Das Redesign der mobilen Seite von Chefkoch.de

“Corporate Blogging” nennt man das wohl, was ich da dieser Tage im Chefkoch-Blog getrieben habe. Ich war so frei, ein paar Worte zu meiner Arbeit zu verlieren und habe das Redesign unserer mobilen Webseite vorgestellt. Das hat Spaß gemacht, vielleicht schreibe ich da öfter mal was rein. Eventuell lesen dann ja auch mal ein paar Leute mein Geschreibsel.

Am kompliziertesten war vermutlich das finden einer gescheiten Selbstbeschreibung meiner selbst.

Mein Vortrag “Tweet Nest” beim Webmontag

Gestern bin ich mal ein wenig aus mir heraus gegangen. Schon länger spielte ich mit dem Gedanken, mal beim Bonner Webmontag einen Vortrag zu halten. Ich habe dort schon einige interessante Vorträge gehört und die ein oder andere spannende Geschichte habe ich ja auch vorzustellen. Warum also nicht?

Als Thema habe ich mir das kleine, aber feine Tool Tweet Nest herausgesucht, dass ich schon eine ganze Weile selbst einsetze, um meine ganzen Tweets auf meinem Webserver zu archivieren.

Ich glaube der Vortrag kam ganz gut an, zumindest wurde ich nicht mit faulen Eiern und vergammeltem Gemüse beworfen. Deshalb kann ich mir vorstellen auch, auch in Zukunft vielleicht das ein oder andere Mal zu reden. Wer sich für meine Folien interessiert, der kann die hier online einsehen oder einfach unten auf den “Weiterlesen”-Link klicken. Ich befürchte allerdings, dass die Folien ohne meinen Text nicht besonders aussagekräftig sind.

Ansonsten war dann auch der Johannes noch da und stellte die Bonner Ironblogger vor. Anschließend ließen wir den Abend noch im Biergarten ausklingen. Gute Veranstaltung!

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Re: Protestwahl

ich habe es mir noch nie so schwer getan wie dieses jahr mit meiner entscheidung wen ich zur bundestagswahl wählen soll.

Felix Schwenzel schreibt mir in seinem Artikel Protestwahl nicht nur ein wenig aus dem Herzen. Ich mache mir schon ein paar Wochen lang, eigentlich immer wenn ich im Radio etwas zu politischen Themen höre oder im Internet dazu lese, Gedanken darüber wem ich diesen Herbst meine Stimme gebe. Dabei kristallisierte sich relativ schnell ein klares Problem heraus:

Mit gutem Gewissen kann ich vermutlich keiner Partei ein Kreuz machen, denn die dazu notwendige Vertrauensbasis ist irgendwie nicht da. Über den Begriff “Volksvertreter” lächele ich eher traurig, wenn ich mir anschaue was in Berlin so passiert. Ich habe nicht viel Ahnung von Sozialwesen, Außenpolitik und all den anderen wichtigen Themen einer Regierung. Deshalb muss ich darauf hoffen, dass die Menschen dort in meinem Namen ordentlich arbeiten. Aber wenn dann mal ein Thema ansteht bei dem ich mitreden kann, das sind meistens eher netzpolitische Geschichten, dann versagt das System jedes Mal kläglich. Da werden Entscheidungen auf der Basis von völlig irrwitzigen Annahmen oder auf Betreiben von Firmenlobbyisten getroffen, so dass mir sogar das Kopfschütteln schon schwer fällt. “Vertreten” fühle ich mich eher selten. Das geht mir schon länger so.

