Archiv für Monat: Dezember 2006

Frohes Fest?

In allerlei Blog „around the world“ liest man heute was von frohes Fest. Mir fallen dazu spontan nur ein paar Wörter ein, die ich hier mit Sternchen maskieren müsste. Weihnachten geht mir nicht ab. Gar nicht. Das liegt nicht am Fest an sich – welches ganz nett sein könnte, sondern an dem ganzen drum herum.

Seinen Anfang findet die Misere zu Beginn des Monats November: Schon seit mindestens zwei Monaten stehen Schoko-Nikoläuse und Christstollen im Geschäft und ich denke das erste Mal über Geschenke nach. Zwar lässt sich die Gruppe der Menschen, die mich im Allgemeinen mal kann, grob mit „Menschheit“ beschreiben, dennoch liegen mir einige Menschen doch ein wenig am Herzen – ich denke fast die entsprechenden Personen wissen das auch. Nun steh ich vor dem Problem, dass ich diesen Leuten was schenken soll. Wieder so ein Moment wo ich eine Sternchen-Orgie veranstalten könnte. Warum muss das so sein? Naja – was muss, das muss und so mache ich mir ein paar Gedanken – je nach Stimmung gern auch eine Liste (Wo ist eigentlich die von diesem Jahr?) mit Dingen und befrage Freunde und Verwandte was ich denn anderen Freunden und Verwandten schenken könnte. Dann passiert erst mal wieder nix.
Im Dezember denke ich dann annähernd täglich ans Geschenke kaufen und verschiebe es eins ums andere Mal – es ist ja noch Zeit. In der Woche vor dem Fest muss ich aber dann doch los: etwaige Internet-Bestellungen aus Verlegenheit müssen bis Mittwochs getätigt sein. Ich ziehe also los, habe keinen Plan und will „einfach mal gucken“. In diesem Moment kommen mir nun die Einzelhändler in unserer Region in die Quere: Mehr als einmal wollte ich Gewalt anwenden als man mich mit einem „Kann ich ihnen helfen, sie suchen ein Weihnachtsgeschenk?“ bedacht wurde. Nein, natürlich stehe ich in meiner winterfesten, sehr warmen Doppeljacke in diesem völlig überhitzten Ramschladen, genieße das Sauna-Feeling und gucke mir rosa Kerzenständer an, weil ich die so geil finde! Wieder ein Moment für die Sternchenorgie. Überhaupt sind die Geschäfte in der Stadt viel zu eng und extrem überheizt. Da kann es einem doch keinen Spaß machen, sich mal um zu schauen. $mittelalteVerkäuferinInTshirt rafft das natürlich nicht… Ich beneide hiermit offiziell alle die Menschen, die es schaffen (wann auch immer) ein passendes Geschenk zu kaufen, ohne dabei den Hitzetod zu sterben.

Irgendwann hat man dann doch irgendwie ein paar Geschenke gekauft, sich mit der Schwester abgeklärt und ihre Hilfe wieder einmal dankenswerterweise in Anspruch genommen und der heilige Abend kommt. Ist übrigens bekannt, dass der Begriff Weihnachten nur den 25. und 26. Dezember umfasst? Seit Jahren nimmt man sich vor, mal wieder mehr „in Familie“ zu machen – und dann geht man doch wieder bis 4 Uhr Nachts aus und verpennt den halben Tag – ich bin bestimmt nicht der einzige dem es so geht.
Naja – am Ende ist der Abend dann doch immer wieder schön: Zwar werde ich immer noch nicht mit meinen zu verschenkenden Geschenken zufrieden sein, mich dafür aber um so mehr über die Dinge freuen die ich bekomme. Und natürlich werde ich mir vornehmen, mich im nächsten Jahr mal ein wenig früher um alles zu kümmern.
Sehr smooth finde ich meine Abmachung mit dem Typ: Wir schenken uns nämlich wirklich nichts – und das seit Jahren. Es sei dir hiermit angekündigt: Falls du diese Abmachung brechen solltest, trete ich dir vors Knie – du weißt welches?

