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Archiv für Monat: Januar 2008

Im Auftrag ihrer Majestät

Meine letzte Lektüre habe ich durch Zufall im Schrank gefunden und kommt, wie ich inzwischen herausgefunden habe, aus dem Nachlass meiner im letzten Jahr verstorbenen Großtante. Es stammt aus der Feder von Ian Fleming und beinhaltet, wie könnte es anders sein, drei Geschichten rund um die Abenteuer des Geheimagenten James Bond.

Die Originalfassungen der inzwischen verfilmten Geschichten sind nicht sonderlich lang: Etwa 150 Seiten umfasst eine. So passen in mein Buch gleich drei davon hinein: „Casino Royale“, „Leben und sterben lassen“ und „Diamantenfieber“. Dies waren die drei ersten Romane, die sich mit den Erlebnissen von 007 beschäftigten.

Auffällig ist, dass sich die Geschichten doch ein wenig von den Filmen unterscheiden und auch der Hauptcharakter ein wenig anders dargestellt wird
All die vielen Gadgets, die James Bond in seinen Filmen schon verbraten hat, sucht man vergeblich. Auch die tollen und immer abwechselnden Autos wird man (zumindest in den drei ersten Romanen) nicht finden: In „Casino Royale“ und „Leben und sterben lassen“ fährt James Bond das selbe Auto – zwar schrottet er es in der Mitte des zweiten Romans, doch es wird vermerkt wie es zur Werkstatt gebracht wird.
Der Agent selbst kommt in den Büchern ein wenig menschlicher rüber: Oft wird beschrieben, wie er sich Gedanken um seine persönliche Zukunft macht – in der natürlich das aktuelle „Bond Girl“ eine entsprechende Rolle spielt. Hierbei merkt man aber auch, aus welcher Zeit die Bücher stammen. 007 ist nämlich (ganz wie im Film) ein echter Macho und nicht nur einmal denkt er darüber nach, dass Frauen doch eigentlich an den Herd gehören.

Die Romane rund um James Bond gehören sicherlich nicht zu den anspruchsvollsten Exemplaren der Literaturgeschichte, aber wer gerne einen spannenden Kriminalroman liest (und das tue ich), der ist hier gut aufgehoben. Für die nahe Zukunft habe ich mir vorgenommen auch den Rest der Bücher zu lesen, es sind ja noch ein paar übrig.

WTF-Momente (Notenaushang-Edition)

Bekanntlich habe ich vor gut einer Woche die letzte Klausur meines Studiums geschrieben und bin sogar mit einem guten Gefühl aus dem Raum gegangen. Zwar wurde meine Laune nach dem Vergleich von einer Aufgabenlösung direkt ein wenig gedämpft, doch hatte ich weiterhin ein gutes Gefühl.

Eben erreichte mich dann der Anruf vom Kollegen J.: „Telematik hängt aus, geh mal gucken!“ Zwei Minuten verblieben mir noch zu meinem Termin mit meinem Chef und so spurtete ich los. Am Aushang des betreffenden Professors hing dann auch nur ein Zettel mit Noten, auf dem ich mich direkt fand. Meine Matrikelnummer war auch leicht zu finden und dann war ich einen kleinen Moment perplex:

„$MaddinsMatrikelnummer – 1,0“

stand da. Damit hätte ich im Leben nicht gerechnet.

Gerade wollte ich schon frohlockend davonspazieren, als mir die nächste Zeile der Notenliste ins Auge sprang. Das war der berühmt-berüchtigte WTF?!?!-Moment: Da steht nämlich

„$MaddinsMatrikelnummer – 3,0“

Nun gilt es, $Professor aufzutreiben und mal zu klären was ich wirklich hab. Ob ich in meinen Verhandlungen nun eher auf eine 1,3 oder doch lieber den Durchschnitt von 2,0 pochen soll, werde ich mir bis dahin überlegen.

Dennoch bin ich nun zumindest mal Klausurenfrei! Zum zelebrieren dieses Umstandes habe ich dann auch gerade die angesammelten Telematik-Unterlagen auf die externe Platte verschoben und dann endgültig den Ordner mit dem einprägsamen Namen „Zu Bestehen“ gelöscht.

Aktualisierung: Die Antwort auf meine Frage per Mail (Die ich aus irgend einem Grund mit „Martin Schneyra“ unterschrieben hab, was mag $Professor nur von mir denken?) kam gerade: Es ist leider nur die 3,0 geworden…

Eine Legende?

