Archiv für Monat: Februar 2016

Barcamp Bonn 2016

Johannes und Sascha organisieren zusammen mit Karin (nicht im Bild) das Barcamp.
Johannes und Sascha organisieren zusammen mit Karin (nicht im Bild) das Barcamp.

„Was ist eigentlich ein BarCamp, Martin? Wieder eins von diesen Internetdings?“ wurde ich letzte Woche gefragt, als ich davon erzählte, dass ich am Wochenende das BarCamp in Bonn besuchen würde. „Nein, eigentlich gar nicht. Hoffe ich.“ antwortete ich. Denn es war ja auch mein erster Besuch. Und ich hatte tatsächlich ein bisschen die Hoffnung, dass es nicht eines von diesen „Internetdings“ werden würde. Schauen wir mal!

Raute Analogwolke
Raute Analogwolke

Am Ende kann dann ja jeder anbieten, was er selbst so mag. Die Veranstalter legen den Rahmen fest und alles andere macht die Crowd. Die Community. Die Leute die da sind. Ich wollte das mal auf mich zukommen lassen. Nach der etwas merkwürdigen Vorstellungsrunde, in der alle etwa zweihundert Leute versuchten sich mit drei „Hashtags“ zu beschreiben, verblieb mir nur der #herrje. Aber wenn die kurzen, prägnanten Beschreibungen, die halt auch bei vielen einfach ganze, schnell dahin genuschelte, Sätze sind, nachdem sie sich vorher schon in drei nicht ganz so schnell gesprochenen Sätzen vorgestellt hatten, dann ist das ein klarer Fall von System nicht verstanden. Menschen!

Dann war eine zweite Runde angesagt, in der Menschen ihre Themen vorstellen konnten – und alle anderen ihr Interesse bekunden sollten. Schnell hatte ich einige sehr interessante Sachen ausgemacht, die dann aber leider fast alle irgendwie parallel stattfanden. Schade eigentlich, denn im Entscheiden bin ich ja nicht so besonders gut.

Ich ging dann zu den eher weniger „Internetdings“-Dingen und war mit meiner Wahl weitestgehend zufrieden. Ich lernte einiges über die Planung einer Panamericana-Reise über ein ganzes Jahr und lies mich von der Begeisterung für einen Hausboot-Urlaub anstecken. Vielleicht ist das Thema „Reisen“ und „Urlaub machen“ halt doch ein besseres als dieser ganze digitale Quatsch. In der letzten von mir besuchten Session ging es nämlich genau darum und ich bin nur nicht kopfschüttelnd nach einer Viertelstunde wieder gegangen, weil ich bis zur letzten Minute wirklich verstehen wollte, was man da eigentlich genau wollte. Außerdem sprach ich mit Menschen in einer Runde über Scrum und Kanban und fand es cool darüber auch mal außerhalb der Firma reden zu können.

Zwitschervögel
Zwitschervögel

Drumherum unterhielt ich mich auch mit einigen Leuten, es war schön, dass man einfach aufeinander zugehen konnte. Am Ende war das eine gute Veranstaltung. Ich hatte Spaß und komme gerne wieder. Vielleicht sogar mit einem eigenen analogen Thema.

Die Brücke – Staffel 3

Als ich darüber nachdachte, was ich über die dritte Staffel der dänisch-schwedischen Serie schreiben könnte, fiel mir ein, dass ich mindestens über die erste Staffel schon mal was geschrieben hatte. Die hatte ich damals ja ganz prima gefunden, über Staffel Nummer zwei schrieb ich nichts. Ob es Faulheit war, oder weil sie mir nicht so gefallen hatte (hat sie tatsächlich nicht) weiß ich nicht mehr.

Nun schauten Fräulein Anna und ich jedenfalls in den vergangenen Wochen mit viel Freude und Spannung die dritte Staffel. Polizistin Saga Norén ist wieder zurück. Und natürlich es gibt auch wieder eine Mordserie, die es bedingt dass sie mit einem dänischen Kollegen zusammen in ihrem schicken alten Porsche möglichst oft über die Öresundbrücke fährt. Menschen werden auf bizarre Art und Weise umgebracht und zur Schau gestellt. Es ist bis zur letzten Minute spannend, es gibt zahlreiche zwielichtige Gestalten und die Geschichte weiß mit der ein oder anderen überraschenden Wendung aufzuwarten. Eine klare Empfehlung!

