Spaß mit der Sparkasse

Spaß­kasse, ey! Lange bin ich da nun schon Kunde, bei der Kreis­spar­kasse zu Bir­ken­feld. Beschwe­ren konnte ich mich noch nie, aber in der letz­ten Zeit zweifle ich ein wenig an dem Laden. Und dem Spar­kas­sen­ver­band gleich mit, die krie­gen näm­lich irgend­wie nichts auf die Reihe.

Mir ist es völ­lig unver­ständ­lich, wie man im digi­ta­len Zeit­al­ter so wenig – und wenn, dann merk­wür­dig – ver­netzt sein kann. Bei der Stadt­spar­kasse Köln/Bonn kann ich zum Bei­spiel keine Kon­to­aus­züge dru­cken. Das ging aller­dings dann irgend­wann mal in Kre­feld. Dort wollte ich aber eigent­lich nur eine Über­wei­sung am Auto­ma­ten machen. Was natür­lich nicht funk­tio­nierte. Statt des­sen war ich dann an einem Frei­tag­abend stol­zer Besit­zer eines rie­si­gen Sta­pels Papier. Sowas will ich aber eigent­lich gar nicht mit mir rum­schlep­pen, wes­halb ich die Gebüh­ren in Kauf nehme und mir die Kon­to­aus­züge nor­ma­ler­weise zuschi­cken lasse.

Dar­über habe ich mich aber noch nicht ein­mal rich­tig geär­gert, eher gewun­dert. Schnell war das Erleb­nis aus dem letz­ten Jahr dann auch ver­ges­sen. In den letz­ten Wochen wurde es mir dann aber ein wenig zu bunt. Gleich zwei Geschich­ten pas­sier­ten mir da.

Zuerst war ich ja mal im Spar-Wahn. Monat­lich buchte ich mir online einen Betrag auf mein Spar­buch. Neben mei­nem Giro­konto unter­halte ich näm­lich auch noch so etwas bei der KSK Bir­ken­feld. Das es dort nicht opti­mals­tens ange­legt ist weiß ich. Aber bes­ser als auf dem Giro­konto war es da auf jeden Fall auf­ge­ho­ben. Nun wollte ich irgend­wann einen Teil des Betra­ges auch wie­der zurück auf das Giro­konto packen, es stand der Kauf eines Objek­ti­ves an. Groß war mein WTF1 als ich fest­stellte, dass man bei der Spaß­kasse online nur Geld auf das Spar­konto über­wei­sen kann. Eine Funk­tion um das Geld wie­der auf das Giro­konto zurück zu bekom­men gibt es nicht.

Ein Anruf brachte Klar­heit: Um an das Geld zu kom­men brau­che ich das Spar­buch. Das aus Papier. Und muss damit an den Schal­ter gehen. Wie groß­ar­tig, dass die Bank auch so gran­dios arbeit­neh­mer­freund­li­che Öffnungs­zei­ten hat. Da schlägt man sogar die Deut­sche Post, lei­der nur im Nega­tiv­be­reich. Da das Spar­buch (das aus Papier) sowieso noch bei mei­nen Eltern rum­lag, enga­gierte ich also Frau Mut­tern um doch mal bei der Bank vor­bei­zu­schauen. Lus­ti­ger Weise kann näm­lich jeder, der mit dem Spar­buch in der Hand auf­taucht, Geld abhe­ben. Das ich meine Mut­ter in Idar-Oberstein zur Bank schickte, ret­tete mich dann wie­derum dop­pelt. Nicht nur, dass ich so an mein Geld kam: Es war auch über­haupt der ein­zige Weg an mein Geld zu kom­men. In Bonn hätte man näm­lich, laut Aus­sage des Schal­ter­be­diens­te­ten in Idar-Oberstein, mit dem Spar­buch2 nichts anfan­gen kön­nen. Man emp­fahl ein Tages­geld­konto. Eigent­lich ja eine kluge Sache, zu der meine Mut­ter aber natür­lich in mei­nem Namen nichts sagen wollte. Das ich dann aller­dings ein paar Tage spä­ter an zwei unter­schied­li­chen Adres­sen3 jeweils einen nicht näher erläu­ter­ten Ver­trag in der Post hatte, wun­dert mich noch heute. Mit kei­nem Wort wird erwähnt um was es in den (übri­gens unter­schied­li­chen) Papie­ren geht. Da unter­schreibe ich nichts.

Die Ver­wun­de­rung über den letz­ten Vor­fall hält immer noch an. Mit ein wenig zurück­ge­leg­tem Münz­geld schlug ich bei der hie­si­gen Spar­kasse auf. Das man das Klein­geld nur gegen Gebühr anneh­men würde, war mir zu die­sem Zeit­punkt schon klar. Da war ich ein wenig zu opti­mis­tisch. Der Münz­zäh­l­au­to­mat ist näm­lich nur mit Hilfe einer Karte der Spar­kasse Köln/Bonn über­haupt benutz­bar. Als ich dann bei der Schal­ter­dame nach­fragte wel­che Optio­nen ich denn nun noch hätte, war es dann auch mit mei­ner Geduld wirk­lich vor­bei. Gleich mehr­mals musste ich mich dage­gen weh­ren, dass mein Konto sofort und auf der Stelle zur örtli­chen Spar­kasse umge­schrie­ben wird. Ganz frech wurde da nach der Karte in mei­ner Hand gegrif­fen. Seit dem kom­mu­ni­ziere ich nur noch über Auto­ma­ten und Com­pu­ter mit der Bank.

