[…] einer Versammlung möchte ich glaube ich nicht mehr beiwohnen.
schrieb ich vor drei Jahren, als ich als Gast auf der Bundesversammlung meines liebsten Pfadfinderbundes war. Seit dem war ich noch zwei Mal als sogar als Delegierter dort, unter anderem auch am vergangenen Wochenende. Bitte fragt mich nicht, warum ich immer wieder „Hurra! Ich! Ich! Ich!“ schreie, wenn es um die Verteilung doofer Posten geht. Es ist ja nicht so, dass ich nicht auch sonst schon genug zu tun hätte und unterwegs wäre.
Das ganze Drumherum fand ich nett. Ich hatte Spaß, habe viel gelacht und mich gut unterhalten und einiges diskutiert. Auch bin ich mit einem wesentlich besseren Eindruck von unseren Bund und insbesondere seiner Leitung nach Hause gefahren, als das in der Vergangenheit der Fall war.
Aber: Ich habe mich auch gelangweilt. Zu viele Punkte auf der Tagesordnung interessierten mich einfach gar nicht und nicht einmal weil die Themen unspannend wären. Immer mehr wird mir bewusst, dass ich mich augenscheinlich nur noch für das wirklich engagieren kann, was mich wirklich selbst betrifft. Das ist nicht schlimm. Aber die Konsequenz daraus muss sein, auf die Frage „Schneyra, willst du zur Bundesversammlung fahren?“ mit einem klaren „Nein.“ zu antworten.
Aus der Reihe: „Blogeinträge verfassen um später nachlesen zu können wie doof man doch ist, wenn man nach einem Jahr vergessen hat wie es eigentlich war.“
Übrigens kann man mit einem iPhone und Camera+ total schöne Bilder machen, wenn man grade mal wieder nicht sonderlich aufmerksam ist. Siehe oben.
Marcel schreibt über Toiletten. Damit kenne ich mich aus, stille Örtchen und vor allem ihre Benutzung gehören wohl durchaus zu meinen Kernkompetenzen. Ich besuchte schon Bedürfnisanstalten verschiedenster Art in allerlei Ländern: Vom Autobahnraststätte in Frankreich, wo man wegen des Loches im Boden zuerst mal „WTF? Eine Dusche!“ denkt, über lettische Doppel-Plumpsklos ohne Trennwand vom Typ „Villeroy und Loch“, bis hin zu slowenischen Bahnhofskneipenklos war da schon alles dabei. Wobei letztere glaube ich auch eine der unangenehmsten Erfahrungen dieser Art war.
Das eine Toilette sauber ist und man sich keine Krankheiten abholt, halte ich ebenfalls für sehr wichtig. Grade in Zeiten, in denen man sich schon durch den Verzehr von Obst und Gemüse in Lebensgefahr begibt, kann man gar nicht genug auf Hygiene und Sauberkeit achten. Gerne spende ich dann nach dem Besuch eines sauberen Örtchens auch meine 50 Cent. Oder vielleicht auch mehr.
Marcel geht noch einen Schritt weiter:
Ich will Toiletten, auf denen ich nichts anfassen muss. Keinen Türgriff, keine Spülung, keinen Wasserhahn, kein Trocknungsgerät und erneut keinen Türgriff.
Ich lernte tatsächlich bereits eine Anstalt kennen, die dieser Idealvorstellung Marcels relativ nahe kommt. In meinem Freundeskreis erinnert man sich immer wieder gerne an die legendäre Toilette im Kasseler Bahnhofs, welche seinerzeit sehr modern war: Es gab eine Art Empfangstresen, hinter dem eine Reinigungskraft die Toilette beaufsichtigte und auch dazwischen ging, wenn man die Anlage fotografieren wollte. Daran vorbei ging es dann in die eigentlich Toilette, die wegen ihres futuristischen Designs sicherlich auch als Kulisse für eine Star Trek-Folge hätte herhalten können. Die Türen zu den Kabinen schlossen sich automatisch nach dem man eine Lichtschranke passiert hatte, lediglich das Absperren musste (soweit ich mich erinnere) noch selbst erledigt werden.
Auch das Abspülen sollte dort automatisch funktionieren, wenn man die Lichtschranke der Kabine beim herausgehen wieder unterbrach. Diese Unterbrechung konnte man aber auch schon mal durch eine ungeschickte Handbewegung bewirken. Das führte dann zu einer, sagen wir mal, intensiven Grundreinigung. Technik hat auch so ihre Tücken.
Da ich schon mehrere Jahre nicht mehr in die Verlegenheit kam in Kassel umsteigen zu müssen, weiß ich leider nicht ob die Toilette dort noch in Betrieb ist. Bei meinem letzten Besuch war leider geschlossen, aber vielleicht kommt ja mal wer dort vorbei und kann nachschauen.
Letztens war ich im Gloria in Köln zum Konzert einer meiner Lieblingskapellen: Katzenjammer. Das Konzert in der Kulturkirche im letzten Jahr hatte ich noch in guter Erinnerung und die vier Damen überzeugten mich auch dieses mal wieder. Nach wie vor finde ich den schnellen Wechsel der Instrumente vor allem wahnsinnig beeindruckend.
