Archiv für Monat: Mai 2015

Sóley

„Jeden Monat ein Konzert!“ hatte ich mir vorgenommen. Und dann verstrich der Mai irgendwie. Gut, dass Fräulein Anna über das Konzert der Isländerin Sóley im Gebäude 9 stolperte. Schnell waren die Karten gekauft und ein Auto geflinkstert.

Sóley

Pünktlich standen wir dann im Gebäude 9, wo es ohne Vorband direkt losging. Ich war gespannt – die Künstlerin kannte ich nur von den paar Titeln, die ich mir kurz bei Spotify angehört hatte. Am Anfang fand ich es dann leider ein bisschen lahm – das mag zum einen an meiner Müdigkeit, der stickigen Luft in der Halle, aber auch an den recht langsamen Liedern gelegen haben.

Irgendwann wirkte dann meine Cola, die Lieder wurden ein bisschen flotter. Die Sängerin unterhielt mit ein paar Geschichten. Unterstützt wurde sie dabei von zwei weiteren Musikern. Der zweite Teil des Konzerts war richtig prima – und fast ein bisschen zu schnell vorbei. Zwei Alben gibt es, die auf jeden Fall sehr hörenswert sind. Dies war schon das zweite Konzert einer isländischen Künstlerin dieses Jahr. Ich freue mich immer mehr auf unseren Urlaub dort.

„Jeden Monat mindestens ein Konzert!” habe ich mir dieser Tage für dieses Jahr vorgenommen. Im Januar war ich bei Stars und Children. Im Februar waren Hundreds, im März Team Me und im April Lay Low dran. Dies war der Mai-Termin.

Bonn – Königswinter – Bonn: Hashtag Sonntagsausflug

Ein Ausflug! Am Sonntag ist der richtige Zeitpunkt dafür. Da unsere letzte Schiffstour schon eine Weile her ist, sollte das auch irgendwie eine Rolle spielen. Und schnell stand der Plan fest: Mit dem Schiff nach Königswinter, zu Fuß zurück! So fanden wir uns dann gegen Mittag am alten Zoll wieder. Dort fahren zum Beispiel die Schiffe der Bonner Personen Schifffahrt ab.

Direkt zu Beginn habe ich kurz Bedenken, ob wir das Schiff jemals erreichen würden. Die Menschen vor uns in der Schlange sagen nämlich Dinge wie: „Ich bin ADAC-Mitglied, früher bekam man da Rabatt!“ – „Kann ich damit auch zum Drachenfels? Ich will aber zum Drachenfels!“ – „Natürlich zwei Senioren! Das habe ich doch am Anfang gesagt.“ Am Ende drückt man uns dann zum Preis von 9 Euro pro Person eine Fahrkarte in die Hand und wir besteigen das Schiff pünktlich zur Abfahrt.

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Nach Königswinter braucht es mit dem Schiff eine knappe Stunde. Unterwegs hält das Schiff noch an ein paar Stellen zu beiden Seiten des Rheins – unter anderem auch ganz nahe an der Firma, direkt vor dem Kameha Grand. Während der Fahrt wird man von einem, leider ein wenig gelangweilt klingenden, Tonband über diverse Sehenswürdigkeiten informiert. Die kenne ich aber alle schon. Da belausche ich lieber ein wenig die schnöseligen Österreicher, die neben uns sitzen. Die Sicht auf die vielen Villen am Rhein ist ziemlich großartig.

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Am Ziel angekommen stolpern wir direkt in eine Gruppe Rentner – und kommen nicht mehr so richtig wieder heraus. Ganz schön trubelig, der kleine Ort. Deshalb wird nur schnell eine Flasche Wasser gekauft und schon sind wir auf dem Weg in Richtung Bonn. Zu Beginn teilt man sich den Weg noch eine Weile mit Radfahrern. Das ist ein bisschen anstrengend, aber schon bald trennen sich die Wege und man kann in Ruhe spazieren.

