Archiv für Monat: März 2017

Von einem Beta-Test, einem Wochenend-Ausflug und ersten Kirschblüten

Da es dieser Tage immer länger dauert, bis ich einen Wochenrückblick geschrieben bekomme, scheint da ein wenig die Luft raus zu sein. Obwohl ich eigentlich das Konzept sehr schön finde. Nun gut.

Am Montag werde ich für den Beta-Test der neuen Uberspace-Version bei meinem Hoster freigeschaltet. Auf einem extra Server dürfen wir die bisher implementierten Features testen. Ich verbringe in dieser Woche einige Zeit damit dort herumzuturnen, Domains aufzuschalten, mich über das automatische SSL-Zertifikat zu freuen und vor allem auch das Feedback der anderen Tester zu lesen. Dabei lerne ich auch, dass meine Anforderungen gar nicht mal so wild sind. Andere Menschen haben da ganz andere Ideen.

Daneben verbringe ich eine ordentliche Zeit auch im Quellcode dieses Blogdingses hier und verbessere hier und da etwas. Die Liste der Kleinigkeiten die mir jeden Tag noch auffallen wird immer länger. Vielleicht wird es Zeit, irgendwo ein Changelog zu hinterlegen. Nachhaltig überrascht bin ich, wie lange ich schon mit dem Layout des Blogs klarkomme. Früher war ich da umtriebiger und oft unglücklich mit der Optik. Jetzt gerade denke ich sehr viel mehr über Inhalte nach.

Donnerstags gehe ich das erste Mal seit einiger Zeit wieder zum Reha-Sport. Ich freue mich richtiggehend darauf. Komisch, aber wahr. Ich bin fast versucht, mir noch eine zweite sportliche Betätigung mit festem Termin zu suchen, weil das so gut funktioniert.

Fahrräder am Bahnhof in Münster

Am Samstag steigen Fräulein Anna und ich besonders früh aus dem Bett und dann kurz darauf, um kurz vor sieben am Morgen, auch schon in den fast leeren Zug. Der bringt uns, mit einem Umstieg in Münster, nach Papenburg. Dort steht eine Geburtstagsfeier an. Wir verbringen wirklich entspannte 24 Stunden bei gutem Wetter, leckerem Essen und dem ein oder anderen Gespräch, bevor wir schon wieder in den Zug nach Hause steigen. Warum wir dabei eine Stunde zu früh am Bahnhof landen, ist mir bis heute noch nicht klar. Scheinbar bin ich manchmal zu blöd, eine zwölf und dreizehn auseinander zu halten.

Zurück in Bonn treibt uns das anhaltend gute Wetter noch einmal auf die Straße. Mit einem Eis aus dem Eislabor auf der Hand spaziere Fräulein Anna und ich durch die Altstadt und schauen uns den aktuellen Entwicklungsstatus der Kirschblüten an. Noch passiert da eher wenig, nur in einer Seitenstraße ist schon viel zu sehen. Ich mache schon mal ein paar Bilder und bin drauf gespannt, ob mir dieses Jahr wieder so schöne Bilder wie im letzten Jahr gelingen.

Kirschblüte

Die Woche schließt sich mit dem Tatort aus Köln. „Nachbarn“ heißt der und ist wieder nicht schlecht. Entweder hat sich mein Geschmack geändert oder der Tatort hat Qualitätsmäßig gerade einen kleinen Lauf.

„Oliver Hell – Schattenkind“ von Michael Wagner

Ich weiß gar nicht mehr wie es dazu kam. Jedenfalls stolperte ich dieser Tage über „Schattenkind“ von Michael Wagner (Affiliate-Link), einem Roman aus der Krimi-Serie rund um den Bonner Kommissar Oliver Hell. Der lokale Bezug machte mich direkt neugierig. Ich erinnere mich noch gut, wie sehr es mir seinerzeit bei den Büchern von Thomas A. Ruhk gefallen hat, dass ich die vorkommenden Orte in der alten Heimat gut kenne. An der Stelle, wo es im „Strohbär“ zum Showdown kommt, bin ich jahrelang auf dem Weg zur Hochschule vorbei gefahren. Gruselig!

Aber zurück nach Bonn, da wohne ich ja nun schon eine ganze Weile. Auf dem Weg zur Arbeit komme ich jeden Tag am Polizeipräsidium in Ramersdorf vorbei, wo Kommissar Hell und sein Team arbeiten. Wenn ich Abends spazieren gehe, laufe ich oft ein Stück durch die Argelanderstraße. In einem Keller dort passieren im Buch schlimme Dinge. Schon wieder gruselig!

