Archiv für Monat: Februar 2014

Eine Webseite für Elena

Eigentlich bin ich ja immer ganz froh, wenn ich Feierabend habe und nicht unbedingt noch etwas in dieses Internet hineinbauen muss. Letztens fand ich dann aber eine nette Mail von Elena in meinem Postfach vor, in der sie mir sehr genau und realistisch ihre Vorstellung und den schon ausgearbeiteten Entwurf einer eigenen Webseite beschrieb. Das klang nach nicht all zu viel Arbeit und so zögerte ich nicht lange und versprach, das einfach mal umzusetzen.

Elenas Webseite

Ganz nebenbei war dass dann auch ein willkommener Anlass, mal meine neue Vagrant-Box auszuprobieren. Und so legte ich los. Am Ende ging das dann auch wirklich schnell, wir schrieben ein paar Mails hin und her und schon stand die Seite – mitsamt SVG-Logos, einem hübschen kleinen Favicon und ein bisschen Anpassung an mobile Geräte. Das hat Spaß gemacht und ein bisschen Feintuning an der Vagrant-Box hat es auch gebracht.

Anzuschauen gibt es das Ergebnis unter elena-braun.de.

Twisit Florence: TweetUp in der Bundeskunsthalle

Vergangene Woche war ich auf einem TweetUp. Da kommen Menschen an einem Ort zusammen, unternehmen etwas gemeinsam und schreiben dazu etwas ins Internet. So weit, so gut.

Das TweetUp, dass von der Max-Weber-Stiftung zusammen mit openmuseum.de im Rahmen der Reihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ ausgerichtet wurde, fand in der Bundeskunsthalle statt. Im Foyer fanden sich etwa angemeldete 20 Menschen zusammen, die alle mit Namensschildern und einem „Presse“-Schild ausgestattet wurden. So war uns auch erlaubt, in der Ausstellung zu fotografieren.

Gemeinsam schauten wir uns eine Ausstellung zum Thema „Florenz!“ an. Geführt wurden wir dabei von zwei sehr kompetenten Angestellten des Museums, die uns zu den Exponaten sehr ausführlich und interessant Dinge erzählten. So eine Marmorbüste ist gar nicht so langweilig, wenn man jemanden dabei hat, der einem dazu etwas schlaues sagen kann. Ich erinnere mich noch gut, dass ich meinen letzten Besuch in der Bundeskunsthalle etwas unspannend fand – es ist doch etwas anderes, sich ein Schild neben einem Bild durchzulesen, als anschaulich etwas erklärt zu bekommen.
Ich fühlte mich dabei aber dann doch recht schnell irgendwie überfordert. Zuhören, auf dem Telefon gucken, was andere Menschen so schreiben, selbst was tippen und dann vielleicht auch noch mit einem der Umstehenden kommunizieren? Schwierig!

Nach einer guten Stunde war die Führungszeit dann auch schon um. Direkt im Anschluss fand eine überraschend gut besuchte Podiumsdiskussion im Forum der Bundeskunsthalle zum Thema „Wer macht die Kunst? Künstler, Märkte und Mäzene von den Medici bis heute“ statt. Mir fehlt da ein wenig das Verständnis – ich dachte ja immer, dass man sich Dinge kauft, weil man sie schön findet. Leider konnte ich nicht bis zum Ende bleiben und so entging mir auch der Umtrunk am Ende.

Mein Fazit: Ich fand die Führung sehr interessant. Die anschließende Diskussion dann eher weniger. An der Stelle hätte ich mir dann eher direkt ein kleines Beisammensein gewünscht, damit man mit den anderen Teilnehmenden der Veranstaltung ins Gespräch kommen kann.

Was ich von einem „TweetUp“ an sich halten soll, weiß ich auch noch nicht so genau. Gemeinsam etwas unternehmen? Gerne! Gemeinsam mit anderen Internetmenschen etwas unternehmen? Auch gerne! Ob man sich dabei aber dauernd selbst als „ein bisschen nerdy“ bezeichnen und fast ausschließlich auf einen kleinen Bildschirm gucken muss? Ich weiß ja nicht. Vielleicht ist es für mich aber auch schon zu normal, alles was ich tue online auch breit zu treten.
Wie gut das Live-Twittern einer Führung finden soll, bin ich mir noch unsicher. 140 Zeichen sind ein bisschen wenig, um wirklich Inhalte zu transportieren – und so besonders gut kann man nun wirklich nicht aufpassen, während man dabei auch noch am Telefon rumtippt. Wäre es nicht viel cooler, wenn man statt dessen gut aufpasst, ein paar schöne Bilder macht und dann am Ende einen schönen Blogbeitrag schreibt oder ein paar zusammenfassende Tweets schreibt?

Als Werbeaktion für die Bundeskunsthalle fand ich die Aktion auf jeden Fall gut. Ich würde auf jeden Fall gerne wieder mitmachen, gerne aber auch mal über die Konzeption eines TweetUp zu diskutieren.