Nun aber irgendwie allen doch ein frohes Fest!

Wie geht es weiter?

Nein, das Ende des Internets ist noch nicht erreicht – auch nicht hier auf meiner Seite. Ich möchte mir nur an dieser Stelle ein paar Gedanken über diese, die meinige Seite machen. Nachgedacht hab ich schon öfter mal und nun will ich zwischen den Tagen zum einen ein Redesign anstellen – wie das aussehen soll weiß ich allerdings noch nicht, man lasse sich überraschen. Soviel steht fest: Das „der tag und ich“-Logo wird drin vorkommen und es ist mit einigen Special Effects zu rechnen. Auch technisch werd ich mir ein wenig was einfallen lassen.

Ein wenig Feedback könnte ich bezüglich des Contents gebrauchen: In den letzten Monaten habe ich allerlei gebloggt – oft (zugegebenermaßen) auch recht unnötige Inhalte. Nun geht die Frage an meine Leserschaft: Was wollt ihr lesen? Was findet ihr unnötig? Ist es euch lieber jeden Tag (gegebenenfalls auch mehrmals) etwas Neues zu bekommen oder doch lieber ausführlicheres, dafür aber in der Masse weniger? Ich tendiere ein wenig zum bekannten „Qualität statt Quantität“-Prinzip.

Vielleicht schafft es der ein oder andere, mir die Top 5 seiner Lieblingsartikel zu schreiben – hier ist der Kunde König! Die Kommentare sind eröffnet!

Die wichtigste Prüfung dieses Semester

Eben diese hab ich glaub ich schon hinter mir: Bereits am vergangenen Donnerstag standen auf einmal zwei lustige Gesellen an unserer Bürotür, die sich als Mitarbeiter des saarländischen TÜVs outeten und danach der Meinung waren, unsere Computer testen zu müssen – bzw. eigentlich nur die Netzteile von wegen irgendnem Schutz und so.

Unter dem Tisch
TÜV-Mensch unter dem Tisch

Dazu ist einer der beiden erst mal mit einem Kasten unter den Tisch geklettert und hat sich da an meinem patentierten Kabelsalat zu schaffen gemacht, der entsteht wenn man zwei Powermacs, einen Hub, zwei Drucker und diverse andere elektrische Geräte an möglichst wenigen Steckdosen betreiben will. Dazu kommen dann natürlich auch noch diverse Netzwerk- und USB-Kabel. Kurzum: Der Mann hatte was zum rumknuddeln…

Nachdem auch die beiden Drucker auf ihre Wasauchimmer-Sicherheit getestet waren, ging es an die Powerbooks. Da es ja private Geräte sind, müssten sie nicht getestet werden – aber das haben wir nicht so eng gesehen. Nachdem die beiden Powerbooks kurzzeitig als Geräte der Firma „Marware“ in der Excel-Tabelle standen (Gut das ich da noch mal drüber geschaut hab!) darf ich nun mein Netzteil als vom TÜV auf Wasauchimmer getestet nennen. Und das sieht dann so aus:

Prüfaufkleber
Prüfsiegel

Cool, oder?

Netzwerkgeschichte

Gerade hatte ich meine Zwischenpräsentation in Geomatik. Unser Projekt muss zwar noch lange nicht fertig sein, aber einen aktuellen Stand sollten wir schon mal präsentieren. Das ist auch der Grund warum hier die letzten Tage nicht so viel los ist, ich beschäftige mich sehr exzessiv mit HTML, CSS (das ist bekannt) und seit neuestem auch mit Javascript. Das lustige ajaxen macht auch eine Menge Spaß, aber das ist ein anderes Thema.