Dann kamen die Piraten. Zugegeben: Ich hatte ein kleines bisschen Hoffnung, dass sich vielleicht ein wenig was tut. Ich hoffte darauf, dass da engagierte Menschen den Laden vielleicht mal ein wenig aufmischen. Dass vielleicht ein paar Politiker der alten Garde aufmerksam zuhören würden.
Ich hörte einem Christopher Lauer und einer Marina Weisband recht gerne zu. Die sagten Dinge die ich auch sagen würde – wäre ich rhetorisch ein wenig besser aufgestellt. Doch schon kurz darauf konnte man dann vor allem noch mitlesen, wie die Piraten anfingen sich gegenseitig aufzureiben. Da brauchte es gar keine großen äußeren Einflüsse, das hat man ziemlich gut alleine hinbekommen. Schade.

Felix Schwenzel will am 22. September dennoch Piraten wählen:

nicht weil ich ihnen zutraue wirklich etwas zu ändern oder zu entern, nicht weil ich glaube, dass sie bald zu sinnen kommen und sich nicht mehr selbst oder gegenseitig zerreiben, sondern weil sie ein symbol dafür sind, dass sich etwas ändern muss und wir uns auf unsere demokratischen wurzel zurückbesinnen sollten.

Ich bin mir noch nicht sicher. Seinen Argumenten kann ich folgen, nicht-wählen kommt auch nicht in Frage. Aber vielleicht mache ich einfach nur ein großes Kreuz. Quer über den Wahlzettel.

Was ist ein Browser?

Als ich letztens diese Video-Umfrage sah, die die Firma Sistrix in der Bonner Innenstadt aufgenommen hat, war ich zuerst auch ein wenig erschrocken. Erschrocken darüber, dass viele der Menschen die vermeintlich einfache Frage nach einem Browser und einer Suchmaschine nicht direkt und richtig beantworten konnten. Im zweiten Anlauf musste ich dann tatsächlich auch einen kleinen Moment überlegen, bis mir eine gescheite “in fünf Wörtern auf den Punkt”-Definition einfiel.

Dennoch: Fast jeder von uns benutzt fast täglich das Internet mit all seinen Möglichkeiten und Diensten. Sollte man da nicht ein bisschen besser bescheid wissen, was man da so treibt und wie die einzelnen Gerätschaften heißen? Ist es nicht an uns, den eher technik-affinen Menschen, unseren Freundes- und Bekanntenkreis ein wenig schlauer zu machen? Oder muss man das alles gar nicht wissen? Ich will da gar nicht all zu tief in die Materie einsteigen, aber die “Grundbegriffe” wie “Browser” oder “Suchmaschine” sollte doch schon jeder drauf haben und vor allem – und auch das scheint ja nicht all zu verbreitet zu sein – unterscheiden können. Braucht es vielleicht tatsächlich eine Art Internet- oder Computerführerschein?

Feed-Fever

Fever ist leer

In ein paar Tagen wird der Google Reader abgeschaltet. Das ist traurig, denn dort habe ich in den letzten Jahren RSS-Feeds aller Art gesammelt und gelesen. Der Dienst ist damit eine meiner wichtigsten Informationsquellen geworden. Da ich mich mit den überall im Moment vorgestellten Alternativen nicht so richtig anfreunden konnte, habe ich mich nun entschieden in Zukunft die Feeds einfach auf meinen eigenen Server zu verwalten. Dazu habe ich dann ein klein wenig Geld in die Hand genommen und mir eine Lizenz von Fever gekauft. Ein klein wenig Hoffnung schwingt mit, dass die unterschiedlichen Ausgaben der Newsreader-Software meiner Wahl, nämlich Reeder, bald die Fever unterstützen. Die iPhone-Version kann es schon.

Völlige Leere

Da mich die Masse der Beiträge von über einhundert abonnierten Feeds in der letzten Zeit oftmals erschlagen hat, habe ich mich in gleichen Zug dazu entschieden einfach mal bei Null anzufangen. Im Laufe der Zeit hatte sich da auf jeden Fall auch eine Menge Mist angesammelt den ich sowieso immer übersprang und ich will gar nicht wissen wie viele tote Feeds da auch dabei waren. Von der chaotischen Sortierung wollen wir lieber gar nicht erst anfangen zu reden.

