Vortrag mit Hindernissen

Letzte Woche hatte ich einen Vortrag zu halten.

Die Vorbereitung auf so eine Sache wird von mir dann ja gerne mal aufgeschoben oder gänzlich verdrängt. So ergab es sich, dass ich in der Nacht auf Donnerstag so gegen 1 Uhr hier saß und meine Notizen zu den Folien drucken wollte – woraufhin mir der Drucker spontan “Ach, mach erst mal neuen Toner rein” zu verstehen gab. Nun lasse ich mich dadurch ja nicht aus der Ruhe bringen, damit hatte ich schon fast gerechnet und schon vor einiger Zeit hatte ich mir eine Tonerkartusche beim Landesverband bestellt. Die Packung war auch schnell aufgerissen, doch dummerweise entpuppte sich die “Kartusche” dann als irgendwas walzenartiges. Zwar passt das auch in den Drucker, aber Farbe kommt dadurch noch lange keine auf das Papier. Gut, dass ich mich noch an den “Copyshop from Hell” erinnerte, also schnell die Kartusche geschüttelt, wieder eingesetzt und schon kamen mit Ach und Krach noch meine zehn Seiten heraus.

Wir springen an den nächsten Morgen: 11 Uhr sollte es losgehen, ich war frühzeitig da und die Technik war auch vor Ort. Mit meinem neuen Adapter fühlte ich mich auch bestens vorbereitet. Dumm nur, dass der zur Verfügung stehende Beamer nur einen VGA-Anschluss hatte. Da fehlte also ein Stück.
Gut, dass ich den passenden VGA- auf DVI-Adapter auch noch am Start hatte. Dumm, dass mein neuer Adapter nicht an den anderen dran passte. Ich habe dann ein wenig Richtung Apple geflucht, dass sie es nicht schaffen ihre eigenen Adapter aneinander anzupassen. Irgendwie ärgere ich mich in der letzten Zeit echt oft über den Laden.

Wer jetzt verwirrt ist, folgende Konstellation hätte das gegeben:

MacBook Pro (Mini-Displayport) – Adapter (Mini-Displayport => DVI) – Adapter (DVI => VGA) – Beamer (VGA)

Ein zweites MacBook war dann zu meinem Glück auch noch da, dafür gab es auch direkt einen VGA-Adapter. Nun galt es noch, meine Präsentation drauf zu bekommen. Natürlich hatte ich mit einer neueren Keynote-Version gearbeitet, als dort installiert war. So langsam wäre ich dann auch gerne mal in Tränen ausgebrochen.

Punkt 11 Uhr war dann aber auch alles konvertiert und kopiert es konnte dann doch noch losgehen. Meine Präsentation war dann auch recht erfolgreich. Ich darf mich nun “Diplom Informatiker (FH)” nennen. Kolloquium bestanden.

11 Kommentare zu Vortrag mit Hindernissen

  1. Die Sache mit den Adaptern nervt echt immer. Ich hatte am Montag auch nen Vortrag und hatte schon fast vergessen das drecksding einzupacken.

    Ich darf mich nun „Diplom Informatiker (FH)“ nennen.

    Glückwunsch! Ich nenn dich aber trotzdem weiter Arschloch.

  2. Na dann mal herzlichen Glückwunsch Herr Schneider.
    Wurd ja auch langsam mal zeit oder? :-)

  3. Danke erstmal :-)

    Philipp: Die wird sich bedanken und die Putzfrau auch, wegen der Blutflecken.
    Thomas: Du weißt bescheid, ne?
    Chris: Wer lang studiert lernt auch viel ;-)
    Marcel: Vorbereitung wird völlig überbewertet. Und jetzt muss ich so schnell nicht wieder ran.

  4. Man kann den Display-Port auf DVI-Adapter nicht nochmal auf VGA wandeln, weil dort ausschließlich ein digitales Signal anliegt. Daher brauchst du für diesen Zweck extra noch den Display-Port auf VGA-Adapter für weitere 30 Euro ;-)

  5. […] ein wenig langweilig ist mir Abends dann schon geworden, als ich letztens dann mein Diplom abgeschlossen hab. Zwar habe ich nach wie vor einiges zu tun, aber Pfadfinder-Arbeit zum Beispiel ist dann auch […]

  6. Früher hatten Diplom-Informatiker keine Apple-Notebooks sondern richtige Männermaschinen mit selbst kompiliertem Linux. Das ging auch garantiert an keiner passenden Buchse mit dem Beamer zusammen (aber mit ein bisschen X.Org-Konfiguration und 3 – 4 Neustarts war das alles kein Thema).

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