Nun reicht es mir so ein wenig mit dem Laden und ich habe „Neue Bank suchen“ auf meine Zu erle­di­gen–Liste geschrie­ben. Eigent­lich brau­che ich nur eine EC-Karte, mit der ich mög­lichst über­all Geld abhe­ben kann, ohne das mir zusätz­li­che Kos­ten ent­ste­hen. Das Fili­al­netz des Spar­kas­sen­ver­ban­des war näm­lich bis­her mein Argu­ment4 um dort zu blei­ben.
Bei eini­gen Ban­ken scheint es wohl auch Kre­dit­kar­ten dazu zu geben mit denen man einige Male im Jahr auch kos­ten­los Geld im Aus­land abhe­ben kann. Sowas fände ich ja auch nicht schlecht.
Und ein Tages­geld­konto brau­che ich. Oder eine ähnli­che Ablage, um monat­lich ein wenig Geld „auf die hohe Kante zu legen“. Auf das Geld möchte ich dann aber bitte online und zeit­nah zugrei­fen kön­nen. Nicht das ich wie­der dumm da stehe.

Für Tipps bin ich dank­bar. Tarif­dschun­gel und so.

  1. What the fuck? []
  2. Dem aus Papier! []
  3. Mei­ner alten Adresse in Idar-Oberstein UND hier in Bonn. []
  4. Mal abge­se­hen von mei­ner Faul­heit… []

7 Kommentare bisher

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  1. … womit das dann schon die zweite Emp­feh­lung für die DKB wäre. Inter­es­san­ter­weise hätte ich die gar nicht auf dem Radar gehabt.

  2. Erzählte ich eigent­lich schon, wie ich letz­tens in Ham­burg an einem Auto­ma­ten der Haspa (Ham­bur­ger Spar­kasse) stand und die Kiste mit der Anzeige „Ihre Bank kann zur Zeit lei­der nicht erreicht wer­den. Die Trans­ak­tion wurde abge­bro­chen.“ meine Karte wie­der aus­spuckte? Nicht? Dann hab ich’s jetzt.

  3. Sillium

    Ich wohne in Bonn, mein Konto bei der Spar­kasse Köln/Bonn habe ich längst auf­ge­löst und bin mit der DKB äußerst zufrie­den. Kos­ten­los Geld abhe­ben an JEDEM Auto­ma­ten deutsch­land– und welt­weit (aller­dings mit der VISA-Karte, was mir voll­kom­men egal ist), bezah­len im Super­markt wie bis­her mit der EC-Karte und ziem­lich kom­pe­ten­ter Ser­vice. Es tut mir ein wenig leid für die Ange­stell­ten einer klas­si­schen Fili­al­bank, aber wenn die Öffnungs­zei­ten eine sehr kleine Schnitt­menge mei­ner Arbeits­zei­ten sind, nüt­zen mir die Filia­len herz­lich wenig. Ein wenig gewöh­nungs­be­dürf­tig ist höchs­tens die DKB-Aufteilung in „Internet-Konto“ (= Giro­konto) und „Kre­dit­karte“. Zwi­schen die­sen Kon­ten trans­fe­riert man sein Geld. Auf dem Giro­konto bringt es 0,5 % Zin­sen, auf dem Kre­dit­kar­ten­konto momen­tan 1,65 %. Man kann ein­rich­ten, dass auto­ma­tisch bspw. am 5. jeden Monats alles über x € vom Giro– auf das Kre­dit­kar­ten­konto über­wie­sen wird. Dort muss es näm­lich lie­gen, damit man per Kre­dit­karte und Geld­au­to­mat kos­ten­los rankommt.

    Den Münz­zäh­ler am Frie­dens­platz kann man übri­gens auch ohne die EC-Karte eines Kon­tos dort benut­zen. Ich gebe bei Bedarf dort die Kon­to­num­mer eines Freun­des ein und der über­weist mir dann das Geld.

  4. Danke für den aus­führ­li­chen Bericht. Die­ser Tage sollte ich mal eine kleine Liste mit Anfor­de­run­gen machen und wirk­lich die Ban­ken ver­glei­chen. Die DKB wurde mir auch in so im real-life inzwi­schen mehr­mals wie­der emp­foh­len und ist vorne mit dabei.

    Zum Münz­zäh­ler: Ich musste fest­stel­len das nie­mand aus mei­nem Bekann­ten­kreis, dem ich von der Geschichte erzählte, ein Konto bei der Spaß­kasse hat.

  5. Ralef

    Mün­zen ein­tau­schen ist lei­der auch nicht mehr kos­ten­los bei der Spar­kasse in Bonn, kos­tet jetzt 3€, egal ob man den Münz­zäh­ler benutzt oder das Klein­geld so abgibt. Am Frie­dens­platz steht jetzt grade auch kein Münz­zäh­ler mehr, der nächste steht in Beuel. Das Klein­geld kann man aber auch in jeder Filiale zum zäh­len abge­ben, das wird dann inner Plas­tik­tüte ver­schweißt und einer Fremd­firma über­ge­ben, an die gehen auch die 3€ Gebühr, laut Sparkassenmitarbeierin.

  6. Ralef

    Ach ja… der Umtausch ist natür­lich kos­ten­los, wenn man das Klein­geld sel­ber in Ban­de­ro­len ein­rollt und abgibt.

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