Deshalb ist mein Newsreader jetzt leer, außer meinem eigenen RSS-Feed habe ich nichts abonniert. Im Laufe der nächsten Tage schaue ich dann mal was mir so fehlt und so wird sich sicherlich wieder eine schöne Sammlung aufbauen. Sicherlich werde ich mir Karins Liste der Bonner Blogs in dem Zusammenhang nochmals genauer anschauen, da war eine Menge interessantes Lesematerial dabei.

Empfehlungen? Gerne!

Außerdem darf man mir auch gerne mal ein paar Sachen empfehlen. Vor allem interessieren mich aktuell eher lokale Blogs, ein oder zwei gute Webcomics würde ich mir auch gerne wieder abonnieren. Und schließlich dann vielleicht ein paar gute Seiten aus dem Bereich Webentwicklung und WordPress. Bei letzteren ist mir eines wichtig: Nämlich das ich vor allem mal an ein paar Seiten gelange die wirkliche Inhalte produzieren und nicht wieder fünf Linkschleuder-Blogs in der Liste landen, die sowieso jeden Tag nur die gleichen Beiträge verlinken. Ideen? Ab in die Kommentare!

Das Müllermeter – Wie viel Müller steckt in Ihnen?

Im Rahmen der Terra-X-Reihe “Deutschland – Wie wir leben” hat das ZDF eine schöne Seite online gestellt, auf der man den eigenen “Müllerfaktor” berechnen kann. Dazu muss man fünfzehn einfache Fragen auf der Müllermeter-Seite beantworten.

Sind Sie die/der Durchschnittsdeutsche? Nahezu alles, was wir tun, besitzen oder was uns beschäftigt wird regelmäßig abgefragt, vermessen und statistisch ausgewertet. 15 solcher Statistiken bilden die Basis, auf der wir – natürlich vereinfacht – unseren Fragenkatalog entwickelt haben. Ein bisschen von den Durchschnittsdeutschen Thomas und Sabine Müller steckt in jedem von uns – nur: wie viel? Machen Sie den Test!

Martins Müllerfaktor

Ein nettes Experiment, das für mich einen Müllerfaktor von 60% ausgibt. So viel vom Durchschnittsdeutschen steckt in mir. Es ist ganz interessant zu sehen, dass ich zum Beispiel eine halbe Stunde nach dem Durchschnittsdeutschen aufstehe, aber auch über eine Stunde später erst wieder ins Bett gehe. Dafür mache ich aber tatsächlich öfter Sport als andere. Bei meinem täglichen Kaffeekonsum bin ich mit 75% der Deutschen genau im Schnitt. Ein bisschen gewundert hat mich, dass scheinbar nur rund 13% meiner Mitbürger mit dem ÖPNV zur Arbeit kommen.

Gar nicht so unspannend. Und jetzt ist meine werte Leserschaft dran. Ich bin auf eure Ergebnisse gespannt! Außerdem werde ich mir bei Gelegenheit auch mal die Sendungen online anschauen, das klingt sehr interessant.

Was soll denn das hier jetzt sein??

Was soll denn das hier jetzt sein?? (klick!)
Tja, was ist das hier? Eigentlich nur eine weitere Art und Weise meinerseits, geistigen Müll ins Internet zu bringen.
Jedenfalls wollte ich so ein Reinpost-Ding immer schon mal auf meiner Seite haben. Jetzt hatte ich grad ein bißchen Zeit und da hab ich mir das News-Script, das ich mal für www.bdp-io.de geschrieben hatte, genommen und etwas umgebaut.
Was und wie oft ich hier was schreibe weiß nicht nicht…egal *g*

Gerade stöberte ich ein wenig in der Wayback-Machine herum und landete dabei auch bei obigem Text. Hier die Kopie des Originals, datiert auf den 7. Februar 2003. Verrückte Welt. Die Inhalte von damals möchte ich aber vermutlich eher nicht übernehmen, obwohl ich das tatsächlich mal so angedacht hatte. Folgender Text lässt das jedenfalls vermuten.