In „Schattenkind“ geschiet ein Mord. Ein Arzt wird in einem Park gefunden, neben der Leiche sitzt ein stummes Kind. Und das alles an Karneval, wo die Stadt doch sowieso im Ausnahmezustand ist und eigentlich alle feiern wollen. Bis auf Kommissar Hell. Der hält genau so viel von der närrischen Zeit wie ich. Dabei soll es aber nicht bleiben: Es geschehen weitere Morde und Mordanschläge. Menschen sind nicht unbedingt an der Aufklärung des Falles interessiert und irgendwie ist der kleine Junge in die Geschichte verstrickt. Die Geschichte bleibt durchweg spannend, ich will gar nicht zu viel verraten. Auch abseits des lokalen Bezugs lohnt es sich, den Krimi zu lesen. Nur am Ende, als der Fall eigentlich schon geklärt ist, zieht es sich dann ein kleines bisschen. Es fiel mir auf jeden Fall schwer das Buch aus der Hand zu legen.

Bei Gelegenheit muss ich auch mal einen meiner Spaziergänge in Richtung Ippendorf führen. Dort wohnen die in die Geschichte verwickelten Ärzte. In der Ecke Bonns bin ich zumindest bewusst noch nicht gewesen.

Schattenkind ist schon das neunte Buch aus der Reihe rund um Kommissar Hell. Das ist zwar auf der einen Seite sehr gut, denn ich kann noch mindestens acht weitere Bücher lesen. Darauf freue ich mich, ich habe direkt mit dem ersten Band aus der Reihe angefangen. Das ist aber auch schlecht, denn ich weiß schon so ein bisschen, wie die Charaktere sich entwickeln werden. Ich werde es, im Gegensatz zu einigen Menschen in den Büchern, sicherlich überleben.

Belanglosigkeiten und ein Stammeswochenende

Die Woche startet ganz normal und unspektakulär. Am Mittwoch-Abend unternehmen Fräulein Anna und ich einen kleinen Ausflug nach Köln, um dort das Geburtstags-Geschenk für Frau Schwester abzuholen. Dabei lernen wir auch mal Köln-Kalk ein bisschen kennen – in der Ecke war ich ja tatsächlich noch nie.

Am Donnerstag steht ein Workshop in der Firma auf dem Plan. Ich bin da in der letzten Zeit hin und wieder ein bisschen skeptisch, dieses Mal gehe ich aber mit einem ganz guten Gefühl nach Hause. Der Tag war richtig produktiv. Weniger gut ist das Gefühl in meinem Bauch. Ich gebe dem letzten Stück Pizza die Schuld und bleibe am Freitag deshalb lieber zu Hause. Ein Glück, dass ich Salzstangen wirklich gerne mag!

Schilderwald im Wald

Am Wochenende ist dann das alljährliche Treffen meines liebsten Pfadfinderstammes. Wir treffen uns bei Thomas auf dem wilden Hunsrück. Ich bleibe lange auf und schlafe auf einer nicht ordentlich aufgepusteten Therm-A-Rest. Nie habe ich mich an einem Morgen älter gefühlt. Neben viel Gequatsche und einem guten Essen in einem Mosel-Restaurant und einer kompakten Jahreshauptversammlung besuchen wir auch noch die Geierlay-Hängebrücke. Ich berichtete. Eigentlich schade, dass wir das nur einmal im Jahr schaffen. Andererseits würde es mir auch nicht weh tun, mal so auf einen Besuch irgendwo hin zu fahren. Oder mal wen anzurufen. Mal gucken.

Am Sonntag bin ich relativ zeitig zu Hause und nutze die Zeit für ein bisschen Hausarbeit, ordne Papierkram und schaffe es auch noch einen kleinen Spaziergang einzubauen. Der Cyber-Tatort kommt heute aus Kiel und ist – schon wieder! – gar nicht schlecht und vor allem spannend.

An der Geierlay

Geierlay-Hängebrücke

Gar nicht weit von der alten Heimat entfernt, mitten im wilden Hunsrück, liegt seit etwa anderthalb Jahren Deutschlands längste Hängeseilbrücke, genannt Geierlay. Wie es der Teufel will, verschlug es mich an diesem Wochenende im Rahmen unseres Stammeswochenendes in die Nähe.

