der tag und ich

Xmarks - Bookmarks zwischen verschiedenen Browsern synchronisieren

Beim Ein­rich­ten mei­nes neuen Arbeits­com­pu­ters bin ich ein Pro­blem ange­gan­gen, dass mich schon län­ger beschäf­tigte: Wie schaffe ich es, meine Lese­zei­chen in den Brow­sern auf dem glei­chen Stand zu hal­ten? Es ist ja nicht so, dass ich mit einem Brow­ser aus­kom­men würde, ich benutze zu Test­zwe­cken neben mei­nem Standard-Browser Chrome auch noch zwei ver­schie­dene Fire­fox–Brow­ser, Safari, Opera und diverse Inter­net Explo­rer inner­halb mei­ner vir­tu­el­len Windows-Maschinen.

Gleich­zei­tig habe ich einen dicken Sta­pel Book­marks zu ver­wal­ten: Neben eini­gen pri­va­ten Lese­zei­chen sind da aller­lei Links zu ver­schie­de­nen Tes­t­in­stal­la­tio­nen mei­ner selbst und mei­nen Kol­le­gen, ein paar HTML– und CSS-Nachschlagewerke und so wei­ter. In der Ver­gan­gen­heit hatte ich dann meis­tens das Lese­zei­chen was ich gerade suchte im aktu­el­len Brow­ser nicht zur Hand.

Xmarks-Logo Abhilfe schafft mir hier der Dienst Xmarks. Dort habe ich mir schnell einen Account regis­triert und die diver­sen Plugins in mei­nen Brow­sern instal­liert und mit dem Account ver­bun­den. Natür­lich kann Xmarks dabei nicht nur Book­marks auf einem Com­pu­ter syn­chro­ni­sie­ren, son­dern auch über das Inter­net meh­rere Rech­ner auf dem glei­chen Stand halten.

Xmarks bie­tet für fol­gende Brow­ser ein Plu­gin an, dass meine Lese­zei­chen unter­ein­an­der synchronisiert:

  • Fire­fox ab Ver­sion 3
  • Inter­net Explo­rer 7, 8, 9
  • Safari 4, 5
  • Chrome

Eine prak­ti­sche Lösung wie ich finde, die mir eine Menge Suche­rei und Kopie­re­rei erspart und mei­nen Arbeits­all­tag ein wenig kom­for­ta­bler macht.

MobileMe oder doch nicht?

Dem­nächst läuft mein Account bei App­les Online-Dienst Mobi­leMe aus. Die­ser Tage tönte ich noch, dass ich den eigent­lich nicht brau­che und des­halb nicht mehr wei­ter zah­len möchte. Kurz für alle die es nicht wis­sen: Mobi­leMe syn­chro­ni­siert Daten wie etwa Kalen­der, Adress­buch, Lese­zei­chen und so wei­ter auf einen Ser­ver. So kann man zum Bei­spiel ein­fach meh­rere Rech­ner oder auch Tele­fone syn­chron hal­ten. Außer­dem gibt es eine Email-Adresse @me.com, eine Fern­su­che für das iPhone und einen Online­spei­cher namens iDisk auf den man Daten syn­chro­ni­sie­ren, sowie Foto­al­ben und Web­sei­ten publi­zie­ren kann.

MobileMe

Ins­ge­samt ist Mobi­leMe schon eine feine Sache, aber der Mehr­wert den ich dadurch habe ist mir eigent­lich nicht wie­der runde 40 Euro wert gewe­sen. Bis ich die Tage beim Aus­stei­gen aus dem Auto aus irgend einem Grund das Tele­fon auf den Bord­stein legte und ein­fach wei­ter­ging. Viel Glück hatte ich dabei, denn als ich nach mei­nem Ein­kauf beim Bäcker das Feh­len des Taschen­fern­spre­chers bemerkte, lag er noch brav da. Eine Freu­den­se­kunde spä­ter über­legte ich dann, was ich im schlech­tes­ten Fall gemacht hätte1. Auf dem Tele­fon befin­den sich eine Menge Daten und wer es fin­det hat zuerst ein­mal direkt Zugang zu diver­sen Accounts im Inter­net und auch Zugriff auf meine Mail­kon­ten. Da kann man erst ein­mal auch nichts gegen machen, wenn man nicht per Mobi­leMe die Mög­lich­keit ein­ge­rich­tet hat das Tele­fon aus der Ferne zu löschen.

Nun bin ich so ein wenig zwie­späl­tig unter­wegs: Auf der einen Seite brau­che ich viele Bestand­teile des Diens­tes nicht: Die iDisk ist lang­sa­mer als Drop­box2, Foto­al­ben stelle ich eher nie online und Webs­pace unter­halte ich sowieso extra.

Die Kalen­der– und Adressbuch-Synchronisation per Push ist „nice to have“, wie man so schön sagt, aber nicht zwin­gend notwendig.

Die Email-Adresse wie­derum gefällt mir eigent­lich schon, vor allem weil sie mei­nen vol­len Vor– und Nach­na­men ohne irgend­wel­che Zusätze ent­hält und nicht auf eine Domain endet die man ewig erklä­ren oder buch­sta­bie­ren muss. Außer­dem kann sie Push, was manch­mal schon nicht schlecht ist. Am Ende dann schließ­lich die Fern­or­tung mit der Mög­lich­keit ein abhan­den gekom­me­nes Tele­fon zu loka­li­sie­ren, eine Nach­richt hin­zu­schi­cken oder es direkt zu löschen.

Eigent­lich sollte mir die Sicher­heit mei­ner Daten schon ein wenig Geld wert sein. Luxusprobleme!

  1. Da merkt man den Infor­ma­ti­ker, immer den Worst Case pla­nen. []
  2. Wer da noch kei­nen Account hat, sollte ich übri­gens direkt einen über die­sen Referral-Link anmel­den und mir und sich selbst zusätz­li­che 250MB Spei­cher schen­ken! []