Der Smyrf sagt, daß das was ich hier schreibe Bände über mich spricht – LHÄÄÄÄÄÄ? Bisher hab ich mich ja noch nicht so arg ausgelassen. Aber mir kam ein Gedanke: Wenn ich mal (so in etwa wie der Bohlen) meine Autobiographie schreib, dann hab ichs, sofern ich den Kram den ich hier schreib aufheb, einfacher. Aber auf CD vorlesen lass ich das von nem andern – den Mist will ich net vorlesen!

Ganz spannend finde ich auch die Reste von “Webdesign”, die man um den Text herum noch erkennen kann. So nannten wir das nämlich damals, wenn man eine “Homepage” baute. Es ist wirklich schade, dass ich von den Daten von damals keine Backups habe. Für die damalige Zeit war das alles nämlich gar nicht schlecht und ich erinnere mich noch gut, wie ich damals in mühevoller Kleinarbeit in Fireworks alle möglichen Grafiken zuerst im Ganzen entworfen und dann in kleinen Dateien exportiert habe. Das war schon ein großer Fortschritt im Vergleich zu meiner ersten Homepage.

Hach ja. Zumindest die alten Blog-Einträge, soweit sie noch abrufbar sind, sichere ich mir jetzt auf jeden Fall. Eigentlich müsste man den ganzen Kram irgendwie runterladen.

Twitter-Interview

Dieser Tage wurde ich von Christiane mit einem Stöckchen bedacht, dass einige Fragen zu meiner Twitter-Nutzung stellt. Und weil ich schon immer einmal interviewt werden wollte, habe ich die Fragen auch beantwortet.

Wer bist Du auf Twitter? Seit wann bist Du auf Twitter? Nutzt Du Twitter vorwiegend privat oder beruflich?
Oh, man kann mich unter dem Namen @schneyra verfolgen. Der Account stammt aus dem Januar 2007, wurde zu Beginn aber eher wenig genutzt. Ich schreibe dort über mich und was ich so tue und lasse. Das beinhaltet natürlich auch was ich so auf der Arbeit erlebe, aber ich schreibe ausschließlich Dinge persönlicher Natur.

Zu welchen Themen veröffentlichst Du Deine Tweets?
Mein großes Thema: “Ich!” – und dann noch: “Ich! Und alles was so um mich herum geschieht.” Gut, ne?

Wie viel Zeit pro Woche nimmst Du Dir für Twitter?
Keine Ahnung. Das läuft alles so nebenbei. Ich schaue wenn es passt in meine Timeline und wenn mir etwas mehr oder weniger kluges in den Kopf kommt, dann schreibe ich das auch mal.

Auf welchen Social-Media-Kanälen bist Du aktiv?
Genau genommen habe ich ungefähr überall in diesem Internet einen Account. Aktiv nutze ich aber eigentlich nur Twitter, Instagram, Facebook und Foursquare.

Welche Position nimmt Twitter für Deine Kommunikation in all Deinen Social-Media-Kanälen ein?
Ich war klug und habe die von mir meistbenutzten Dienste schon oben in der passenden Reihenfolge genannt.

Organisierst Du Tweet-ups bzw. nimmst Du daran teil?
Bis heute kam ich noch nicht auf die Idee sowas zu organisieren, habe aber entsprechende Veranstaltungen schon besucht.

Wofür verwendest Du Twitter vorwiegend?
Ähm. Ich lese was andere Menschen so schreiben und schreibe selbst Dinge rein1.

Welche Gesamtnote von 1 – 6 würdest Du Twitter geben und wieso?
Oh, worüber soll ich hier jetzt ein Zeugnis ausstellen? Über die Anzahl und Qualität der Prominenten über die man sich lustig machen kann? Ob meine Tweets oft genug von anderen Menschen favorisiert werden?2 Ob deren Server zuverlässig genug sind und mein Geschreibsel immer zuverlässig ausliefern?

