Er ist von schier unermesslichem Wert, und um seinen Verbleib ranken sich jahrhundertealte Sagen: der legendäre Goldschatz Kaiser Neros. Die römische Wissenschaftlerin Sara Terracini hofft, mit Hilfe einer griechischen, halb zerfallenen Schriftrolle aus dem achten Jahrhundert das Geheimnis des Hortes zu lüften … Quelle: Amazon
„Der Fluch der goldenen Maske“ erzählt eine Geschichte in drei Zeitsträngen, die in der römischen Kaiserzeit, dem Mittelalter und der Gegenwart spielen. Der Roman ist ok, haute mich aber auch nicht wirklich vom Hocker.
Sommerzeit, Urlaubszeit. Ich bin ja bekennender Aktiv-Urlauber. Jeder Tag will genutzt sein, um möglichst viel zu erleben. Sei es, dass ich Segeln oder Wandern gehe, mal nach Argentinien düse oder mit den Pfadfindern unterwegs bin. Das ist gut so, denn ich habe Spaß und erlebe eine Menge.
Aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Warum nicht mal in Bonn Urlaub machen? Ich habe mich zwar schon viel in der Stadt rumgetrieben, aber viele Sehenswürdigkeiten und Museen blieben dabei Links liegen. Irgendwie findet sich doch nie die Zeit und Motivation mal was abzuklappern. Ich wohne nun gute dreieinhalb Jahre hier und könnte mir noch echt vieles anschauen.
Warum also nicht mal Urlaub in Bonn: Übernachtungstechnisch könnte man das eigene zu Hause ein Wochenende lang als „Bed and Breakfast“ ansehen oder vielleicht ganz krass drauf sein und im Kameha Grand eine Nacht buchen. Morgens geht es dann los, ein Bummel durch die Innenstadt, einmal die Museumsmeile runter, den ehemaligen Bundestag besichtigen und und und. Langweilig würde einem sicherlich nicht werden.
Abends noch nett im Restaurant essen und dann mal gucken was der Abend noch so bringt. In meinem Kopf macht das Sinn.
Bleibt die Frage: Wer macht mit? Wer von den Einheimischen hat gute Tipps für Besucher?
Inmitten von Bergen, umhüllt von Wolken, hütet Tibet seinen größten Schatz. Ein Kloster, hoch oben im Himalaya. Keiner kennt den Weg dorthin.
Zwei junge britische Bergsteiger, bereit für das Abenteuer ihres Lebens. Sie gehen keiner Gefahr aus dem Weg. Ein kleiner Junge auf der Flucht. Die letzte Hoffnung aller liegt in seiner Rettung. Ihnen auf den Fersen chinesische Soldaten. General Zhu weiß, wie man jemanden zum Reden bringt. Ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel. Der Einsatz ist das Schicksal Tibets. Quelle: Verlag
Ein spannendes Buch. Für meinen Geschmack werden die Charaktere nicht tief genug gezeichnet, aber die Geschichte unterhält trotzdem gut. Wirklich gut haben mir die bildhaften Beschreibungen des alten Tempels in den Bergen gefallen.
Wir schreiben das Jahr 2009. Im Dom zu Aachen soll ein neuer deutscher König gekrönt werden. Und niemand versteht, wie es soweit kommen konnte. Einmal König sein, die Macht haben, Dinge zu verändern. Mit gesundem Menschenverstand die Welt geraderücken. Was wäre, wenn man tatsächlich plötzlich die Möglichkeit dazu hätte? Könnten Sie der Versuchung widerstehen? Kann Simon König es? Die Frage stellt sich ihm, als er in den Besitz eines Computer-Programmes kommt, mit dem sich die Resultate von Wahlmaschinen manipulieren lassen. Was dann geschieht, hätte er sich in seinen wildesten Träumen nicht vorzustellen gewagt…
Selten hat mich ein Buch so fasziniert. Alles fängt schon vor einigen Jahren in den USA an, als George W. Bush das erste und zweite Mal gewählt wird und macht auch vor den hessischen Landtagswahlen nicht halt. Eschbach passt seine Geschichte so in das wirklich Geschehene ein, dass sie die perfekte Erklärung dafür liefert. Dabei bleibt es immer spannend und wirkt niemals „an den Haaren herbeigezogen“. Auch technisch bleibt er immer im Bereich des Möglichen und erklärt viele Details auch verständlich für den Nicht-ITler.
Ich fahre Bahn. Jeden Werktag. Am Morgen stürme ich kurz nach acht aus dem Haus, um meine Bahn noch zu erreichen. Am Bahnhof dann schnell in die 16 gestiegen und los geht es. Am Abend dann umgekehrt. Nicht ganz 50 Minuten bin ich unterwegs auf einer Strecke, von Tür zu Tür.
