der tag und ich

Robert Harris – Vaterland

Schon vor einiger Zeit hatte ich das Buch “Vaterland” (Affiliate-Link) von Robert Harris gelesen.

Die Zusammenfassung von der Amazon-Seite sagt eigentlich schon alles:

Hitler hat den Krieg gewonnen – Nazideutschland beherrscht ganz Europa. Das ist das Horrorszenario in Robert Harris’ frivolem Politthriller. «Harris versteht, gut und spannend zu schreiben. Es kommt alles vor: Verbrechen, Verschwörungen, Vertuschung, Irreführung, Gewalt und Liebe. Harris kann den Historiker nicht verleugnen – so würzt er seine Geschichte mit historischen Dokumenten.» DIE ZEIT

Das Buch ist spannend geschrieben, die Geschichte spinnt sich in genretypischer Manier langsam weiter, ein wenig Beziehungsdrama fehlt natürlich auch nicht. Auch wenn das Ende für mich doch recht vorhersehbar war: Die Vorstellung einer Welt nach einem anderen Kriegsausgang finde ich nicht sonderlich prickelnd. Ich konnte mich richtig gut in den Hauptdarsteller des Buches hineinversetzen, der nach und nach hinter die Lügen der Nazi-Propaganda kommt.

Aktualisierung: Wie ich in den Kommentaren erfahren habe, wurde das Buch auch verfilmt. Danke, Thomas.

Zusammenfassung

Autor
Titel Vaterland
Verlag
ISBN
Bewertung ✩✩✩✩✩ 1

Linkeria (8. April bis 9. April)

Diese Links habe ich in den letzten Tagen in meinem del.icio.us-Account gespeichert.

Die Welt ist eine Google

Gerade habe ich den Beitrag “Die Welt ist eine Google“, ein Spezial der Sendung neues auf 3sat gesehen, welcher mich wieder einmal ein wenig nachdenklich gemacht hat. Hin und wieder denke ich ein wenig über mein “virtuelles Leben” nach. Das ist auch sinnvoll, denn was mal im Netz aufgetaucht ist, das verschwindet so schnell nicht wieder.

Google - über den Wolken

Google macht ganz prima Dinge, die ich auch gerne und oft nutze. Neben der Suchmaschine stehen da Maps, Adsense, Analytics und Gmail auf der Liste. Das ganze Potential nutze ich bei weitem nicht aus. Interessant sind die Produkte für mich auf jeden Fall, auch wenn ich am Ende doch eher ein Freund von Desktop-Applikationen bin.

Der Film gibt einen Einblick in die Struktur der Firma, was sie alles macht und entwickelt und was mit den Daten der Nutzer passiert. Darüber, dass Google trotz des Grundsatzes “Tu nichts böses!” immer noch ein Unternehmen ist und Gewinn machen will, sollte man sich immer im Klaren sein. Ebenso sollte sich jeder überlegen, welche Daten man der “Datenkrake” anvertrauen will und wo man es vielleicht besser lässt.

Andreas formuliert das bei Spreeblick, woher der Tipp auch kam, ganz treffend:

Die Tatsache, dass ich einige Google-Dienste nutze, bedeutet nicht, dass ich mir keine Gedanken darum mache, ob es wirklich so eine clevere Idee ist einem Unternehmen, einem amerikanischen noch dazu, einen Großteil meiner Mailkommunikation, meiner Interessen und bald auch vielleicht noch mein Genom anzuvertrauen.

CSS Naked Day

Heute ist CSS Naked Day. Da ich ja bekanntlich bei jeder Sau mitmachen muss, die so durch die Blogosphäre getrieben wird, bin ich da direkt dabei! “der tag und ich” lässt also heute die Hose runter.

Hinter dieser Aktion steht die Idee die Webstandards zu fördern. Dazu gehören der korrekte Gebrauch von (x)HTML, semantisches Markup, hierarchische Struktur und zu letzt das Spiel der Wörter – der Inhalt. Es ist an der Zeit, deine Webseite auch ohne <body> der Öffentlichkeit zu zeigen. Damit zeigt man, dass gute Webseiten auch ohne Design leserlich sind.
Quelle: bueltge.de

Heute den ganzen Tag wird diese Seite also ohne CSS angezeigt. Interessanterweise ist, wie oben beschrieben, die Seite ja auch so in ihrer Funktionalität nicht eingeschränkt. Eine gescheite Trennung zwischen Layout und Inhalt ist mir sehr wichtig – alleine schon, weil ich so gerne an ersterem herumspiele. Dennoch bin ich froh, wenn meine CSS-Datei wieder mitgeladen werden darf.

