau­ter Ver­spä­tung und trotz meh­re­rer Tele­fo­nate nicht errei­chen, dass der Regio­nal­ex­press mei­ner Wahl in Ingel­heim auf mich war­tet. Wenigs­tens ist das Rhein­tal bei Son­nen­un­ter­gang recht idyl­lisch anzu­schauen. Und ich hatte die Gele­gen­heit mich aus­führ­li­cher mit mei­nem neuen Spiel­zeug aus­ein­an­der zu setzen.

In Ingel­heim ver­ließ mich dann das Pech ein wenig. Mag die DB AG auch nicht auf mich war­ten, auf eine Horde Fuss­ball­fans tut sie es. Der Regio­nal­ex­press nach Saar­brü­cken hatte aus­rei­chend Ver­spä­tung, so daß ich die­sen tat­säch­lich noch bekam. Mit andert­halb Stun­den Ver­spä­tung traf ich dann schließ­lich in Idar-Oberstein an. Vier­ein­halb Stun­den war ich unterwegs.

Mein Fazit die­ser Tour: Mal schauen was die ein­schlä­gi­gen Mit­fahr­zen­tra­len im Inter­net so für mich zu bie­ten haben. Even­tu­ell komme ich so sogar noch ein wenig bil­li­ger weg. Außer­dem werde ich auch mal nach­hö­ren, was die Bahn von einem klei­nem Ent­ge­gen­kom­men hält. Hoff­nun­gen muß ich mir da aber wohl keine machen…

… komm reiß‘ auch Du ein paar Steine aus dem Sand.

Unter dem Pflaster liegt der Strand
Eine Spraye­rei an der Bon­ner Stadt­bü­che­rei die mich für einen klei­nen Moment zum Schmun­zeln brachte. Ich habe das Pflas­ter dann aber unbe­schä­digt zurückgelassen.

Das Lied ist von Angi Dom­dey von der Gruppe „Schnee­witt­chen“. Es ist aus einem geflü­gel­ten Wort der Pari­ser Mai­re­volte 1968 ent­stan­den, das die ver­krus­te­ten Struk­tu­ren anpran­gert.
Quelle: wtower.de

Klatschnass

Ver­gan­ge­nen Frei­tag habe ich wie­der mal alles gege­ben – bezie­hungs­weise eigent­lich das Wet­ter. Pünkt­lich zu mei­nem Fei­er­abend meinte Petrus es nicht so gut mit mir und ließ es mal ordent­lich reg­nen. Da ich keine Lust hatte noch eine Bahn abzu­war­ten, bin ich so also zum Bahn­hof gesprin­tet und kam dort natür­lich auch der Über­schrift ent­spre­chend an. So rich­tig kom­plett und rich­tig nass gewor­den bin ich ja schon lange nicht mehr. Irgend­wie schaffe ich es sonst immer, mit einem BW-Poncho oder wenigs­tens einer regen­fes­ten Jacke aus­ge­stat­tet zu sein. In letz­te­rer lässt sich auch gut eine Palme trans­por­tie­ren, aber das hat­ten wir ja gerade erst.

Eigent­lich muss ich ja gar­nicht dazu­schrei­ben, dass es natür­lich auch prompt auf­hörte zu reg­nen, als ich dann unter dem schüt­zen­den Dach des Godor­fer Bahn­hofs stand. Bis Bonn war ich dann aller­dings auch schon wie­der wei­test­ge­hend tro­cken und der Wind auf dem Heim­weg hat dann auch schon den Rest erle­digt. Nur Jeans trock­nen irgend­wie schreck­lich lang­sam. Dass ich mir nicht ein­mal eine aller­kleinste Erkäl­tung zuge­zo­gen hab, wun­dert mich schon ein wenig.

Wirk­lich über­rascht war ich am Ende übri­gens als mir bewusst wurde, dass mich der kleine Sprint an den Bahn­hof in kei­ner Form aus der Puste gebracht hat. Ob das schon Fol­ge­wir­kun­gen mei­ner sport­li­chen Akti­vi­tä­ten sind? Auch wenn ich nicht regel­mä­ßig dar­über schreibe: Ich laufe weiter!

Auf der Lott

Schon seit Jah­ren will ich ja mal das Lott-Festival auf dem wil­den Huns­rück besu­chen. Bis­her hörte ich nur Gutes davon und war immer ein wenig ent­täuscht, dass sich meine aus­ge­präg­ten Som­mer­fahrts­ak­ti­vi­tä­ten immer irgend­wie quer­stell­ten. Die­ses Jahr bin ich ja bekannt­lich im Som­mer nicht groß unter­wegs und so bin ich dann Frei­tag mal hingefahren.

