der tag und ich

Freitäglicher Bahnspaß

Sehr spon­tan bin ich ges­tern Abend noch in die alte Hei­mat auf­ge­bro­chen. Dazu hatte ich mir die letzt­mög­li­che Ver­bin­dung zum Frei­tag­abend aus­ge­sucht, ein wenig Ner­ven­kit­zel muss ja dann doch sein.

Um 0.04 Uhr in Idar-Oberstein ein­zu­tref­fen ent­sprach zwar nicht ganz mei­ner Lieb­lings­vor­stel­lung, zumal ich schon mit Kopf­schmer­zen gestar­tet war. Aber es sollte noch dicker kom­men: Nach­dem das Umstei­gen in Koblenz noch pro­blem­los von stat­ten ging, baute die Regio­nal­bahn auf dem Weg nach Ingel­heim dann nach und nach eine nicht kleine Ver­spä­tung auf. So erreichte ich da nicht mehr den ange­dach­ten Regio­nal­ex­press, zum Glück fuhr aber kurze Zeit dar­auf noch eine Regio­nal­bahn.
Die War­te­zeit über­brückte ich damit, mir ein dum­mes Gespräch von dei­nem mit­rei­sen­den Hip­hop­per hal­ten zu las­sen und zwei Exil­ni­ge­ria­nern beim Strei­ten zuzu­hö­ren. Ich hoffe die bei­den wur­den sich einig, wer nun wem zuhö­ren muss. Hatte ich schon meine Kopf­schmer­zen erwähnt? Es fehlte nicht viel und die bei­den Spe­zia­lis­ten hät­ten mal mir zuhö­ren müssen.

Beim Ein­stieg in die Regio­nal­bahn erwar­tete mich dann die nächste Hiobs­bot­schaft: Mit Schie­nen­er­satz­ver­kehr ab Kirn hatte natür­lich nie­mand gerech­net. So wurde dann am Ende aus 0.04 Uhr irgend­wie kurz nach 1 Uhr… Und nicht mal „Idar-Oberstein, hier Idar-Oberstein“ durfte ich mir anhö­ren. Das fand ich dann doch wirk­lich schade.