Archiv für Monat: September 2015

Marcus Wiebusch — „Konfetti“ im Zakk

Donnerstag Abend. Andere Leute sitzen nach einem anstrengenden Arbeitstag auf dem Sofa. Fräulein Anna und ich trotzen der Müdigkeit und lassen uns nach Düsseldorf mitnehmen. Praktisch, wie wir direkt vor dem Zakk abgesetzt werden. Dort spielt nämlich heute Marcus Wiebusch, es soll unser drittes Konzert mit ihm werden. Und gleichzeitig das Letzte.

Die Vorband haben wir leider komplett verpasst. Schade! Mit einer Cola in der Hand geht es um 21 Uhr pünktlich los: Marcus Wiebusch und Band betreten die Bühne. Heute soll jede Ansage, die die Musiker schon einmal von ihm gehört haben, zehn Euro kosten. Dabei hatte ich mich schon fast ein bisschen auf „… und das geht so!“ gefreut. Aber egal, die erste Ansage reißt alles raus: „Das ist mein vorletztes Konzert als Marcus Wiebusch, bald geht es mit meiner alten Band weiter. Kettcar.“

Marcus Wiebusch -

Und dann geht es los, wir sind gut gelaunt. Der Rest des, überwiegend aus Menschen jenseits der 30 bestehenden, Publikums ist auch gut drauf. Es folgen etwa 80 Minuten Konzert, natürlich im Wesentlichen mit Titeln vom Album „Konfetti“. Außerdem natürlich „Balkon gegenüber“, „Lattenmessen“ und „Deiche“ von Kettcar und ein Titel von … But Alive, dessen Namen ich mir nicht merkte. Vielleicht hatte ich am Ende ein kleines bisschen Halsschmerzen vom vielen Mitsingen.

Zum Schluß bin ich dann schon ein bisschen traurig wegen des Abschieds, die Vorfreude auf neues Material meiner Lieblingsband lässt das aber verschmerzen.

Aber dann waren wir ja noch in Düsseldorf. Und wollten nach Bonn. Es hätte mich überrascht, wenn das reibungslos geklappt hätte. Den Bahnhof haben wir direkt gefunden, die Deutsche Bahn lässt uns dann aber leider wieder im Stich. Da der von uns angepeilte IC gute dreißig Minuten Verspätung haben sollte, springen wir in den nächsten Zug, der nur nach Köln fährt – wo uns die Mitterheinbahn dann leider vor der Nase wegfährt. Am Ende ist es dann doch der ursprünglich angepeilte Zug, der uns im Bonner Hauptbahnhof abliefert.

„Jeden Monat mindestens ein Konzert!” habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen. Im Januar war ich bei Stars und Children. Im Februar waren Hundreds, im März Team Me, im April Lay Low und im Mai Sóley dran. Nach einer kleinen Sommerpause war dies der September-Termin.

Unterwegs in Island, Tag 13: Landnahme-Museum, Hvalfjarðargöng, Þingvellir, Geysir und Strokkur

Bei strahlendem Sonnenschein stehen wir heute auf. Da mich der Zustand der Dusche nicht richtig anspricht, steht eine ordentliche Wäsche am großen Freiluft-Waschbecken an. Da ist es schon sehr vorteilhaft, so gutes Wetter zu haben. Ich genieße den Sonnenschein und bin fast ein bisschen ärgerlich, dass es den Rest der Zeit nicht so war.

Landnahme-Museum in Borgarbyggð

Unser erstes Ziel ist das Landnahme-Museum in unserem Übernachtungsort. Gut, dass wir dort noch hin sind, wegen des schönen Wetters hatten wir schon überlegt, heute nicht unbedingt drinnen was zu machen. Mit einem Audioguide ausgestattet laufen wir die 14 Stationen der Ausstellung ab. Wir stehen selbst im Bug eines Wikingerschiffes bei Seegang und lassen uns die Geschichten rund um die Besiedlung Islands erzählen. Zu kleinen Videofilmen und anhand von Landkarten können wir sehen, wo die Menschen damals siedelten und welche Strapazen sie dabei auf sich nahmen.

