der tag und ich

Verjüngungskur im Ohr

Ein Gespräch in der letzten Woche brachte mich ein wenig auf die Musik meiner Jugend. Nachdem ich dann einen Abend damit verbracht habe, mir Such A Surge-Videos bei Youtube anzuschauen, war der Weg zu Amazon nicht mehr weit.

Such A Surge - 10 Jahre10 Jahre” heißt die Compilation mit den bekannteren Titeln der deutschen Crossover-Band, die sich seit heute Morgen hier in der Rotation befindet. Obwohl sich auf der Webseite der Band seit gut zwei Jahren nichts mehr getan hat und die Titel auf der CD teilweise schon 10 Jahre alt sind, bin ich dennoch grade richtig begeistert – vielleicht auch ein wenig, weil ich die Band während meiner sehr schönen Abiturzeit kennengelernt hab.

Bis ich die CD in iTunes importieren konnte, musste ich mich doch direkt mehrmals ärgern. Zuerst hinterließ mir der Postbote einen der bekannten orangenen Zettel, der mich schon mittelmäßig in Rage brachte: Die Öffnungszeiten meiner örtlichen Poststelle kollidieren massiv mit meinen Arbeitszeiten. Zwischen 9 und 18 Uhr ist es mir nicht möglich, dort ein Päckchen abzuholen, so dass ich erst heute Morgen hinlaufen konnte. Als nächstes lege ich mir also eine Karte für die Packstation zu.
Als ich die CD dann ausgepackt hatte, fiel mein Blick als allererstes auf die Aufschrift: “Auf PC/Mac nicht abspielbar.”, was beinahe zu einem mittelschweren Wutausbruch geführt hätte… und der Sprengung der Zentrale von Sony-Music. Zum Glück für die Damen und Herren hat iTunes die CD im zweiten Anlauf dann doch erkannt und importiert. Über den Sinn und Unsinn von Kopierschutz-Maßnahmen mache ich mir nun keine Gedanken mehr.

Achso: Das aus versandkostenspartechnischen Gründen mitbestellte “Greatest Hitz”-Album von Limp Bizkit ist übrigens auch super!

Radio Idar-Oberstein

Radio Idar-Oberstein
Foto: Jan Braunschedel

Ich konnte es ja kaum glauben, als mit mein Stammesführer letztens davon erzählte, dass Idar-Oberstein nun einen eigenen Radiosender hat.

Auf der Frequenz 87.6, auf der früher Rockland Radio sendete, gibt es nun 24 Stunden Programm das direkt aus dem Herzen der Stadt, nämlich dem Platz auf der Idar kommt. Leider gibt es (Noch?) kein Webradio, wodurch ich so bald nicht in den Genuss des Senders kommen werde.

Insgesamt finde ich das eine gute Sache. Laut Jan, bei dem es auch einige Bilder von der offiziellen Eröffnung zu sehen gibt, scheint die Musik auch nicht schlecht zu sein. Ich hoffe, die Idar-Obersteiner nehmen das Angebot an.

Aktualisierung: Google ist mein Freund und hat das Blog eines der Volontäre (?) von Radio Idar-Oberstein ausgespuckt. Mal schauen ob es da interessantes aus dem Sendealltag zu lesen gibt.

Außerdem hat Google mich inzwischen gespidert, ich bin nun (wenn auch nur grade so) auf der ersten Suchergebnisseite zu radio idar-oberstein.

Aktualisierung: Wie man sehen kann, ist dieser Beitrag hier ganz schnell zum beliebtesten auf dieser Seite geworden. Bei Google bin ich nun schon an 5. Position und hab damit auch den Jan überholt. Super!

Musikalische Termine

Da dieses Jahr mein Sommerurlaub leider ausfallen muss, habe ich mich mal auf die Suche nach ein paar adäquaten Ersatzterminen gemacht. Folgendes könnte auf meinem Plan stehen oder tut es sogar schon:

Am 5. Juli findet das Rheinkultur-Festival statt. Da werde ich auf jeden Fall da sein, das kostet nämlich nichts. Neben den Sportfreunden spielt dort auch Tomte.
Auf dem diesjährigen Rocco-del-Schlacko Ende August spielen mit Kettcar und Mando Diao auch gleich zwei Bands die ich sehr gerne höre – außerdem sollte man auch Deichkind glaube ich mal Live erlebt haben. Es stehen allerdings noch nicht alle Bands fest.

Jan Delay spielt am 9. August hier in Bonn auf der Museumsmeile. Leider schon ausverkauft ist das Konzert der Ärzte ein paar Tage später auf dem Museumsplatz.

Soweit der aktuelle Plan, Mitstreiter sind natürlich gern gesehen!

Erkenntnisse einer Zugfahrt

Heute nachmittag bin ich meine aktuelle Lieblingsstrecke gefahren: Idar-Oberstein – Bonn. Jedenfalls fahre ich die ja bekanntlich in der letzten Zeit öfter. Etwa drei Stunden ist man da unterwegs, hat die Stöpsel in den Ohren und keine Lust, “Moby Dick” weiterzulesen. Grund genug, sich die Mitreisenden etwas näher anzusehen und auch sonst ein paar Gedanken zu machen und produktiv zu sein.

