Archiv für Monat: Juni 2009

Hurricane!

Da war ich doch wieder mal ein wenig auf einem Festival. Dieses Mal: Das Hurricane. Schnell mal zwei Tage Urlaub verbraten und eine Menge Spaß haben stand auf dem Programm. Ich wurde nicht enttäuscht.

Wie immer, wenn es viel zu berichten gibt, hier mal ein paar Stichworte zu den vergangenen vier Tagen.

  • Wenn dieser Routenplaner von Google Maps was von dreieinhalb Stunden sagt, sollte man ruhig fünf einplanen.
  • Der Parkplatz den man sich raussucht ist immer am weitesten vom eigentlichen Zeltplatz entfernt.
  • Mit einer Penis-Wasserpistole findet man dauernd und überall neue Freunde. Der Sicherheitsdienst fragt sich aber vermutlich immer noch, ob man das „Ding“ als Waffe einordnen kann.
  • Gedränge ist ja so gar nicht meins.
  • Mit dem Wetter kann man schon zufrieden gewesen sein. Wirklich schlimm war es nie. Also so was den Regen angeht.
  • Ich werde nie wieder Dosenfutter von Aldi essen. Nie mehr!
  • Moby hat das (in meinen Augen) genialste Konzert des Festivals abgeliefert.
  • Ein paar Tage lang annähernd völlige Anarchie zu erleben ist schon toll, irgendwann reicht es dann aber auch.
  • Statt ins Bett doch nochmal abspacken gehen ist manchmal die bessere Entscheidung.
  • Katy Perry hat mich live eher enttäuscht.
  • Das Coca-Cola-Soundirgendwas-Zelt war zu klein. Und eher so nicht belüftet.
  • Headliner müssen nicht immer wirklich Headliner sein. Also so im persönlichen Empfinden.
  • Ich komme mit bemerkenswert wenig Schlaf aus.
  • Mit drei Leuten Kupplungsversuche am frühen Morgen zu starten ist manchmal eher kontraproduktiv.
  • Die Kapelle namens „Wombats“ kannte ich schon vorher, jetzt habe ich mir auch das passende Album gekauft.
  • Mein iTelefon braucht eine bessere Kamera. Oder ich ein neues iTelefon. Die Twitpics sind größtenteils jedenfalls Müll.
  • Diese Plastikzelte gehen ja nach wie vor gar nicht.
  • Ich muss mich erst wieder daran gewöhnen, nicht ständig und überall rumzuhüpfen oder einfach alles unter mich fallen zu lassen.
  • Ich habe direkt aufeinanderfolgend zwei Bands kennengelernt die ich mal genauer hören mag.
  • Meine Wanderschuhe sind super für Festivals geeignet. Leider sind sie noch nicht richtig eingelaufen.
  • Richtig schön Farbe hab ich bekommen!

I am sailing

Schon wieder ist da war nachzutragen. Es ist schon ein paar Wochen her, da war ich mal segeln. Das erste Mal in meinem Leben. Ich war vorher ein wenig aufgeregt.

sailing

Von Mittwochabend bis Sonntagabend habe ich mich dabei mit einer Gruppe netter Menschen auf dem Ijsselmeer aufgehalten. Da wir tolles Segelwetter hatten, also viel Sonne und meistens ausreichend Wind, habe ich auch ein wenig Farbe bekommen. Im wesentlichen bestand der Tagesablauf aus segeln, schlafen, essen und fotografieren. Hin und wieder musste auch ein wenig angepackt werden, wenn eine Wende oder ähnliches anstand, aber kaputtgeschafft hat sich keiner. Ich habe kaum etwas entspannenderes bisher erlebt.
Meine Befürchtungen, dass ich seekrank werden könnte, haben sich auch nicht bestätigt. Auch den Ausflug auf die Nordsee habe ich diesbezüglich unbeschadet überstanden. Obwohl es doch das ein oder andere mal ordentlich geschaukelt hat, hatte ich keine Probleme.

Besonders zu meiner Entspannung beigetragen hat wohl die Tatsache, dass ich einfach auch mal nicht erreichbar war. Über vier Tage hatte ich das Telefon aus und habe somit wunderbar meine Ruhe gehabt. Keine Anrufe, SMS und Emails die ich hätte beantworten oder bearbeiten müssen, einfach nur mal „unterwegs sein“. Ein Traum.

stadtbeinacht

Abends wurde natürlich immer an einem anderen Hafen angelegt, das obligatorische Anlegebier getrunken und lecker gegessen. Die ein oder andere Exkursion in eine der Hafenstädte stand dann auch an. Beeindruckend fand ich, wie müde man doch nach einem Tag an der frischen Luft doch ist. Ich habe bestens und durchgehend geschlafen, das erste Mal seit langem.

Auch wenn der Platz auf einem Boot doch relativ begrenzt ist, gab es auch eine Menge zu fotografieren. Fast 700 Bilder habe ich in den vier Tagen geschossen, die auch noch lange nicht alle sortiert sind. Zwei besondere Perlen habe ich in diesen Eintrag auch eingebunden. Insgesamt war dieser Ausflug ein wirklich tolles Erlebnis, das ich gerne in naher Zukunft wiederholen möchte.

AC/DC

Dann war da ja noch was nachzutragen: An sich direkt im Anschluß ((Also eigentlich zwei Tage später)) an das Metallica-Konzert, stand dann auch noch ein Besuch bei einer kleinen, noch recht jungen australischen Kapelle namens AC/DC an.

Am Dienstag ging es so für mich nach der Arbeit wieder nach Köln, um im dortigen Rheinenergie-Stadion ein weiteres „muss man mal gesehen haben“-Konzert zu besuchen. Einige andere Leute hatten anscheinend die gleiche Idee, in der Bahn war es auch schon direkt richtig voll. An der Aufschrift der meisten T-Shirts konnte man auch das Fahrtziel erkennen.
Am Stadion angekommen traf ich mich mit Herrn Schnuub, der sich ebenfalls für junge, aufstrebende Bands interessiert. Nachdem wir uns gepflegt verpflegt hatten, ging es dann auch bald in den Innenraum, wo schon eine Vorband für Unterhaltung sorgte.

Da Stadiondächer eher selten anzutreffen sind, ärgerte ich mich schon ein wenig über die aufziehenden Regenwolken. Aber auch das gehört wohl zum Rock’n’Roll dazu. Sehr pünktlich um 21 Uhr legte dann AC/DC los. Im Direktvergleich zu Metallica fiel auf, dass hier noch viel mehr Wert auf eine Bühnenshow gelegt wurde. So bestand das Intro des Konzertes aus einer recht langen Animation, die auf einer riesigen Leinwand über der Bühne abgespielt wurde. Anschließend stand dann eine riesige Lok auf der Bühne. Später gesellte sich noch eine noch größere aufblasbare Frau in knapper Bekleidung dazu. Auch das recht lange Solo von Herrn Young wurde entsprechend aufwendig durch Effekte unterstützt.

Die Titelauswahl der Band war sehr gut. Auch wenn es ein neues Album zu spielen gab, waren alle Klassiker dabei die ich so hören wollte. Diesbezüglich war der Abend sehr gelungen. Außerdem war sehr interessant zu sehen, wie sich Menschen allen Alters zu einem solchen Konzert treffen. Als ich dann später sah, wie der gelfrisierte Polohemd-Jurastudent mit dem Jeansjacken-Altrocker einen Luftgitarrencontest bestritt, wunderte ich mich schon nicht mehr richtig.

Insgesamt ein echtes Erlebnis mit viel guter Musik und einer tollen Atmosphäre im Stadion. So soll das sein!