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Krankheitsbeding offline…

… oder so. Seit Montag plagen mich übelste Kopfschmerzen. Zu meinem Glück stellt sich aber seit gestern Mittag eine Besserung ein, so daß ich heute Mittag auch wieder in der Lage bin ein wenig zu arbeiten und mich vor allem auch auf die bevorstehende Klausur in BEVOWI (Betriebs- und Volkswirtschaftliche Grundlagen) vorzubereiten.

Woher die Schmerzen kommen weiß ich leider nicht, sie waren einfach so da als ich Montag nach einer nicht sehr durchschlafenen Nacht aufgewacht bin. Von was ich aufs wildeste träumte will ich garnicht loslassen, damit werden sich zur gegebenen Zeit ein paar Psychologen mit beschäftigen. Einen Arztbesuch hatte ich zwar anstehen, aber der führte mich zu meinem Lieblingschirurgen, den es steht wieder mal ein kleiner Aufschnitt am Ohr an. Leider ist dort montags OP-Tag und so musste ich ein wenig Zeit im Wartezimmer verbringen, bis denn mal einer der Ärzte seine Operation hinter sich hatte und sich meiner annehmen konnte.

Die Zeit habe ich in einer etwas kopfschmerzfreieren Phase mit dem Lesen einer älteren Ausgabe des Rolling Stone Magazins verbracht. Unter anderem ein sehr interessanter Artikel darüber, wie und warum (und warum fast nicht) Bob Dylans „Like A Rolling Stone“ veröffentlicht wurde – das ich mir dann des Abends auch prompt im iTMS gekauft hab. Etwas unerträglicher wurde es dann, als ein Homie die Szene betrat. Der guckte blöd aus der Wäsche und hatte eine recht lächerliche Mütze schief auf, auf der wohl alle Baseball-Manschaften dieser Welt mit ihrem Logo vertreten waren. Zusammen mit dem bunten (und schon etwas cooleren, aber viel zu dicken) Pulli mit „Marvel“-Schriftzug, nennt man so was dann wohl Litfaßsäulen-Style. Aber gut, merkwürdige Hiphopper sieht man öfter.

Alte Menschen eigentlich auch. Und ich mag alte Menschen! Und das nicht nur, weil ich selbst alt bin. Das liegt daran, das die oft sehr interessante Dinge zu erzählen haben. Ich mein, wer aus meiner Generation kann noch von sich behaupten erlebt zu haben, wie es keine Autos gab und man überall zu Fuß hingehen musste und Nachts ein Mann rundging, der die Straßenlampen anzündete? Nun gut, das älterer Ehepaar, das irgendwann hereinkam, ging mir etwas auf die Nerven. Dazu musste ich die beiden nicht mal gesehen haben, es reichte völlig, mir das Gespräch an der Rezeption anzuhören. Sie hatte ihn ganz schön unter der Fuchtel und lies ihn nicht wirklich zu Wort kommen. Gut, vielleicht wusste sie auch besser wie er sich verletzt hat. Obwohl sie nicht dabei war? Schlimmer wurde das ganze allerdings dann, als er (vorher von ihr ausgestattet mit 5 Euro) von seiner Shopping-Tour zurückkam und die beiden sich die frisch gekauften Fleischkäse-Weck reinhauten. Nur zur Richtigstellung: ICH MAG FLEISCH! Und ich mag Fleischkäse! Aber Kopfschmerzen, eine dominante Hausfrau, ein Hiphopper und fettiger, triefender Fleischkäsegeruch? Da kann einem nur schlecht werden, was dann auch mir prompt passierte. Meine Rettung war dann („Schneider, Martin?“) die fragende Stimme von Onkel Doktor, die mich aus diesem Arztwartezimmer from Hell erlöste. Die Operation ist für Montag angesetzt, das ist nix wildes, wir kennen das ja schon.

Den Mittag verbrachte ich schlafend, was auch etwas half. So lange da nicht meine Nachbarn auf die Idee gekommen wären, zeitgleich und parallel den Rasen zu mähen. Das fand ich nicht gut, so verschloss sich zuerst meine Nase (akuter Heuschnupfen) und dann mein Fenster (zum Schutz vor selbigem). Gegen Abend, nach weiteren Stunden des Schlafens, war ich dann so fit, das ich mich vor’s Haus setzen konnte, um dort mal was zu essen. Das war den ganzen Tag nämlich etwas kurz gekommen. Die Freude währte aber nicht lange: Der „Wilde Werner“ von gegenüber musste um halb 9 (!) anfangen, mit Hilfe einer riesigen Bohrmaschine Löcher in seine neue Riesen-Mauer zu bohren. Hallo? Schon mal was von Ruhestörung gehört? Oder geregelten Arbeitszeiten? Oder sonstwas im Hirn? Das jedenfalls gab mir den Rest und so ging ich dann wieder ins Bett.

Gestern gings mir ab Mittags schon viel besser, so das mich auch eine erneute Attacke mit dem Bohrhammer um kurz nach 8 Abends nicht mehr treffen konnte. Eine entsprechende Rache wird vorbereitet.