der tag und ich

Die Eylandt-Recherche

Dieser Tage wurde ich (vermutlich per twitter) auf den Trailer zu einem Film aufmerksam, der im November diesen Jahres in die Kinos kommen soll: Die Eylandt-Recherche.

Eylandt-Recherche

Angeblich auf Fakten beruhend erzählt der Film die mysteriöse Geschichte rund um Josefine Eylandt und zieht dabei eine Spanne aus dem zweiten Weltkrieg bis in die aktuelle Zeit. Was hat der Stromausfall vom November 2006 mit den “wirklich wahren” Ereignissen während des letzten Krieges in Duisburg zu tun?

Man merkt es dem obigen Abschnitt schon an: Ich bin ein wenig skeptisch. Natürlich hat mich der Trailer neugierig gemacht und so recherchierte ich anschließend ein wenig. Irgendwie drehte sich das alles im Kreis: Nur eine handvoll Seiten und Foren beschäftigen sich mit dem Thema und mehr als einmal kommt in den Diskussionen der Vorwurf des viralen Marketings auf. Auch mich erinnert das was man so findet ein wenig an die Promotion-Aktionen, die man aus den Pausen zwischen den Lost-Staffeln kennt.
Da gibt es neben einem Blog (dessen Betreiberin die Funktionsweise des Blogs nicht verstanden hat) und allerlei “Beweise” für die Authenzität des Filmhintergrundes aufführt, natürlich auch die passende Gegendarstellung und ein Lokalpolitiker und Journalist soll wohl auch involviert sein.
Die weiterführenden Links sind teilweise ziemlich dämlich: Welche Aussagekraft das Vorhandensein der Webseite einer FBI-Dienststelle hat, weiß ich nicht so recht. Der Link zu einer Fotografie der Briefe auf deren Grundlage der Film gedreht wird führt ins Leere. Insgesamt macht ein wenig Nachforschung also nur noch neugieriger. Wenn das Marketing ist, dann: Hut ab! Mystery-Fans und Verschwörungstheoretiker kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten: Zeitreisende, Aliens, Deserteure… alles steht unbeantwortet im Raum!

Mir soll es egal sein: Die Geschichte klingt auf jeden Fall spannend und ich werde das drumherum mal ein wenig im Auge behalten. Ich bin gespannt.

Televisionslos glücklich

Von manchen Dingen ist man gar nicht so abhängig wie man eigentlich denkt: Seit Anfang Februar wohne ich nun in Bonn und seit dem habe ich nicht viel fern gesehen. Während ich im Moment mangels Fernseher oder DVB-T-Stick nicht mal die Möglichkeit hätte, hatte ich in meiner letzten WG sogar einen Fernseher zur Verfügung – diesen habe ich allerdings nicht ein Mal eingeschaltet.
Zur allgemeinen Information kann man das Internet prima heranziehen und dort die einschlägigen Nachrichtenseiten absurfen. So bleibt dem TV dann eigentlich nur noch die Aufgabe des “Alleinunterhalters”.

Wirklich was verpasst habe ich allerdings in der letzten Zeit nicht und vermisst habe ich “die Kiste” auch nicht. An den Wochenenden in der alten Heimat habe ich schon hin und wieder einen Blick ins TV geworfen, dabei war das Programm allerdings nicht sonderlich überzeugend. Anscheinend habe ich mich vorher die meiste Zeit doch nur berieseln lassen, was mir in keinster Weise fehlt.
Statt dessen habe ich die Zeit genutzt, um das ein oder andere Buch zu lesen und so vermutlich wesentlich effektiver ausgespannt.

Natürlich habe ich mich dem Medium Fernsehen nicht völlig abgewandt. Vor allem die neuesten Folgen meiner aktuellen Lieblingsserie habe ich mir fleißig aus den USA importiert und den ein oder anderen Film habe ich mir auch angeschaut. Da es inzwischen nicht nur eine Internetseite gibt auf der man sich allerneuste Filme im Youtube-Stil anschauen kann, werde ich das sicherlich auch noch öfter machen.

Ich glaube, am Ende liegt die Lösung darin “gezielt” fern zu sehen und sich vorher gut über das Programm zu informieren. Oft habe ich erst nach der Ausstrahlung einer interessanten Sendung von ihr erfahren, was mich hin und wieder echt geärgert hat.

