re:publica - shift happens

Das war sie nun also, meine erste „Blog­ger­kon­fe­renz“, die re:publica. Nach einer Woche Ber­lin ist meine schmut­zige Wäsche in der Maschine und ich bin auch wie­der mal ein wenig aus­ge­schla­fen.
Zeit, ein per­sön­li­ches re:sumé zu ver­su­chen. Sowohl der Spreeblick/Nerdcore-René, als auch mein Mit­strei­ter Andi haben schon recht aus­führ­li­che Zusam­men­fas­sun­gen gelie­fert. Da brau­che ich eigent­lich nur noch ein paar eigene Gedan­ken zu tippen.

Eins noch vor­weg: Ich bin völ­lig unvor­be­rei­tet und dem­ent­spre­chend auch mit rela­tiv weni­gen Erwar­tun­gen gestartet.

re-publica

Da war ich nun also, am Mitt­woch so kurz nach halb zehn Uhr: Ber­lin, Fried­rich­stadt­pa­last. Recht schnell hatte ich ein Bänd­chen um den Arm und ein rie­si­ges Namens­schild umhän­gen. Schon saß ich dann auch schon neben Andreas, André, David und Fre­de­rik.
Eigent­lich fing es auch schon gut an: Der erste Vor­trag nach der Begrü­ßung war direkt nach mei­nem Geschmack und dem­ent­spre­chend freute ich mich auf die kom­men­den Tage. Es war dann auch recht viel gutes dabei, doch bleibt ein klei­ner fader Nach­ge­schmack. Am stän­dig aus­fal­len­den WLAN liegt das aber nicht.

An den Vor­trä­gen an sich liegt es auch nicht. Das Pro­blem mit den The­men ist ein recht ein­fa­ches: Was ich schon kenne, das kenne ich gut. Und die meis­ten Dinge die ich nicht kenne, die inter­es­sie­ren mich nicht. Dem­ent­spre­chend hat­ten es die Vor­tra­gen­den schon recht schwer, konn­ten mich zum Teil aber den­noch wirk­lich begeis­tern. Lei­der habe ich wohl auch ein oder zwei gute Vor­träge verpasst.

Eher unter­schwel­lig kam mir dann der Gedanke, dass etwas nicht stimmt. Über eine wirk­lich gute For­mu­lie­rung denke ich schon seit Tagen nach, komme aber nicht dar­auf. Sagen wir mal so: Ich habe mich inmit­ten von über tau­send Nerds nicht son­der­lich wohl gefühlt. Um mich herum tau­send Gad­gets und nahezu immer eine Inter­net­ver­bin­dung. Ich selbst mit zwei netz­werk­fä­hi­gen Gerä­ten und einer Kamera. Trotz­dem blieb kein son­der­lich gutes Gefühl. Irgend­wann stellte sich eher Über­for­de­rung ein.

republica

Woran das liegt, werde ich im kom­men­den Jahr her­aus­fin­den. Denn eigent­lich ist die re:publica eine gute Sache, um sich mal ein wenig umzu­se­hen und neue Kon­takte zu knüp­fen. Des­halb bin ich bestimmt im kom­men­den Jahr wie­der mit dabei. Dann mit ein wenig mehr Pla­nung im Vor­feld, damit ich auch bei den The­men lande die ich gut finde. Ein­fach mal alles mit­neh­men zu wol­len ist nicht so die gute Idee. Spon­tane Ent­schei­dun­gen las­sen einen oft­mals in die Röhre bli­cken. Irgend­wann ist mir ein­fach alles zu stres­sig gewor­den. Eigent­lich sollte es ja auch ein wenig Urlaub sein und schon unaus­ge­schla­fen in eine sol­che Woche zu star­ten, kann nicht gut ausgehen.

Ein Danke an die­ser Stelle auf jeden Fall an die oben schon erwähn­ten Her­ren, die diese Woche das zwei­fel­hafte Ver­gnü­gen hat­ten, mich ertra­gen zu müs­sen. Nächs­tes Jahr schlafe ich vor­her mal aus und bin dann auch umgäng­li­cher. Versprochen.

Nach­trag: Und dann waren da noch ein paar Sachen, die ich nicht uner­wähnt blei­ben sollten:

  • Die taz hat einen mei­ner Tweets gedruckt. Ohne mei­nen Namen zu nen­nen. Somit bin ich schon wie­der um meine ver­dien­ten 15 Minu­ten Ruhm betro­gen worden.
  • Sobald ich eine Twit­ter­wall ent­de­cke, hält mich nichts mehr. Powertwittern!
  • Ich brau­che so eine Art Ang­ler­weste, um mein gan­zes Nerd-Zubehör immer griff­be­reit zu haben. Bis man irgend­was aus dem Ruck­sack oder der Tasche raus­ge­wurs­telt hat, ist die Gele­gen­heit oft schon vorbei.
  • Das „Schwule Mäd­chen Sound­sys­tem“, a.k.a. „Fet­tes Brot“, legt mit Hilfe von diver­sen iPho­nes auf. Damit die das rich­tig kön­nen, muss man ihnen auch mal kurz­zei­tig das eigene Gerät zur Ver­fü­gung stellen.

Kommentare

    • Andi
    • 6. April 2009 um 15:55 Uhr

    Ertra­gen“? Das war doch klasse! Du hät­test ja auch nachts laut­hals heim kom­men kön­nen und mich wecken – dann wäre ich böse gewor­den. Aber hast du ja nicht. ;)

    • Jan
    • 7. April 2009 um 00:11 Uhr

    wie schön ist doch so’ne Jurte mit Gitarre und pras­seln­dem Feuer… mit tol­lem Netz­werk– ganz ohne Strom.

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