Heftig beworben wurde der neue Film mit Will Smith: I Am Legend. Am Wochenende kam ich nun auch dazu, ihn mir anzuschauen. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch des Autors Richard Matheson, dass dieser bereits 1954 geschrieben hat. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass es auch schon vor I Am Legend verfilmt wurde – insgesamt dreimal.

Um nicht zu viel zu verraten: Grundsätzlich handeln das Buch und auch die Filme vom anscheinend letzten Menschen auf dem Planeten Erde, während der Rest der Menschheit entweder von einem gemeinen Virus dahingerafft wurde oder nun ein klägliches Dasein als Vampir fristet. Robert Neville (der letzte Mensch) muss sich nun auf sein Überleben konzentrieren und versucht ein Gegenmittel gegen des Virus zu finden.

Der Film mit Will Smith gefällt alleine schon durch die vielen tollen Bilder aus dem nahezu ausgestorbenen New York, in dem der Hauptdarsteller mit seinem Hund auf Antilopenjagt geht und vom Deck eines Flugzeugträgers aus Golf spielt. In einigen Rückblenden bekommt man die Vorgeschichte erzählt.
Eigentlich hätten meiner Ansicht nach die Vampire können zu Hause bleiben. Nicht nur, weil ich keine hässlichen Zombie-Vampire mag und nicht so sehr auf Horror stehe: Alleine die Geschichte eines einzelnen Mannes in einer ausgestorbenen Stadt hat für mich schon einen großen Reiz und regt zum Nachdenken an. Wie würden wir uns verhalten, wenn einer von uns der vermeintlich „letzte Mensch“ wäre?

Insgesamt ein gut gemachter Film, der leider ein wenig berechenbar ist und das Ende entspricht auch nicht so ganz meinem Happy-End begeisterten Herz. Dennoch, vor allem wegen der apokalyptischen Szenen aus New York, sehenswert und zum berieseln durchaus geeignet. Eine „Legende“ wird der Film aber nicht.

Eine neue Seite ist wie ein neues Leben

Herzlich willkommen zum niegelnagelneuen „der tag und ich“. Natürlich ist die Überschrift gewohnt übertrieben gewählt: Ein neues Blog ist kein neues Leben, dafür ist dessen Stellenwert bei mir einfach zu niedrig. Dennoch habe ich mich in den letzten vier Jahren doch sehr daran gewöhnt, Inhalte in Blog-Form unter die Menschen zu bringen.

Da dieser Tage für mich ein recht großer persönlicher Umbruch ansteht, habe ich mir gedacht das es auch für „der tag und ich“ mal Zeit wird, ein wenig Altes hinter sich zu lassen. Schritt 1 dazu war das Anmelden einer neuen Domain. Diese Seite hier ist nun unter der Adresse www.dertagundich.de zu erreichen. Als „Antrieb“ läuft auch weiterhin WordPress im Hintergrund, ich konnte mich nicht so recht mit anderen Systemen anfreunden – und hatte erst recht keine Lust, meine Kenntnisse neu aufzubauen. Trotzdem habe ich mich für eine komplett leere Neuinstallation entschieden. Mein altes Blog findet man also weiterhin unter der Adresse www.schneyra.de und dort wird es sicherlich noch eine Zeitlang zu finden sein.
An den Feeds hat sich nichts geändert. Wer dies hier in seinem Newsreader liest, hat schon gemerkt, dass ich so frei war die Daten bei feedburner einfach mal zu ändern.

Und nun? Nun geht es weiter. In altbewährter Weise wird es hier Inhalte von mir geben. Alltäglich belangloses und meine Erlebnisse in der weiten Welt. Was bisher immer ein wenig zu kurz gekommen ist, nämlich mein großes Interesse an Medien jeglicher Art, wird hier nun auch seinen Platz finden. In den Kategorien „Gehört“, „Gelesen“, „Gesehen“ und „Gesurft“ werde ich über all das berichten, was mir an medialen Konsumgütern in die Finger kommt. Allerlei Fundstücke aus dem weltweiten Datennetz finden sich in der Kategorie „Gefunden“ wieder und schließlich berichte ich natürlich auch darüber, was ich an diesem Blog so mache. Dazu gibt es die Kategorie „Geschraubt“.

Natürlich wird es auch wieder die (zumindest bei mir) sehr beliebten „WTF?!-Momente“ geben, in denen ich ja hin und wieder nicht so sonderlich gut dastehe. Aber wenn es zu allgemeinen Erheiterung beiträgt – warum auch nicht?