Im Museum ist es leider verboten zu fotografieren. Dafür machen wir dann noch einen kleinen Abstecher zu einem Monument auf einer kleinen Anhöhe hinter dem Museum.

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Hvalfjarðargöng

Dann geht es weiter, immer Richtung Reykjavík. 73 Kilometer sind es jetzt nur noch. Kurz vor der Stadt, wir sehen sie schon am Horizont, fahren wir durch das Meer. Hvalfjarðargöng heißt der Straßentunnel, durch den die Ringstraße uns führt. Nachdem wir etwa 10 Euro Maut gezahlt haben, dürfen wir einfahren. Der fast 6 Kilometer lange Tunnel führt unter dem Fjord Hvalfjörður durch und geht dabei bis zu 165 Meter in die Tiefe. Ich finde es nicht nur ein bisschen beklemmend, durch den Tunnel zu fahren und bin sehr froh, als wir wieder ans Tageslicht kommen.

Þingvellir

Dann biegen wir ab, rein in den Nationalpark Þingvellir. Man bemerkt die Nähe zur Hauptstadt, denn ab jetzt fahren wir Kolonne mit anderen Mietwagen, Wohnmobilen und Campervans. Die Strecke zum Nationalpark zieht sich gefühlt ein bisschen. Unser erster Halt ist bei einem Aussichtspunkt am Rand der Straße. Hier hat man einen schönen Überblick über den See, Highlight ist aber eigentlich ein großes Feld mit vielen kleinen Steinfiguren. Woher die kommen, können wir nicht herausfinden, es macht aber großen Spaß zwischen ihnen hindurchzulaufen und zu bewundern, wie ordentlich und stabil die Steine gestapelt sind.

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Wir kommen am ersten Besuchercenter an. Der Nationalpark ist Teil des sogenannten „Golden Circle“, einer Rundtour von etwa Tageslänge, bei der man einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands abfahren kann. Hier ist schon richtig was los: Busse kommen an und fahren weg, sowohl große Reisebusse, als auch eher skurrile Exemplare, wie etwa die höher gelegten Mercedes Sprinter mit den Ballonreifen.

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Der Park selbst ist dann vor allem eins: Ganz hübsche Landschaft mit einigen Bäumen und einem Fluß. Als erstes werfen wir von einer Aussichtsplattform aus einen groben Blick über die Gegend. Sowohl die geologische Entstehungsgeschichte der Gegend, als auch ihre Historie sind ziemlich interessant. Wir befinden uns hier in einer Grabenbruchzone, an der die amerikanische und europäische Kontinentalplatte auseinderdriften. Dadurch ist hier im Laufe der Jahrtausende auch ein etwa 40 Meter tiefer Graben entstanden. Nicht nur, dass es sich schon dadurch ein bisschen komisch anfühlt, hier spazieren zu gehen: An dieser Stelle fanden auch vor über tausend Jahren alljährliche Volksversammlungen mit Vertretern aus allen Ecken des Landes, die sogenannten „Þing“ (oder auch „Thing“) statt.

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Hier fällt mir direkt ein großer Unterschied zwischen den verschiedenen Touristengruppen auf: Trafen wir bisher auf unserer Rundreise meistens auf eher entspannte Gruppen, so laufen wir hier zwischen Busladungen voller Amerikaflaggen-Halstuch tragenden Rollator-Omas durch und werden am Aussichtspunkt von dickbäuchigen Engländern weggedrängt. Schade.

Alles in allem ein schöner Park, der heute leider nicht mehr so spektakulär ist. Wir machen einen kleinen Spaziergang und brechen dann wieder auf.