Staffel 3 der Serie wird vom ZDF in fünf zweistündigen Folgen ausgestrahlt – leider erst ab 22 Uhr. Deshalb schauten wir die Folgen in der Mediathek auf dem Apple TV. Das war sogar schon vor dem Beginn der Ausstrahlung im TV möglich. Bis zur letzten Folge klappte das auch gut, dann passte das ZDF die Altersfreigabe an, die Folgen waren auch Online erst sehr spät sichtbar und wir mussten uns diese über Umwege anschauen.

Der Beethoven-Rundgang

Diese Statue trägt den kreativen Namen
Diese Statue trägt den kreativen Namen „Beethon“ und steht vor der Beethovenhalle.

Als letztens allerlei Menschen „10 Dinge die man in Bonn tun sollte“-Blogeinträge schrieben, war ich nicht faul und kopierte mir einige Dinge, die mir spannend erschienen, heraus. Dann hatte ich selbst auch noch eine kleine Liste, mit Dingen, die ich immer schon mal tun oder besuchen wollte. So entstand das, was man heutzutage wohl „Bucketlist“. Auch wenn ich keine Ahnung habe, was das mit einem Eimer zu tun hat.

Heute nahmen Fräulein Anna und ich uns dann mal den Beethoven-Rundgang vor – oder zumindest den innerstädtischen Teil, das Wetter war jetzt ja nicht so großartig. So grob konnten wir dem Faltblatt der Stadt entnehmen, wo die einzelnen Stationen des Rundgangs wohl liegen. Der Rest war eine ganz witzige Innenstadt-Schnitzeljagd. An jeder Station fanden wir eine Metall-Tafel vor, auf der ein kleines Stück von Beethovens Kindheit und Jugend erzählt wird. Der arme kleine Ludwig musste schon als 10-jähriger in der Morgenmesse um 6 Uhr die Orgel spielen. Armer Kerl!

Die Stationen am alten Friedhof, in Beuel und Bad Godesberg haben wir heute mal sausen lassen. Dazu war das Wetter nun wirklich zu doof. Zumindest das Grab der Mutter Ludwigs auf dem alten Friedhof werde ich mir auf jeden Fall mal noch anschauen und bei der Gelegenheit dort auch mal wieder ein paar Fotos machen. Apropos Fotos: Heute hatte ich durchgehend das 50mm f/1.8 STM auf der Kamera.

Fräulein Anna ist sehr am Beethovenhaus interessiert.
Fräulein Anna ist sehr am Beethovenhaus interessiert.
Eine Treppe. Es besteht vermutlich kein Zusammenhang mit einem bekannten Komponisten.
Eine Treppe. Es besteht vermutlich kein Zusammenhang mit einem bekannten Komponisten.
Diese gruselige Statue steht vor der Pfarrkirche St. Remigius.
Diese gruselige Statue steht vor der Pfarrkirche St. Remigius.
Die Schlosskirche.
Die Schlosskirche.
Einer der Köpfe die beim Münster liegen.
Einer der Köpfe die beim Münster liegen.
Die allgemein bekannte Statue auf dem Münsterplatz ist ein beliebtes Instagram-Motiv.
Die allgemein bekannte Statue auf dem Münsterplatz ist ein beliebtes Instagram-Motiv.

Entlang des Rheins zum Posttower

Heute liefen Fräulein Anna und ich am Rhein entlang bis zum Posttower. Gevatter Rhein führt eine Menge Wasser mit sich, es waren eine Menge Schiffe unterwegs. Menschen kletterten auf dieses rote Dings aus Stahlträgern.

Kunstwerk aus Stahl am Rhein

Danach streunerten wir eine Runde durch das Gelände der Deutschen Welle und um den Posttower. Dabei entdeckten wir die Mutter aller Packstationen. Ich hätte ja fest mit der Nummer 1 gerechnet. Es ist die 145, traurig! Noch ein bisschen trauriger fand ich es, dass die Sonne dann doch noch ein bisschen rauskam – als wir gerade wieder zu Hause waren.

Packstation am PosttowerMartin und AnnaPosttower von unten