Auch mein nächster Mac wird ein mobiles Gerät sein. Auch wenn es vielleicht nur ein Zweitcomputer wird, aber mobil will ich auf jeden Fall weiterhin sein. Zwischen Bingen und Koblenz habe ich jedenfalls mal ein paar Mails beantwortet, die das mehr als dringend nötig hatten.
Mobil online sein ist nicht so wichtig. Abschicken kann man die dann immer noch zu Hause. Im Moment liebäugele ich ja massiv mit einem schwarzen MacBook.
Da drauf kann man bestimmt auch toll seine Diplomarbeit schreiben – für die habe ich mir unterwegs auch schon mal eine Gliederung ausgedacht. Mal schauen was mein Chef dazu sagt.

Mein 2GB iPod nano der ersten Generation reicht immer noch völlig aus. Obwohl ich seit Donnerstag mehr als sechs Stunden im Zug gesessen habe, wäre ich auch mit 100MB Musik dicke ausgekommen. Oder einem CD-Player und einer Rolling Stones-CD.

Ohne den iPod würde ich aber im Moment wohl eher inhaftiert sein. Nur zehn Minuten hatte ich ihn heute nicht auf – das hat gereicht um genug Aggressionen auf $lautesDummesKind aufzubauen, um es durch das geschlossene Zugfenster zu entsorgen zu wollen. Und die Mutter gleich hinterher, da hätten mir aber drei bis vier Mitreisende helfen müssen. Gefunden hätte ich die sicher, auch die anderen Leute um mich herum wirkten nicht gerade glücklich.

Aus den Ohren genommen hatte ich die iPod-Stöpsel übrigens, weil ich mithören wollte was $versiffterTyp für einen Palaver mit dem Schaffner macht. Mit dem Zugticket für die Hinreise kann man drei Tage später übrigens nicht wieder zurückfahren. Verrückte Welt!

Ich reise nicht gern mit mehr als einem Rucksack und meiner Umhängetasche. Alles andere macht einen schrecklich unflexibel. Das habe ich heute wieder gemerkt. Wie soll ich denn bitte eine Zigarette drehen, wenn da so ein Rucksack vor meinem Bauch baumelt? Andere Reisende überfordern sich aber noch mehr. Einige sind sogar mit einem winzigen Rollkoffer überfordert. Man sollte einigen Menschen einfach verbieten, das Haus zu verlassen. Siehe oben.

Ansonsten ist es immer wieder schön, die Rheinstrecke zu fahren. Da kann man auch mal aus dem Fenster schauen und nicht denken. Das war fast der beste Teil der Tour.

Neunzöllige Nägel

Umsonst muss nicht immer gut sein. Das Album “Ghosts” der Band Nine Inch Nails kann nun bei archive.org kostenlos heruntergeladen werden.

“Kostenlos!”, “Umsonst!”, “Musik!” – natürlich bin ich da direkt drauf angesprungen, als ich bei misu davon gelesen hab. Runtergeladen waren die 300nochwas Megabyte auch schnell – und genau so schnell auch wieder von der Platte verschwunden. “Kostenlos!”, “Umsonst!”, “Musik!” schön und gut. Und gut, dass die Jungs sicherlich ein Zeichen setzen wollen.

Aber: Ich bin ja auch echt unvorbereitet und vor allem vorbehaltlos rangegangen und höre beim Arbeiten hin und wieder echt gerne Instrumentalmusik. Aber diese fiese Mischung aus psychedelischer Entspannungsmusik und noch psychedelischerem “Krach” gingen leider gar nicht! Spielen die immer so? Oder kann man sich den Rest anhören?

Kollaboration im Musikbusiness

Ich habe mich schon mehr als einmal über die teilweise recht sinnbefreiten Texte einiger englischsprachiger Künstler ausgelassen. Ähnliche Gespräche gab es auch im Dilbert Blog von Scott Adams, wo man dann in den Kommentaren nach einem zugehörigen Aufruf fleißig getextet hat.

Am Ende hat sich dann eine deutsche Band namens Rivo Drei an die Textstücke herangemacht, einer der Musiker hat einen Refrain dazu geschrieben und dabei kam dann schließlich der Song “She amazed me” heraus. Den kompletten Text kann man in oben verlinktem Blog-Beitrag lesen und die dazugehörige MP3 bei Rivo Drei herunterladen.

Nachdem ich mir den Titel nun angehört hab, fällt mir aber auch nahezu nichts mehr ein. Der geht nämlich einfach als normales pop-rockiges Lied durch und man bemerkt nichts davon, dass der Text nicht so ganz aus einem Stück ist. Ich will gar nicht wissen, wie viele andere Texte ähnlich gehaltvoll sind.

Via Spreeblick.

Übrigens: Wer Dilbert noch nicht kennt, der sollte sich ganz schnell den RSS-Feed abonnieren. Ich lese schon lange Zeit mit und freue mich jeden Tag aufs neue auf den Comic-Strip.