Wie immer wenn es mehr zu erzäh­len gibt, hier die wich­tigs­ten Erkennt­nisse des Wochenendes:

  • Ver­lasse dich nie auf die Zeit­pla­nung dei­ner Mitfahrer.
  • In Koblen­zer Vor­or­ten kommt einem schon mal ein Fest­um­zug mit­ten auf der Straße ent­ge­gen. Der ein­zige Flucht­weg führt dann immer durch eine Kleingartensiedlung.
  • Das Mosel­tal ist echt schön anzu­se­hen. Auch für Hol­län­der. Die fah­ren dann aber durch­ge­hend 50.
  • Um 9 Uhr erst auf dem Festival-Parkplatz auf­schla­gen ist ein wenig spät.
  • Jeman­den zu suchen ist völ­lig für die Katz, man trifft sich zufällig.
  • Pom­mes gehen immer und hel­fen immer.
  • Eine platt­ge­tre­tene Pom­mes­schale kann im Mor­gen­grauen und im Vor­bei­ge­hen auch mal wie eine große Damen­binde aus­se­hen und Ver­wir­rung stiften.
  • Der Flug­ha­fen Hahn lässt zumin­dest Teile des Huns­rücks immer leuchten.
  • Halb­fran­zö­si­sche Möchtegern-Schuhverkäuferinnen nerven.
  • Die Sonne geht dann aber tat­säch­lich über der Nature One auf.
  • Ich finde Frauen die mit Rei­se­ta­schen vol­ler Alko­hol anrei­sen komisch, aber nicht nur deswegen.
  • Wenn der Pavil­lion mit­ten auf dem Weg steht, muss man manch­mal schnell aufräumen.
  • Ein T4 kann prima unter einem Pavi­lion durch­fah­ren, ein Trak­tor nicht.
  • Auch ein Quad ist nur als Aus­gleichs­in­stru­ment für andere Defi­zite anzusehen.
  • Wir wur­den Zeuge des lang­wei­ligs­ten Real-Life-Hörbuch-Pornos aller Zeiten.
  • Dosen­rou­lette macht Spaß, aber ich kann nun kein Dosen­fut­ter mehr sehen.
  • Mit­fah­rer ent­schei­den sich auch mal spon­tan, eine Nacht län­ger zu blei­ben. Tun das aber dann doch nicht, wie man zu Hause erfährt.
  • Ein belie­bi­ges Wort drei­mal zu wie­der­ho­len und dann mit „… drei Tage wach!“ zu ergän­gen ist schon ganz schön wit­zig. Das pas­sende „Lied“ muss man des­we­gen nicht mögen.
  • Eine fran­zö­si­sche Ska-Band muss man nicht ver­ste­hen um sie gut zu finden.
  • Ich kann tat­säch­lich immer Hun­ger haben.

Wie man also merkt, ein sehr schö­nes Wochen­ende liegt hin­ter mir. Vor allem die fami­liäre Atmo­sphäre hat mir gut gefal­len. Außer­dem habe ich eine Menge Leute mal wie­der getrof­fen und das Wet­ter hat auch mitgespielt.

To be continued…

Mitbewohnerin gesucht

Meine WG sucht eine neue Mit­be­woh­ne­rin. $mit­be­woh­ner wird zum 1. Sep­tem­ber aus­zie­hen und sein Stu­dium in der fran­zö­si­schen Haupt­stadt been­den. „Schade eigent­lich“ denke ich mir da, denn so lang­sam habe ich mich an den jun­gen Mann gewöhnt, der sich da den Bal­kon mit mir teilt. Ges­tern Abend haben wir dann mal oben ver­linkte Anzeige geschal­tet. Auf Wunsch von $mit­be­woh­ne­rin suchen wir uns nun eine junge Frau, die es gern mit uns auf­neh­men möchte.

Die Bude von $mit­be­woh­ner ist runde 20qm groß, hat einen direk­ten Zugang zum Bal­kon und ist auch schon recht nett aus­ge­stat­tet. Eigent­lich könnte sofort jemand ein­zie­hen. Auch der Rest der Woh­nung ist ziem­lich prima, auch wenn an der ein oder ande­ren Stelle schon noch etwas zu tun wäre.

Ich bin sehr gespannt, was da in den der kom­men­den Woche so auf uns zukommt. Schon kurz nach­dem die Anzeige online war hat­ten wir den ers­ten Anruf einer jun­gen Frau die zumin­dest schon mal eine sehr ange­nehme Tele­fon­stimme hatte. Ab Diens­tag wer­den wir uns dann mal ein paar Leute anschauen. Ich bin schon sehr gespannt, wer da alles vor­stel­lig wird. So rich­tig froh bin ich aber, dass ich die­ses Mal nicht selbst suchen muss. Der lang­jäh­rige Leser erin­nert sich an den Krampf den ich dies­be­züg­lich im Früh­jahr hatte.

