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Mit unseren Väddern ihren Söhnen auf Fahrt

Der Schnuub hat bereits darüber gebloggt und nun ist es auch an mir: Dem ein oder anderen mag es aufgefallen sein, in den letzten 2 1/2 Wochen war ich nicht da. Grund dafür war die Landesfahrt meines Landesverbandes.

Gemeinsam mit Thomas, dem Mechaniker und Jens hab ich eine Menge erlebt. Los ging es mit der Erneuerung unseres Pfadfinderversprechens. Dazu trafen wir uns bereits am 31.07. in Langenlonsheim auf dem Platz der Schwarzen Milane. Im Morgengrauen fand dann (wie auch sonst an vielen Orten auf der Welt) eine kleine, aber feine Zeremonie statt.

Im Anschluss daran ging es dann los. Während die „normalen“ Teilnehmer mit einem Reisebus fuhren, war unser Gefährt eine etwas alternder VW-Bus, der neben meinen Mitstreitern und mir auch einiges an Material transportierte. So gurkten wir mehr oder weniger schnell durch die halbe Republik und anschließend durch Österreich. Am späten Abend kamen wir auf einem Campingplatz in Bratislava an, wo man uns schon erwartete.

Nach einer Nacht unter freiem Himmel ging es dann erst einmal eine Woche auf Fahrt. Zu Fuß erkundeten wir die Slowakei und erlebten allerlei: Einen Mittelaltermarkt auf einer Burg, ein sehr schönes Zusammentreffen mit slowakischen Pfadfindern, Nächte unter freiem Himmel und eine Menge toller Landschaft. Doch keine Fahrt ohne Strapazen: Die Sonne brannte den ganzen Tag auf uns herunter und ich hatte das erste Mal in meiner Pfadfindergeschichte echte Probleme mit Blasen. Das machte den ein oder anderen Wandertag zu einer echten Qual. Irgendwie kam dadurch und den unverarbeiteten Stress der vergangenen Wochen nicht so rechtes Fahrtenfeeling auf – aber ich denke wir haben dennoch das Beste daraus gemacht und hatten eine Menge Spaß. Mit einer Menge Dummschwätzerei und dem ein oder anderen Kneipenbesuch brachten wir uns durch den Tag.

In der zweiten Woche sollten wir eigentlich das andere Fahrtenteam auf dem Abschlusslagerplatz ablösen, doch die hatten sich entschieden nicht mehr auf Fahrt zu gehen. So hatten wir die Gelegenheit von unserem Campingplatz, der sehr schön am Rande der Hohen Tatra lag, noch eine Bergtour zu machen. Diese führte uns den etwa 2500 Meter hohen „Krivan“ hoch, was sehr anstrengend war. Da wir aber des Mechanikers Gipfel der Inkompetenz erreichten, hat sich auch diese Tour mehr als gelohnt.

Während der gesamten Fahrt war es sowohl bei uns als auch bei den 9 anderen Fahrtengruppen aus dem ganzen LV zu keinen größeren Problemen gekommen. Erst am letzten Fahrtentag mussten wir unseren geplanten Ausflug ins „Slowakische Paradies“ ausfallen lassen, um den Ratze von seinem Magen-Darm-Leiden zu erlösen. Einen weiteren sehr ausführlichen Einsatz hatten wir dann noch während dem Abschlusslager, als ich gemeinsam mit Thomas einmal durch die halbe Slowakei gurkte um zwei Mädels (wieder mit Magen-Darm-Beschwerden) ins Krankenhaus zu bringen. Schlimm Krank waren die beiden zum Glück aber nicht: Nach einer Spritze und einem Päckchen Zwieback durften wir sie auch schon wieder mitnehmen.

Die Heimfahrt verlief dann (da wir über Nacht fuhren) sehr stressfrei. Da wir uns den Leif als vierten Fahrer engagiert hatten, musste ich auch nur zwei Schichten fahren und konnte uns um gegen 5 Uhr morgens vor dem Kreuznacher Bahnhof parken. Auf den großen Bus mussten wir noch etwa anderthalb Stunden warten.

Alles in allem habe ich so zweieinhalb schöne Wochen verlebt. Aber irgendwie habe ich Lust auf „normalen“ Urlaub.