Natürlich werde ich mich auch in Zukunft über zahlreiche Kommentare und Anregungen zu meinen Artikeln freuen!

WTF-Momente (Termine-Edition)

Die Webseite meiner Stammes hat nun auch wieder eine schöne Terminliste. Einmal Queens „Greatest Hits“ in den Ausgaben I-III (also etwa 3 Stunden) hat es mich gekostet und nun kann man die Termine prima per Formular eingeben. Mein PHP ist zwar immer noch schrecklich eingerostet, aber so ein wenig was kann ich dann doch noch. Gut zu wissen. Aber das nur zur Einleitung, denn einen schönen WTF-Moment gab es auch noch!

Eine kleine Funktion soll alle Termine ausgeben, die an oder nach dem heutigen Datum enden. So ist sichergestellt, dass auch gerade laufende Termine ausgegeben werden. Recht lange wollte das aber nicht klappen, die passende Fehlermeldung sagte sowas wie „Geht net!“. 10 Varianten und einiges an gecode später machte es dann recht schön WTF?! in meinem Kopf: Dummerweise war diesem kein Syntax-Fehler schuld, ich hatte mich dummerweise beim eingeben des Termins vertan und ihn auf letztes Jahr datiert.

Ein letztes Mal: Klausur (hoffentlich)

Gestern habe ich die hoffentlich letzte Klausur meines Studiums geschrieben. Grund genug, sich mal ein wenig mit den Klausuren aus den letzten 11 Semestern zu beschäftigen.

Grundsätzlich gilt zu sagen: Die Klausuren meines Studiums waren alle zu schaffen, wenn man vorher ordentlich gelernt hatte und die Vorlesungen besucht hat. Ausnahmen bestätigen die Regel: Zumindest eine Klausur schließe ich davon aus, wer hier am Campus mal im Fachbereich UP/UT studiert hat, weiß von was ich rede… Sicherlich war der ein oder andere Brocken dabei, aber oben erwähnte Maßnahmen ermöglichten dennoch das Bestehen. Als „Unfair“ würde ich meine Professoren sicherlich nicht bezeichnen.

Zufall ist aber ein gutes Stichwort: Bei einigen Klausuren bin ich mir heute gar nicht mehr so sicher, wie ich sie bestanden hab. Eines meiner Hauptprobleme war nämlich immer das gezielte Lernen von Inhalten. Während mir das Wissen zu meiner Arbeit doch immer recht leicht in den Kopf gegangen ist, war es speziell für Klausuren hin und wieder ein echter Krampf. Gevatter Zufall und Mutter Glück haben mir bestimmt mehr als einmal geholfen. Ich freue mich deshalb sehr, dass ich mein zukünftiges Lernen auf praxisbezogene Arbeit beziehen wird.

„Angst“ vor Klausuren oder mündlichen Prüfungen hatte ich nie richtig. Dennoch haben mich gerade die Tage vor Prüfungen immer stark mitgenommen und mich hin und wieder glaub ich auch recht ungemütlich werden lassen. Nervös kann man mich auf jeden Fall schnell machen und damit habe ich mir sicherlich auch die ein oder andere Note verbaut. Mit meiner gestrigen Klausur in Telematik ist dieses Thema nun hoffentlich gegessen.

Sehr geehrter Herr Schneyra

… stand gestern in der Anrede einer (eigentlich geschäftlichen) Mail an mich. Und wenn ich das nächste Mal wegen dem Künstlernamen im Personalausweis frag, dann krieg ich den auch!

Ein letztes Mal: Vorlesung

Heute war die letzte Vorlesung meines Studiums. Ein guter Zeitpunkt, um die vergangenen 11 Semester ein wenig Revue passieren zu lassen.

Zum Wintersemester 2002 auf 2003 habe ich mein Studium am Umwelt-Campus begonnen. Angewandte Informatik auf Diplom war und ist mein Studiengang. Ich erinnere mich noch recht gut daran, wie ich die ersten Wochen ziemlich planlos über den Campus gelaufen bin. Heute amüsiert mich der Anblick der „Erstis“ zugegebenermaßen.
„Irgendwas mit Computern“ wollte ich damals machen und ich glaube vor allem meine Faulheit und die Nähe zur Heimat und den Freunden zu Hause hat mich damals zu der Entscheidung gebracht, am Campus zu studieren.

