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NeoOffice/J – Review

Schon seit ich das iBook neu gemacht habe, bin ich auf NeoOffice/J umgestiegen, eine OpenOffice-Portierung für MacOS X, geschrieben in Java. Seit dem hab ich es auch sporadisch genutzt (auf der Arbeit hab ich Office X) und nun heute mal den aktuellen Rundbrief für die Pfadfinder damit gemacht. Hier nun eine Zusammenfassung meinerseits für den Moment.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden. Ich hatte an sich nie Probleme mit der Darstellung von Word-Dokumenten in NeoOffice. Ein paar mal war es sogar dem originalen Office überlegen: Bilder in Word-Dokumenten wurden im “richtigen” Office nicht angezeigt, NeoOffice machte es aber schon. Allerdings sollte man dazu erwähnen, dass ich im wesentlichen mit Fließtext-Dokumenten arbeite, die denke ich noch am einfachsten zu verabeiten sind. Aber auch das eine 2spaltige Dokument (aus nem Windows-Office) wurde korrekt angezeigt. Allerdings klappte da was mit dem Editieren nicht. Ich konnte einige Leerzeilen, die einen unnötigen Seitenumbruch und somit eine unnötige 3. Seite verursachten, nicht löschen. Markieren ging. Aber man weiß sich ja zu helfen: Einfach nur die ersten beiden Seiten als PDF gedruckt und schon ist wieder alles im Lot.

Das gestalten des Rundbriefs war nett. Kopf- und Fusszeile müssen zwar im Menü angewählt werden und können anscheinend nicht einfach per Doppelklick aktiviert werden, wie das in Word der Fall ist. Sonst hatte ich keine Probleme: Manuelle Seitenumbrüche und Schrifteinstellungen klappen gut und viel mehr brauche ich bei einem Word-Processor nicht. Mit dem PDF-Export gibt es auch keinen Huddel, aber das ist man ja von MacOS gewöhnt.

Zwei Sachen sollten die Entwickler aber vielleicht noch ändern: Zum einen die Geschwindigkeit. Man merkt schon, dass man ein Java-Programm vor sich hat, die Bedienung ist nicht ganz so “snappy”, wie ich das von OSX gewohnt bin. Allerdings hab ich keine Ahnung, inwiefern das umzusetzen ist. Vielleicht liegt es ja auch an meinem iBook, das ist schließlich auch nicht mehr das schnellste. Vielleicht hat ja mal wer einen direkten Vergleich zwischen NeoOffice und OpenOffice unter X11.

Das andere ist dieses fiese Windows-Aussehen. Openoffice sieht ja genau so aus wie Windows 95/98/2000 auf der Dose. Mir wäre ja ein schönes MacOS-Aussehen viiiiieeeeel lieber. Aber hieran will ich mal nicht meckern. Ich denke die Umsetzung ist gut gelungen und ist durchaus alltagstauglich für den Standartanwender. Allerdings bezieht sich meine Meinung im Moment nur auf den Word-Teil des ganzen. Ich habe bisher weder eine Tabellen kalkuliert, noch eine Präsentation mit NeoOffice erstellt. Aber vielleicht gibt es darüber demnächst auch mal einen Bericht.

Als Fazit bleibt mir nur zu sagen: Gutes Teil bisher. In der Hoffnung auf eine “richtige” OpenOffice-Portierung für den Mac. Gerüchteweise ist man da ja mal wieder dran.