Nun ist es ja bekanntlich so, dass ich nicht der größte Fan von größeren Höhen bin. Vor allem, wenn sie wackeln. Mit Hochhäusern habe ich kein Problem – aber beim Gedanken an eine Hängeseilbrücke wird mir schon ein wenig mulmig. So ein Ding überqueren? Eher nicht! Ich erinnere mich noch gut, als ich seinerzeit im Tsingy-Nationalpark auf Madagaskar plötzlich vor einer Hängebrücke stand – und es keinen anderen Weg gab. Meine Beine werden heute noch ein bisschen weich.

Der Blick zurück über die Geierlay-Hängebrücke

Aber kommen wir vom der Insel im indischen Ozean zurück auf das deutsche Mittelgebirge. Ich wusste ja ein bisschen worauf ich mich einließ, als wir morgens losgefahren sind. Und ich hatte mir fest vorgenommen, auch dieses Mal sehr mutig zu sein. Nachdem wir also vom offiziellen Parkplatz mitten im Ort ein ganzes Stück durch das beschauliche Mörsdorf gelaufen sind und auch schon die ersten Meter durch den Wald hinter uns haben, stehen wir dann auf einmal vor der Brücke. Die ist auf den ersten Blick deutlich länger als ich mir das vorgestellt hatte. Rund dreihundersechzig Meter sollen es sein. Der frisch aufziehende Wind macht es mir auch nicht gerade einfacher, mich geistig auf die Überquerung vorzubereiten.

Rüber muss ich trotzdem, es ist neben den lobenden Worten der anwesenden Ingenieure über die Verarbeitung auch ein bisschen der Gruppenzwang, der mich schließlich auf die Brücke treten lässt. Die ersten paar Schritte fallen mir schwer, doch dann gewöhne ich mich an die leichte Schwingung. Wackeln fände ich schlimm, schwingen ist scheinbar ok. Dennoch will ich die ganze Geschichte irgendwie schnell hinter mich bringen. Nachdem ich etwa die Hälfte der Brücke hinter mir habe, ärgere ich mich über mich selbst: Da stehe ich schon mitten in der Aussicht und schaffe es nicht, etwas anderes als meine Schuhspitzen anzuschauen! Ein kleiner Rundumblick ist dann tatsächlich drin, bevor ich mich mit immer sichereren Schritten auf das immer noch ferne Ende zubewege. Ich traue mich sogar einmal, wirklich stehen zu bleiben und ein paar Bilder zurück zu machen.

Die Geierlay-Hängebrücke von unten

Am Ende war es dann gar nicht so schwierig, einmal in etwa einhundert Metern Höhe über das Tal zu laufen. Ich bin ein bisschen stolz auf mich. Nach einer kurzen Pause geht es dann aber nicht wieder über die Brücke zurück. Statt dessen nehmen wir einen etwas längeren Weg durch das Tal. Es gibt hier den ein oder anderen Rundweg. Nachdem wir uns durch den Schilderwald im Wald gekämpft haben und auch einen Blick unter die Brücke werfen konnten, beschließen wir unseren kleinen Ausflug mit einem Stück Kuchen im Besucherzentrum. Und ich beschließe, bei nächster Gelegenheit noch einmal über die Brücke zu laufen. Vielleicht auch bei besserem Wetter. Wenn die Wälder ringsum grün sind, lassen sich auch bestimmt noch schönere Fotos machen.

Von einem Baumarktbesuch, einem BarCamp und einem sonnigen Sonntag

Die Wochentage sind in der letzten Zeit eher ereignislos. Da ist es schon ein Highlight, dass der letzte Woche bestellte Monitorarm eintrifft. Ich beschließe, dass es eine kleine Modifikation am Schreibtisch braucht, um diesen ordentlich und sicher festzuklemmen. Ich habe keine Lust beim nach Hause kommen einen vom herabfallenden Monitor zertrümmerten Computer vorzufinden.
Jedenfalls mache ich mich auf den Weg in den nahegelegenen Obi-Baumarkt und suche dort nach einem passenden Stück Holz, werde aber leider weder im normalen Sortiment, noch bei der Ausschussware wirklich fündig. Ich hätte nicht gedacht, dass es schwierig sein würde einen kleinen Holzklotz aufzutreiben. Aber ich habe Glück: Beim Zuschnitt gibt es einen sehr freundlichen Mitarbeiter, der auf mein „Hallo, vielleicht haben sie ja eine Idee!“ und eine Problembeschreibung sehr souverän reagiert und mir kurzerhand ein passendes Stück aus einer alten Palette herausschneidet. Danke!