Ein wenig merkwürdig fand ich, dass sogar ich mit meinen fast 30 Jahren es irgendwie schaffte, den Altersschnitt im Publikum zu senken. Ich hatte doch mit einem wesentlich jüngeren Publikum gerechnet. Neben den bekannten Titeln aus dem noch aktuellen Album „Le Pop“ wurden auch einige Stücke aus dem kommenden Album gespielt. „Das Rock“ soll im Laufe des Jahres erscheinen. Ich denke man darf gespannt sein, was man bisher an neuen Liedern geboten bekam, fand ich schon mal ziemlich gut.
Und weil es so schön war, freute ich mich dieser Tage noch mehr als ich bei YouTube über die relativ aktuelle vierteilige Aufzeichnung eines Festivalauftritts von Katzenjammer gestolpert bin. Nach dem Klick geht es damit los.
Am Wochenende war ich das erste Mal seit langem bei einem richtigen Metzger. So richtig mit Fleischereifachverkäuferin, lautstarker WDR-Beschallung, lustigen Kunden und allem drum und dran.
Das gekaufte Fleisch legte ich selbst ein, nach traditioneller Art nur mit Salz und Pfeffer gewürzt und schön viel Zwiebelkram drum herum. Lange hatte ich das schon vor, denn selbst ist der Mann! Vor allem wenn die Auswahl an bereits grillfertigem Fleisch nicht so sonderlich groß ist. Grundsätzlich ist mir das auch gut gelungen – nur ein wenig länger hätte das Stück Schwein ziehen können bevor die große Grillung startete. Vermutlich wird sich diesen Sommer aber schon noch die ein oder andere Möglichkeit dazu bieten, die Technik zu verfeinern.
Und sonst? Ein bisschen was geschafft, viel gelacht, viel gegessen, weniger Feuerwerk als letztes Jahr gesehen. Danke Wochenende, es war schön mit dir!
Gelehrt, gelernt, ausgetauscht, Spaß gehabt. Das war der diesjährige Grundkurs. Meinen Empfindungen aus dem letzten Jahr habe ich nichts wirklich hinzuzufügen, außer vielleicht das ich das Gefühl hatte sicherer geworden zu sein. Ich würde glaub ich gern wieder mitmachen, so im nächsten Jahr. Unter ein wenig anderen Vorraussetzungen vielleicht, denn ich bin kein wirklicher Vorbereitungsmensch.
Außerdem möchte ich wirklich wissen wie es den Menschen und ihren Gruppen und ihren Problemen so in einem Jahr geht. Ich habe mich gefreut mit motivierten jungen Menschen zu arbeiten.
Ganz schön in die Jahre gekommen ist sie, die Webseite meines liebsten Landesverbandes im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Da wird es Zeit, sich mal ein paar Gedanken zu machen wie es weitergeht. Ideen haben wir genug, die technische Umsetzung bleibt dann an mir hängen. Aktuell läuft die Seite unter Typo3, was ich zwar wegen seiner Mächtigkeit irgendwie schätze, aber dennoch irgendwie nicht mag. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich nie so wirklich fit darin wurde irgendwelche Anpassungen in Typoscript zu machen. Bei jedem Update und jedem Feature oder Extension die ich einbauen möchte, bleibt irgendwie ein schlechtes Gefühl zurück.
Auf der anderen Seite: Ich mag WordPress. Damit habe ich Erfahrung und was so an kleinen Extras gebraucht wird, habe ich mir schnell mit PHP zurechtgefrickelt. Und wo wir die Geschichte neu aufziehen wollen, ist es dann auch vielleicht an der Zeit das System ganz zu wechseln. Die nächsten zwei Jahre wird die Entwicklung und Pflege an mir hängen und da soll es dann in meiner knappen Freizeit eher vorangehen, als das ich halbgares Zeug in Typo3 zusammenschraube.
Sehr gefreut habe ich mich, als ich letztens von eventim darauf hingewiesen wurde, dass in diesem Jahr eine grandiose Veranstaltung stattfinden wird. „The Big Four“ des Thrash-Metals werden gemeinsam in der Arena auf Schalke auftreten. An einem Samstag, für sechs Stunden ist das Konzert angekündigt. Ich überlegte kurz, denn mit Anthrax und Megadeath kann ich nicht so viel anfangen und Slayer fand ich vor ein paar Jahren auch eher mittelmäßig. Aber: Metallica!
Ein Teil unseres Urlaubs verbrachten wir auch in Uruguay. Am besten fährt man von Buenos Aires aus mit dem Schiff nach Colonia del Sacramento. Das ist der günstigste Weg, um nach Uruguay zu kommen. In Colonia selbst hielten wir uns dann einen knappen Tag lang auf und erkundeten die Altstadt.
Colonia ist die älteste Stadt Uruguays und recht hübsch hergerichtet. Zumindest der sehr touristische Teil, der aus kleinen alten Häusern, vielen bunten Bäumen, Cafés alten Autos und sich tot stellenden Hunden besteht.