Die meisten Leute kannte ich nicht, einzig der olle Mülla war mir aus meiner Schulzeit erhalten geblieben – zumindest in meinem Studiengang. Aber wie es so geht: Schnell lernt man neue Menschen kennen, mit denen man gemeinsam in Vorlesungen geht und versucht sein Studium zu meistern. Die meisten von ihnen haben ihr Studium schon hinter sich, mit einigen habe ich auch noch regen Kontakt. Einer der Herren wird mir auch in Zukunft als Arbeitskollege erhalten bleiben, worüber ich mich sehr freue.

Vorlesungen: Mehr als ein notwendiges Übel? Zeitweise war meine Motivation zum Besuch der Lehrveranstaltungen recht gering. In meinem dritten Semester zum Beispiel habe ich sicherlich mehr Zeit bei Kaffee und Zigaretten im Glasbau verbracht, als ich in Vorlesungen gegangen bin. Das Resultat war unabwendbar: Die Scheine aus dieser Phase habe ich zum Teil erst später gemacht. Oft war der Stoff für mich „nicht interessant genug“. Sicherlich sind die Inhalte für einen Informatiker allesamt wichtig, doch das irgendwann einmal ein Programmierer aus mir wird, war damals schon sehr fern von jeglicher Realität.
Die erste Veranstaltungsreihe, für die ich mich wirklich interessierte, nannte sich dann irgendwann „SWEMMK“ – Softwareentwicklung und Mensch-Maschine-Kommunikation. Vor allem der zweite Teil war etwas für mich: Schon damals habe ich eine Menge Zeit damit verbracht, an meiner „Homepage“ [sic!] zu arbeiten und Themen wie Benutzerfreundlichkeit und so weiter passten da gut dazu.
Vor allem die Mathe-Veranstaltungen haben mich eine Menge Mühe gekostet. Schon in der Schule war ich hier keine besondere Leuchte. Das Lernen des Stoffs in diesem Fächern hat mich viel Mühe gekostet und das Bestehen der Klausuren war mehr als einmal knapp.

Im Hauptstudium wurde es dann ein wenig besser: Das Verhältnis zwischen Professoren und Studenten wurde noch ein wenig angenehmer, die Arbeitsgruppen kleiner, der Stoff wieder etwas interessanter und so machte es auch für einige Semester wieder mehr Spaß zu studieren. Leider hat dieser Effekt gegen Ende des Studiums doch wieder ein wenig abgeflaut.

Nun ist es noch eine Woche bis zu meiner letzten Klausur und es hat sich in den vergangenen 11 Semestern eine Sache nicht geändert. Trotz unzähliger Klausuren ist meine Lernmotivation wieder einmal erschreckend gering. Zwar komme ich voran, doch eigentlich sollte ich das inzwischen besser drauf haben. Die kommenden sechs Tage heißt es für mich: Auf den Arsch setzen und lernen! Aus Erfahrung weiß ich, dass mit dem Kapieren des Stoffes auch der Spaß am Lernen kommt. Bis dahin vergehen sicherlich aber noch ein paar Stunden.

Wie schon erwähnt werde ich dann zum 1. Februar meine Stelle bei meinem neuen Arbeitgeber antreten. „Webentwickler“ ist dann aus mir geworden und wenn ich in einem guten halben Jahr meine Diplomarbeit hinter mir habe, auch ein „Diplom-Informatiker (FH)“. Ich freue mich sehr auf meine neue Arbeit. Mein Aufgabenbereich umfasst das Feld welches ich beherrsche und vor allem gerne beackere. Unterfordert werde ich sicherlich auch nicht sein – prima!
Auch ist es sicherlich gut für mich mit meinem Umzug nach Bonn einen weiteren Schritt in Richtung Selbstständigkeit zu machen und somit auch aus dem (mich in den letzten Jahren immer stärker anödenden) Idar-Oberstein herauszukommen.

An Berichten über alles was geschieht wird es sicherlich nicht mangeln. Man darf gespannt sein!

Lang ist’s her…

Heute beim Bildersuchen gefunden: Ein Bild von der Bundesfahrt 2000, die uns seinerzeit nach Polen führte. Auf dem Bild sieht man neben dem Herrn Mechaniker (rechts) und mir (links) auch noch den Genge in der Mitte durchgucken. Wenn ich mich nicht recht täusche, war das auf der ehemaligen Bahnstrecke zur Wolfsschanze. Dort hatten wir eine recht unheimliche Nacht hinter uns gebracht…

Polen Bahnstrecke Bundesfahrt

Reise-Notiz

Merke: Immer nur mit so viel Gepäck reisen, wie man selbst bequem tragen kann. Alles andere macht nur Stress, wenn man dann doch mal in den Schienenersatzverkehr gerät.