Robert Graysmith – Zodiac

Mein letztes Buch handelte von einem Massenmörder und hatte den Titel “Zodiac” (Affiliate-Link). Der Zodiac-Killer trieb Ende der 60er und in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts sein Unwesen in San Francisco und Umgebung sein Unwesen.

Zodiac Killer war das Pseudonym eines Serienmörders in den USA. Zodiac ermordete im Raum San Francisco zwischen Dezember 1968 und Oktober 1969 fünf Menschen, zwei weitere überlebten verletzt. Die Identität des Zodiac konnte nicht festgestellt werden.
Über mehrere Jahre sandte der Täter bizarre Briefe an Lokalzeitungen, einige davon mit Symbolen und mittelalterlichen Zeichen codiert. Diese Codes sind teilweise bis heute nicht entschlüsselt worden. Den Namen Zodiac gab er sich selbst und spielte damit auf das Zodiak-Symbol an.

Quelle: Wikipedia

Das Buch beschreibt aus der Sicht des Autors, eines Reporters namens Robert Graysmith die Jagt auf den Verbrecher.

Seine erste Bekanntschaft mit den Mordfällen von Zodiac machte Graysmith während seiner Zeit als Karikaturist beim Chronicle. Graysmith gilt als einer der führenden Spezialisten auf dem Gebiet dieser Mordserie. Als 1990 ein Nachahmungstäter in New York aktiv wurde, setzte sich die New York Post mit ihm in Verbindung.
Quelle: Wikipedia

Man kann also von einer realistischen Schilderung des Falles ausgehen. Spannend geschrieben war das Buch, keine Frage. Erschreckend war vor allem die Tatsache, dass man den Killer nie gefasst hat, was dank der ausführlichen Beschreibungen in dem Buch durchaus ein wenig gruselig war. Leider hat das Buch aber ein sehr offenes Ende, was man dem Autor aufgrund der wahren Geschichte aber nicht zum Vorwurf machen kann. Meiner Ansicht nach hätte aber ein Abschluss aus dramaturgischer Sicht schon Sinn gemacht. Aber man kann ja nicht alles haben.

Die Geschichte wurde inzwischen mehrmals verfilmt und auch in einigen Filmen wurde an der Geschichte angelehnt. So war der Zodiac-Mörder zum Beispiel das Vorbild für den Bösewicht im ersten Dirty Harry-Film. Client Eastwood verbrachte vor den Dreharbeiten laut dem Buch auch einige Tage mit dem damaligen Chef-Ermittler der Polizei von San Francisco.

Zusammenfassung

Autor
Titel Zodiac
Verlag
ISBN
Bewertung ✩✩✩✩✩ 1

The Sentinel

Nicht, dass ich in den letzten Tagen hier irgendwie dem medialen Overkill erlegen wäre… Aber am Sonntag habe ich mir, kränkelnd im Bett liegend, “The Sentinel” (Affiliate-Link) angeschaut.

Neben Michael Douglas spielen auch Eva Longoria (Desperate Housewives) und Kiefer “Jack Bauer” Sutherland mit. Von eben letzterem bin ich ja bekanntlich kein kleiner Fan und habe mit diesem Film auch keinen schlechten Griff gemacht. Die Rolle des Bundesagenten liegt dem Mann einfach gut, auch wenn er dieses Mal für den Secret Service arbeitet, statt für die Terrorbekämpfung. Der Film hat so ein wenig Lust gemacht, gleich mal wieder mit der ersten Staffel 24 anzufangen.

Auch inhaltlich hat mir der Film gefallen: Eine recht spannende Story rund um ein Mordkomplott gegen den Präsidenten der USA (was ja immer wieder gern genommen wird), Schießereien und Verfolgungsjagden. Natürlich überleben die Helden auch alle. Was will man mehr, wenn man sich von ein wenig Action berieseln lassen möchte?

Michael Douglas passt einfach zu gut in die Rolle des alternden Beamten, ich frage mich grade ein wenig, ob er jemals etwas anderes gespielt hat. Frau Longoria läuft irgendwie so nebenher, einen weiblichen Part muss es in jedem Film anscheinend geben. Witzig fand ich, dass sie von Kiefer (ihrem Film-Vorgesetzten) direkt dazu aufgefordert wird, ihre Jacke zuzuknöpfen.

Mein Fazit: Kurzweilige Unterhaltung. Prima!

Skandalöse Tauchfahrt

Heute habe ich meinen freien Nachmittag dazu genutzt, das Bonner “Haus der Geschichte” zu besuchen – oder zumindest einen Teil davon. Anlass war die noch bis 24. Februar laufende Sonderausstellung rund um den Film “Das Boot“.

