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„Hiphop braucht kein Mensch…

… aber Mensch braucht Hiphop!“ So lautet eine Zeile aus einem Text von 5 Sterne Deluxe. Bekanntlich befindet sich auch der ein oder andere Hiphop-Titel in meiner iTunes-Bibliothek. Allerdings sind die meisten davon aus den späten 90ern oder vom Anfang dieses Jahrtausends. Mit den meisten aktuellen Titeln kann ich aber nicht so arg viel anfangen. Irgendwie nehmen die heutigen Rapper sich alle im wesentlichen mal selbst zu ernst.
Mit gemischten Gefühlen bin ich deshalb gestern Abend in Neubrücke geblieben, um mir den Auftritt meines langjährigen Freundes Marcel und seiner Hiphop-Kombo anzuschauen. Am Ende war ich dann positiv überrascht.

Pulsstoff sind Marcel Müller, Marian Keitsch und Lennart Bareiter aus Bad Kreuznach und Idar-Oberstein. Seit Beginn des Jahres machen sie gemeinsam Musik.

Die Pulsstoff-Crew

Bild: Die Pulsstoff-Crew, mit freundlicher Genehmigung und © Jean-Claude Dirckx

Ich habe zwar nicht so arg viel Ahnung von dem Gebiet, aber Pulsstoff tritt ein wenig in die Fußstapfen der „alten“ Bands wie den Beginnern oder den 5 Sternen (Deluxe). Das finde ich persönlich auf jeden Fall echt prima.
Die Beats sind frisch und fröhlich, die Texte gefallen durch ihre Ironie und den doch teilweise auch sehr anspruchsvollen Inhalt. Insgesamt scheint mir das Konzept „positiver deutscher Sprechgesang“ aufgegangen zu sein. Die Hörproben bei MySpace sollte man sich auf jeden Fall anhören. Eine CD ist für das kommende Jahr geplant und ich bin schon sehr gespannt. Die letzte CD, an der Marcel mitgewirkt hat, war zwar nicht schlecht – traf aber nicht so recht meinen Geschmack. Gestern Abend habe ich aber direkt den Kauf eines neuen Werkes angekündigt.

Den Abschluss des Abends bildeten dann die Gebrüder Mühlleitner, von denen ich bisher nur gehört hatte. Auch sie boten ein echt gutes Programm an Gitarre und Percussions und sind auf der „mal wieder gucken gehen“-Liste verewigt.