Die restlichen Abende verbringe ich in Bolivien, zumindest virtuell. Auf die Veröffentlichung von Ghost Recon: Wildlands hatte ich mich schon ein bisschen gefreut und tatsächlich macht es recht viel Spaß dem bolivianischen Drogenkartell ein bisschen die Tour zu vermasseln. An dem Spiel werde ich, nicht nur wegen der Größe der Karte, sicherlich noch eine Weile Spaß haben.

Auf der Rheinnixe wehen lustige Fähnlein

Schließlich ist dann auch schon das Wochenende da und damit auch das Bonner BarCamp. Darüber habe ich mich ja schon an anderer Stelle ausführlich ausgelassen. Anschließend bin ich ganz schön müde und gehe früh ins Bett. Und so startet der Sonntag für Fräulein Anna und mich schon sehr zeitig mit einem Frühstück im Café Sahneweiß. Anschließend stromern wir ein wenig durch die Stadt, flanieren am Rhein entlang in der Sonne und überqueren eben diesen auch. Einmal zu Fuß über die Kennedy-Brücke und dann auf dem Rückweg mit der Rheinnixe. Langsam wird es zu einem kleinen Ritual, mindestens einmal im Monat den Rhein per Schiff zu überqueren.

Nachdem wir dann den sonnigen Nachmittag auch noch genutzt haben, um zumindest ansatzweise Ordnung auf der Terrasse zu machen und eine Bepflanzungsstrategie erdacht haben, bekommen wir Besuch zum Tatort. Der kommt heute aus Bremen und ist wider erwarten sogar ein wirklich guter Fernsehfilm.

BarCamp Bonn 2017 – Hashtag bcbn17

Logo des BarCamp Bonn

Nachdem ich im vergangenen Jahr sehr viel Spaß auf dem BarCamp Bonn hatte, war es keine Frage, dass ich dieses Jahr wieder dort sein würde. So stieg ich am Samstag Morgen genau so zeitig aus dem Bett, wie ich das auch unter der Woche tue. Als Gastgeberin hatte sich in diesem Jahr die Deutsche Post angeboten und so stehe ich überpünktlich um kurz vor neun Uhr vor dem Post-Tower. Ungefähr als erstes springt mir das Logo meines Arbeitgebers ins Auge. Wir sind der zweite Hauptsponsor. Nachdem ich dann ein Namensschild umhängen habe, gibt es zum wach werden einen Cappuccino vom Café Roller.

Kurzer Einschub! Was ist eigentlich so ein BarCamp? Das ist nicht schwer: Erst einmal hat das Ganze nichts mit Zelten zu tun. Ein BarCamp ist eine Veranstaltung, die sowohl themenoffen als auch themenbezogen (zum Beispiel bei einem LiteraturCamp) Menschen zusammenbringt. Die Veranstalter organisieren dabei den Veranstaltungsort und legen einen Zeitplan fest, die eigentlichen Inhalte kommen aber von den Menschen, die das BarCamp besuchen. Jeder kann ein Thema einbringen, sei es ein Vortrag den man schon vorbereitet hat – oder eine spontane Diskussionsrunde. Es wird dann ein Zeitplan erstellt, die einzelnen Themen auf Räume verteilt und los geht’s!

Das BarCamp sollte in diesem Jahr über zwei Tage gehen. Der erste war schon am Freitag gewesen und stand unter dem Motto „Bonn bewegen“. Am Samstag ist dann aber die gewohnte offene Veranstaltung. Langsam aber sicher füllt sich das Foyer im zweiten Stock mit Menschen, um zehn Uhr geht es dann nach einem leckeren Frühstück mit belegten Brötchen auch richtig los. Die Vorstellungsrunde ist in diesem Jahr sehr zügig vorbei. Fast alle halten sich an die Name und zwei Hashtags!-Vorgabe. Da hätte ich im Vorfeld ja vielleicht gar nicht so schimpfen müssen.