Da ich selbst zu faul müde war, um bis 0 Uhr aufzubleiben, habe ich gestern Abend schnell das CSS Naked Day-Plugin von Aja Lapus installiert. Es hat, wie man sehen kann, seinen Dienst ganz prima verrichtet.

Linkeria (2. April bis 8. April)

Diese Links habe ich in den letzten Tagen in meinem del.icio.us-Account gespeichert.

Bilder ins StudiVZ laden

Gestern Abend wollte ich eine kleine, aber feine Auswahl der von mir am Wochenende geschossenen Fotos in ein bekanntes deutsches Studentenportal laden. Da erreicht man irgendwie doch die meisten Menschen, die es interessiert.

Wollte – richtig! Leider hat mir der dämliche Java-Uploader gleich drei Mal in zwei verschiedenen Browsern ein Schnippchen geschlagen und zuerst einmal viel zu lange zum Verkleinern der Bilder gebraucht.
Dafür ging der Upload dann aber auch recht flott von statten. Warum das so schnell ging, hab ich gesehen als die Seite neu aufgerufen wurde. Statt meiner Bilder fand ich jedes Mal nur einen schwarzen Kasten mit einem Papierblatt-Icon.

Etwas entnervt habe ich dann aufgegeben. Ideas, anyone? Aufgetreten ist das Problem mit dem aktuellsten MacOS X sowohl unter Safari als auch Camino. Ich glaube es liegt an Java, da hab ich die aktuell installierte Version gerade nicht zur Hand.

Aktualisierung: 40 Bilder in 5er-Packen hochzuladen macht zwar keinen Spaß, klappt aber. Das gute alte <form>!

Hamburger Singewettstreit 2008

Singerunde im Elbtunnel

Nachdem ich mir ja schon vor langem Zugtickets gekauft hatte, dabei von einem Automaten verarscht wurde und schließlich auch meine Eintrittskarte angekommen war, ging es nun am Wochenende nach Hamburg zum Singewettstreit. Ein sehr ereignisreiches Wochenende lag da vor mir. Wie immer, wenn es mehr zu erzählen gibt, geschieht das nun auch hier anhand einiger harter Fakten. Diese werden eventuell nach einer ausgiebigen Nachtruhe erweitert.

  • Dass mein Mitfahrer mit dem selben Zug fahren würde wie ich, wusste ich schon am vergangenen Montag. Er selbst hat sich erst Donnerstagabend dazu entschlossen.
  • Ich durfte tatsächlich im Zug sitzen bleiben. Der Schaffnerin war mein Kartenproblem schon mehrmals untergekommen.
  • Ohne Korkenzieher, nur einer Spax und keiner Zange bekommt man eine Weinflasche leider nicht auf.
  • Trampende Mitstreiter schreiben Kurznachrichten, dass sie an der “Bahn” ankommen. Wenn die Horde am Bahnhof wartet, kommt der Mitstreiter an der Rennbahn an. Man trifft sich dann auf der Reeperbahn.
  • Eine Kiezkneipe voller bündischer Gesellen kann es ganz schön krachen lassen. “Auf der Reeperbahn nachts um halb 1″-singen macht dann gleich noch eine Runde mehr Spaß.
  • Die genialste Örtlichkeit für eine Singerunde ist der alte Elbtunnel. Siehe dazu auch das Bild oben. Der gute Mann ganz rechts im Bild hat wirklich so geschlafen – und geschnarcht.
  • Wenn man erst im Morgengrauen am Übernachtungsplatz ankommt, muss man auch mal in einer Pferdebox (zum Glück ohne Pferde) schlafen.
  • Auch Jungenschaftler haben Mobiltelefone. Diese klingeln gern in aller Frühe und in den wirresten Tönen.
  • Man kann auch direkt nach dem Frühstück Bier trinken – wenn dieses erst um 12 beendet ist.
  • Eine Kiste Astra hat nur noch 27 Flaschen.
  • Zwei bekannte Brüder haben die unglaubliche Gabe es einzurichten, dass immer einer fehlt.
  • Es gibt Leute, die können manche Leute kann man nicht leiden… weil man sie hasst.
  • Die gefühlte Länge eines Singewettstreits übertrifft dessen wirkliche Länge oft um ein vielfaches.
  • Kampf-Emanzen sind doof. Über Abtreibung muss man nicht singen.
  • Nicht immer sind die anderen die Dummen die gerade falsch abbiegen und sich verlaufen.
  • Backfisch vom Fischmarkt zum Frühstück ist lecker. Räucherfisch zum Mittagessen auch. Zivile Mitreisende im Zug sehen das eventuell anders.