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Geysir und Strokkur

Nachdem wir ein ziemlich fieses Stück Schottenpiste gefahren sind, kommen wir bei Geysir an. Hier gibt es auch wieder ein großes Besucherzentrum und sogar ein Hotel. Wir nutzen dessen Parkplatz und gehen auf das Gelände rund um den Namensgeber aller Geysire dieser Welt. Geysir „Geysir“ werden wir allerdings gar nicht ausbrechen sehen, da er nur sehr unregelmäßig ausbricht. Ruhig liegt er wie ein kleiner dampfender Teich da. Witzig: In den 70er- und 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts hat man die Ausbrüche mit Hilfe von Schmierseife künstlich herbeigeführt.

Wir laufen durch das Gelände, wo an vielen Stellen heißes Wasser aus der bunt gefärbten Erde kommt, es liegt auch wieder ein schwefeliger Geruch in der Luft. Das kennen wir schon. Schließlich sehen wir eine größere Menge Menschen, die sich in einem großen Kreis aufgestellt hat. Als wir näher kommen, sehen wir auch warum: Mitten in dem Kreis bricht „Strokkur“ aus. Das verblüfft einen schon ein bisschen, wenn man nicht damit rechnet.

Wir gesellen uns zu den Menschen und erleben etwa alle fünf Minuten einen Ausbruch des Geysirs mit. Wenn der Geysir nicht gerade ausbricht, sieht er wie ein einfacher Teich aus, liegt fast ruhig da. Nur ganz kurz vor dem Ausbruch kräuselt sich das Wasser. Die Zeit verfliegt richtig, wir können gar nicht oft genug dieses abgefahrene Phänomen beobachten.

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Irgendwann reißen wir uns doch los und besuchen das nett aufgemachte Touristenzentrum. Da es schon später Nachmittag ist, sind gar nicht mehr so viele Leute da. Wir bekommen Espresso und Eis. Nach der kurzen Pause fahren wir vom Parkplatz des Besucherzentrums etwa einhundert Meter weiter und stehen schon direkt auf dem Campingplatz.

Dort können wir tatsächlich bei gutem Wetter noch eine Weile auf der Wiese sitzen und auch in aller Ruhe draußen kochen. Großartig! Auch wenn ich mich langsam ein wenig auf ein festes Dach über dem Kopf freue, bin ich gleichzeitig ein bisschen wehmütig. Es unser letzter Abend unterwegs.

Nach dem Abendessen spazieren wir noch einmal die paar Minuten bis zum Geysir. Außer uns sind nun noch etwa fünf andere Leute da, was Strokkur natürlich egal ist. Er macht weiterhin fleißig alle paar Minuten eine Fontäne für uns. Am Ende kaufen wir uns in den kleinen Supermarkt im Besucherzentrum kurz vor Schluß noch eine Limo und verbringen den Rest des Abends wie immer lesend.

Dieser Beitrag stammt aus der Reihe Unterwegs in Island.

Im Sommer 2015 sind Fräulein Anna und ich gemeinsam mit einem kleinen Wägelchen in Island unterwegs – einmal rund herum geht es. Bei Wind und Wetter erleben wir alle Facetten der Insel.

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Unterwegs in Island, Tag 12: Grábrók, Barnafoss und Borgarbyggð

Woher wohl die ganzen Kinder kommen? Es sieht ein bisschen nach einer Ferienfreizeit oder einem Wandertag aus. Während wir spät frühstücken, gibt es für die Kinder ein frühes Mittagessen. Gegen Gebratenes vom Grill können unsere Marmeladenbrote leider nicht viel ausrichten. Ich bin neidisch, wir brechen schnell auf.

Gemütlich geht es heute durch die Lande. Wir haben Zeit, das Wetter ist schön. Wir haben gute Laune. Fräulein Anna entdeckt eine alte Brücke mitten in der Landschaft neben der Straße. Aus unserem kurzen Stopp wird eine längere Foto-Session, ich nehme mir wieder ein wenig Zeit für ein paar Aufnahmen mit dem Graufilter. Der Bogen der alten Brücke, der Wasserfall im Hintergrund und der dazugehörige Wasserlauf sind sehr fotogen. So langsam bin ich gespannt, wie die am großen Bildschirm aussehen werden. Während ich fotografiere, knallt die Sonne richtiggehend auf mich ein, es wird sehr warm.