Welche Tools nutzt Du mit welcher Hardware für Deine Aktivitäten auf Twitter?
Ich benutze Tweetbot auf dem MacBook, dem iPad und dem iPhone.

Möchtest du zum Schluss noch etwas sagen?
Ja! Ich fand das etwas anstrengend diese Fragen zu beantworten, denn die sind für Menschen geschrieben die Twitter und andere Dienste bewusst und vielleicht auch mit einem Zweck nutzen. Gerade Twitter ist aber für mich nur eine Art öffentlicher Smalltalk. Was dort steht würde ich auch jedem Menschen erzählen, mit dem ich so ins Gespräch kommen würde – inklusive einer Menge schlechter Witze3. Ich finde es meistens ganz interessant, mitzubekommen was andere Menschen so tun und auch deren Input auf meinen Kram zu lesen.

Und jetzt? Wer Lust hat die Fragen zu beantworten, der soll sich das Stöckchen greifen.

  1. Außerdem verbreite ich den Ausstoß diverser Prominenter zum allgemeinen Amüsement weiter. []
  2. Werden sie nicht. []
  3. Ich bin unsicher, ob ich mich gerne mit mir selbst unterhalten würde. []

Campingspaß für Jung und Alt

Camping!Wunderbare Aussicht auf regenerative Energiegewinnung in der Eifel, eine Wiese mit Zelten und Wohnwägen, ein Grill und das dazugehörige Grillgut. Mehr braucht es eigentlich nicht, um einen prima Freitagabend und den dazugehörigen Samstag zu haben.

Der “Campingspaß für Jung und Alt” fand eine gute Stunde von Bonn entfernt statt, das ist nicht weit und auch am Freitagabend noch unkompliziert zu erreichen. Eigentlich sollte man viel öfter mal ein Wochenende rausfahren. Unfassbar, wie ruhig es auf einmal ist und wie viele Sterne man auf einmal am Himmel sieht. Nächstes Mal mache ich davon auch ein paar Fotos und finde vielleicht auch die Zeit, mal wieder ein paar Zeilen in einem Buch zu lesen. Öfter mal abschalten. Das wär’s!

Immergut 2013

Puh, das war ein langes Wochenende! Aber auch ein gutes, denn es war eine Menge Musik im Spiel. Neustrelitz in der Mecklenburgischen Seenplatte war unser Ziel, denn dort findet alljährlich das Immergut-Festival statt. Anno 2010 hatte ich dort eine Menge Spaß und lernte auch eine meiner Lieblingsbands kennen – das konnte also eigentlich nur gut werden!

Nach einer recht reibungslos verlaufenden Anfahrt war am Donnerstag-Abend schnell das Zelt aufgebaut. Nette Menschen waren schon länger da als wir und hielten uns ausreichend Platz frei. Kurz darauf traf auch der Rest der Bande ein und fast genau so schnell waren die Zelte aufgebaut und der Grill angeheizt. Das Immergut konnte losgehen.

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Spaß mit den Nachbarn

Direkt in der ersten Nacht lernte ich unsere Nachbarn dann näher kennen, zumindest akustisch. Die Herren so um die zwanzig legten eine ziemliche Ausdauer an den Tag, möglichst laut und dabei möglichst dumm zu sein. Jemanden als “Pfosten” zu bezeichnen scheint gerade Mode zu sein und deshalb muss man auf alle Fälle jeden Satz mit “… du Pfosten!” beenden. Dazu schön laute Musik aus etwa zwei Meter von meinem Kopf aufgestellten Boxen, die (bis auf Ausnahmen) wenigstens von einem recht okayen Musikgeschmack zeugte.
Sehr beliebt war auch das “EY!-Spiel”, dass man folgendermaßen spielt: Brülle deinem Gegenüber über möglichst kurze Distanz möglichst Laut “EY!” ins Gesicht. Kein Wunder, dass ich eher wenig Schlaf fand.