Die folgenden Stunden verbringe ich dann in den unterschiedlichsten Runden. Zuerst erfahre ich etwas über die Gedanken, die man sich bei Bundeswehr und Nato über die Kommunikation mit Menschen in fremden Ländern macht und wie wichtig es ist, dass es bei der Entwicklung einer Kommunikationsstrategie eine übergeordnete Geschichte gibt. Spannend! Danach bespreche ich mit Menschen ein WordPress-Meetup, was es ab kommenden Monat in Bonn geben soll und höre mir anschließend die Fragen von allerlei Menschen zu eben diesem Thema an. Interessant, wie unterschiedlich die Probleme der Menschen sind.

Am Nachmittag lerne ich dann in einem Workshop wie man im Internet witzig ist. Jedenfalls so halb. Die Grundlagen verstehe ich zwar, doch dann stellt sich heraus, dass ich scheinbar andere Dinge witzig finde wie alle anderen. Oder vielleicht auch nichts? Vielleicht bin ich auch einfach nur gerade sehr müde. Es wird Zeit für einen weiteren Cappuccino. Ich gehe unschlüssig aus dem Raum. Merkwürdige Geschichte.

Schließlich lerne ich dann noch etwas über das Zürcher Ressourcen Modell und wie man mit dem Selbstmanagement-Training lernt, seine Ziele besser umzusetzen. Ich nehme ein paar Leseempfehlungen mit nach Hause. Das ist am Ende dann doch noch einmal ein gelungener Abschluss für meine Sessions, bevor es dann zur Verabschiedung mit Feedbackrunde in den großen Saal geht. Ich bin mit dem Verlauf des Tages sehr zufrieden, die Organisation war prima, die Themen waren wieder sehr vielfältig. Das mag ich ja. Außerdem habe mit dem ein oder anderen Menschen ein nettes Gespräch geführt. Was will man mehr? Und dann habe ich bei Instagram-Storys auch noch Sascha verschiedene lustige Hüte aufgesetzt – ich überlege, das im kommenden Jahr als Session anzubieten.

Die Menschen sind weitestgehend mit dem BarCamp zufrieden. Zwei Tage sind top und die Party muss man viel früher ankündigen. Die von der Deutschen Post gestellte Verpflegung fand ich prima. Das nächste BarCamp soll dann in St. Augustin stattfinden. Da kann der Johannes mal drüber nachdenken, ob es noch BarCamp Bonn heißen darf, wenn ich es nicht fußläufig erreichen kann.

Johannes der Denker

Manchmal passiert auch nicht so viel

Wochenrückblicke erst am späten Mittwoch-Abend schreiben? Kann man machen – einreißen lassen sollte ich das aber auf keinen Fall. Zu schwer fällt es mir, überhaupt noch Erinnerungen an die letzte Woche zu haben.

Der Kalender sagt, es war Karneval. Davon habe ich nicht so richtig viel mitbekommen, bekanntlich bin ich nicht so besonders jeck. Fräulein Anna auch nicht, die Wahrscheinlichkeit uns verkleidet irgendwo anzutreffen also eher gering. An Rosenmontag jedenfalls, dem Ausnahmetag im Rheinland, war alles für mich sehr entspannt. In den Bahnen zur Arbeit ist so gut wie niemand, in der Firma ist auch eher eine wenig los.
Was positiv auffällt: Durch unsere zentrale Wohnlage bekommen wir zwar durch das Fenster einiges vom Treiben auf der Straße mit. Dieses Mal erwische ich aber wenigstens niemand, der unseren Hauseingang mit seinem Bett oder seinem Klo verwechselt.

Der Rest der Woche ist scheinbar eher unspektakulär. Ich erlebe scheinbar nichts, was irgendwie Aufregend genug wäre, als das ich es twittern oder instagrammen will. Schade eigentlich!

Am Wochenende geht dann schon ein bisschen mehr. Ich stromere durch einige Baumärkte, weil ich gerne an meinem Schreibtisch ein paar Veränderungen vornehmen möchte. Mir schwebte eine Art Rückwand und eine Monitorhalterung vor. Endlich wieder was heimwerken! Nachdem ich mir allerdings angeschaut habe, was es so an Holz gibt und ausrechnete was der Quatsch kosten würde, verwerfe ich meine Pläne und bestelle einen Monitor-Arm zur Befestigung am Tisch selbst.
Am Sonntag düsen Fräulein Anna und ich mit einem Kuchen im Gepäck nach Köln. Wir haben uns bei Frau Schwester eingeladen. „Wenn man einen Kuchen mitbringt, dann darf man das!“ sagt das Fräulein. Ich stimme zu. In Frau Schwesters Küche ist es gemütlich, wir quatschen und kümmern uns endlich auch um den Musical-Besuch, den wir unseren Eltern bereits zu Weihnachten geschenkt hatten.

