Facebook als Tagebuch

Mein Cover

Und weil ich jeden Scheiss direkt mit­ma­chen muss und genau des­halb auch einen Entwickler-Account bei Face­book habe, akti­vierte ich gerade mal die­ses neue Profilseiten-Feature. Ich las heute Mor­gen dar­über und war sehr gespannt. Face­books f8-Veranstaltung ges­tern hatte ich nicht ver­folgt. Für andere Men­schen mit den ent­spre­chen­den Accounts ist das nun so sicht­bar, der Otto-Normal-User muss wohl noch ein wenig war­ten. Oder man pro­biert es mal mit die­ser Anlei­tung bei Tech­Crunch.

Nun bin ich grade ein klein wenig geflasht. Wie wahn­sin­nig gut ist denn die­ses „Timeline“-Profil? Der Bal­ken links zeigt einen Screen­shot über die gesamte Seite, in dem ich noch lange nicht alles aus­ge­klappt habe. Oben gibt es einen Screen­shot des Kop­fes mei­ner neuen Pro­fil­seite. Dort sieht man rech­ter Hand dann auch eine kleine Zeit­leiste, die sich von heute bis hin zu mei­nem Geburts­tag Anno 1981 erstreckt.

Ich könnte nun Stun­den lang durch­scrol­len und schauen was ich so in den letz­ten Jah­ren getrie­ben habe. Und fast finde ich es ein wenig schade, dass ich Face­book nicht inten­si­ver nutzte, Bil­der hoch­lud und mei­nen Sta­tus öfter aktua­li­sierte. Denn könnte das, was ich dort gerade sehe, ziem­lich genau das sein was ich in den letz­ten Jah­ren schon oft im Hin­ter­kopf hatte: Ein gesam­mel­ter Zeit­strahl mei­nes Lebens.

Ein Bei­spiel: Auf mei­ner exter­nen Fest­platte habe ich, weil es unfass­bar klug ist, meine Bil­der in chro­no­lo­gisch sor­tier­ten Ord­nern lie­gen. Hin und wie­der packt es mich und ich kli­cke mich durch die gan­zen Erleb­nisse. Mein Plan für die nächste Zeit ist, meine Samm­lung zu kom­plet­tie­ren und mir von ande­ren Leu­ten Bil­der zusam­men zu suchen.
Und dann ist da die Lieb­lings­funk­tion mei­nes Blogs hier: Unten in der Fuß­leiste wer­den auto­ma­tisch die Arti­kel von vor x Jah­ren ver­linkt. Das ist ziem­lich groß­ar­tig, denn manch­mal tau­chen da Sachen auf an die ich mich schon gar nicht mehr rich­tig erin­nerte. Dann finde ich es immer ziem­lich schade, dass ich hier nicht mehr Sachen tage­buch­ar­tig rein­schreibe.
Erleb­nisse in Wort und Bild und die dazu­ge­hö­ri­gen Gemüts­zu­stände zu sam­meln, finde ich sehr wich­tig. Das ist eine Sache die ich mir in hohem Alter bestimmt auch gerne noch mehr als ein­mal anschauen würde.

Aber zurück zu Face­book: Mit der Time­line ist denen in mei­nen Augen ein ganz gro­ßer Schritt gelun­gen. Nicht weni­gen Men­schen wird es so gehen wir mir und nun sind wir alle dazu ani­miert, mehr Inhalte nach Face­book zu laden. Das bedeu­tet mehr Inhalt, mehr Sei­ten­auf­rufe, mehr Wis­sen über den Benut­zer.
„Oh mein Gott, Daten­schutz!“ darf man jetzt wie­der schreien. „Cool, Mehr­wert!“ sagt der andere. Nun, da man viel ein­fa­cher auch an alte Inhalte ran­kommt, ver­langt es natür­lich eine noch grö­ßere Medi­en­kom­pe­tenz bei jedem ein­zel­nen. Aber mal ehr­lich: Wird es nicht Zeit, dass ihr das mal lernt?

Klei­ner Nach­trag: Nico Lumma erklärt, wie man eine Art von „Export“ sei­ner Daten kommt.

Dota und Uta im Pantheon

Mon­tag­abend begab ich mich in das Pan­theon zu Bonn. Es stand das Kon­zert von zwei Damen, näm­lich Dota und Uta auf dem Pro­gramm. Völ­lig unvor­be­rei­tet schlug ich dort, als Anhang von Fräu­lein Anna auf. Ein wenig freute ich mich dann, als ich die Bestuh­lung des Saals erblickte, denn meine müden Kno­chen hat­ten nicht son­der­lich viel Lust auf einen Abend im Ste­hen. Mit ein wenig Glück fan­den wir dann auch noch zwei Plätze und kurz nach 20 Uhr ging es dann auch los.