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Musik!

Aber kommen wir zu den angenehmen Seiten eines Festivals: Es gibt Musik in rauen Mengen zu hören. Alles habe ich mir leider nicht angesehen und -gehört, obwohl man das auf dem Immergut sogar könnte. Tatsächlich finden keine Auftritte parallel statt, so dass man immer locker die paar Meter zur nächsten Bühne gehen kann und alles mitbekommt.

Mein Einstieg ins Immergut war die Lesung von Mischa-Sarim Verollet, die mir nicht nur den ein oder anderen Lacher bescherte, sondern auch Lust darauf machte die Geschichten des Autors zu lesen. Die Konzerte von Royal Canoe und When Saints Go Machine gefielen mir beide und die Bands sind auf der “später hören”-Liste gelandet. Toy war dann nicht so mein Geschmack, genau so wie Elfterklang. Da wusste ich das aber auch vorher schon. Höhepunkt des Abends (und vielleicht des ganzen Festivals) war dann das Konzert von Team Me. Großartigste Gute-Laune-Musik! Ich bin jetzt Fan.

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Nach einem Besuch in der Stadt und einem kleinen Abstecher in den Hallenflohmarkt um die Ecke machten dann Fenster für mich am Samstag den Anfang und waren ein wenig ruhig für meinen Geschmack. Eher Hintergrundmusik. Direkt im Anschluss spielte dann Leslie Clio. Aus irgend einem Grund lies man die junge Frau auf der kleinsten Bühne spielen, so dass ich nur von recht weit hinten zuschauen konnte. Xul Zolar machten dann danach recht flotte Musik mit viel Schlagzeug. Sowas mag ich ja gern. Nicht so gern mochte ich die Beach Fossils. Ganz okayer Rock’n’Roll, aber auch nicht mehr. The Vaccines gefielen mir dann dafür um so besser und waren in meinen Augen das zweite Highlight des Festivals. Das hätten auch We Were Promised Jetpacks sein können, doch leider war das Zelt völlig überfüllt, so dass ich nach wenigen Liedern rausgehen musste und nur vom Rande her die Band mitbekam.

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Autofahren wird mir wohl nie wieder Spaß machen

Am Sonntagmorgen kamen wir alle ziemlich gut aus den Federn und es war auch, vor allem wohl wegen des nicht so tollen Wetters, auch schnell abgebaut und schon bald saßen wir zu dritt im Auto zurück nach Bonn. Etwa sieben Stunden sollte die Rückfahrt dauern, was mir sehr entgegen gekommen wäre. So müde wie an diesem Sonntag war ich schon lange nicht mehr. Nach einem kurzen Stopp zum Spargel-Kauf beim Bauern an der Landstraße ging es dann auch eigentlich recht flott voran. Doch das sollte nicht so bleiben. Ungefähr alle Autobahnen waren voll. Das Navigationssystem war zwar sehr klug und leitete uns auch über einige Umleitungen, doch die waren natürlich auch nicht gerade ein Geheimtipp und so brauchten wir auch unter anderem rund zwei Stunden für knapp neun Kilometer auf einer Landstraße bei Minden. Was ein Spaß!

Schließlich kamen wir dann auch irgendwann, ziemlich genau auf die Minute nach zehn Stunden Fahrt auch an. Schnell war das Auto ausgeladen und noch schneller lag ich dann auch im Bett.

Das Immergut war ein großer Spaß, auch wenn die Assi-Nachbarn den ein wenig getrübt haben. Ich habe wieder eine Menge neuer Bands kennen gelernt und werde sicherlich noch eine ganze Weile damit verbringen, mich in ihre Musik einzuhören. Für das nächste Jahr habe ich mir auch schon etwas überlegt: Ich könnte mir gut vorstellen, an das Festival noch ein paar Tage Urlaub in der Gegend anzuhängen. Das würde sicherlich auch die Heimreise entspannter werden lassen.

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