Der Tatort kommt an diesem Abend aus der Schweiz und ist eigentlich ganz ok. Da gab es schon schlimmeres. Meine Currywurst ist gewohnt lecker.

Fünf Kilogramm

Anfang des Jahres war es mal wieder soweit: Die Unzufriedenheit mit meinem Bauchumfang lies mich auf die Personenwaage steigen. Um die hatte ich in der jüngeren Vergangenheit auch wieder einen etwas größeren Bogen gemacht. Jedenfalls: Ich war fast wieder bei den neunzig Kilo, über die ich mich vor zwei Jahren schon einmal so erschrocken hatte. Bei einer einigermaßen gescheiten Verteilung von Kopf bis Fuß wäre das kein Grund zur Sorge. Aber dummerweise sammeln sich die Pfunde bei mir an Bauch und Hals. Tolle Wurst.

Grund genug einen Plan zu fassen und das Thema wieder anzugehen. Damit ich mich nicht einfach wieder in einem Fitti anmelde, nach zwei Wochen die Lust verliere und dann jahrelang Beiträge zu zahlen habe, machte ich mir dieses Mal zwei Gedanken mehr um das Thema. Am liebsten wäre mir ja, wenn die Pfunde „so nebenbei“ purzeln. Von nichts kommt aber bekanntlich nicht so besonders viel. Deshalb überlegte ich mir, wie ich mit Kleinigkeiten auch etwas bewirken kann.

Man kann sich sicherlich tiefer mit dem Thema auseinander setzen, mir reicht für den Moment eine einfache Rechnung: Am Ende möchte ich „einfach“ mehr Kalorien verbrauchen als ich zu mir nehme. Die folgenden Punkte kamen dabei heraus und haben in den vergangenen zwei Monaten gut für mich funktioniert.

  • Mehr Bewegung! Machen wir doch einfach ein paar mehr und führen das tägliche Schrittziel wieder ein! Ich habe vor längerem schon einmal darüber geschrieben. Es ist eigentlich gar nicht so schwer, jeden Tag noch ein paar Schritte mehr zu tun. So verbrenne ich mehr Kalorien. Auch meine regelmäßigen Besuche beim Reha-Sport zahlen hier mit ein.
  • Weniger essen! Die andere Seite der Rechnung. Ein Brot weniger für das Mittagessen schmieren, eine kleinere Portion beim Abendessen. Das klingt einfach, ist aber tatsächlich wirklich schwierig. Es kostet mich oft wirklich viel Überwindung, nicht noch einmal nachzunehmen. Dazu habe ich das Abendessen vorverlegt: Es findet nun knapp zwei Stunden früher, direkt nach meinem Feierabend, statt.
  • Weniger Quatsch essen! Deutlich einfacher ist es mir meistens gefallen, auf die ein oder andere Süßigkeit zu verzichten. Auf der Arbeit hatte ich mir den Gang zur Snackbox schon ein bisschen angewöhnt. Der findet jetzt nicht mehr statt. Und wenn man keine Chips zu Hause hat, dann stopft man auch nicht eine ganze Tüte in sich hinein. Statt dessen ist immer ein bisschen Obst zur Hand.

Am Ende war es tatsächlich einfacher als gedacht. Das Schrittziel erfülle ich fast immer – ich erlaube mir aber Ausnahmen. Genau so beim Essen: Ich esse zu gerne um mir etwas abzugewöhnen. Mit „weniger“ komme ich aber gut hin. Ich habe tatsächlich sehr selten wirklich Hunger, viel öfter aber Lust etwas zu essen. Dem muss man widerstehen können, das klappt meistens ganz gut.

Die fünf Kilogramm aus der Überschrift bin ich so langsam aber stetig in den acht, neun Wochen seit Jahresbeginn losgeworden. Vor allem an meinem Bauchumfang kann man das festmachen. Man darf sich nicht aus der Bahn werfen lassen, wenn es auf einmal auch ein paar Tage wieder auf der Waage bergauf geht. Ich bin mit dem bisherigen Verlauf der Geschichte recht zufrieden und guter Dinge, dass ich so auch langfristig schaffe in Form zu bleiben. Vielleicht mache ich bald, wo es draußen ja auch wieder schöner wird, noch ein bisschen Sport dazu.