Sehr schön fände ich es, wenn wir jeman­den fin­den wür­den, der ein wenig mit mir auf glei­cher Wel­len­länge liegt und das Prin­zip „WG“ ver­stan­den hat. Auch wenn ich an $mit­be­woh­ne­rin außer die­sem Punkt an sich nichts aus­zu­set­zen habe, wirk­lich viel zu tun haben wir nicht mit­ein­an­der. Das mag viel­leicht auch dran lie­gen, dass die Gute mor­gens im Nor­mal­fall vor mir aus dem Haus geht und Abends auch wesent­lich spä­ter wie­der auf­schlägt. So ein Jura-Studium scheint nicht ganz ohne zu sein.

Um auf das Thema „Ver­ständ­nis des WG-Prinzips“ noch ein­mal zurück zu kom­men, ein klei­nes Bei­spiel: Als ich letz­tens (mal wie­der) eine Menge Geschirr ange­sam­melt hatte und nun flu­chend über der zu nied­ri­gen Spüle stand, habe ich das Thema „Spül­ma­schine“ mal ange­spro­chen. $mit­be­woh­ne­rin meinte:

„Ja, das ist eigent­lich eine gute Idee. Aber wenn jeder so lange sein Geschirr sam­melt, bis er eine Maschine lau­fen las­sen kann, haben die ande­ren ja keins mehr zum benutzen.“

Ein klei­nes WTF?!? spä­ter habe ich das Thema dann mal ver­san­den lassen.

Ich lese: Comics

In der Reihe „Ich lese: …“ stelle ich in unre­gel­mä­ßi­gen Abstän­den Blogs und andere Inter­net­sei­ten vor, die ich regel­mä­ßig besuche.

Bekannt­lich amü­siere ich mich hin und wie­der ganz gerne. Dazu trägt auch auch mein News­re­a­der ein wenig bei, indem er mir den ein oder ande­ren Comic (annä­hernd) täg­lich bringt. „Pri­vat“ lese ich eigent­lich nie Comics. Eine Sache, die ich mir viel­leicht mal wie­der ange­wöh­nen sollte.

Hier eine kleine Übersicht:

  • Geek and Poke beschäf­tigt sich mir den Phä­no­me­nen Inter­net, Web 2.0 und Soft­ware­ent­wick­lung. Der Stoff ist eher was für infor­ma­ti­ons­tech­nisch gebil­dete Men­schen. (Englisch)
  • In Jojos illus­trier­tem Blog berich­tet Jojo aus sei­nem Leben – in gezeich­ne­ter Form. (Deutsch)
  • Nerdy Berdy ist ein Pro­jekt von Jojo (siehe oben) bei dem die Leser Ein­fluß auf den Ver­lauf der Geschichte neh­men kön­nen. (Englisch)
  • Nicht­lus­tig ken­nen sicher­lich die Meis­ten. Ich mag die oft­mals sehr sar­kas­ti­schen Comics. (Deutsch)
  • Noise to Signal fällt wie­der in die Kate­go­rie „Inter­net und Web 2.0″. (Englisch)
  • Penny Arcade erzählt Geschich­ten aus dem Leben eini­ger Geeks. (Englisch)
  • The Joy of Tech ist sicher­lich auch bekannt und beschäf­tigt sich mit Apple und dem gan­zen Drum­herum. (Englisch)
  • The Sili­con Apar­te­ment erzählt die (lei­der?) fik­tive Geschichte einer WG in der Steve Jobs und Bill Gates zusam­men­le­ben. (Eng­lisch und Deutsch)
  • Wulff­mor­gen­tha­ler zeich­net teil­weise recht extreme Comics, die ich zuge­ge­be­ner­ma­ßen auch nicht immer ver­stehe. (Englisch)
  • In Flier’s Welt wer­den die Geschich­ten des Apo­ka­lyp­ti­schen Rei­ters erzählt. Schön sar­kas­tisch, mit Bezug auf das aktu­elle Zeit­ge­sche­hen. (Deutsch)
  • Last but not least: Dil­bert ist sicher­lich der klas­si­sche IT-Comic. (Englisch)

Viel­leicht war ja hier für den ein oder ande­ren was dabei. Über wei­tere Vor­schläge würde ich mich sehr freuen. Am liebs­ten ist es mir wenn man einen RSS-Feed abon­nie­ren kann.