sIFR leicht gemacht

Es ist schon eine Weile her, dass ich mir Gedanken um die Einbindung von alternativen Schriften Gedanken gemacht habe. Heute fand ich dann auch mal die Zeit, mich näher mit den Möglichkeiten auseinander zu setzen und nahm mir eine Testseite vor, auf der ich per sIFR die Schriften ersetzen wollte. Auf Anhieb liest sich die Anleitung dazu relativ kompliziert, eigentlich geht das aber in wenigen einfachen Schritten. Mehr dazu nach dem Klick.
Als erstes baue ich mir eine kleine Testseite, die nicht viel enthält außer ein paar Absätzen und drei Überschriften h1, h2 und h3. So sieht das dann aus:

Als kleine Herausforderung habe ich in die zu ersetzenden Überschriften auch ein paar Umlaute eingebaut und auch mal ein ß verwendet.
Im zweiten Schritt lade ich die aktuelle Version von der sIFR-Seite herunter. Den kompletten Ordner kopiere ich in meinen Testordner und binde die relevanten Dateien direkt ein. Dazu kommen die beiden folgenden Zeilen in den Header des HTML-Dokumentes:
<link rel="stylesheet" href="sIFR-2.0.7/sIFR-screen.css" type="text/css"/> <script src="IFR-2.0.7/sifr.js" type="text/javascript"></script>
Mit sIFR wird die Schriftart „Trade Gothic“ mitgeliefert. Die gefällt mir allerdings nicht sonderlich gut und so schaue ich mich nach Alternativen um. Gut, dass ich in der letzten Zeit schon einige Links zu diesem Thema gespeichert hatte. Meine Lieblingsseite ist1 fontsquirrel.com. Dort entscheide ich mich für die Schrift Edo. Da ich mich dieser Tage auch noch mit dem Einbetten von Schriften per @font-face beschäftigen will, lade ich mir gleich das komplette @font-face Kit dazu herunter. Das werde ich dann brauchen.
Heute geht es aber um sIFR und deshalb brauche ich nun erst einmal eine Flashdatei meiner Schrift. Das mag zuerst nach einer Hürde klingen. Wenn man aber weiß das es die Seite sifrgenerator.com gibt, dann ist alles gar nicht mehr so schlimm. Dort generiere ich mir in fünf einfachen Schritten aus meiner edo.ttf–Datei eine edo.swf–Datei, die ich dann nach dem Download in den sIFR-Ordner kopiere.
Bisher hat sich an meiner Beispielseite noch rein gar nichts geändert. Das liegt daran, dass ich dem sIFR noch nicht mitgeteilt habe welche HTML-Elemente es ersetzen soll. Dazu füge ich innerhalb des Body-Bereichs der Seite noch folgenden Code hinzu:
<script type="text/javascript">
if(typeof sIFR == "function"){
sIFR.replaceElement("h1", named({sFlashSrc: "sIFR/edo.swf", sColor: "#003366"}));
sIFR.replaceElement("h2", named({sFlashSrc: "sIFR/edo.swf", sColor: "#ffcc00"}));
sIFR.replaceElement("h3", named({sFlashSrc: "sIFR/edo.swf", sColor: "#ff0000"}));
sIFR.replaceElement("h4", named({sFlashSrc: "sIFR/edo.swf", sColor: "#000"}));
sIFR.replaceElement("h5", named({sFlashSrc: "sIFR/edo.swf", sColor: "#000"}));
};
</script>
Damit teile ich dem sIFR-Code mit, dass er doch bitte für mich die Überschriften ersten bis fünften Grades ersetzen soll und mit welcher Schriftart das geschehen soll. Außerdem gebe ich auch noch eine Schriftfarbe mit. So sieht meine Seite dann anschließend aus.

An sich ist das schon recht hübsch2, allerdings scheint es hier noch ein wenig Probleme bei der Schriftgröße zu geben. Zuerst probiere ich ein wenig mit CSS-Befehlen in meiner HTML-Datei herum, was aber nicht so recht zu einem Ergebnis führen will. So nehme ich mir also mal das eingebundene Stylesheet sIFR-screen.css vor. Hier finde ich tatsächlich Befehle, die auf meine Überschriften-Tags einwirken. Mit dem Befehl visibility: hidden; wird, wie ich lernen muss, das ursprüngliche HTML-Element ausgeblendet nachdem der Flash-Ersatz gerendert ist. Nachdem ich alle anderen Befehle (font-size und letter-spacing) gelöscht habe, sieht meine Testseite auch so aus wie ich mir das vorstellte.

Nun habe ich natürlich nur eine ganz rudimentäre Lösung gebastelt. In der Anleitung zu sIFR finden sich noch weitere Befehle, mit denen sich unter anderem Linkfarben bestimmen oder die Texte ausrichten lassen. Auch per Stylesheet lässt sich noch einiges Steuern, allerdings bemerke ich hier beim herumspielen, dass das doch ein wenig frickelig ist. Viele CSS-Befehle erkennt er auch nicht. Das finde ich doof und an dieser Stelle verlässt mich dann ein wenig die Lust. Nicht nur, weil es anfängt frickelig zu werden: Auch wenn mich das Ergebnis auf den ersten Blick wirklich gefällt, habe ich zudem weiterhin beständig im Hinterkopf das ich hier auf eine Flash-Lösung setze. Flash kann man gut finden oder auch verteufeln. Ich finde schon, dass es seine Anwendungsgebiete hat. Ob dies auch an dieser Stelle der Fall ist, sei dahingestellt.
- Nicht nur weil ein Eichhörnchen im Namen vorkommt… [↩]
- Memo an mich selbst: Das nächste Mal nehmen wir eine Schrift die Groß– UND Kleinbuchstaben kann! [↩]
Kommentare
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leider ist die verwendung von sIFR und Links, also gesIFRten Links quasi nicht wirklich zuverlässig. Mein letzter Stand war, das der sIFR-Entwickler sogar davon abgeraten hat.