50 Minuten? Das klingt erst einmal lang, aber man gewöhnt sich daran. Zwar könnte ich mir tausend Dinge vorstellen, die man in der Zeit besser tun könnte: Ausschlafen zum Beispiel. Auf der anderen Seite ist das auch gut so, wie es ist. Ich habe genug Zeit, mich von einem müden, grummelnden, schlecht gelaunten Morgenmuffel in die grummelnde, manchmal schlecht gelaunte Person zu verwandeln, die man kennt. Dass ich niemanden in der Bahn kenne, ist eine wirklich gute Sache.
Ein Fehler den man dabei nicht machen darf: Die Kopfhörer vergessen, denn das Gespräch meiner Mitmenschen ist vor allem in den Verkehrsmitteln die SWB und KVB bereitstellen nicht zu ertragen. Ob die Stöpsel nur zur Absenkung der Umgebungslautstärke genutzt werden, oder schon am Morgen Schallwellen von der Intensität eines Big Four-Konzertes auf das Trommelfell treffen, ist ganz stimmungsabhängig. Dann noch ein Buch vor die Nase und ich kann wach werden.
Am Abend eine ganz ähnliche Geschichte. Frische Luft auf dem Weg zum Bahnhof, Stöpsel ins Ohr, Buch aus dem Rucksack und dann geht es wieder nach Hause. 30 Minuten bis zum Bonner Hauptbahnhof, in denen ich abschalten kann, mich nicht mehr ärgern muss oder auch mal planen kann was der Abend noch so bringen soll.
Was ich eigentlich sagen will: Anderthalb Stunden Arbeitsweg machen mir nichts aus. Das sind anderthalb Stunden, die ich für mich habe. Anderthalb Stunden, in denen ich manchmal auch einfach nicht ans Telefon gehe, nicht ins Internet schaue, sondern einfach aus dem Fenster der Straßenbahn gucke. Ich bin froh, dass ich nicht mit dem Auto fahren muss.
2025: Bahnbrechende Technologien haben die Raumfahrt revolutioniert. In einem atemlosen Wettlauf fördern Amerikaner und Chinesen auf dem Mond Helium-3, ein Element, das sämtliche Energieprobleme der Welt zu lösen verspricht. Zur selben Zeit soll Detektiv Owen Jericho in Shanghai die untergetauchte Dissidentin Yoyo ausfindig machen. Was nach Routine klingt, entwickelt sich zu einer albtraumhaften Jagd, denn die ebenso schöne wie anstrengende Chinesin ist im Besitz streng gehüteter Geheimnisse und ihres Lebens nicht mehr sicher. Die Spur führt rund um den Erdball – und zum Mond, wo eine Gruppe Weltraumtouristen eine bedrohliche Entdeckung macht. Quelle: Verlag
„Limit“ hat runde 1300 Seiten. Ein ganz schöner Wälzer! Dementsprechend hat das Buch auch die ein oder andere Länge, vor allem so lange sich einem nicht so recht erschließt wie die Handlungsstränge zueinander gehören. Alles in allem aber gute Unterhaltung, die noch dazu relativ realitätsnah wirkt – für das Jahr 2025.
Ein Sommernachmittag am See: Cora Bender macht mit ihrem Mann und dem kleinen Sohn einen Ausflug. Auf den ersten Blick eine ganz normale Familie, die einen sonnigen Tag genießt. Doch Cora Bender hat sich entschlossen zu sterben. Dann jedoch kommt alles ganz anders: Als es Abend wird, lebt Cora Bender noch und muß sich wegen Mordes verantworten. Sie hat einen Mann getötet, von dem sie behauptet, sie habe ihn nie zuvor gesehen. Die Täterin ist geständig, die Beweislage klar. Einzig Hauptkommissar Rudolf Grovian weigert sich, den Fall als Routineangelegenheit zu behandeln. Er stellt auf eigene Faust Nachforschungen an. Was er nach und nach aufdeckt, ist der Alptraum eines Lebens, das zerstört war, bevor es richtig begann. Quelle: Amazon
Eine ziemlich verworrene Geschichte, für meinen Geschmack zu verworren erzählt. Zwar wird am Ende der eigentliche Hergang auch noch einmal Klartext geschildert, das ewige hin und her im Verlauf des Buches nervte mich aber teilweise auch. Gut: Sehr detailliert (aber leider auch wieder relativ umständlich) wird das Familienleben der Protagonistin geschildert, man kann sich ziemlich gut in die Situationen hineinversetzen.
Urlaubszeit! Es steht etwas für mich relativ Neues auf dem Plan: Dieses Mal solle es mit einem Segelschiff auf große Fahrt gehen. Das Schiff, die Falado von Rhodos, liegt im schwedischen Norrtälje für uns bereit. Dort treffen Fräulein Anna und ich auf die restlichen Landratten die mit uns die Schären vor Stockholm unsicher machen wollen. Schnell beruhige ich mich ein wenig, als ich feststelle das ich nicht der Einzige mit wenig bis gar keiner Segelerfahrung bin.