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Der Weg ist die ganze Zeit über sehr ordentlich und man wandert fast immer im Schatten von Bäumen. Nachdem wir aus Königswinter raus gelaufen sind, wird es auch ein wenig ruhiger. Es sind nicht mehr so viele Leute unterwegs. Auf etwa halber Strecke kommt man am Bonner Bogen vorbei. Strandbar, Rohmühle, das Kameha Grand und die L’Osteria bieten die Möglichkeit zur Einkehr. Vor der Almhütte des Kameha-Hotels ist immer was los. Als wir letztes Mal dort vorbei spazierten, fand eine sonntägliche Aprés-Ski-Party statt. Dieses Mal hat ein Alleinunterhalter das Publikum als Geisel genommen.

Wir laufen lieber ein paar Meter weiter und machen kurz vor der Südbrücke eine Pause auf einer Bank. Das Wetter spielt heute wirklich mit. Zwar ging ich noch mit langen Ärmeln aus dem Haus – inzwischen würde es auch eine kurze Hose tun. Auf zur letzten Etappe!

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Eines muss man Beuel lassen: Am Rheinufer entlang ist es schon ziemlich schön. Schnellen Schrittes stapfen wir auf die Kennedy-Brücke zu. Kurz vorher sehen wir wie die Rheinnixe, die kleine Personenfähre, übersetzt. Ich bin direkt begeistert, da ich noch nie mit ihr gefahren bin und wir legen noch einen Zahn zu, um das Schiff zu erreichen. 1,10 Euro kostet die kurze Überfahrt. Während wir ruhig über den Rhein schaukeln, schlafe ich kurz ein. Scheinbar ist das doch alles ein bisschen anstrengend für mich älteren Herrn.

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Am Ende waren wir gute etwa fünf Stunden aus dem Haus. Eine schöne Tour. Und ganz nebenbei weiß ich jetzt auch, wie lange ich von der Arbeit zu Fuß nach Hause brauchen werde. Das habe ich mir nämlich vorgenommen.

Beyond Tellerrand

Gerade so, als wäre eine Konferenz noch nicht genug: Nach meinem Besuch auf der re:publica ging es diese Woche gleich weiter. Die Beyond Tellerrand in Düsseldorf stand auf dem Programm. Ich war gespannt, denn mein letzter Besuch ist schon wieder eine Weile her gewesen. Wie praktisch, dass Düsseldorf jetzt nicht so weit weg ist und man da einfach mal morgens hinfahren kann.

Am Ende hat es sich dann gelohnt. Zwar gab es „technisch“ für mich nicht viel Neues. So hatte ich zum Beispiel Sara Soueidan schon letztes Jahr auf der fronteers gesehen und auch große Teile des Vortrags von Scott Jehl kannte ich, dank seines großartigen Artikels More Weight Doesn’t Mean More Wait schon. Aber! Die Talks waren durch die Bank alle sehr hochwertig, gut verständlich und wirklich gut gehalten. Gerade so kurz nach meinem re:publica-Besuch ist mir das besonders aufgefallen. Das Publikum an sich war etwa Hälfte/Hälfte mit Entwicklern und Designern gefüllt. Und dementsprechend auch das Programm. Es hat Spaß gemacht, über den Tellerrand zu blicken und zu sehen wie andere Arbeiten.

Beyond Tellerrand

Am ersten Tag, das muss auch gesagt werden, hat mir der Veranstaltungsort leider nicht so zugesagt. Recht eng aneinander saß man da in den hinteren Reihen und merkte, wie sich die Halle immer mehr aufheizte. Nicht sehr bequem. Am zweiten Tag waren wir ein bisschen schlauer und sicherten uns direkt einen der kleinen Tische, die sich ebenfalls im Raum befanden. Dort saß man dann deutlich bequemer. Das ist gemerkt und wird wieder so gehandhabt. Ich komme bestimmt mal wieder.

re:publica – Finding Europe

Gleisdreieck. #rp15
#travellingschneyman #aufgehtsabgehts #bonnberlin #einestundespäter
Netflix CEO Reed Hastings erzählt einen Schwank aus seiner Jugend. #rp15