Heute war also Zwischenpräsentation. Kurz zur Erklärung: Unser Google-Maps Mashup läuft hier am Campus auf einem Server der im Rechenzentrum steht. Unter anderem ist da ja auch der schon erwähnte Projekt-Blog drauf. Auf diesen Rechner kann man natürlich auch zugreifen – und zwar sowohl hier aus dem Campusnetz im Büro, als auch ganz prima von außen.

Gestern wurde mir dann vom Kollegen Neu eröffnet, dass der Zugriff aber aus dem VPN-Netz des Campus nicht geht. Komisch eigentlich, denn von extern geht es ja.
Unsere (bzw. Herrn Neus) Lösung: Wir verbinden uns per VPN mit dem Internet, bauen dann einen SSH-Tunnel zu einem Server in Köln (da ist der Herr Neu Admin drauf). Dieser Server wiederum baut von extern einen SSH-Tunnel zu unserem Rechner im Rechenzentrum und leitet den Webserver auf unseren Rechner als Localhost um. Klingt kompliziert, ist es auch – ich habe meine Daten also heute morgen durch halb Deutschland geroutet, weil man nicht in der Lage war einen Rechner hier lokal frei zu geben. Die Präsentation haben wir dann auf einem (übrigens echt schnieken) 12″ VAIO-Notebook gehalten – und die war auch prima.

WTF-Momente (Bagger-Edition)

Da gönnt man sich morgens mal eine Stunde länger im Bett, ist einigermaßen gut gelaunt (nicht nur weil ich gestern den Genge und den Daniel in C&C böse abgezockt hab) und dann kommt der WTF-Moment:

WTF-Bagger

Was macht dieser Minibagger auf der Zufahrt zu meinem Parkplatz am Umspannwerk? Und wie kamen all die Autos, die ich da hab stehen sehen, auf den Parkplatz und vor allem: Wie kommen die wieder runter?
Nun hab ich in der Straße gegenüber dem Arbeitsamt geparkt – ungefähr 400.000km vom Bahnhof weg – aber auf die Deutsche Bahn AG ist verlass: Dank neunminütiger Verspätung hab ich tatsächlich meinen Zug noch bekommen.

Robotik-Praktikum

Diese Woche fand das zweite Praktikum zur Veranstaltung „Robotik“ statt. Wie angekündigt war der Roboter kleiner als letztes Mal, dennoch hat die Arbeit wieder eine Menge Spaß gemacht und ich hab dieses Mal auch ein kleines Video gedreht.


Kuka in Action

Der Roboter war dieses mal ein Kuka KR15, also ein Gerät das Lasten von bis zu 15kg handlen kann. Im Video sieht man, dass der Roboter an seinem Greifer etwas güldenes hält: Das ist eine Armatur die nun von uns (rein hypothetisch) gebohrt werden soll. Dazu fahren wir zuerst zu einem optischen Sensor, der den Abstand zum Werkstücke misst und gegebenenfalls die Bohrtiefe anpasst. Dann fahren wir zu einem „Bohrer“. Der ist in unserem Fall nur ein Bolzen, da das Werkstück schon gebohrt ist. Wie man sieht passt das auch ganz prima – nur das leicht metallische Geräusch (das ich auch mit einem Audio-Kommentar bedenke) sollte vielleicht nicht sein. Anschließend fährt der Roboter mit dem Werkstück wieder in seine Ausgangssituation.

Der Erste im Internet

Heute morgen war ich der erste im Internet! Ich kam im Büro an, klemmte das Powerbook ans Netz und musste feststellen: Erster!

Naja – eigentlich hab ich nur feststellen müssen, dass meine ICQ-Liste um halb 9 Uhr niemanden angezeigt hat. Das passiert nicht oft, eigentlich sind da so ein paar 24/7-Onliner drin. So wunderte ich mich schon ein wenig und hab Adium tatsächlich dreimal aus und wieder an gemacht um dann sicher zu sein: Keiner da!

Zweiter heute morgen war übrigens der Küchen – Glückwunsch!