Abwech­selnd spiel­ten die bei­den Damen Lie­der aus ihren Reper­toires auf Gitarre, Kla­vier und Geige, unter­stütz­ten sich gegen­sei­tig und san­gen auch mal zusam­men. Ich kannte tat­säch­lich kei­nes der Lie­der, aber das passte alles ganz prima. Für den ein oder ande­ren Lacher war eben­falls gesorgt, auch wenn die Texte eher nach­denk­li­cher Natur waren. Ins­ge­samt ein unter­halt­sa­mer Abend, der wie­der ein­mal gezeigt hat dass man auch ein­fach mal zu einem selbst völ­lig unbe­kann­ten Künst­lern hin­ge­hen muss.

Ein wenig ner­vig fand ich den anwe­sen­den Super­fan. Nicht nur, dass er (jeden­falls sagt Fräu­lein Anna das) sich bes­ser mal die Spit­zen sei­ner recht lan­gen Haare schnei­den las­sen müsste. Nein: Er zeich­nete sich auch durch lau­tes Mit­sin­gen und fre­ne­ti­sches Jubel­ge­schrei aus. Dann dazu die­ser stän­dige Rund­um­blick, Modell „Sehr ihr alle wie ich mit­singe und der Super­fan bin?!“. Manch­mal geht mir da das nicht vor­han­dene Mes­ser in der Tasche auf.

Zum Ende nun auf jeden Fall noch ein paar Videos, so zum rein­schnup­pern. Ohne Superfan.

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Tom Clancy – Der Schattenkrieg

Dro­gen stel­len für die ame­ri­ka­ni­sche Gesell­schaft eine enorme Bedro­hung dar, gegen die es ent­schie­den zu han­deln gilt. Diese unter Ronald Rea­gan ent­wi­ckelte Prä­misse greift Tom Clancy in sei­nem Buch auf: Die US-Regierung geht erbar­mungs­los – und mit Mit­teln hart an der Grenze zur Ille­ga­li­tät – gegen die Dro­gen­händ­ler vor. Als Jack Ryan über die CIA-Verstrickung über Ein­sätze in Kolum­bien erfährt, kämp­fen bereits Kom­man­do­trup­pen der USA gegen die Dro­gen­ba­rone im süd­ame­ri­ka­ni­schen Dschun­gel. Doch Ver­wick­lun­gen in der Hei­mat bis in die höchste Ebene bedro­hen das Über­le­ben der Män­ner. Wie­der ein­mal muß Ryan vor Ort ein­grei­fen, dabei hat er doch inzwi­schen als stell­ver­tre­ten­der CIA-Direktor eigent­lich einen Schreib­tisch­job. Und der Erfolg sei­nes Han­delns ist kei­nes­wegs sicher, denn er hat mäch­tige Geg­ner in den eige­nen Rei­hen.
Quelle: Ama­zon

Clancy ist sicher­lich mein Lieb­lings­au­tor im Genre „Spionage-Thriller“. Auch wenn seine Bücher doch ein wenig vor Patrio­tis­mus trie­fen, sind sie doch mit die span­nends­ten auf dem Markt. So auch bei „Der Schat­ten­krieg“. Es macht Lust dar­auf, auch die ande­ren Bücher rund um Jack Ryan, John Clark und Co. wie­der ein­mal zu lesen.

Autor
Titel Der Schattenkrieg
Verlag Heyne
ISBN 978-3453199019
Bewertung ✮✮✮✮✮

David Baldacci – Die Sammler

Ein Biblio­the­kar liegt tot in einem Raum. Einem Raum der Biblio­thek, zu dem nur er Zutritt hatte. Sein Kol­lege Caleb Shaw wird zum Nach­lass­ver­wal­ter ernannt. Caleb ist einer der Wäch­ter, einer Gruppe von Exzen­tri­kern, die über­all Ver­schwö­run­gen wit­tert. Was hat der Tote gewusst von dem unschätz­bar wert­vol­len Buch, das ver­schwun­den ist? Und von den Staats­ge­heim­nis­sen, die ein Ver­rä­ter in Washing­ton meist­bie­tend ver­kauft?
Quelle: Ama­zon

Ein biss­chen „Oceans Ele­ven“, ein biss­chen Geheim­dienst. Es dau­ert ein wenig, bis die bei­den Hand­lungs­stränge zuein­an­der fin­den. „Die Samm­ler“ ist der zweite Teil der Serie rund um den „Camel Club“. Die ande­ren Teile ste­hen nun auf mei­ner Leseliste.