Nach meinem ersten Besuch auf der re:publica sind dann doch irgendwie sechs Jahre vergangen, bis ich wieder hingefahren bin. Rückblickend betrachtet ist das vielleicht ein ganz guter Turnus. Das war schon ein bisschen anstrengend sich den richtigen Vortrag rauszusuchen, wenn man bis zu 15 Tracks zur Auswahl hat. Und vielleicht hatte ich dann auch ein bisschen Pech mit meiner Auswahl. Manchmal steht und fällt der Vortrag dann auch mit dem oder der Vortragenden. Und so wird dann aus einem interessanten Titel doch ein sehr oberflächiger Talk, der einem keine neuen Einblicke in ein Themengebiet bringt. Oder es geht um YouTube. Das kann ich ja nicht ernst nehmen.

Zum Glück habe ich dann am Ende doch noch ein paar recht unterhaltsame Sessions gefunden. Die über Hoaxe ist mir positiv in Erinnerung geblieben. Oder auch das abendliche Bingo. Witzig! Auch die Vorstellung der Chefkoch-Community meiner Kollegen Karin und Andreas fand ich prima – ich bin gespannt, was sie noch an Feedback eingesammelt haben.
Eher nachdenklich gemacht hat mich der Talk über Depressionen und das Internet. Und ganz nebenbei habe ich mich auch sehr nett unterhalten – mit Sascha zum Beispiel. Danke!

Auf der Bühne: Alexander Gerst, Raumfahrer. Super spannend! #rp15 #astronaut #bühne #berlin #republica #spaceman #iss #weltraum #space #weltraum #vortrag #bilder #mega
Hallo Vogelkäfigrestaurant! #Berlin #Transit #restaurant #nomnomnom
Bling-Bling-Feuerwehr

Am Ende haben mich dann die Sessions mit den ESA-Menschen am meisten begeistert. Auch wenn es natürlich sehr einfach ist, mit dem Weltall zu überzeugen. Dennoch: Es war sehr spannend zuzuhören, wie PR-Menschen und Techniker zusammen arbeiteten, um die Geschehnisse rund um Rosetta und Philae der Öffentlichkeit verständlich zu präsentieren. Und dann natürlich Alexander Gerst, der auf sehr sympathische Art und mit tollen Bildern von seiner Arbeit auf der ISS erzählte. Wirklich toll. Da fällt es einem schwer, irgend etwas anderes noch wirklich cool zu finden.

Jetzt erst mal ein Döner. #Berlin #Döner #Mahlzeit #nomnomnom

Das

Mit den Bros zu chillen hat natürlich wieder immensen Spaß gemacht. Gut gegessen wurde natürlich auch wieder. Da bin ich ja nur noch halb so enttäuscht, dass aus meinem fest eingeplanten Selfie mit Herrn Tutorial nichts wurde. Vielleicht habe ich auch deswegen Europa nicht gefunden. Von Berlin habe ich wieder nicht so viel gesehen, wie ich das wollte. Nächstes Mal!

Ein Umzug und das drumherum

Werde gelobt. #derchefkochziehtum

Nicht nur die letzten zwei Wochen, aber da besonders, hat mich der Umzug meiner Firma beschäftigt. Aufregend ist das! Und auch sehr anstrengend für die Kollegen die das planen und machen. Ich musste eigentlich nur meinen Kram packen und aufgeregt sein. Vorbildlichst habe ich meine sieben Sachen beschriftet.

Außerdem bin ich dann noch eine Sache erledigt, von der ich eine ganze Weile geredet habe: Einmal von der Firma aus nach Hause gehen. Entstanden ist der Plan in einer der ersten Wochen in Lannesdorf, umgesetzt wurde er dann in der vorletzten. Bei tollem Wetter wanderten ein Duzent Kollegen bis zum Alten Zoll.

Gerade so. BÄM!

Das Highlight dann dieses Wochenende: Pünktlich zum diesjährigen „Rhein in Flammen“ sind die neuen Räume bezogen und von der Dachterrasse aus hat man einen tollen Blick auf das Feuerwerk. Der nebenbei auch noch gesund ist – in meinem Alter schaut man ja auch nicht mehr so lange starr nach oben. Da ist eine erhöhte Position schon nicht schlecht.