WTF-Momente (ICQ-Edition)

Gerade im ICQ:

$gesprächspartner: sbrt erodz fi esd? fsd odz othrmfeor hsmu dvjpm dvjöo,, ojrt söörd. ovj erod ks sivj movjz
schneyra: WTF?
$gesprächspartner: oh oh oh… ich sollte gucken was ich schreibe…

Sowas kommt, wenn man meint mit allen Fingern gleichzeitig auf die Tastatur hauen zu müssen… Noch Fragen?

WTF-Momente (Long Edition)

Normalerweise sind WTF-Momente kurz… am Freitag kam ich aus dem WTF’en aber gar nicht mehr raus.

Hintergrund: Bereits seit gut zwei Wochen werde ich in unregelmäßigen Abständen von einer unterdrückten Nummer auf dem Handy angerufen. Bisher war ich nie schnell genug, um auch mal dran zu gehen, beziehungsweise es war einfach niemand dran wenn ich das Mobiltelefon am Ohr hatte.

Aber: Haha! Freitag gegen 20 Uhr war ich schnell und hatte schon angenommen als das erste Klingeln noch nicht vorbei war. Am Apparat war dann eine Frau die sich mit „T-Mobile Shizzle Dizzle“ oder so meldete und wissen wollte ob ich denn zufrieden wäre mit meinem Vertrag. Da mir grade langweilig war hab ich dann mal losgelegt und wollte mich eigentlich beraten lassen, weil ja bekanntlich die Vertragsverlängerung ansteht. Nach meiner ca. zweiminütigen Ankündigung dieses Vorhabens und einiger (ich kann recht ausschweifend sein) Erklärungen war es dann soweit: WTF!!?!

Da hörte mir exakt niemand mehr zu! Statt dessen machte es Geräusche, als ob die Dame am anderen Ende vom Stuhl gefallen wäre und sich nun unter Schmerzen auf dem Boden wälzen würde. Natürlich hab ich da weiter zugehört und durfte dann noch irgendein rumgezicke miterleben – es ging um Verantwortung. Ich bin dann mal weiter dran geblieben, weiterhin fleissig WTF-denkend. Schließlich war der Ton dann weg und ich hab auch mal aufgelegt. Entweder wurde ich da echt verarscht und hab nix gerafft oder aber irgendwo in nem Call-Center ist echt was danebengegangen…

Männliche Informatik

In der vergangenen Woche hab ich wohl den männlichsten Bereich der Informatik kennen gelernt: Die Programmierung von Robotern. Dazu kam ich bei der Teilnahme an dem Praktikum zur Vorlesung „ANINF II“, die sich mit Robotik beschäftigt. In den kommenden Wochen werde ich nun so den ein oder anderen Industrieroboter kennen lernen und vor allem auch bedienen.

Angefangen haben Kommilitone Mirko und ich diese Woche bereits an einem KR 125 der Firma Kuka. Schon nach kurzer Einübungszeit hat der Roboter, der ein gutes Stück größer ist als ich, auch brav gemacht was er sollte.
Nachdem wir einige Kalibrierungen vorgenommen hatten, „teachten“ wir dann einige Punkte von Hand (also mittels Fernbedienung) ein, die der Roboter dann anschließend problemlos nachfuhr. Die Einprogrammierung hätte noch wesentlich schneller funktioniert, wenn Mr. Vollnase (Das bin ich!) nicht erst mal vergessen hätte die Befehle zu bestätigen.

Anschließend gaben wir über ein CAD-Programm den Schriftzug „Umwelt-Campus“ ein und fütterten dann nach der Übersetzung in die Sprache des Roboters eben jenen damit. Auch das Schreiben des Schriftzuges an die Wand erledigte das Gerät ohne Anstalten für uns. Nun bin ich schon auf nächste Woche gespannt – dann ist der Roboter zwar kleiner, dafür kann der aber Fräsen.