Autor
Titel Die Sammler
Verlag Bastei Lübbe
ISBN 978-3785723548
Bewertung ✮✮✮✮✩

Douglas Preston – Der Krater

CIA-Agent Wyman Ford hat einen neuen Auf­trag: In Kam­bo­dscha wur­den rauch­far­bene Dia­man­ten ent­deckt, die radio­ak­tiv sind. Fal­len sie Ter­ro­ris­ten in die Hände, könn­ten sie zu einer gefähr­li­chen Waffe wer­den. Als Ford den Ursprungs­ort der Steine fin­det, steht er vor einem Rät­sel – die Dia­man­ten stam­men aus einem merk­wür­di­gen Kra­ter. Es sieht so aus, als wäre hier etwas mit größ­ter Gewalt aus dem Erd­in­ne­ren nach außen geschla­gen. Noch ahnt Ford nicht, dass es auch in Ame­rika einen sol­chen Kra­ter gibt – und beide die Vor­bo­ten einer schreck­li­chen Kata­stro­phe sind…Quelle: Ama­zon

Ein soli­ger Thril­ler wie man es von Herrn Pres­ton gewohnt ist. Die­ses Mal mit ein wenig Sci­ence Fic­tion, ohne dabei aber all zu unrea­lis­tisch zu werden.

Autor
Titel Der Krater
Verlag Knaur
ISBN 978-3426500484
Bewertung ✮✮✮✮✩

Will Adams – Wächter des Labyrinths

Ein Schatz aus der Antike. Ver­bor­gen im Laby­rinth. Wer ihn besitzt, hat auch die Macht. Zwan­zig Jahre war der fran­zö­si­sche Archäo­loge Roland Peti­tier ver­schol­len, da taucht er kurz vor einer Kon­fe­renz in Athen wie­der auf und ver­kün­det eine Sen­sa­tion: Er will das sagen­hafte gol­dene Vlies gefun­den haben. Doch zu sei­nem Vor­trag kommt es nicht: Kurz dar­auf fin­det Daniel Knox den For­scher tot im Hotel­zim­mer sei­nes bes­ten Freun­des Augus­tin. Wäh­rend man Augus­tin des Mor­des ver­däch­tigt, set­zen Daniel und seine Freun­din Gaille alles daran, des­sen Unschuld zu bewei­sen. Sie ahnen nicht, in wel­cher Gefahr sie schwe­ben. Denn ein geor­gi­scher Mil­li­adär ver­mu­tet das Vlies in Dani­els Besitz. Ilja Ner­gadse will Prä­si­dent wer­den, und um das uralte Sym­bol sei­ner Nation in die Hände zu bekom­men, ist er zu allem bereit …
Quelle: Ama­zon

Rund 480 Sei­ten, die flüs­sig zu lesen sind. Eigent­lich ein Roman aus dem Stoff den ich gerne mag: Geschichte ver­packt in eine span­nende Hand­lung. Lei­der sind die Figu­ren ein wenig leicht zu durch­schauen, Gut und Böse sind schnell aus­ein­an­der zu hal­ten. Den­noch gute Unterhaltung.

Autor
Titel Wächter des Labyrinths
Verlag rororo
ISBN 978-3499249402
Bewertung ✮✮✮✮✩

Ghost of a Chance – And Miles To Go Before I Sleep

Als meine Beine am ver­gan­ge­nen Wochen­ende ein wenig schwer wur­den, setze ich mich mal kurz auf eine Bank. Da ich gerade zufäl­lig auf dem Folk­lore Fes­ti­val war, stand diese Bank dann zufäl­li­ger Weise vor einer klei­nen Bühne. Und auf der Bühne stand gerade Tobias Hei­land, der sich Ghost of a Chance nennt.

Machen wir es kurz: Der Mann auf der Bühne zog mich mit sei­ner Gitarre in sei­nen Bann, auch wenn ich die Lie­der nicht kannte. Irgend­wie passte die Musik grade zu mei­ner müden Stim­mung und ich hörte auf­merk­sam zu.

Ghost of a Chance

Mein Ver­such direkt nach dem Auf­tritt eine CD zu ergat­tern schlug lei­der fehl, doch ich bekam wenigs­tens den Künst­ler­na­men des Men­schen her­aus und schon am nächs­ten Mor­gen war iTu­nes mein Freund. Seit dem höre ich das Album And Miles To Go Before I Sleep ziem­lich regel­mä­ßig. Die ruhige, ein wenig melan­cho­li­sche Gitar­ren­mu­sik passt gut zu einer Bahn­fahrt am Mor­gen oder um den Abend aus­klin­gen zu las­sen. Ein wenig erin­nert mich Ghost of a Chance an Herrn Radi­cal Face, von dem ich vor län­ge­rem schon mal schrieb.

Am Ende gibt es jetzt noch zwei Videos (eines davon vom Folk­lore Fes­ti­val in Wies­ba­den) zur Ein­stim­mung, bei Band­camp gibt es noch mehr zu hören und und dann soll­tet ihr los­zie­hen: Zum Plat­ten­la­den, Ama­zon oder iTu­nes um die Platte zu kau­fen. Finde ich.

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