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Grábrók

Es wird immer wärmer, während wir weiter nach Süden fahren. Als wir das nächste Mal am Rand der Ringstraße anhalten, zeigt das Thermometer schon 19 Grad an. Wahnsinn! Der Aufstieg auf den Krater Grábrók ist in der prallen Sonne richtig schweißstreibend – T-Shirt-Wetter!

Der Krater ist ein stumpfer, schwarzer Kegel, zwar bei weitem nicht so groß wie Hverfjall bei Dimmu Borgir. Aber dennoch sind wir eine ganze Weile auf dem gut ausgebauten Weg unterwegs, bis wir ein Mal rum sind. Die Aussicht ist großartig. Es ist sehr viel Landschaft zu sehen und wir genießen das tolle Wetter.

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Barnafoss

Schließlich dann das geplante Sightseeing für heute: Die Barnafoss-Wasserfälle. Auf dem Weg dorthin wird es schon wieder ein bisschen kühler. Schade!
Die Wasserfälle sind zuerst einmal sehr unauffällig. Das ist für Island schon ein wenig ungewöhnlich. Erst als wir nach einem kleinen Mittagssnack vom Parkplatz aus einen Fußweg entlang laufen, bekommen wir eine tolle Aussicht über die nicht sehr hohen, aber dafür sehr breiten Wasserfälle.

Hier ist allerhand los. Während unseres Besuches sind gleich drei weitere Busgruppen unterwegs, am liebsten sind mir die betrunkenen Sportler, die wahllos Menschen ansprechen – in einer Sprache die ich zwar nicht erkenne, aber auf keinen Fall isländisch ist. Schnell weg!

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Borgarbyggð

Schönes Kontrastwetter: Durch starken Regen fahren wir weiter zum Zielort für heute. Nachdem wir über eine lange Brücke gefahren sind, springen wir am Ortsrand von Borgarbyggð schnell noch in den Bonus und fahren dann durch die kleine Stadt auf dem öffentlichen Campingplatz. Der ist nicht so besonders hübsch, obwohl er eigentlich ganz schön am Ufer der Bucht liegt.

Nachdem wir eine ganze Weile gelesen haben und auch das Abendessen hinter uns liegt, hört es doch auch wieder auf zu regnen und wir können noch eine kleine Runde spazieren gehen. Es kommt sogar die Sonne wieder ein bisschen heraus.

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Dieser Beitrag stammt aus der Reihe Unterwegs in Island.

Im Sommer 2015 sind Fräulein Anna und ich gemeinsam mit einem kleinen Wägelchen in Island unterwegs – einmal rund herum geht es. Bei Wind und Wetter erleben wir alle Facetten der Insel.

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Unterwegs in Island, Tag 11: Im Nebel, der Kolugljúfur-Wasserfall und das Robbenmuseum in Hvammstangi

Planung steht an: Die letzten Tage unserer Rundreise wollen zumindest grob vorgeplant sein. Den halben Morgen verbringen wir damit, verschiedene Strecken auf der Karte auszubaldowern und in den Reiseführern nachzulesen, was man noch so erleben kann. Außerdem ist es ganz unterhaltsam, der Familie gegenüber beim Aufbau ihres Vorzeltes am Wohnwagen zuzuschauen. Als wir nach einem späten Frühstück aufbrechen, haben wir zumindest einen groben Plan.

Wir verlassen Sauðárkrókur an seinem nördlichen Ende und nehmen einen kleinen Umweg über das Land in Kauf. Die Strecke hatte uns einer der Reiseführer empfohlen. Zu Beginn ist es leider sehr neblig, so dass wir von der versprochenen Landschaft nicht so viel mitbekommen. Wir nutzen die Gelegenheit und machen ein paar schicke Bilder bei kurzer Sicht. Später klart es dann zum Glück auch ein bisschen auf. Über die Nebenstraße 744 gelangen wir so auf die 74 und landen schließlich auch wieder auf der Ringstraße.

