der tag und ich

Kochenende und Singetreffen

Über das erste Wochen­ende im Sep­tem­ber ver­an­stal­tet mein Lan­des­ver­band immer das tra­di­tio­nelle Sin­ge­tref­fen auf der Schmidtburg. Die­ses Mal fand am Sams­tag auch noch das „Koche­n­ende“ der Pfad­fin­der­stufe statt und so reiste ich schon am Frei­tag­nach­mit­tag in den wil­den Hunsrück.

Nach einer recht kurz­wei­li­gen Anreise mit mei­nen Bon­ner Mit­strei­tern fand ich mich so gegen 19 Uhr am Frei­tag auf der Burg wie­der. Der Rest der Gang ließ nicht all zu lange auf sich war­ten und eine Kohte war auch recht schnell auf­ge­baut. Das wir diese am nächs­ten Tag noch ein­mal umset­zen müs­sen, konn­ten wir da noch nicht ahnen. Da die rest­li­chen Grup­pen aus dem Lan­des­ver­band nur lang­sam ein­tru­del­ten und das Wet­ter auch eher nicht so über­ra­gend war, lie­ßen wir das Abend­pro­gramm aus­fal­len und ver­brach­ten einen ver­gnüg­li­chen Abend in der Kohte. Hier lernte ich wie­der etwas dazu: Man kann ein Ei tat­säch­lich im Koschi-Deckel über einer Kerze bra­ten. Frau Nina hat es vorgemacht.

Wo geschrie­ben steht das man als Burg­vogt immer unfreund­lich sein muss weiß ich lei­der auch nicht. Eben jener wies uns aller­dings am Sams­tag­mor­gen in recht rau­hem Ton dar­auf hin, dass unsere Kohte an der Stelle mal grade nichts ver­lo­ren hätte und wir gefäl­ligst mal einen ande­ren Platz suchen soll­ten. So stand vor dem Früh­stück auch noch ein Umzug an. Wäh­rend die Sip­pen aus dem Lan­des­ver­band dann schon flei­ßigst anfin­gen für den Koch­wett­be­werb zu kochen, stand bei uns spä­ter erst ein­mal ein spä­tes Früh­stück an. Das sollte sich schon bald als Feh­ler her­aus­stel­len, denn schon kurz nach des­sen Been­di­gung wur­den wir zur ers­ten Bewer­tung geru­fen. Die fol­gen­den Stun­den ver­brach­ten wir also damit, aller­lei gutes (und auch weni­ger gutes) zu pro­bie­ren und zu bewer­ten. Das anschlie­ßend erst ein­mal ein Mit­tags­schläf­chen auf dem Pro­gramm stand ist wohl selbstverständlich.

Gegen Abend füllte sich die Burg dann noch mehr und schon bald stan­den wir schon wie­der zum Essen an: Zum Sin­ge­tref­fen gehört auch das pas­sende Buf­fet zu dem jeder etwas bei­trägt. End­gül­tig über­fres­sen ver­brach­ten wir dann den Abend im ehe­ma­li­gen Stall der Burg bei Wein und Gesang. Auch die Sie­ger­eh­rung des Koch­wett­be­werbs fand hier statt. Meine Favo­ri­ten aus Michel­bach schaff­ten es lei­der nur auf den zwei­ten Platz.
Wie­der ein­mal war ich begeis­tert war ich im Laufe des Abends, was in eini­gen Stäm­men an musi­ka­li­schem Poten­tial steckt, da höre ich auch gerne mal nur zu.
So schwie­rig wie in die­ser Nacht hat sich das Ein­schla­fen schon lange nicht mehr gestal­tet. Nach­dem ich gegen 2 Uhr der erste in der Kohte war, kamen meine Mit­be­woh­ner im Halb­stun­den­takt an und so zog sich das Ganze ein wenig hin. Erschwert wurde mir die Sache dann noch durch eine Stech­mü­cke in mei­nem Schlaf­sack, die einige Spu­ren hin­ter­las­sen hat.

Dank einer spit­zen­mä­ßi­gen Mit­rei­se­ge­le­gen­heit bis Koblenz und einem guten Zug­timing war ich heute schon gegen 14 Uhr wie­der zu Hause ange­langt und habe es so geschafft, am Sonn­tag­abend mal nicht völ­lig zer­stört in mei­ner Bude zu sit­zen. So muss das sein, nun geht es mit neuer Ener­gie in die kom­mende Woche. Ich habe schließ­lich noch das ein oder andere zu tun, ein schö­nes Wochen­ende liegt hin­ter mir.