Das Boot - Sonderausstellung im Haus der GeschichteWirklich groß war die Ausstellung zum Film leider nicht, aber dennoch sehr interessant. Neben zahlreichen Bildern, Filmen und Dokumenten und sonstigen Exponaten zu den Dreharbeiten des Films gab es auch einen kurzen Abriss über die Uboot-Geschichte der letzten beiden Weltkriege und auch dazu passende Ausstellungsstücke. Unter anderem habe ich mir eine Enigma-Maschine aus der Nähe angeschaut, bekam per Video einige Details zu den Dreharbeiten mit verschiedenen Uboot-Modellen erzählt und einige alte Wochenschau-Berichte zum Thema Uboot-Krieg hab ich mir auch angeschaut. An den Wänden waren unglaublich viele Szenenbilder aus dem Film aufgehängt, was zusammen mit der “Das Boot”-Melodie, die als Hintergrundmusik lief, richtig Lust auf den Film gemacht hat. Auch das Buch werde ich mir bei Gelegenheit noch zu Gemüte führen.

Nachdem ich mich eine gute Dreiviertelstunde mit dem Thema befasst hatte, bin ich dann noch nebenan in die Ausstellung “Skandale in Deutschland nach 1945″. Hier werden noch bis zum 24. März 20 ausgewählte Skandale der deutschen Nachkriegsgeschichte gezeigt. So bekommt man einen Überblick über die Ereignisse rund um “Das Mädchen Rosemarie“, die Spiegel-Affäre, oder die Hitler-Tagebücher. Dabei wird nicht so sehr in die Tiefe gegangen, wie ich mir das vielleicht gewünscht hätte, sondern eher ein grober Überblick gegeben. Ich für meinen Teil werde sicherlich das ein oder andere noch nachlesen.

Nach etwas über zwei Stunden, die durchweg sehr kurzweilig waren, habe ich mich dann wieder auf den Heimweg gemacht. Die eigentliche Ausstellung des Hauses habe ich mir nicht angesehen, was aber ich aber in Kürze auf jeden Fall nachholen werde.

Eine Legende?

Heftig beworben wurde der neue Film mit Will Smith: I Am Legend. Am Wochenende kam ich nun auch dazu, ihn mir anzuschauen. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch des Autors Richard Matheson, dass dieser bereits 1954 geschrieben hat. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass es auch schon vor I Am Legend verfilmt wurde – insgesamt dreimal.

I Am Legend-Szene
Bild: © Warner Bros.

Um nicht zu viel zu verraten: Grundsätzlich handeln das Buch und auch die Filme vom anscheinend letzten Menschen auf dem Planeten Erde, während der Rest der Menschheit entweder von einem gemeinen Virus dahingerafft wurde oder nun ein klägliches Dasein als Vampir fristet. Robert Neville (der letzte Mensch) muss sich nun auf sein Überleben konzentrieren und versucht ein Gegenmittel gegen des Virus zu finden.

Der Film mit Will Smith gefällt alleine schon durch die vielen tollen Bilder aus dem nahezu ausgestorbenen New York, in dem der Hauptdarsteller mit seinem Hund auf Antilopenjagt geht und vom Deck eines Flugzeugträgers aus Golf spielt. In einigen Rückblenden bekommt man die Vorgeschichte erzählt.
Eigentlich hätten meiner Ansicht nach die Vampire können zu Hause bleiben. Nicht nur, weil ich keine hässlichen Zombie-Vampire mag und nicht so sehr auf Horror stehe: Alleine die Geschichte eines einzelnen Mannes in einer ausgestorbenen Stadt hat für mich schon einen großen Reiz und regt zum Nachdenken an. Wie würden wir uns verhalten, wenn einer von uns der vermeindlich “letzte Mensch” wäre?

Insgesamt ein gut gemachter Film, der leider ein wenig berechenbar ist und das Ende entspricht auch nicht so ganz meinem Happy-End begeisterten Herz. Dennoch, vor allem wegen der apokalyptischen Szenen aus New York, sehenswert und zum berieseln durchaus geeignet. Eine “Legende” wird der Film aber nicht.

Übrigens: Wer sich gerne auch die 1964er-Verfilmung des Buches anschauen möchte, kann den Film herunterladen. Er ist als Public Domain frei und legal zugänglich. Via Spreeblick.