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To blog or not to blog…

Der Thomas hat mich mit einem Stöckchen beworfen und tatsächlich getroffen. Heute soll es darum gehen, wie hier ein Artikel entsteht. Dazu möchte ich erst einmal kurz und knapp den Shopblogger zitieren:

Als Blogger beginnen Sie nach einiger Zeit in Textblöcken zu denken. Erlebnisse des Alltages werden innerhalb von Sekundenbruchteilen im Unterbewusstsein als „Bloggable-Events“ (BE) oder „Non-Bloggable Events“ (NBE) eingestuft und bewertet. Tritt ein BE ein, rückt die Erinnerung daran ins Bewusstsein und wird dort, ähnlich einem Diamanten in der Schleiftrommel, entgratet, verrundet, dann von Ihnen poliert und schlussendlich in einen samtig roten Vliess aus Text gebettet. Was folgt ist ein Reflex, der Menschen in Ihrer Umwelt an Ihrem Verstand zweifeln lässt. Denn sie hechten wie von einer Tarantel gestochen zum nächst erreichbaren Internetterminal und erden das Verlangen, Ihren BE mit der Welt zu teilen. Erst wenn die Statusmeldungen Ihrer Blogsoftware signalisieren, dass die Pings erfolgreich durchlaufen sind, lässt der innere Druck nach und weicht einer tiefen, entspannten Zufriedenheit.

Leider ist bei mir die Umsetzung „BE -> Eintrag“ manchmal nicht gegeben, weil ich gerne in Ruhe blogge und mir Zeit für einen Beitrag nehme. Ist diese Zeit nicht gegeben (wie im Moment), dann gefallen mir die Beiträge hinterher oft nicht. Dieser hier wird aber bestimmt toll, versprochen! Manche Beiträge sind so aber auch schon schlichtweg unter den Tisch gefallen oder wurden mangels Aktualität nicht mehr geschrieben.

Dann schreibt der Thomas noch:

Ansonsten fällt mir noch eine Besonderheit ein. Wenn ich eine Geschichte schreibe habe ich meistens zuerst den Titel oder auch nur einen Begriff, der in der Geschichte eine Rolle spielen wird. Die Handlung baue ich um diesen Begriff herum.

So geht es mir z.B. bei den WTF-Momenten: Ich denke mir WTF!?!?! und anschließend kommt dieser „BE!-Flash“. Passiert dies zum Beispiel morgens am Bahnhof in Oberstein, dann kann man sicher sein das ich bis zu meiner Ankunft in Neubrücke im Büro nichts anderes gemacht habe, als um diesen kurzen Moment herum eine Geschichte gespannt zu haben. Ich hoffe meine Leser finden das auch gut…

Wie der typische „der tag und ich“-Leser ausschaut kann ich nicht so genau sagen. Thomas schreibt „gutem groben Unfug nicht abgeneigt“ und das finde ich gut. So soll es bei mir auch sein!
feedburner sagt, das 54 Leute meinen RSS-Feed abonniert haben und mich würde mal echt interessieren, wer das so alles ist. Sicherlich schreibe ich hier primär mal wirklich für mich, sekundär dann wohl für die ca. 10 Kandidaten die hier regelmäßig kommentieren. Die restlichen Leser fallen ein wenig hinten runter und ich kann leider nicht auf das eingehen, was sie vielleicht interessieren würde. Dementsprechend freue ich mich über jeden Kommentar, jede Meinung. Und wenn es nun grade mal ein „Hey! Ich lese hier auch!“ am Ende dieses Beitrages ist. Haut in die Tasten – ich mache das doch auch!