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WTF-Momente (Bank-Edition)

Gestern Abend sollte es ins örtliche Juz gehen, wo die live gespielte Musik einiger Kapellen auf dem Programm stand. Beim Geldbeutel-Check zu Hause stellte ich allerdings nicht viel fest – eher eine ausgewachsene Leere, so dass ich als erstes zur Bank aufbrach.

Das Prozedere ist bekannt: Karte rein, Geheimnummer tippen, Betrag auswählen, Geld kriegen… Denkste! WTF?!? machte es in meinem Kopf, als der Automat mir freundlich, aber bestimmt entgegnete:

„Keine Auszahlung möglich!“

Das mein Kontostand nicht so arg rosig ist wusste ich ja, aber so schlimm konnte es eigentlich noch nicht sein. So entschloss ich mich, mal einen meiner seltenen Kontoauszüge zu holen. Hin und wieder muss die Bank mir die auch für teures Geld schicken, weil ich es vergesse und irgendwann kein Auszugsdrucker der Welt genug Papier fasst um mir noch alles auszuspucken. Wenn ich nun also meine Karte normalerweise in einen Automaten stecke, kommt zumindest beim Auszugsdrucker immer was. Dieses Mal kam

„Kein Auszug vorhanden.“

Erneut dachte ich mir WTF?!? und startete meinen letzten Versuch: An einem anderen Geldautomaten versuchte ich meinen Kontostand anzeigen zu lassen, was mit der Ausgabe:

„Funktion nicht verfügbar.“

quittiert wurde. Da war ich mir wenigstens schon mal sicher das nicht ich, sondern höchstens die Bank Pleite ist.

Da ich aber immer noch Geld brauchte, bin ich dann zur Sparkasse nach Idar aufgebrochen. Hier standen schon zwei junge Männer gemeinsam vor dem Automaten. Einer davon: Mr. Oberhomie mit einem riesigen Pulli, fetten Boots und einem hochgekrempelten Hosenbein. Die beiden wollten wohl zusammen auf die Piste und berieten nun, wie sie an Geld kommen könnten. Ich gab ihnen den guten Tipp, es gar nicht erst in Oberstein zu versuchen und machte mich dann auf die Socken. Im Herausgehen machte es dann das dritte Mal für diesen Abend WTF?!? in meinem Kopf, als ich hörte wie Mr. Oberhomie beschloss:

„Wir fahren nach St. Wendel Geld holen!“

Um den bekannten Gerhard S. zu zitieren: „So lange die noch auf so Ideen kommen ist das Benzin nicht teuer genug!“

Ins Juz bin ich dann mit einigen Tricksereien doch noch hineingekommen. Nachdem ich mich mit einer Ausrede reingemogelt hatte, hab ich mir beim Zecken-Flip Geld geliehen. Der Abend war dann auch noch ganz nett. Datenstau konnte überzeugen, eine Band aus dem Ruhrpott wäre besser dort geblieben und der Abschluss mit Skalight-Exzess war dann richtig gut, die Band brachte um kurz nach 12 wieder Stimmung in die Bude.