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Der Kolugljúfur-Wasserfall

Nachdem wir wieder ein gutes Stück auf der Ringstraße gefahren sind, biegen wir links auf eine schotterige Nebenstraße ab. Sie hat die Nummer 715 und soll uns zu einem schönen Wasserfall führen. Ja, von denen haben wir immer noch nicht genug.
Nachdem ich am liebsten schon zwei Mal umgekehrt wäre und wir an zwei Kreuzungen mehr oder weniger geraten haben, kommt uns ein Reisebus entgegen, was ja schon immer ein gutes Zeichen ist. Schon knappe 500 Meter weiter tut sich dann neben der Straße eine Schlucht auf, in die der Wasserfall stürzt. Auf dem kleinen Parkplatz stehen nur wenige Autos, es ist schön ruhig.

Über die kleine Schlucht spannt sich eine einspurige Brücke, auf der anderen Seite kann man dann auch ein bisschen runter krabbeln. Heute ist es trocken und vor allem nicht ganz so kalt, ich nehme mir das erst Mal die Zeit das 30er auf die Kamera zu schrauben und mit dem Graufilter einige Aufnahmen zu machen. Dabei werde ich nicht nur beinahe von einem Traktor überfahren, der die Brücke überquert, sondern vergesse auch ein kleines bisschen die Zeit. Als ich zum Auto zurück komme, hat Fräulein Anna schon das Mittagessen vorbereitet. Toll!

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Hvammstangi

Unser Tagesziel ist Hvammstangi. Nachdem wir den dortigen Campingplatz kurz angeschaut haben, fahren wir wieder zurück in die Stadt und besuchen das Robbenmuseum. Die Ecke hier ist nämlich bekannt dafür, dass man bei gutem Wetter viele Robben sehen kann. So gut ist unser Wetter nun gerade nicht und deshalb schauen wir uns das kleine, aber sehr liebevoll gemachte Museum an. Hier wird nicht nur für Erwachsene sehr schön einiges über Robben vermittelt. Man erfährt auf isländisch, englisch und deutsch einiges über die Tiere, ihre Fressgewohnheiten, ihren Lebensraum.

Im Supermarkt direkt nebenan stocken wir unsere Vorräte ein wenig auf und dann geht es wieder zurück zum Campingplatz.

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Der Platz besteht aus zwei große Wiesen neben der kleinen Dorfkirche und einem umzäunten Friedhof. Nachdem unser Auto ordentlich geparkt ist, schauen wir uns kurz nach einem Verwalter um. Den scheint es hier aber wieder nicht permanent zu geben und so kehren wir direkt in den Aufenthaltsraum ein. Heute soll es Nudeln mit Tomatensoße geben, ich freue mich schon eine ganze Weile darauf.

Als wir an die kleine Elektro-Kochstelle kochen, lernen wir „Mutti“ kennen. Sie ist alleine in einem VW-Bus unterwegs und nicht das erste Mal in Island. Während wir uns unterhalten, füllt sich der Raum langsam. Besonders süß finde ich die vier Rentner-Franzosen, die den Tisch mit sehr viel Liebe zum Detail decken. Da wird eine mitgebrachte Tischdecke ausgebreitet und alles ganz ordentlich eingedeckt, während nebenher noch eine Menge Essen vorbeireitet wird. Man will auch auf Reisen scheinbar auf nichts verzichten. Grand-père redet von Brigitte Bardot und summt Lieder vor sich hin.

Nach dem Abendessen bleiben wir einfach sitzen, gucken Leute, essen Chips. Als wir gegen 23 Uhr dann doch langsam ins Bett gehen wollen, kommt noch einmal richtig die tief stehende Sonne raus. Es ist taghell und es fühlt sich super-surreal an, dass man sich nun bettfein macht und in den Schlafsack kriecht.

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Dieser Beitrag stammt aus der Reihe Unterwegs in Island.

Im Sommer 2015 sind Fräulein Anna und ich gemeinsam mit einem kleinen Wägelchen in Island unterwegs – einmal rund herum geht es. Bei Wind und Wetter erleben wir alle Facetten der Insel.

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