Aktualisierung: Der Mo hat inzwischen auch gebloggt.

Fluency-Admin für WordPress

Mit der neuen Version von WordPress gab es nun auch einen neuen Admin-Bereich. Einiges hat sich schon gravierend geändert, die Meinungen dazu gehen recht weit auseinander.

So 100% hat mir das neue Layout irgendwie nicht zugesagt und so war ich recht froh, als ich dann bei Ad in den Kommentaren einen Hinweis zu diesem Beitrag gefunden, wo ein alternatives Theme für den Administrationsbereich vorgestellt wird.

Der erste Test meinerseits hat mich dann nicht so recht begeistert. Fluency Admin wirkte noch nicht sonderlich ausgereift auf mich und mir sind einige Ecken aufgefallen, an denen es hakte. Nun hat der Entwickler aber nachgelegt und mit Version 1.1 sieht es schon viel besser aus. Zwar sind da immer noch einige Fehler auszubügeln, aber man kann damit arbeiten.

Die Oberfläche ist nun hauptsächlich in Grautönen gehalten, was natürlich auch gut zum Frontend meines Blogs passt und mir gut gefällt. Die Navigation wurde von der Horizontalen in die Vertikale verschoben, wie das auch schon beim (leider nicht mehr weiterentwickelten und somit inkompatiblen) Tiger Admin Theme war. Insgesamt würde ich eigentlich nur die Schriftgröße noch ein wenig heruntersetzen.

Aktualisierung: Mit Hilfe des Admin Drop Down Menu, dass von Fluency unterstützt wird, kann man den Adminbereich gleich noch ein wenig übersichtlicher gestalten. Statt einer horizontalen zweiten Navigationsebene bekommt man die Einträge nun in einem ausklappenden Menü. Prima!

Zitat des Tages

I think that with Twitter, something important is happening.
But I’m having trouble figuring out what.

Tim Bray, via daring fireball.

West-östliches Sofa

Letztens fiel mir durch Zufall das Buch “West-östliches Sofa” des türkischen Autors Osman Engin in die Hände. Dick ist es nicht, aber dafür um so amüsanter.

Aus der Sicht eines Einwanderers (Don Osman) erzählt er in kurzen Geschichten von der türkischen Sicht auf die Dinge, wobei er einige Details stark überzeichnet, was aber gerade den Reiz des Buches ausmacht und mich oft zum schmunzeln gebracht hat. Dazu gehören unter anderem ein linksradikaler Sohn, der sich einen “Harem” hält, genau so wie die Diskussionen über Politik mit seinen türkischen Freunden. Natürlich darf auch der ein oder andere Nationalsozialist in den Geschichten nicht fehlen.

Don Osman hat wieder Probleme. Große sogar. Seine Ehefrau Eminanim, die zweitgrößte Nervensäge des Mittleren Orients, die drei Kinder, alle versuchen ihm den Alltag zur Hölle zu machen – obwohl er es sich doch viel lieber auf seinem Sofa gemütlich machen würde. Und als wäre eine fünfköpfige Familie nicht schon anstrengend genug, versucht Osman weiterhin die merkwürdigen Sitten der Deutschen endlich zu verstehen, und seine Erkenntnisse auf die ihm eigene Art weiterzugeben.
Quelle: amazon.de

15 Bücher mit allerlei Kurzgeschichten sind bisher erschienen und ich habe das Gefühl, nicht das letzte davon gelesen zu haben.